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Geplatzter Flug zur ISS Roskosmos bestätigt Grund für Sojus-Panne

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Aufnahme aus dem All: Der Flug der Sojus-Rakete zur ISS musste wegen eines Defekts abgebrochen werden.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Das Image der als äußerst zuverlässig geltenden russischen Sojus-Rakete bekommt mit dem Fehlstart zur Raumstation ISS einen Kratzer. Ermittler geben nun offiziell bekannt, was der Auslöser für das Versagen des Fluggeräts war.

Der Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete ist nach offiziellen Angaben durch einen defekten Sensor verursacht worden. Dieser sei beim Zusammenbau der Trägerrakete vom Typ Sojus-FG am Weltraumbahnhof Baikonur beschädigt worden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. An zwei bereits montierten Raketen desselben Typs werde nun überprüft, ob bei ihnen der gleiche Fehler passiert sei.

Am 11. Oktober waren bei einer Sojus-Rakete kurz nach dem Start zur Internationalen Raumstation ISS Probleme aufgetreten, die Kapsel mit den beiden Raumfahrern Alexej Owtschinin und Nick Hague musste in der kasachischen Steppe notlanden. Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass es wegen des Sensors Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben hatte.

Nach dem fehlgeschlagenen Start sollen die nächsten Raumfahrer nun aber doch bereits am 3. Dezember zur ISS aufbrechen. Ursprünglich sollte dieser Flug nach dem Raketen-Fehlstart ins Frühjahr verschoben werden. Als Nächstes werden der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques sowie ihre US-Kollegin Anne McClain zur ISS fliegen. Nach Nasa-Angaben war ihr Start ursprünglich für den 20. Dezember vorgesehen.

Der Defekt an der Sojus hat das Flugprogramm zur ISS durcheinandergebracht. Derzeit sind nur drei Besatzungsmitglieder auf der Raumstation, darunter auch der deutsche Kommandant Alexander Gerst. Laut Sergej Krikaljow, Exekutivdirektor von Roskosmos, soll diese Besatzung "um den 20. Dezember" herum zur Erde zurückkehren. Ihre Landung war ursprünglich für den 13. Dezember vorgesehen.

Quelle: n-tv.de, kst/AFP

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