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Historische Reise gut überstanden "New Horizons" sendet erste Signale

Neun Jahre Reisedauer, 700 Millionen Dollar teuer - aber der Besuch der Sonde "New Horizons" bei Pluto hat sich gelohnt. Der Kontakt ist hergestellt: "Wir haben ein gesundes Raumschiff", jubelt die Nasa.

Die US-Raumsonde "New Horizons" hat ihre lange Reise zum Zwergplaneten Pluto gut überstanden und erste Signale an das Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa gesendet. Der Kontakt zu der unbemannten Sonde sei hergestellt worden, teilte die Missionschefin Alice Bowman mit: "Wir haben ein gesundes Raumschiff." Im Kontrollzentrum in Laurel im US-Bundesstaat Maryland wurde die Erfolgsnachricht mit Applaus aufgenommen.

Das Eintauchen der rund 50.000 Stundenkilometer schnellen Sonde in das unbekannte Pluto-System galt als gefährlich - wegen des Risikos eines Zusammenstoßes mit kleinen Staubteilchen, die schweren Schaden an "New Horizons" hätten anrichten können. Das Risiko einer folgenschweren Kollision der enorm schnellen Raumsonde mit kleinen Materieteilchen in direkter Pluto-Nachbarschaft liege bei 1 zu 10.000, erklärte der wissenschaftliche Leiter der Mission, Alan Stern.

Historisch bedeutsam

Die 700 Millionen Dollar teure Mission gilt als Meilenstein der Raumfahrtgeschichte: "New Horizons" ist das erste Raumfahrzeug, das dem weitgehend unerforschten Pluto und seinen fünf Monden so nahe kommt. Zu der historisch bedeutsamen Reise war die Sonde bereits vor neun Jahren von der Erde aufgebrochen.

Pluto wurde jahrzehntelang zu den großen Planeten des Sonnensystems gezählt, ehe er 2006 zum Zwergplaneten zurückgestuft wurde. Während die nunmehr noch acht Planeten unseres Sonnensystems allesamt bereits das Ziel von Raumsonden waren, erhält Pluto nun zum ersten Mal Besuch von der Erde.

Quelle: ntv.de, bad/AFP/dpa

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