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Rückkehr von der Raumstation ISS Drei Raumfahrer erreichen die Erde

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Der höchstgelegene Arbeitsplatz der Menschheit: die Internationale Raumstation ISS am 2. Dezember beim Vorbeiflug vor dem Mond.

(Foto: AP)

Schichtwechsel im Weltraum: Auf ihrer Umlaufbahn im erdnahen Orbit verabschieden sich ein Russe, ein Amerikaner und ein Italiener von ihren ISS-Kollegen, um mit einer Sojus-Kapsel die Heimfahrt zur Erde anzutreten. Ihre Ankunft fällt aus naheliegenden Gründen eisig aus.

Nach rund fünf Monaten im All an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) sind drei Raumfahrer sicher wieder auf der Erde gelandet. Eine Sojus-Kapsel mit dem Russen Sergej Rjasanski, dem US-Amerikaner Randy Bresnik und dem Italiener Paolo Nespoli setzte am frühen Nachmittag (Ortszeit, 9.45 Uhr MEZ) planmäßig in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien auf.

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Mit starken Teleobjektiven fingen Kameras erste Bilder der Sojuskapsel auf, wie sie in der Endphase der Landung am Fallschirm hängend dem Erdboden entgegenschwebte und schließlich etwa 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan recht unsanft auf dem winterlich harten Steppenboden aufsetzte.

Eisiger Empfang auf der Erde

Nach der Landung sahen sich die Raumfahrer mit einem herben Temperatursturz konfrontiert. In der Landezone auf der Erde erwartete sie eisiges Winterwetter. Mit Blick auf die Temperaturen von rund 20 Grad Celsius unter Null kündigte das Bergungsteam an, den üblichen Fototermin und das Gespräch mit Journalisten direkt nach der Landung zu verkürzen, um die Raumfahrer möglichst schnell ins Warme zu bringen.

Rjasanski, Bresnik und Nespoli hatten rund drei Stunden zuvor mit ihrer Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt, wie die Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigte im Internet Bilder, wie sich das Raumschiff langsam von der ISS entfernte.

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Hilflose Rückkehrer aus dem All

Gewöhnlich werden Rückkehrer nach der Bergung aus der Kapsel erst eine Weile an der frischen Luft versorgt. Mediziner wollen der Besatzung damit in der Regel Zeit geben, sich nach ihrem Aufenthalt im All akklimatisieren zu können. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen sie zunächst Hilfe, da sich der Körper zunächst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss. Auf ersten Bildern aus der kasachischen Steppe ist zu sehen, wie die sichtlich geschwächten Astronauten von Helfern aus der Kapsel geborgen werden.

Ganz verwaist bleibt die ISS nach der Rückkehr der drei Astronauten nicht. Derzeit halten noch ein Russe und zwei Amerikaner die Stellung auf dem Außenposten der Menschheit. Doch schon in wenigen Tagen wird Verstärkung erwartet. Am Sonntag starten der Russe Anton Schkaplerow, der US-Amerikaner Scott Tingle und der Japaner Norishige Kanai zur ISS.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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