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Nur eins ist "sehr gut" 16 Olivenöle fallen krachend durch

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Olivenöl steht für Gesundheit, Genuss und südländische Lebensart - was mit der Qualität vieler Produkte oftmals aber nicht zu vereinbaren ist.

(Foto: imago images / Panthermedia)

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So langsam wird es wärmer. Da kann eine mediterrane Ernährung zusätzlich frühsommerliche Gefühle anheizen. Unverzichtbarer Protagonist einer solchen Kost ist Olivenöl. Nur leider sind fast alle Produkte mit Mineralöl verunreinigt, wie Öko-Test betrübt feststellt.

Olivenöl geht immer, ganzjährig. Vor allem, da derzeit die eine oder andere Alternative im Supermarkt nicht zu haben ist. Denn das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von der Essenz der Sonnenblume. Erst dann greifen Verbraucher zum Olivenöl.

Doch nicht nur damit das mediterrane Lebensgefühl stimmt oder der Mangel an anderen Ölen kompensiert wird, sollte auch die Qualität stimmen und das grüne Gold schmecken. Aber insbesondere bei ersterem Kriterium mangelt es bei vielen Olivenölen, wie Öko-Test festgestellt hat.

Untersucht wurden 19 Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra" zu Preisen zwischen 5,19 und 23,98 Euro pro Liter. Darunter 9 Bio-Produkte, Eigenmarken der großen Supermärkte und Discounter und Markenprodukte. Was alle eint, ist die Annahme, dass pflanzlichen Fetten eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit nachgesagt wird. Was allerdings relativiert wird, wenn alle bis auf ein entsprechendes Produkt durch Mineralölkohlenwasserstoffe verunreinigt sind oder schlicht ein fehlerhafter Geruch oder Geschmack attestiert wird, sodass die angegebene höchsten Güteklasse nicht stimmt. Denn geschmackliche Fehler sind hier nicht erlaubt. Schmeckt ein Öl ranzig, ist es stark oxidiert. Ist bereits eine Gärung im Gang, kann das Öl stichig schmecken.

Nur ein einziges Öl ist "sehr gut"

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Unter Mineralölkohlenwasserstoffen versteht man eine sehr große Gruppe vieler verschiedener Stoffe. Darunter können potenziell krebserregende Verbindungen sein. Besonders bedenklich sind die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH, die in sieben der Öle nachgewiesen wurden. Daneben stecken in fast jedem Öl unterschiedlich stark die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/MOSH-Analoge. Diese lagert der Körper in der Leber, den Lymphknoten, der Milz und dem Fettgewebe ab. Was das für die Funktion dieser lebenswichtigen Organe bedeutet, ist bisher noch ungeklärt.

Als ein einziges Öl schneidet das "Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ Extra" mit "sehr gut" ab (21,98 Euro je Liter). Es ist das einzige im Test, in dem im Labor nicht einmal Spuren von Mineralöl nachgewiesen wurden.

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Zwei weitere bringen es immerhin zu einem "befriedigend" ("Mani Bläuel Natives Olivenöl Extra Selection" und "Fiore Natives Olivenöl Extra", 17,98 beziehungsweise 6,65 Euro). 16 rasseln jedoch in der Untersuchung gnadenlos mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch.

Da die Liste der mies bewerteten Olivenöle so unerfreulich lang ist, wird sich an dieser Stelle auf die Ware beschränkt, welche mit "ungenügend" beurteilt wurde. Als da wären: "Alnatura Natives Olivenöl Extra", "Bio Planète Olivenöl Nativ Extra fruchtig", "Dennree Italienisches Olivenöl Nativ extra", "Ener Bio Spanisches Natives Olivenöl Extra", "Edeka Natives Olivenöl Extra D.O.P. Terra di Bar", "Filippo Berio Classico Natives Olivenöl Extra", "La Española Natives Olivenöl Extra", "Rewe Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra" und "Vegola Natives Olivenöl Extra".

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 21. April 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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