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Die Aufreger der Oscar-Show Ein "Hurensohn" mit Green Card

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Sean Penn übergab den Oscar für den besten Film an Alejandro G. Iñárritu - und machte einen blöden Scherz, der heftig danebenging.

(Foto: imago/UPI Photo)

Sean Penn macht einen "rassistischen" Witz. Fans vermissen Joan Rivers. Terrence Howard steht neben sich. Benedict Cumberbatch genehmigt sich einen. Die Oscar-Show hatte auch ihre Aufreger.

Es wurde gesungen und getanzt, Oscars wurden vergeben, brisante Themen angesprochen und den Eltern gedankt. Aber nicht alles lief glatt über die Bühne bei der Oscar-Show. Wir listen ein paar Pannen und Peinlichkeiten auf, die für Ärger sorgten.

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Gleich zu Beginn schauten die deutschen Zuschauer in die Röhre. Beim übertragenden Sender Pro Sieben gab es offenbar eine technische Störung. Zwar konnte man noch das Musical-Stück zum Auftakt sehen, zur Verleihung des ersten Oscars, der an J.K. Simmons für "Whiplash" ging, war allerdings nur ein Standbild zu sehen. Als die Panne behoben war, ging es ohne Probleme weiter.

Wo ist Joan Rivers?

Wie in jedem Jahr gedachte das Publikum der Oscar-Show auch diesmal der verstorbenen Kollegen des letzten Jahres. Meryl Streep hielt eine kleine Rede, dann wurden die Porträts der Toten auf der großen Leinwand gezeigt - Robin Williams war etwa dabei oder Mickey Rooney und die Autorin Maya Angelou. Doch einigen Zuschauern vermissten eine Person: die im vergangenen Jahr gestorbene Joan Rivers. Ihr Fehlen sorgte sogleich für Kritik. Denn Rivers war nicht nur eine Komikerin und Autorin, sie spielte auch in einigen Filmen mit. Warum sie fehlte? Vielleicht wurde sie vergessen. Vielleicht war sie den Machern auch einfach nicht wichtig genug.

"Es haut mich gerade um"

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Stand neben sich: Terrence Howard.

(Foto: AP)

Terrence Howard ist ein bekannter Schauspieler. Er spielte in "Ray" mit, in "Iron Man" und "The Butler". Doch auch sein Auftritt bei der Oscar-Show wird in Erinnerung bleiben. Howard kam auf die Bühne, um einige der Nominierten für den besten Film vorzustellen. Aber mittendrin verlor er den Faden, stockte, fing fast an zu weinen, stolperte hörbar gegen das Mikrofon. "Es haut mich gerade selbst um", sagte er. Und nun rätseln alle, was da los war.

Die Sache mit der Green Card

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Viel Kritik bekommt Sean Penn. Er enthüllte den Gewinner des Oscars für den besten Film. Er öffnete den Umschlag, schaute hinein und sagte: "Wer hat diesem Hurensohn eine Green Card gegeben?" Danach verkündete er den Gewinner: "Birdman" des Mexikaners Alejandro G. Iñárritu. Penns Spruch - vermutlich als Scherz gedacht - ist eine Anspielung darauf, dass etliche illegale Einwanderer über die amerikanisch-mexikanische Grenze in die USA kommen.

Hatte Iñárritu den geschmacklosen Satz gehört? Jedenfalls nahm er seinen dritten Oscar in Empfang und ging in seiner Dankesrede auf die Einwanderungspolitik der US-Regierung ein. Er sagte, dass er hoffe, dass die neuen Einwanderer denselben Respekt bekämen wie jene, die die USA zu dieser unglaublichen Einwanderer-Nation gemacht hätten.

"Über Selbstmord sprechen"

"Wir sollten offen über Selbstmord sprechen." Das sagte Regisseurin Dana Perry, nachdem sie den Oscar für die beste Kurz-Doku "Crisis Hotline: Veterans Press 1" erhalten hatte. Sie sprach über ihren Sohn, der sich das Leben genommen hatte. Da hatte die Musik, die allzu ausschweifende Dankesreden abkürzen soll, bereits eingesetzt. Doch sie stoppte sofort, als das ernste Thema angesprochen wurde und Perry konnte weitersprechen. Für Kritik auf Twitter sorgte aber, dass Moderator Neil Patrick Harris nach der ernsten Rede über das Kleid der Oscar-Gewinnerin lästerte. Wobei: Offenbar erfuhr Perry hinter der Bühne von dem Scherz - und lachte.

Flachmann in der Tasche

Kein Ärgernis, aber eine der witzigsten Szenen der Oscar-Verleihung geht auf das Konto des nominierten Schauspielers Benedict Cumberbatch. Er ging zwar leer aus, hatte aber zum Glück einen Flachmann dabei. Ein Gif-Bild zeigt, wie er sich einen Schluck genehmigt - und die Kamera offenbar wenig höflich auffordert, zu verschwinden.

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Quelle: n-tv.de, mli

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