Fundsache

Hunderte Kilogramm Funde Römisches Militärlager in Augsburg entdeckt

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Eine Fibel und eine Haarnadel - sie gehören zu Ausgrabungsfunden aus der Römerzeit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem Gelände eines ehemaligen Automobilzulieferers heben Archäologen den wohl bedeutendsten Römerfund in Augsburg seit 100 Jahren. Die 400 Kilogramm Münzen und Keramikreste lassen eine bestimmte Vermutung zu.

Archäologen haben in Augsburg mehr als 400 Kilogramm Funde aus der Römerzeit geborgen. Es handele sich um den bedeutendsten Fund in der schwäbischen Großstadt seit mehr als 100 Jahren, sagte Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos. Es seien allein etwa 800 Münzen, Waffen, Werkzeuge und Schmuck entdeckt worden.

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Sebastian Gairhos, Leiter der Stadtarchäologie, mit einem Gewandverschluss.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Funde zeigten, dass es sich bei dem Militärlager um den ältesten römischen Standort in Bayern handele, sagte der Archäologe. Anhand der Münzen und der Keramikreste konnten die Wissenschaftler bereits eingrenzen, dass das Lager in den Jahren 8 bis 5 vor Christus gebaut worden sein muss. Gairhos hofft nun auf viele weitere Erkenntnisse. "Die Masse an Funden bietet ein enormes Potenzial."

Entdeckt wurden die römische Objekte auf dem Gelände eines ehemaligen Automobilzulieferers. Nachdem das Werk vor einiger Zeit bereits aufgegeben worden war, soll das Gelände nun mit Wohnungen neu bebaut werden. Im Vorfeld hatten die Archäologen daher die Gelegenheit, das Areal zu untersuchen.

Augsburg zählt mit seiner mehr als 2000-jährigen Geschichte zu den ältesten Städten in Deutschland und ist deswegen auch ein bekannter Fundort für Überbleibsel aus antiken Zeiten.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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