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Mobile Geldgeschäfte Welche Banking-Apps sind "gut"?

Smartphone raus und mal eben Geld überweisen? Banking-Apps machen das möglich. Nach Ansicht der Stiftung Warentest sind viele Programme generell geeignet, haben aber oft noch ein paar Schwächen. Foto: Franziska Gabbert

Smartphone raus und mal eben Geld überweisen? Banking-Apps machen das möglich.

(Foto: dpa-tmn)

Es ist etwas lästig, Rechnungen zu überweisen oder den Kontostand im Auge behalten zu müssen. Aber natürlich gibt es auch für Geldgeschäfte Apps, die diese ungeliebten Tätigkeiten leichter und mobiler machen sollen. Finanztest war mit ihnen unterwegs.

Das Smartphone und die diversen zur Verfügung stehenden Apps sind eine Erfolgsgeschichte. Fast kann man den Eindruck gewinnen, kaum jemand traut sich ohne vor die Tür. Für viele sind sie Statussymbol, Alleskönner und bester Freund in einem. Echte Freundschaft zeigt sich bekanntlich dann, wenn es schwierig oder zumindest lästig im Leben wird. Bankgeschäfte stellen für viele eine solche Last dar. Insofern erscheint es durchaus sinnvoll, sich auch an dieser Stelle das Dasein mit der entsprechenden Technik zu erleichtern.

Finanztest hat sich der Thematik angenommen und geschaut, was 38 Apps für mobiles Banking taugen. Und die Tester stellen fest: Mit einer guten Banking-App lässt sich das Leben vereinfachen. Einfach, schnell und sicher. Im Test wurden sieben iOS-Apps und fünf Android-Apps mit "gut" bewertet. Zwei erhielten nur ein "ausreichend" (Targobank und Postbank). Bis auf "Banking 4A" und "Banking 4i" sind alle getesteten Apps kostenlos. Dabei standen im Mittel­punkt des Tests ­­die Abfrage von Kontoständen ­und Umsätzen sowie das Über­weisen von Geld­beträgen. Bewertet wurden zum einen Funktionen wie die Fotofunktion, PDF-Import oder die Möglichkeit der Auslandsüberweisung und zum anderen die Handhabung.

Im Vergleich zur letzten Untersuchung vor drei Jahren hat sich laut Finanztest einiges getan. Denn damals steckten die meisten Apps noch in den Kinder­schuhen. Der aktuelle Test zeigt: Die Apps sind deutlich komfort­abler geworden, bei praktischen Hilfs­mitteln wie der Foto­über­weisung - hier wird das Smartphone einfach über die Rechnung gehalten - haben die meisten Programme fast keine Probleme. Die Iban hat spätestens hier ihren Schrecken verloren. Denn die Software liest sie gemeinsam mit dem Verwendungszweck und dem Betrag automatisch aus. 

Außerdem sind immer mehr Apps multi­banken­fähig. Das heißt, es lassen sich Konten verschiedener Banken einbinden. Verbraucher sind somit nicht immer auf die App ihrer Haus­bank angewiesen.

Beim Datensendeverhalten könnten 19 der getesteten Anbieter noch nachbessern, meint Finanztest. Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass wiederum 19 Programme als sicher bewertet werden.

Bei den Android-Apps erzielte unter anderem das Sparkassen-Programm und jenes von "Banking 4A" das beste Ergebnis (2,2 beziehungsweise 2,3). Und auch in der iOS-Variante konnte die Sparkasse punkten (2,0), wie auch die "Comdirect Banking App" (2,1) oder "Outbank" (2,1). Letztere erhielt auch in der Android-Version ein "gut".

Quelle: n-tv.de, awi

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