Fundsache

Frühmittelalterfund bei Augsburg Archäologen entdecken Kriegergrab

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Spuren der Vergangenheit im Boden: Grabungshelfer dokumentierten jeden Schritt (Archivbild).

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mitten in Bayern heben Forscher Spuren einer längst untergegangenen Kultur ans Tageslicht: Im Erdboden nördlich von Augsburg ruht seit dem frühen Mittelalter die Leiche eines Kriegers neben seinem Pferd. Experten erhoffen sich neue Einblicke in Deutschlands Vergangenheit.

Spektakulärer Fund im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben: Archäologen haben bei Augsburg ein herausragend erhaltenes Grab eines Reiterkriegers entdeckt. Es handelt sich nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege um ein noch vollständiges und reich ausgestattetes Grab aus dem Frühmittelalter.

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Der Reiter, der in Zeitraum von 500 bis 1000 n. Chr. lebte, wurde damals mit seinem Pferd bestattet. "Das Besondere an dem Grab ist, dass es nicht ausgeraubt wurde", sagte Landesamt-Sprecherin Dorothea Gehringer.

Das Grab war im Sommer 2019 in Nordendorf im Landkreis Augsburg bei Ausgrabungen entdeckt worden. Derzeit werden die Funde in den Werkstätten des Landesamtes in München konserviert.

Ungewöhnlich an dem Grab seien die Beigaben wie koptisches Geschirr und Goldblattkreuze. "Sie lassen auf eine wohlhabende Bevölkerungsgruppe schließen, die auch Fernkontakte unterhielt." Weitere Details der spektakulären Entdeckung will die Denkmalbehörde am 17. Februar vorstellen. Dann wird es auch Bilder davon geben.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa