Fundsache

Hinweise auf früheren Grabraub Römischer Sarkophag in Köln entdeckt

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Das Grab gehörte vermutlich einer wohlhabenden Person.

(Foto: picture alliance/dpa/Römisch-Germanisches Museum)

Die alten Römer sind die Gründerväter von Köln, und noch heute kommen ihre Relikte zutage. Bei Ausgrabungen finden Forscher einen Sarg aus dem vierten Jahrhundert. Besonders kurios: Offenbar haben sich vor längst vergangener Zeit Grabräuber an dem Fund bedient.

Archäologen haben bei Ausgrabungen auf einem Schulgelände in Köln einen altrömischen Sarkophag gefunden. "Er ist aufgeknackt worden - wahrscheinlich waren dort früher Grabräuber am Werk", sagte der Leiter des Römisch-Germanischen Museums, Marcus Trier. Dabei seien auch die Knochen des Skelettes durcheinandergebracht worden. Dennoch hätten die Räuber die Grabbeigaben nicht komplett gestohlen.

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Die Ausgrabungen fanden auf einem Schulgelände statt.

(Foto: picture alliance/dpa/Römisch-Germanisches Museum)

In einer Nische entdeckten die Archäologen bei ihren Ausgrabungsarbeiten im Juli acht Gefäße aus Keramik und Glas sowie Bronzebeschläge, die wohl von einem nicht mehr erhaltenen Holzkasten stammten. Der oder die Tote sei Anfang des vierten Jahrhunderts in dem aus rotem Sandstein bestehenden Sarkophag bestattet worden, sagte Trier.

Die Funde deuteten darauf hin, dass es sich um eine Person aus der Oberschicht handelte. Der Sarkophag werde nun restauriert und soll später vielleicht im Erweiterungsbau des Gymnasiums aufgestellt werden, auf dessen Gelände die Grabstelle liegt.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa