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Raumfrachter außer Kontrolle Trümmer stürzen voraussichtlich ins Meer

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Der Frachter war 28. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet. Dabei verfehlte die Sojus-Trägerrakete die vorgesehene Umlaufbahn deutlich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Experten geben Entwarnung: Die Trümmer des abstürzenden russischen Raumfrachters stellen keine Bedrohung für Menschen dar. Sollte "Progress" seinen Kurs beibehalten, stürzen die Teile in den Atlantik. Ganz sicher ist dies aber noch nicht.

Trümmer des abstürzenden russischen Raumfrachters Progress M-27M fallen aktuellen Berechnungen zufolge wohl am 9. Mai in den Atlantik und wären damit vermutlich keine Gefahr für Menschen. Sollte der mehr als sieben Tonnen schwere Transporter seine Bahn wie kalkuliert beibehalten, verglühe der Großteil des Raumschiffs in ein paar Tagen in der Erdatmosphäre. Das berichteten Medien in Moskau unter Berufung auf Experten aus Russland und den USA.

Bauteile aus Titan oder Edelstahl werden nicht schmelzen. Sie würden demnach am kommenden Samstag gegen 19.30 Uhr MESZ etwa 1600 Kilometer östlich von Kuba niedergehen, heißt es. Progress drehe sich allerdings stark um die eigene Achse und könne noch den Kurs ändern.

Der Transporter mit rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS hatte nach dem Start am vergangenen Dienstag die vorgesehene Umlaufbahn verfehlt und wird unkontrolliert abstürzen. Die Panne war wohl von einer defekten Trägerrakete ausgelöst worden. Eine Verschiebung des nächsten Starts am 26. Mai ist nicht geplant.

Der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zufolge hat die ISS vorerst noch genug Lebensmittel und technisches Material an Bord. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit sechs Raumfahrer. Drei von ihnen sollen Mitte Mai zurückkehren.

Quelle: n-tv.de, sni/dpa

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