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Unglücksursache weiter unklar Video zeigt SpaceX-Explosion

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Kurz nach dem Start zerreißt es eine SpaceX-Rakete auf dem Weg zur ISS in Stücke. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Versorgungsflug ins All scheitert. Das wirft nicht nur Fragen nach konkreten Ursachen auf, sondern auch ganz grundsätzliche.

Es ist das dritte Mal innerhalb von wenigen Monaten, dass ein Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation ISS scheitert: Kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral explodiert am Sonntag die SpaceX-Rakete, die den Raumfrachter "Dragon" ins All bringen soll.

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Am Tag danach treibt die Verantwortlichen vor allem eine Frage um: Was genau ist passiert? Der Chef der Betreiberfirma SpaceX, Elon Musk, geht derzeit von einem "Überdruck in einem oberen Flüssigsauerstofftank" aus. Er kündigte eine weitgehende Analyse des Vorfalls an, die genau ermitteln soll, was schiefgelaufen ist. Die Nasa hält sich mit Spekulationen zurück. "Wir werden eng mit SpaceX zusammenarbeiten, um zu verstehen, was passiert ist, dann werden wir das Problem beheben und wieder fliegen", sagte Nasa-Chef Charles Bolden.

Bolden warnte auch die Bevölkerung: Wrackteile der Rakete und des Frachters könnten an den Stränden der Ostküste Floridas angespült werden. Die Nasa forderte die Bevölkerung auf, sich den möglicherweise giftigen oder explosiven Teilen nicht zu nähern, sondern sie der Raumfahrtbehörde sofort zu melden.

Verlässt sich die Nasa zu sehr auf andere?

Der erneute Misserfolg, einen Versorgungsflug zur ISS zu bringen, ist ein gravierender Rückschlag - nicht nur für die verantwortlichen Unternehmen. Auch für die Nasa stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, sich so stark auf private Unternehmen zu stützen. Doch davon will der Nasa-Chef - zumindest nach außen hin - nichts wissen. "SpaceX hat bei den ersten fünf Versorgungsmissionen zur ISS gezeigt, dass man dort außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Wir wissen, dass sie diesen Erfolg auch wiederholen können", sagte Bolden.

Nachdem das Space-Shuttle-Programm 2011 ausgelaufen war, steht die Nasa ohne die Möglichkeit da, selbst Astronauten zur ISS zu schicken. Derzeit zahlen die US-Amerikaner an Russland rund 70 Millionen Dollar für ein Ticket zur Raumstation. Langfristig will sich die US-amerikanische Raumfahrtorganisation jedoch auf externe Unternehmen wie SpaceX stützen. Diese sollen künftig nicht nur für die Entwicklung von unbemannten Frachtern wie "Dragon" verantwortlich sein, sondern auch Raumkapseln entwickeln, in denen Astronauten von der Erde abheben können.

Quelle: n-tv.de, fma

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