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Panne am Raumfrachter behoben Russland bringt ISS wieder auf Kurs

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Auf der ISS ist wieder alles im Lot - die Raumstation wurde angehoben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos wird von Pannen geplagt - eine davon kann sie nun erfolgreich beheben. Die ISS wird nach einem Fehlschlag am Wochenende erfolgreich angehoben. Das Ansehen von Roskosmos leidet dennoch.

Nach einem gescheiterten ersten Anlauf ist der russischen Weltraumbehörde Roskosmos ein Einsatz ihres Progress-Weltraumfrachters an der Internationalen Raumstation ISS beim zweiten Versuch geglückt. Der Transporter vom Typ Progress sei am Montag neu gestartet worden und habe dann wie geplant die Umlaufbahn der ISS korrigiert, teilte Roskosmos mit. Der Einsatz habe etwa eine halbe Stunde gedauert. Das Manöver soll kommenden Monat die Rückkehr von drei Besatzungsmitgliedern der ISS zur Erde ermöglichen.

Der erste Versuch war in der Nacht zu Samstag gescheitert, weil das Antriebssystem des Raumfrachters nicht ansprang. Dies hatte Steuerprobleme der ISS verursacht. Damit musste Roskosmos am Wochenende zwei Fehlschläge in Folge einstecken. Nur einige Stunden nach der "Progress"-Panne wurde bei einer "Notfallsituation" beim Start einer Proton-M-Trägerrakete ein mexikanischer Satellit zerstört.

Der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew wies Roskosmos-Chef Igor Komarow an, den Schuldigen für den Verlust des Satelliten zu finden. Bereits zuvor hatte Roskosmos' Ansehen durch eine Reihe von Vorfällen Schaden genommen. Vor anderthalb Wochen verfehlte ein Progress-Transporter mit Nachschub für die ISS nach dem Start die vorgesehene Umlaufbahn und geriet außer Kontrolle.

Quelle: n-tv.de, fma/AFP

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