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Blicke auf den Zwergplaneten "Dawn" funkt beeindruckende Ceres-Bilder

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Der Occator-Krater, der die hellste Region des Zwergplaneten beheimatet.

(Foto: Nasa/JPL)

Der Zwergplanet Ceres birgt noch viele Geheimnisse - die Raumsonde "Dawn" soll einige davon lüften. Dafür schickt sie ständig neue Bilder zur Erde. Diese sind nicht nur wissenschaftlich bedeutend, sondern auch schön anzuschauen.

Die Bilder, die "Dawn" in der vergangenen Zeit zur Erde gefunkt hat, gehören zweifellos zu den beeindruckendsten, die von dem Zwergplaneten Ceres bisher gemacht wurden. Wissenschaftler der Nasa veröffentlichten nun eine Auswahl an Bildern, die die Sonde im Laufe des Oktobers gemacht hat. Ceres ist das größte Objekt im Asteroidengürtel zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter. Der Himmelskörper hat derzeit Besuch von der amerikanischen Weltraumorganisation Nasa in Form der Raumsonde "Dawn", die 2015 bei Ceres angekommen ist.

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Ein Ausschnitt der nördlichen Hemisphäre.

(Foto: Nasa/JPL)

Die jüngste Umlaufbahn um Ceres, die die Raumsonde einschlug, brachte "Dawn" bis auf 1480 Kilometer an den Kleinplaneten heran. Das ist nicht besonders nah; das Raumfahrzeug kreiste bereits deutlich tiefer um den Himmelskörper. Das besondere an dem nun eingeschlagenen Orbit ist jedoch, wie die Nasa betont, die seitliche Perspektive: Die Sonne steht in einem anderen Winkel als bei bisherigen Aufnahmen. So treten besonders deutlich Konturen hervor, die bei anderen Fotografien nicht oder schlechter erkennbar sind.

Ceres fürs menschliche Auge

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(Fast) farbecht: So sähe Ceres für das menschliche Auge aus.

(Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)

So ist zum Beispiel der Occator-Krater besonders deutlich zu sehen (Bild oben) - er hat einen Durchmesser von rund 92 Kilometern und eine Tiefe von rund vier Kilometern. Dort befinden sich die hellsten Regionen des Himmelskörpers: Vermutlich handelt es sich dabei um Salze, die ein Überbleibsel geologischer Aktivität in jüngerer Zeit darstellten. Nach wie vor rätselhaft für die Forscher ist, warum Ceres insgesamt so wenige große Krater aufweist. Möglicherweise hängt das mit einer besonderen Oberflächenstruktur des Asteroiden zusammen.

Die Wissenschaftler der Nasa veröffentlichten auch ein Bild, das zeigen soll, wie sich Ceres dem menschlichen Auge darbieten würde. Dafür arbeiteten sie mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin zusammen. Das Bild kombiniert aktuelle Aufnahmen mit älteren aus dem vergangenen Jahr und nutzt die verschiedenen Farbfilter der Kameras, die "Dawn" an Bord trägt. So entstand eine fast farbechte Aufnahme.

"Dawn" hat sich Anfang November auf den Weg in eine weitere Umlaufbahn gemacht, die nun rund 7200 Kilometer von Ceres entfernt sein soll. Dort soll die Sonde planmäßig Anfang Dezember ankommen. Eines der Ziele, die die Nasa-Forscher in diesem Orbit verfolgen, ist die Verfeinerung bisheriger Messungen. Das bezieht sich vor allem auf Untersuchungen zur Zusammensetzung der Oberfläche des Kleinplaneten.

Quelle: n-tv.de, fma

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