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+ Fußball, News, Transfergerüchte + Özil: Niemand ist 50 Millionen wert

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bayern-Boss Rummenigge wünscht sich Platini auf dem Fifa-Thron und Guardiola auf dem des FC Bayern München. Aubameyang brilliert mit einem neuen Liga-Rekord. 1860 München schaut sich nach einem neuen Coach um. Und ein Drittligaderby endet mit einem Eklat.

Der beim Londoner Klub Arsenal unter Vertrag stehende Fußball-Weltmeister Mesut Özil sieht die Inflation bei den Transfersummen kritisch. "Kein Mensch auf der Welt ist 50 Millionen Euro wert", sagte er dem "Express".

Der Mittelfeldspieler sieht durch die Entwicklung mit immer neuen Transferrekorden die Glaubwürdigkeit des Fußballs gefährdet. "Deswegen müssen wir im Fußball aufpassen, dass wir die Bodenhaftung nicht verlieren", sagte der 26-Jährige. Özil selbst war übrigens vor zwei Jahren selbst für 50 Millionen von Real Madrid zum FC Arsenal gewechselt. (jwu)

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(Foto: imago/Zink)

Der 1. FC Nürnberg kommt nicht zur Ruhe. Nach den jüngsten Querelen um den Abschied des langjährigen Sportvorstands Martin Bader und der Demission von Fußball-Chef Wolfgang Wolf sorgt nun Stürmer Stefan Kutschke für Wirbel. Der 26-Jährige hat den Club verklagt. Kutschke, der sich nach seiner Degradierung bei der 2. Mannschaft des Altmeisters fit hält, will per einstweiliger Verfügung zurück zu den Profis. Das Arbeitsgericht Nürnberg bestätigte den Vorgang auf Anfrage. Eine erste mündliche Verhandlung ist für den 2. Oktober angesetzt. Laut Gerichtssprecherin Silja Steindl ist eine außergerichtliche Einigung oder ein Vergleich und damit die Rückkehr Kutschkes in den regulären Trainingsbetrieb "jederzeit möglich".

Kutschke war auf Baders Druck hin gegen den Willen von Trainer René Weiler und Abteilungsleiter Wolf verpflichtet worden. Weiler versetzte ihn - wie Mittelfeldspieler Robert Koch und Stürmer Jakub Sylvestr - nach fünf Kurzeinsätzen mit nur 36 Minuten Spielzeit in die Regionalliga. Einzig Sylvestr ist inzwischen rehabilitiert. (lda)

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Eklat in Osnabrück: Ersatzspieler rastet aus

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Tom Merkens steht von der Bank auf, stürmt auf Amaury Bischoff zu und stößt ihn um.

(Foto: dpa)

Bei der emotional aufgeladenen Drittliga-Begegnung zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster ist es kurz vor dem Schlusspfiff zu einem Eklat gekommen. Nach dem späten Ausgleich des VfL zum 2:2-Endstand durch Halil Savran lief Osnabrücks Tom Merkens in Zivilkleidung auf den Platz und stieß Preußen-Kapitän Amaury Bischoff um. Merkens hatte sich vor anderthalb Jahren im Derby bei einem Zweikampf mit Bischoff einen Knöchelbruch zugezogen.

 "Ich werde auf eine Privatanzeige gegen Merkens verzichten. Ich hoffe nur, er wird sich bei mir dafür persönlich entschuldigen", sagte Bischoff der "Bild"-Zeitung: "So wie ich es vor zwei Jahren mehrfach bei ihm getan habe. Obwohl es nie meine Absicht war, ihn zu verletzen." Dem VfL droht für diese Aktion nach mehreren Vorfällen in der vergangenen Zeit eine empfindliche Strafe. Der erneute Zwischenfall machte VfL-Präsident Hermann Queckenstedt betroffen. "Auch wenn es eine Vorgeschichte gibt. So etwas wie heute darf es auf keinen Fall geben", sagte der Funktionär. (lsc)

3. Liga: Ergebnisse | Tabelle

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1860 plant offenbar mit Neururer

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Für Peter Neururer ist der "1860 natürlich immer interessant".

(Foto: imago/Eibner)

Peter Neururer steht offenkundig auf der Liste der Jobkandidaten bei 1860 München. Laut Neururer habe es in Düsseldorf ein Treffen mit dem Geschäftsführer des Zweiligisten Noor Basha gegeben. "Ja, ich habe mich mit ihm in einem Hotel getroffen, mich kennt man ja, das kann ich nicht abstreiten", sagte Neururer bei Sport1. Der 60-Jährige würde auch den Trainerposten übernehmen, wenn ihn der einstige deutsche Meister von 1966 fragen würde. "1860 ist natürlich immer interessant - egal, ob als Trainer oder als Sportdirektor", sagte er. Derzeit steht Torsten Fröhling an der Seitenlinie, aber auch zunehmend in der Kritik. Nach acht Spieltagen sind die Löwen noch immer sieglos und mit drei Punkten nur auf Platz 17. Basha hatte Fröhlings Position zuletzt gestärkt, zumal dieser die Münchner im Vorjahr in der Relegation gerade noch vor dem Drittliga-Abstieg bewahrt hatte. (lsc)

2. Liga: Ergebnisse | Tabelle

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FCB bietet Guardiola "ein schönes Pfund"

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Wieviel genau "ein schönes Pfund" ist, dürften nur das Bayern-Management und Josep Guardiola wissen.

(Foto: imago/MIS)

Einen Tag vor seinem 60. Geburtstag äußert sich Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über die Zukunft des Fußballs. So wünscht er sich nicht nur Michel Platini als neuen Fifa-Boss, sondern auch Trainer Josep Guardiola an der Spitze des FC Bayern München. "Ich bin da optimistisch", sagte Rummenigge gegenüber "Bild" zu den anstehenden Gesprächen über eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages des Katalanen. "Wir haben ein schönes Pfund auf dem Tisch liegen, das man nicht einfach beiseiteschieben kann: eine erstklassige Mannschaft, einen fantastischen Klub, ein tolles Stadion und eine wunderschöne Stadt", argumentierte Rummenigge für den FCB. Er kündigte für die "nächsten Wochen ein seriöses Gespräch" mit Guardiola an, "dann wird man weitersehen". Der 44-jährige Coach steht noch bis 2016 bei den Bayern unter Vertrag.

Eine unverkäufliche Münchener Institution ist für Rummenigge auch Weltmeister Thomas Müller. "Er bleibt. Egal, was geboten wird. Es gibt keinen Preis, bei dem ich ins Nachdenken komme", sagte er: "Messi gehört zu Barcelona, Rooney gehört zu ManU und Müller gehört zu Bayern - so muss das auch bleiben." Es gebe bessere Techniker und schnellere Spieler, "aber es gibt keinen zweiten Thomas Müller auf dieser Welt. Er ist für uns extrem wertvoll. Er steht für das Mia san mia". (lsc)

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Aubameyang pulverisiert Liga-Rekord

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Da ist ein Freudensprung angebracht: Pierre-Emerick Aubameyang schießt das sechste Tor im sechsten Saisonspiel.

(Foto: imago/Pressefoto Baumann)

Erst legt Robert Lewandowski mit seiner Rekordparade vor, nun zieht auch Pierre-Emerick Aubameyang rekordverdächtig nach. Der Stürmer von Borussia Dortmund hat am Mittwoch einen Rekord in der Fußball-Bundesliga aufgestellt. Er erzielte das 1:1 bei 1899 Hoffenheim und hat damit in den ersten sechs Saisonspielen des BVB getroffen. Dies war zuvor noch keinem Spieler in 52 Jahren Bundesliga gelungen. Saisonübergreifend hat der Gabuner sogar in acht Liga-Spielen in Serie mindestens ein Tor erzielt. An den ersten fünf Spieltagen einer Saison hatten bisher fünf Spieler getroffen, darunter Fredi Bobic 1994 und Stefan Kießling 2009. (lsc)

1. Liga: Ergebnisse | Tabelle

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Rummenigge sieht Platini an Fifa-Spitze

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Rummenigge selbst sieht sich in keinem Amt bei einem Verband.

(Foto: imago/Lackovic)

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge wirbt für die Wahl von Uefa-Chef Michel Platini zum nächsten Fifa-Präsidenten. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München und Vorsitzende der Europäischen Club-Vereinigung Eca würde dem Franzosen am ehesten zutrauen, als Nachfolger des Schweizers Joseph Blatter den Fußball-Weltverband aus seiner tiefen Krise herauszuführen. Platini verfüge über eine spezielle Gabe, begründete Rummenigge sein Votum. "Er kann Menschen zusammenbringen."

Beim aktuellen Krisen-Zustand der Fifa geht es für Rummenigge vor allem darum, wieder Vertrauen herzustellen. "Man hat von außen den Eindruck, die Fifa ist zerstritten. Es herrschen unglaubliche Egoismen. Europa hat andere Interessen als Afrika, Afrika andere als Asien, Asien andere als Südamerika", sagte Rummenigge. "Ich würde Michel zutrauen, die Fußballwelt wieder zu einen. Er wird Reformen einleiten müssen, aber der erste Schritt muss sein, dass er Präsident wird", erklärte Rummenigge. Der 59-Jährige würde Platini bei einem Aufstieg des Franzosen zum Chef des Weltverbandes allerdings nicht als Uefa-Präsident beerben wollen. "Nein, nein, überhaupt nicht. Ich strebe definitiv keine Verbandskarriere an." (lsc)

Quelle: ntv.de