Unterhaltung

"Affe und so" Motsi Mabuse legt Rassismus offen

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Auf der Tanzfläche ist Motsi Mabuse in ihrem Element.

(Foto: dpa)

Als schwarze Frau hat Motsi Mabuse mit Rassismus Erfahrung. Bei einem Fernsehauftritt erzählt die Tänzerin, mit welchen Grausamkeiten sie es alltäglich zu tun hat. Wie recht sie damit hat, soll sich schon wenig später zeigen.

Seit Innenminister Thomas de Maizière in einem Gastbeitrag in der "Bild am Sonntag" von "Leitkultur" schrieb, wird der Begriff heiß diskutiert. In der Polit-Talkshow "Maischberger" trafen sich zu dem Thema Vertreter aus Politik, Medien und Öffentlichkeit. Unter ihnen war auch Motsi Mabuse, Jurorin der RTL-Tanzshow "Let's Dance".

Mit teilweise erschreckender Klarheit erzählte Mabuse von ihren eigenen Erfahrungen in ihrer Wahlheimat Deutschland. Vor allem über Anfeindungen im Netz berichtete Mabuse im Laufe des Gesprächs. Sie sei aus Südafrika durchaus Rassenhass gewohnt und habe in ihren ersten Jahren in Deutschland positive Erfahrungen gemacht. Mittlerweile würden ihr gegenüber allerdings über die sozialen Medien immer mehr rassistische Drohungen zugespielt.

"Der Rassismus ist sehr extrem. Und es ist mehr geworden", berichtete die 36-jährige Tänzerin. Ihr würden "ganz böse Sachen" geschrieben: "Sie werden mich mit einem Baseball-Schläger schlagen, und nennen mich 'Affe' und so."

"Sei ein bisschen kreativer"

Auf Facebook bewarb die 36-jährige Mabuse ihren Fernsehauftritt mit einem Foto, dass sie vor dem Maischberger-Logo zeigt. "Atme, Mädchen", hat sie dazu geschrieben. Unter dem Eintrag finden sich prompt genau solche rassistischen Äußerungen, wie sie in der Sendung besprochen wurden. "Wenn du Deutsche bist, dann rede so", schreibt ein Mann etwa zu dem Bild. Doch Mabuse kontert: "Be more creative dear!" (Sei ein bisschen kreativer, mein Lieber)

Im Alter von 18 Jahren kam Mabuse aus Südafrika nach Deutschland, nachdem sie bei einem Tanzturnier den Tänzer Timo Kulczak kennengelernt hatte. Mittlerweile leben die beiden getrennt. Mabuse hat die deutsche Staatsbürgerschaft.

Quelle: ntv.de, ame/spot