Der Tag
26. Juli 2021
imagemit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:44 Uhr

Das war Montag, der 26. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die Woche beginnt wieder mit einem Konzertabbruch. Ganz und gar nicht zufrieden mit den Corona-Hygienevorschriften hat sich die Sängerin Nena gezeigt. Mein Kollege Volker Probst hat seine Meinung dazu aufgeschrieben. Außerdem haben wir uns heute intensiv mit dem Thema Impfung beschäftigt. In dem Text Vollständig geimpft, vollständig sicher? finden sie etwa Antworten zu der Frage, wie lange der vollständige Impfschutz anhält. Außerdem hat sich mein Kollege Markus Lippold damit beschäftigt, wie Impfmuffel doch noch überzeugt werden könnten. Mehr zum Thema Corona finden Sie in unserem Ticker.

Folgende Themen sind meine Lesetipps für Sie:

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und bis morgen.

Das war Montag, der 26. Juli 2021
22:07 Uhr

Ex-Trump-Berater Flynn "scherzt" darüber, jemanden in Washington zu ermorden

Der ehemalige US-Sicherheitsexperte von Donald Trump, Michael Flynn, sorgt gerade für einen handfesten Skandal, wie unter anderem der "Independent" berichtet. In einem Video wird dem Ex-Offizier in einer Kirche eine halbautomatische Schusswaffe übergeben. Dabei macht er scheinbar den Witz, dass er eine politische Ermordung damit plane. Bei der Übergabe sagt Flynn: "Vielleicht finde ich jemanden in Washington, DC!"

In den sozialen Medien wird der Ruf nach einer Verhaftung von Flynn laut. Der 62-Jährige ist Anhänger der QAnon-Bewegung, die etwa Verschwörungstheorien darüber verbreitet, dass die USA von Satanisten beherrscht werden. Flynn war schon zuvor mit verstörenden Aussagen gegenüber der aktuellen US-Regierung aufgefallen.

Ex-Trump-Berater Flynn "scherzt" darüber, jemanden in Washington zu ermorden
21:38 Uhr

Mindestens 57 Menschen ertrinken vor Libyen

Mindestens 57 Migranten sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste im Mittelmeer ertrunken. Überlebende hätten gesagt, dass unter den Toten mindestens 20 Frauen und zwei Kinder seien, schrieb eine IOM-Sprecherin auf Twitter. Wie viele Menschen das Unglück überlebten, sagte sie nicht. Der offizielle Twitter-Account der IOM in Libyen erklärte, die Tragödie unterstreiche die Notwendigkeit staatlicher Rettungs-Kapazitäten auf "dieser gefährlichen Route". Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migranten, die versuchen, nach Europa zu gelangen. Erst am Mittwoch vergangener Woche waren vor der Küste des nordafrikanischen Landes rund 20 Migranten bei dem Versuch einer Überfahrt nach Europa ertrunken.

Mindestens 57 Menschen ertrinken vor Libyen
21:12 Uhr

Alfred Biolek wird im Familienkreis beigesetzt

Der in der vergangenen Woche gestorbene Entertainer Alfred Biolek soll seine letzte Ruhestätte auf dem Kölner Melatenfriedhof bekommen. Nach der Einäscherung werde zunächst ein Kondolenzbuch neben der Urne ausgelegt werden, sagte sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie. Anschließend werde die Urne nur im Kreis der Familie und enger Wegbegleiter auf dem Melatenfriedhof beigesetzt. Der Tag stehe noch nicht fest. Biolek war am Freitag 87-jährig in seiner Kölner Wohnung gestorben.

Alfred Biolek wird im Familienkreis beigesetzt
20:45 Uhr

Unternehmer muss Hitlers-Bronze-Pferde abgeben

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Die beiden Bronzepferde wurden 2015 bei einer Razzia wiederentdeckt. (Foto: picture alliance / dpa)

Es ist offiziell: Hitlers-Bronze-Pferde gehen nun in den Besitz des Bundes. Einst standen die übergroßen "Schreitenden Pferde" des Bildhauers Josef Thorak vor der Reichskanzlei Adolf Hitlers in Berlin. Dann gingen sie in den Besitz der sowjetischen Armee über, bevor sie für viele Jahre als verschollen galten. 2015 tauchen sie bei einer Razzia wegen des Verdachts der Hehlerei in der Pfalz bei einem Unternehmer wieder auf. Der Vorwurf gegen ihn: Er soll Ende der 1980er-Jahre die Skulptur vom Lieblingsbildhauer des Führers aus der DDR in den Westen geschmuggelt haben. Seitdem herrschte ein Rechtsstreit um die NS-Kunst zwischen der Bundesrepublik und dem Pfälzer Unternehmer, der erklärte, dass er die Werke rechtmäßig gekauft hatte. Die Bundesrepublik wiederum hatte die Herausgabe der Bronze-Pferde und weiterer Bronzeskulpturen, darunter Werke von NS-Bildhauer Arno Breker und Fritz Klimsch, verlangt. Sie berief sich darauf, dass diese durch den Einigungsvertrag der Wiedervereinigung ihr Eigentum geworden seien.

Beim nun außergerichtlichen Vergleich wurde vereinbart, dass der Mann die "Schreitenden Pferde" an die Bundesrepublik herausgibt, die restlichen Skulpturen aber bei ihm verbleiben. Das tonnenschwere Kunstwerk soll bald ausgestellt werden.

Unternehmer muss Hitlers-Bronze-Pferde abgeben
20:20 Uhr

Flugzeug setzt Fallschirmspringer über Norderney ab - Pilot verunglückt bei eigenem Landeversuch

Ein kleines Flugzeug des Typ Cessna ist über der Nordsee bei der Insel Norderney abgestürzt, der 65-jährige Pilot ist dabei ums Leben gekommen. Das bestätigte die Polizei in Aurich und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Das Kleinflugzeug war demnach auf der ostfriesischen Insel Borkum gestartet und hatte Fallschirmspringer über Norderney abgesetzt. Sie landeten den Angaben nach plangemäß. Dann sollte die Maschine ebenfalls auf Norderney laden, stürzte aber gegen 13 Uhr aus noch ungeklärter Ursache zwischen der Insel und dem Festland ins Wattenmeer. Jede Hilfe für den Piloten kam zu spät.

Flugzeug setzt Fallschirmspringer über Norderney ab - Pilot verunglückt bei eigenem Landeversuch
19:33 Uhr

13-jähriger Brite in Hinterhalt gelockt und ermordet: Zwei Teenagern droht lebenslang

In England hat ein Gericht zwei 14-Jährige wegen des Mordes an dem 13-jährigen Olly Stephens schuldig gesprochen. Die Teenager hätten den Jungen zusammen mit einem 14 Jahre alten Mädchen in einem Park in der Stadt Reading in einen Hinterhalt gelockt, urteilte das Gericht. Einer der Verurteilten war zum Tatzeitpunkt noch 13 Jahre alt. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Den beiden Tätern droht jedoch lebenslange Haft.

Die Angeklagten hatten den Mordvorwurf zurückgewiesen. Der Ältere der beiden Jungen und das Mädchen hatten in dem Prozess aber Totschlag eingeräumt. Ein Urteil zu der 14-Jährigen stand noch aus. Genaue Angaben zum Motiv gibt es derzeit nicht. Bekannt ist nur, dass die beiden Täter "Ärger" mit dem Opfer hatten. Das Mädchen soll jede Gewalt gegen den 13-Jährigen, den sie Anfang Januar in den Park führte, als "Karma" bezeichnet haben. Die Tat hatte sich am 3. Januar ereignet.

13-jähriger Brite in Hinterhalt gelockt und ermordet: Zwei Teenagern droht lebenslang
18:58 Uhr

Frau mit "Charlie Hebdo"-T-Shirt in London mit Messer angegriffen

In London ist eine Frau mit einem "Charlie Hebdo"-T-Shirt mit einem Messer angegriffen worden. Die 39-Jährige sei nach der Attacke mit leichten Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt worden, teilte die Polizei nun mit. Von dem Täter fehlt bislang jede Spur, das Messer wurde allerdings am Tatort - dem "Speakers' Corner" des Londoner Hyde Parks - gefunden. An dem Ort werden traditionell unter freiem Himmel Reden gehalten und Debatten geführt. Nach der Tat wurden Videos auf Social Media hochgeladen. Es ist zu sehen, wie ein schwarz gekleideter Mann mit Kapuze sich der Frau nähert und offenbar mehrmals auf sie einsticht, bevor er flieht. Die britische Polizei hat der BBC zufolge gewarnt, voreilige Schlüsse über einen islamistischen Hintergrund zu ziehen und rief Zeugen auf, sich zu melden. Die Debatte in den Sozialen Medien läuft aber bereits heiß, wo die Tat von einigen Usern als klares Zeichen gegen freie Meinungsäußerung gesehen wird.

Das hängt auch mit der Identität der Frau zusammen. Die Polizei äußerte sich zwar nicht, aber in Onlinenetzwerken hieß es jedoch, es handele sich um Hatun Tash, eine christliche Aktivistin einer Gruppe namens "DCCI Ministries". Die Frau trug ein T-Shirt mit dem Logo der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" und dem Spruch "L'amour plus fort que la haine" ("Die Liebe ist stärker als der Hass"). 2015 wurde ein islamistischer Terroranschlag auf die Zeitung verübt. Zwölf Menschen wurden ermordet.

Frau mit "Charlie Hebdo"-T-Shirt in London mit Messer angegriffen
18:32 Uhr

Bikini-Eklat im Beachvolleyball: Geldstrafe für zu lange Hosen wird gespendet

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die viel diskutierte Geldstrafe für die norwegischen Beachhandballerinnen gespendet - zugunsten der Gleichstellung von Frauen und Mädchen im Sport, wie der Verband mitteilte. Der Betrag in Höhe von 1500 Euro gehe an "eine bedeutende internationale Sportstiftung", die sich für diesen Zweck einsetze.

Die EHF sei sich bewusst, wie viel Aufmerksamkeit das Thema in den vergangenen Tagen geweckt habe, sagte Präsident Michael Wiederer. Man setze darauf, "dass daraus etwas Gutes entsteht". Änderungen der umstrittenen Kleidungsregeln könne jedoch nur der Weltverband IHF vornehmen. "Wir tun alles, um dies zu beeinflussen", versprach der Österreicher. Die Norwegerinnen wurden dafür bestraft, dass sie bei der EM in Shorts statt den deutlich knapperen Bikini-Höschen angetreten waren.

David Bedürftig

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Bikini-Eklat im Beachvolleyball: Geldstrafe für zu lange Hosen wird gespendet
18:16 Uhr

Rentnerin fährt Ehemann auf Parkplatz an - 86-Jähriger stirbt wenig später

Ein tragischer Unfall hat sich auf einem Supermarktplatz in Unna in Nordrhein-Westfalen ereignet. Eine 82 Jahre alte Autofahrerin wollte ihrem 86-jährigen Mann das Einsteigen erleichtern. Dafür fuhr sie am Samstag mit ihrem Auto vorwärts aus dem Parkplatz heraus, dabei hatte sie ihn angefahren. Der 86-Jährige fiel daraufhin unglücklich hin und zog sich schwere Verletzungen zu. Vor Ort wurde er notärztlich betreut und zunächst ins Krankenhaus gebracht. Leider waren die Verletzungen zu schwer und er ist an ihnen gestorben, teilte die Polizei nun mit.

Rentnerin fährt Ehemann auf Parkplatz an - 86-Jähriger stirbt wenig später
17:47 Uhr

Massenkarambolage wegen Sandsturm in USA - Sieben Menschen tot

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Bei dem schweren Unfall hat sich ein PKW völlig in einem LKW verkeilt. (Foto: DPS News)

Bei einer Massenkarambolage wegen eines Sandsturms sind im US-Bundesstaat Utah mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Starke Winde hatten am Sonntagabend (Ortszeit) Sand aufgewirbelt und die Sicht auf der Autobahn in Millard County behindert, wie es in einer Mitteilung der Behörden hieß. Rund 20 Fahrzeuge seien in die Serie von Unfällen verwickelt gewesen. Mehrere Menschen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bilder von der Unfallstelle zeigten mehrere Lastwagen und schwer beschädigte Autos. Trümmer lagen meterweit verstreut.

Update: Die Todeszahl wurde auf acht Menschen hoch korrigiert.

Massenkarambolage wegen Sandsturm in USA - Sieben Menschen tot
17:23 Uhr

Missbrauchsprozess gegen Theater-Chef Pekny: Mutmaßliches Opfer hatte um 2,8 Promille

Im Missbrauchsprozess gegen den Münchner Theater-Intendanten Thomas Pekny haben die drei mutmaßlichen Opfer während der dem Angeklagten vorgeworfenen Handlungen wohl geschlafen. Das schließt die rechtsmedizinische Gutachterin vor allem aus gleichmäßigen Atemgeräuschen und teilweisem Schnarchen, wie es auf Videos auf dem Smartphone des Angeklagten zu hören ist. Bei einer der drei Frauen, die bereits ausgesagt hat, geht die Gutachterin zudem von einem wahrscheinlichen Alkoholpegel von rund 2,8 Promille aus.

  • Die Staatsanwaltschaft wirft dem 69-Jährigen vor, betrunkene Frauen auf dem Oktoberfest angesprochen und mit in die Proberäume seines Theaters genommen zu haben.

  • Dort soll er sich an den Schlafenden vergangen und davon Videos und Fotos gemacht haben.

  • Angeklagt sind drei Fälle aus den Jahren 2015 und 2016.

Missbrauchsprozess gegen Theater-Chef Pekny: Mutmaßliches Opfer hatte um 2,8 Promille
16:57 Uhr

Laster mit Energiedrinks kippt um: Langer Stau auf A45

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Red-Bull-Dosen liegen verteilt auf der Autobahn. Warum der LKW umkippte, ist bisher noch unklar. (Foto: picture alliance/dpa)

Am Morgen ist ein Lkw-Fahrer zwischen Lüdenscheid-Süd und Hagen-Süd in einem engen Baustellenbereich gegen die Fahrbahnbegrenzung gefahren. Dabei ist laut Polizei der Lastwagen samt geladener Energiedrinks umgekippt und Tausende Dosen verteilten sich auf der Fahrbahn. Der Fahrer sei nur leicht verletzt worden. Die Unfallursache ist bisher unklar. Es staute sich etwa 7 Kilometer, teilte die Polizei mit. Die Bergungsarbeiten, die bis zum Nachmittag andauerten, erwiesen sich als schwierig. Denn auf der A45 gibt es aufgrund des Hochwassers noch mehrere Sperrungen. Außerdem ereignete sich ein Unfall mit zwei Autos auf der Gegenfahrbahn Richtung Gießen. Beide Fahrer wurden aber nicht verletzt. Laut "Bild"-Bericht halfen mehrere im Stau stehende Autofahrer, um die Energydrinks von der Autobahn zu bekommen.

Laster mit Energiedrinks kippt um: Langer Stau auf A45
16:34 Uhr

Erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker kann sich sehen lassen

Im westfälischen Beckum ist das nach Landesangaben erste Wohnhaus in Deutschland aus dem 3D-Drucker offiziell eröffnet worden. Das zweigeschossige Einfamilienhaus hat rund 160 Quadratmeter Wohnfläche. Beim Bau trägt der 3D-Drucker aus einer Düse Spezialmörtel und Beton digital gesteuert in jeweils zentimeterdicken Schichten auf. Der Drucker sei flexibel einsetzbar und schneller, weil nicht mehr Stein auf Stein gesetzt werden müsse. Er schaffe einen Quadratmeter in fünf Minuten, so das zuständige Ministerium. NRW hat das Projekt nach Einzelprüfungen genehmigt und es mit knapp 200.000 Euro gefördert. "Jetzt gilt es, Erfahrungen mit dem Bauwerk zu sammeln und den Herstellungsprozess auf dem Markt zu etablieren, denn nur mehr Wohnraum sorgt für günstige Mieten", sagte Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach.

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An der Fassade sieht man die mittels eines 3D-Betondrucker aufgetragenen Betonschichten. (Foto: picture alliance/dpa)
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Der Blick ins Badezimmer vom ersten Wohnhaus aus dem 3D-Drucker. (Foto: picture alliance/dpa)
Erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker kann sich sehen lassen
16:00 Uhr

Gewalttat in Obdachlosenheim: Mann wurde Kopf abgetrennt

Ein 21-jähriger Mann soll in einer Obdachlosenunterkunft im niederbayerischen Regen einen Mitbewohner getötet und ihm den Kopf abgetrennt haben. Gestorben sei das 52-jährige Opfer laut Obduktionsergebnis durch eine Vielzahl von Messerstichen, teilte die Polizei mit. Es sehe so aus, als habe der Mann zum Zeitpunkt der Enthauptung nicht mehr gelebt. Der Tatverdächtige war wenige Stunden nach dem Tod des 52-Jährigen am vergangenen Montag festgenommen und später in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht worden. Das Tatmotiv sei noch unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Der Beschuldigte habe bisher keine Angaben zur Sache gemacht. Man gehe aber von einem Streit zwischen Täter und Opfer aus.

Gewalttat in Obdachlosenheim: Mann wurde Kopf abgetrennt
15:31 Uhr

Polizei stürmt Büro von Fernsehsender Al-Dschasira in Tunesien

Inmitten der politischen Krise in Tunesien hat die Polizei das Hauptstadtbüro vom Fernsehsender Al-Dschasira gestürmt. Mindestens zehn bewaffnete Beamte hätten das Büro in Tunis betreten und alle Journalisten aufgefordert, das Gebäude zu verlassen, berichtete der Sender. Die Polizisten hätten Telefone und anderes Gerät beschlagnahmt und erklärt, auf Anweisung der Justiz zu handeln. Durchsuchungsbefehle hätten sie nicht gehabt. Ihren persönlichen Besitz durften die Mitarbeiter nicht mitnehmen. Auf Twitter erklärt der Büroleiter von Al-Dschasira, dass die Mitarbeiter aus dem Gebäude ohne Vorwarnung vertrieben wurden.

In Tunesien bahnt sich nach umstrittenen Maßnahmen von Präsident Kais Saied eine schwere politische Krise an. Saied hatte am Sonntagabend Regierungschef Hichem Mechichi abgesetzt und die Arbeit des Parlaments für zunächst 30 Tage eingefroren. Er selbst werde die Amtsgeschäfte mit Mechichis noch zu bestimmenden Nachfolger führen, kündigte Saied nach einer Sitzung mit Militärvertretern an. Saied erklärte, sich im rechtlich zulässigen Rahmen der Verfassung zu bewegen. Kritiker sprechen dagegen von einem Putsch.

Polizei stürmt Büro von Fernsehsender Al-Dschasira in Tunesien
15:06 Uhr

Raubüberfall auf Tankstelle: 13-Jähriger schießt auf Verfolger

Eine Verfolgungsjagd zwischen einem 13-Jährigen und einem 18-Jährigen endete mit mehreren Schüssen und einer Armverletzung. Doch erst mal zum Beginn des Geschehens. Der Minderjährige soll mit seinem mutmaßlichen 14-jährigen Mittäter am Sonntagnachmittag einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Tankstelle in Herford in Nordrhein-Westfalen verübt haben. Dabei sollen die maskierten Jungen mit vorgehaltener Schreckschusswaffe den Tankwart bedroht und zur Herausgabe einer dreistelligen Bargeldsumme sowie mehrerer Schachteln Zigaretten gezwungen haben. Anschließend seien die beiden Jugendlichen zunächst zu Fuß geflüchtet, teilte die Polizei mit.

Den Überfall hatten mehrere Zeugen beobachtet und die Polizei alarmiert. Ein 18 Jahre alter Zeuge nahm erst in seinem Auto und dann zu Fuß die Verfolgung der beiden jugendlichen Täter auf. Dabei habe der 13-Jährige mit der Schreckschusspistole auf seinen Verfolger gefeuert, ehe er von dem Herforder überwältigt und auf dem Boden fixiert wurde. Der 13-Jährige habe weitere Schüsse abgegeben und den 18-Jährigen am Arm verletzt, hieß es weiter. Die hinzugekommenen Polizeibeamten stellten vor Ort die Schreckschusswaffe und einen Teil der Beute sicher und nahmen den 13-Jährigen mit auf die Wache. Später wurde er seinem Erziehungsberechtigten übergeben. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnte die Polizei auch den geflüchteten 14-Jährigen in Gewahrsam nehmen.

Raubüberfall auf Tankstelle: 13-Jähriger schießt auf Verfolger
14:40 Uhr

Nach Hochwasser: Tausende Schuss Munition in überflutetem Keller entdeckt

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Sperrmüll liegt auf den Straßen des vom Hochwasser gezeichneten Erftstadt Blessem. In einem Keller fand ein Helfer unzählige Waffen. (Foto: dpa)

Bei den Aufräumarbeiten im schwer vom Hochwasser betroffenen Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen hat ein Helfer mehrere Tausend Schuss Munition in einem vollgelaufenen Keller gefunden. Wie die Polizei nun mitteilte, fand der freiwillige Helfer beim Leerpumpen des Kellers am Freitag zudem Übungshandgranaten und meldete das der Bundespolizei. Ein Entschärfer des Landeskriminalamtes habe sich anschließend um die Fundstücke gekümmert. Der Hausbesitzer habe den Beamten freiwillig weitere Waffen übergeben: unter anderem zwei Gewehre, eine Pistole, einen Säbel und ein Bajonett. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet.

Bereits am Freitag hatte die Polizei Köln mitgeteilt, dass bei Aufräumarbeiten im Kreis Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis immer wieder teilweise geladene Waffen gefunden werden. "Eltern werden dringend gebeten, Kinder auf die Gefahren hinzuweisen", schrieb die Polizei auf ihrer Facebook-Seite. Wer Waffen oder Munition finde, solle umgehende den Notruf wählen.

Nach Hochwasser: Tausende Schuss Munition in überflutetem Keller entdeckt
14:20 Uhr

Blaue Moschee in Hamburg mit Farbe attackiert - Staatsschutz ermittelt

Nach einem Farbanschlag auf die Blaue Moschee in Hamburg hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Mehrere Unbekannte warfen Beutel mit roter Farbe in den Eingangsbereich der Imam-Ali-Moschee, wie ein Polizeisprecher erklärte. Zudem wurden die Wände mit roter Farbe beschmiert.

  • Die Blaue Moschee wird vom Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) betrieben, das der Hamburger Verfassungsschutz als extremistisch einstuft.

  • Kürzlich hatte sich die Behörde aufgrund von Dokumenten darin bestätigt gesehen, dass es sich beim IZH um einen Außenposten Teherans in Europa handelt.

Der Staatsschutz prüfe, ob es eine Verbindung zwischen dem Farbanschlag und den neuen Erkenntnissen des Verfassungsschutzes gibt, sagt der Polizeisprecher. Die Schura, der Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg, dem auch das IZH angehört, verurteilte "jegliche Angriffe dieser Art auf Gotteshäuser, egal ob es sich dabei um Moscheen, Kirchen oder Synagogen handelt". Die Hamburger SPD bezeichnete die Schmierereien als "inakzeptable Form der politischen Auseinandersetzung".

Blaue Moschee in Hamburg mit Farbe attackiert - Staatsschutz ermittelt
14:18 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sarah Platz genießt nun die Berliner Nachmittagssonne. Ich habe jetzt die Freude, Sie bis zum späten Abend mit weltweiten News zu versorgen. Ich hoffe, sie schauen vorbei! Der Ventilator läuft und ich starte. Falls Sie mich direkt kontaktieren möchten mit Anregungen, Wünschen, Kritik - können Sie das gern unter yuki.schubert@nama.de machen.

Schichtwechsel
13:54 Uhr

Kalifornien kämpft mit "Dixie Fire" - Flammen können eigenes Gewitter generieren

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(Foto: picture alliance / newscom)

In Kalifornien kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen einen seit Tagen wachsenden Waldbrand, der inzwischen sein eigenes Wetter bildet. Die Flammen des "Dixie Fires" schlügen mittlerweile so hoch, dass sie eigene Wolken formen, sagt die für den Brand zuständige US-Meteorologin Julia Ruthford. Diese Wolken könnten unter anderem Gewitter bedeuten. "Morgen könnte ein herausfordernder Tag werden." "Wenn diese Wolken hoch genug sind, haben sie das Potenzial, Blitze zu erzeugen", warnt die Expertin.

Gewitter und starke Winde, die ebenfalls durch die Feuerwolken ausgelöst werden, könnten den Brand demnach weiter anheizen. Bislang waren sehr abgelegene Gebiete betroffen und nur wenige Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Allerdings sind die Flammen nach Angaben der Feuerwehr mittlerweile gefährlich nah an mehrere Ortschaften herangerückt. Eine vorläufige Untersuchung hat ergeben, dass wohl ein auf eine Stromleitung gekippter Baum die Ursache für das "Dixie Fire" war.

Kalifornien kämpft mit "Dixie Fire" - Flammen können eigenes Gewitter generieren
13:34 Uhr

Hochwasserschutzanlage in Sachsen mutwillig beschädigt - Stadt "völlig schutzlos"

Die Hochwasserschutzanlage in Grimma in Sachsen ist von unbekannten Tätern schwer beschädigt worden. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist unter anderem ein größeres Fluttor betroffen. Eisenteile, die für die Bedienung nötig seien, seien verbogen worden. Nun lasse sich das Tor nicht mehr schließen. Weil jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied sei, sei die ganze Anlage nicht funktionsfähig, erklärt der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger. Käme ein Hochwasser, wäre die Stadt "völlig schutzlos". Dem Medienportal Grimma sagt Berger: "Das ist für mich kein Vandalismus mehr, das ist Terrorismus."

Die komplexe Hochwasserschutzanlage war erst 2019 nach elf Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Die Kosten wurden damals auf 57 Millionen Euro beziffert. In das zwei Kilometer lange Schutzbauwerk sind 78 Tore unterschiedlicher Größe eingebaut, die innerhalb von zwei Stunden geschlossen werden können. Mit der Mauer soll Grimma im Landkreis Leipzig einem Hochwasser wie 2013 standhalten.

Hochwasserschutzanlage in Sachsen mutwillig beschädigt - Stadt "völlig schutzlos"
13:10 Uhr

Kriegspanzer im Keller: Gericht berät über Bewährung für 84-jährigen Waffensammler

Im Prozess um einen Weltkriegspanzer und weiteres Kriegsgerät aus einem Heikendorfer Villen-Keller haben Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung über eine Bewährungsstrafe für den angeklagten Waffensammler beraten. Die Staatsanwaltschaft habe in einem Verständigungsgespräch eine Zahlungsauflage von 500.000 Euro vorgeschlagen, die Verteidigung einen Betrag von 50.000 Euro genannt, wie der Vorsitzende Richter Stephan Worpenberg berichtet. Zudem steht eine Weisung im Raum, den Panzer vom Typ "Panther" und eine Flak abzugeben. Laut Verteidigung hat an dem Panzer ein Museum aus den USA Interesse, an der Flugabwehrkanone vom Kaliber 8,8 Zentimeter ein Sammler aus Deutschland.

Eine Einigung gibt es bislang aber nicht. Der 84-Jährige ist wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und waffenrechtlicher Verstöße angeklagt. Bei der Durchsuchung 2015 wurden im Anwesen des Mannes neben dem Panzer und der Flak ein Torpedo, ein Mörser sowie Maschinen- und Sturmgewehre, halb- und vollautomatische Pistolen und mehr als 1000 Schuss Munition sichergestellt.

Kriegspanzer im Keller: Gericht berät über Bewährung für 84-jährigen Waffensammler
12:46 Uhr

Werte-Union plädiert für CDU-Ministerpräsidenten in Thüringen - auch mit AfD-Stimmen

Die ultrakonservative Werte-Union fordert die Aufstellung eines CDU-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen. Dabei müsse man sich von allen demokratisch legitimierten Mitgliedern des Landtags wählen lassen - auch von der AfD, sagt der neue Vorsitzende Max Otte. "Wenn ich gewählt werde, ist mir egal, von wem ich gewählt werde", sagt Otte. "So verstehe ich Demokratie."

Ein bürgerlicher Ministerpräsident entspräche den Mehrheitsverhältnissen im Thüringer Landtag. "Es wäre richtig, wenn die CDU einen eigenen Kandidaten für ein konstruktives Misstrauensvotum aufstellte." Man wäre zwar angewiesen auf die AfD, hätte dann aber dennoch einen CDU-Ministerpräsidenten. Otte sagte, er stehe weiter dazu, dass die Werte-Union weder mit AfD noch mit den Linken zusammenarbeite. Aber: "Gewählt werden darf man in einem demokratisch legitimierten Parlament immer noch von jedem Abgeordneten."

Werte-Union plädiert für CDU-Ministerpräsidenten in Thüringen - auch mit AfD-Stimmen
12:22 Uhr

Polizei geht gegen Schrottsammler in Flutgebieten vor

Neben der Verzweiflung um ihr zerstörtes Hab und Gut und dem Wiederaufbau ihres Heims haben viele Flutopfer nun auch noch mit Schrottsammlern zu kämpfen. Gegenstände, die zum Trocknen auf der Straße stehen, würden einfach mitgenommen, wie der "Spiegel" berichtet. So erzählt der Polizist Marcel Dilling aus dem Märkischen Kreis der Zeitung, es käme vermehrt vor, dass "drei Personen aus dem Auto hüpfen", die Sachen in den Laderaum werfen und verschwinden. Dilling macht im Interview zwar deutlich, dass es sich nicht um Plünderer, "sondern um Schrottsammler" handelt, dies aber trotzdem Diebstahl ist.

Die Beamten hätten in den vergangenen Tagen vermehrt Anzeigen geschrieben. Viele Schrottsammler kämen extra aus dem Ruhrgebiet, erklärt er dem "Spiegel" weiter. Oft seien sie der Annahme, bei den Gegenständen handele es sich um Müll. Das sei jedoch oft nicht der Fall. Zudem brauche man als Müllsammler eine Genehmigung, welche die meisten nicht vorweisen können.

Polizei geht gegen Schrottsammler in Flutgebieten vor
11:55 Uhr

Überschwemmungen drängen London ins Verkehrschaos

Heftige Regenfälle haben im Südosten Englands und auch in London für Überschwemmungen und ein Verkehrschaos gesorgt. Die Rettungskräfte seien aufgrund der "großen Überschwemmungen" in der britischen Hauptstadt im Dauereinsatz, schreibt der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan auf Twitter. Durch die Wassermassen war der Verkehr von Bussen, U-Bahnen und Zügen gestört. Khan forderte die Menschen auf, überschwemmte Stadtteile zu meiden.

In Südlondon in der Nähe des Bahnhofs Queenstown Road hielt die Polizei den Verkehr auf, weil eine Straße nicht mehr befahrbar war, wie ein AFP-Reporter berichtete. Mehrere rote Doppeldeckerbusse wurden von den Wassermassen eingeschlossen und konnten nicht mehr weiterfahren. Das Wasser habe den Innenboden des Busses erreicht, sagte ein Fahrer. "Alles ist nass." Die Londoner Feuerwehr teilte bei Twitter mit, dass sie etwa 600 Anrufe erhalten habe, die Überschwemmungen im Südwesten Londons meldeten.

Überschwemmungen drängen London ins Verkehrschaos
11:32 Uhr

Capri-Sonnen für 100 Euro auf Ebay gehandelt

Zugegeben eine kalte Capri-Sonne im Sommer ist nicht das Schlechteste. Allerdings würde ich für 100 Euro pro Trinkpäckchen dann doch lieber auf den Genuss verzichten. Kaum zu glauben, aber die Trink-Klassiker aus der Kindheit werden gerade für diesen Preis auf Ebay gehandelt. Angeblich handelt es sich um echte Raritäten auf der Auktionsplattform: Die angebotenen Capri-Sonnen sollen die letzten mit einem Plastikstrohhalm sein. Der Umwelt zuliebe setzt der Hersteller mittlerweile nämlich auf Papierstrohhalme. Die Umstellung hat offenbar einen Hype ausgelöst, für den einige tief in die Tasche greifen.

Capri-Sonnen für 100 Euro auf Ebay gehandelt
11:06 Uhr

Neuseelands Premierministerin bekommt Geburtstagslektion von Kind

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hat an ihrem 41. Geburtstag beim Besuch einer Schule eine Lektion fürs Leben bekommen. "Wenn ein Kind Dich fragt, wie alt Du bist, dann empfehle ich definitiv, nicht mit "Wie alt glaubst Du denn?" zu antworten", schrieb die Politikerin nach einem Besuch der Ruakaka School in der Stadt Whangharei auf Facebook. Die Schüler hätten nämlich auf "62" getippt, so Ardern. Dem Post fügte sie ein Emoji hinzu, der Staunen zeigt.

Zahlreiche User kommentierten Aderns Zeilen mit tröstenden Worten und wünschten ihr "Happy Birthday!". Viele bescheinigten ihr, dass sie hervorragend aussähe und zudem einen großartigen Sinn für Humor habe. Nach ihrem Wahlsieg 2017 war die damals 37-Jährige noch jüngste Ministerpräsidentin der Welt.

Neuseelands Premierministerin bekommt Geburtstagslektion von Kind
10:38 Uhr

Zwei Menschen bei Unwettern in Sachsen und Bayern gestorben

In Teilen Deutschlands haben örtliche Unwetter mit Starkregen und Sturmböen am Sonntagabend für Überflutungen und umstürzende Bäume gesorgt. Bei Eglfing in Oberbayern kam laut Polizei ein 57-jähriger Jäger ums Leben, als sein Hochsitz im Wald offenbar vom Sturm umgerissen wurde. Im sächsischen Weißwasser starb nach Angaben der Polizei ein 67-Jähriger bei Pumparbeiten in seinem vom Starkregen überschwemmten Gartenhaus durch einen Stromschlag.

Außer Bayern und Sachsen waren unter anderem auch Berlin sowie Teile Mecklenburg-Vorpommerns von lokalen Unwettern betroffen. So löste die Feuerwehr in der Hauptstadt am Sonntagabend wegen einer Vielzahl von Einsätzen den Ausnahmezustand aus. Sie rückte nach eigenen Angaben zu rund 250 wetterbedingten Hilfeleistungen aus. Bei Bützow fuhr nach Angaben der Bundespolizei am Sonntagabend ein mit 30 Menschen besetzter Regionalexpress gegen einen umgestürzten Baum. Niemand wurde verletzt. Die Bahnstrecke war bis Montagmorgen gesperrt.

Zwei Menschen bei Unwettern in Sachsen und Bayern gestorben
10:15 Uhr

Faszination True Crime: "In keinem anderen Land sind Krimis so beliebt"

Warum boomen Krimis und True-Crime-Podcasts so sehr? Was fasziniert die meisten Menschen an abscheulichen Verbrechen? Welche Theorie Philipp Fleiter, Macher des Podcasts "Verbrechen von nebenan", dazu hat und in welcher besonderen Verantwortung er sich durch seine Reichweite nun sieht, hören Sie in dieser Folge des Podcasts "heute wichtig" mit Moderator Michel Abdollahi.

"Ich glaube, in keinem anderen Land sind Krimis so beliebt wie hier", sagt Fleiter und nennt einen Grund für den derzeitigen True-Crime-Boom: "Wir wollen uns unserer eigenen Normalität versichern, indem wir uns Sachen anschauen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht normal sind."

Außerdem geht es bei "heute wichtig" um das Chaos bei der Impfdebatte, zudem gibt Schwimmerin und Olympia-Teilnehmerin Lisa Höpink Einblicke in ihr Leben im Olympischen Dorf in Tokio. Sie ist froh, dass die Spiele auch unter diesen Umständen stattfinden. Die Enttäuschung bei einer Absage wäre riesig gewesen, so die 22-Jährige. Schließlich habe sie die vergangenen fünf Jahre hart für eine Teilnahme trainiert.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei RTL+ Musik, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

Faszination True Crime: "In keinem anderen Land sind Krimis so beliebt"
09:49 Uhr

Sechs Menschen binnen eines Tages in Schottland ertrunken

In Schottland sind innerhalb von 24 Stunden bei verschiedenen Vorfällen insgesamt sechs Menschen ertrunken, darunter vier Jungen. Ein weiterer Junge liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, wie der Sender Sky News berichtet. Bei einem Familienausflug am Nordende des größten schottischen Sees Loch Lomond ertranken ein Neunjähriger, seine 29 Jahre alte Mutter sowie ein 41 Jahre alter Freund. Bereits am Freitagabend ertrank am Südende des Loch Lomond ein 16-Jähriger. Am Samstagnachmittag starb ein Elfjähriger südöstlich von Glasgow, nur wenige Kilometer entfernt konnte ein 13-Jähriger nur noch tot aus einem Fluss geborgen werden.

Die Behörden warnen vor Gefahren. "Das warme Wetter lädt zum Schwimmen und Paddeln im offenen Wasser ein, aber es ist extrem gefährlich, selbst für die erfahrensten Schwimmer oder beaufsichtigte Kinder", sagt Mark Williams von der Polizei. "Die Bedingungen können sich sehr schnell ändern, und es gibt oft versteckte Risiken wie tieferes Wasser und starke Strömungen." Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach den Angehörigen ihr Beileid aus, es handele sich um "herzzerreißende" Unglücke.

Sechs Menschen binnen eines Tages in Schottland ertrunken
09:21 Uhr

Nena fordert Fans zur Missachtung des Hygienekonzepts auf - Konzert abgebrochen

Bei ihrem Open-Air-Konzert neben dem Flughafen BER ruft Nena ihre Fans mehrmals dazu auf, das Hygienekonzept zu missachten. Der Veranstalter hat mithilfe von Cola-Kisten "Boxen" in das Zuschauerarsenal gebaut, um den notwendigen Abstand zwischen den Gästen zu wahren. Doch das will die Sängerin nicht hinnehmen, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Mehrmals ruft sie die Fans dazu auf, nach vorne zu kommen und mit ihr zu feiern.

Gesagt, getan: Vor der Bühne tummeln sich die Zuschauer, tanzen eng an eng. Die Ordner schicken sie zurück in die Boxen. "Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht, das darf jeder frei entscheiden", entgegnet Nena. "Genauso wie sich jeder frei entscheiden kann, ob er sich impfen lässt oder nicht!" Ein Teil des Publikums ist begeistert. Nach dem regulären Set bricht der Veranstalter das Konzert schließlich ab - vorher habe er lange versucht, an die Vernunft der Gäste zu appellieren.

Nena fordert Fans zur Missachtung des Hygienekonzepts auf - Konzert abgebrochen
08:58 Uhr

Israel beschießt Gazastreifen nach Brandballon-Angriff

Nach Angriffen militanter Palästinenser mit Brandballons hat Israels Armee eine Militärbasis der im Gazastreifen herrschenden Hamas beschossen. Kampfjets hätten den Stützpunkt angegriffen, der für Terroraktivitäten genutzt worden sei, teilt das Militär mit. Militante Palästinenser lassen von dort immer wieder Ballons, die mit Spreng- und Brandsätzen beladen sind, nach Israel fliegen.

Israel habe damit auf Angriffe aus dem Gazastreifen mit Brandballons reagiert, hieß es in der Mitteilung. Israel hatte sich im Mai einen elftägigen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei starben in Gaza nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. In Israel gab es nach offiziellen Angaben 13 Todesopfer. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe.

Israel beschießt Gazastreifen nach Brandballon-Angriff
08:32 Uhr

Sebastian Kurz erwartet Anklage in Ibiza-Affäre - Will trotzdem Kanzler bleiben

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet mit einer Anklage der Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Falschaussage vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss. "Das kann leicht sein", sagt Kurz in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen" über eine mögliche Anklage. Er könne jedoch auch nach wiederholter Lektüre der Vorwürfe "nach wie vor nicht erkennen, wo ich etwas Falsches gesagt hätte".

Er wisse, was er in seinem Leben getan habe, und was er nicht getan habe, betont der österreichische Kanzler. "Und ich habe definitiv immer vorsätzlich die Wahrheit gesagt". Die Frage, ob er als Angeklagter Bundeskanzler bleiben könne, beantwortet Kurz mit: "Ja selbstverständlich!" Die Opposition hatte Kurz vorgeworfen, die Abgeordneten im Ibiza-Ausschuss belogen zu haben. Konkret geht es nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA um die Frage, ob Kurz in die Nominierung eines Vertrauten für den Chefposten der staatlichen Beteiligungsgesellschaft ÖBAG eingebunden war.

Sebastian Kurz erwartet Anklage in Ibiza-Affäre - Will trotzdem Kanzler bleiben
08:11 Uhr

Gewitterfront lässt nicht nach - auch in den kommenden Tagen

Die Gewitterfront bleibt hartnäckig: Vor allem in vielen Teilen Bayerns und im Norden ist wieder mit Unwettern zu rechnen - auch in den kommenden Tagen. Hier sind weiterhin zum Teil schwere Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Verantwortlich ist die schwülwarme Sommerluft mit Werten zwischen 22 und 28 Grad.

Gewitterfront lässt nicht nach - auch in den kommenden Tagen
07:45 Uhr

Benedikt XVI. distanziert sich von seiner berühmten "Freiburger Rede"

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich von der Wortwahl seiner berühmten "Freiburger Rede" distanziert, in der er eine "Entweltlichung" der katholischen Kirche gefordert hatte. "Ob das Wort "Entweltlichung" in Freiburg als abschließendes Stichwort von mir klug gewählt war, weiß ich nicht", schreibt er in Antworten auf Fragen der "Herder Korrespondenz", die die Zeitschrift in ihrer neuen Ausgabe veröffentlichen wird. "Das Wort Entweltlichung deutet den negativen Teil der Bewegung an, um die es mir geht, nämlich das Heraustreten aus der Rede und den Sachzwängen einer Zeit ins Freie des Glaubens", sagte er.

In der Rede zum Abschluss seines Deutschland-Besuchs 2011 hatte Benedikt die "zunehmende Distanzierung beträchtlicher Teile der Getauften vom kirchlichen Leben" festgestellt. Die Kirche müsse darum "immer wieder auf Distanz zu ihrer Umwelt gehen, sie hat sich gewissermaßen zu "ent-weltlichen".

Benedikt XVI. distanziert sich von seiner berühmten "Freiburger Rede"
07:21 Uhr

Motorradfahrer kollidiert mit Taube und wird schwer verletzt

Bei einem Zusammenprall mit einer Taube ist ein 25 Jahre alter Motorradfahrer in Xanten am Niederrhein schwer verletzt worden. Der Mann aus Xanten wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilt. Nachdem der Vogel am Sonntagabend gegen den Helm des 25-Jährigen geflogen war, verlor er die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte.

Der Zweiradfahrer kam ins Hospital, seine Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, heißt es. Der Varusring, wo der Unfall passierte, wurde zwischen Salmstraße und Bankscher Weg während der Unfallaufnahme für etwa zwei Stunden gesperrt, der Verkehr wurde durch Polizeibeamte abgeleitet.

Motorradfahrer kollidiert mit Taube und wird schwer verletzt
07:09 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

eine neue Woche startet - in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beginnt jedoch auch dieser Montag mit Schlamm, Schutt und Verzweiflung. Die Folgen des Hochwassers sind immens. Hätte dieses Ausmaß verhindert werden können? Hat der Katastrophenschutz die Menschen ausreichend gewarnt? Muss der Bund mehr für Warn- und Alarmierungssysteme tun? Seit Beginn der Katastrophe werden diese Fragen gestellt - Horst Seehofer bemüht sich heute bei einer Sondersitzung des Innenausschusses um Antworten.

Außerdem stehen heute diese Themen auf der Agenda:

  • US-Vizeaußenministerin Sherman besucht China und will sich dort unter anderem mit Außenminister Wang Yi treffen. Es ist der ranghöchste US-Besuch in der Volksrepublik seit der Vereidigung Bidens. In Gesprächen soll es um den Handel zwischen China und den USA, Hacking-Vorwürfe, Menschenrechtsverletzungen und den Status von Hongkong gehen.

  • In Rom beginnt ein mehrtägiger UN-Gipfel zu Lebensmittel- und Ernährungssystemen: Generalsekretär Guterres hat den Gipfel einberufen, auf dem es um das Erreichen nachhaltiger Entwicklungsziele bis 2030 gehen soll. Auf dem Gipfel wollen die Teilnehmer Aufmerksamkeit dafür schaffen, wie Ernährungssysteme reformiert werden können, und Richtlinien für Regierungen und Akteure entwickeln, mit denen die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können.

  • Endgültiges Ergebnis von Vonovia-Angebot für Deutsche Wohnen erwartet: Der Immobilienkonzern Vonovia will heute den Ausgang seines Übernahmeangebotes für den Konkurrenten Deutsche Wohnen bekanntgeben. Der Bochumer Konzern hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass er sich voraussichtlich nicht genügend Aktien sichern konnte. Demnach kam Vonovia vorläufig auf 47,6 Prozent der Anteile, benötigt aber mindestens 50 Prozent.

  • Olympia: Deutsche Handball-Männer unter Druck: Nach der Auftakt-Niederlage gegen Europameister Spanien muss das Team von Bundestrainer Alfred Gislason in der Gruppe A gegen Argentinien gewinnen, um seine Viertelfinal-Chance zu wahren.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Wochenstart! Mein Name ist Sarah Platz, melden Sie sich doch gerne unter sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de, wenn Sie Fragen oder Anregungen zum "Tag" haben.

Los geht's!

Das wird heute wichtig
06:41 Uhr

Kaffee wird teurer: Dürre und Frost in Brasilien treiben Preise in die Höhe

Erst Dürre, dann Frost: Wetterkapriolen treffen den weltgrößten Kaffeeproduzenten Brasilien hart und lassen die Preise der Bohnen drastisch steigen. Der für den späteren Handel vorgesehene Preis für Arabica-Kaffee lag am Freitag bei knapp 3,50 Euro pro Kilo - und damit auf dem höchsten Stand seit 2014. Verbraucher müssen sich deshalb wohl künftig auf höhere Preise gefasst machen.

Seit Januar ist der Preis für Arabica-Kaffee um 60 Prozent in die Höhe geschnellt. Hauptgrund für den astronomischen Preisanstieg seien die verheerenden Wetterbedingungen in Brasilien, sagt Rabobank-Analyst Carlos Mera. Brasilien litt zu Beginn dieses Jahres unter einer historischen Dürre. In der vergangenen Woche folgte Frost auf wichtigen Plantagen in Minas Gerais, aus dem 70 Prozent der Arabica-Bohnen des Landes kommen. "Die Minusgrade haben zu Laubfall geführt und die jüngsten Pflanzen zerstört", sagt Mera. Diese sind allerdings für künftige Ernten entscheidend. Die Verbraucher merken von all dem zwar derzeit noch nichts, das kann sich aber ändern: Die steigenden Preise würden nur langsam an die Verbraucher weitergegeben, sagt Mera.

Kaffee wird teurer: Dürre und Frost in Brasilien treiben Preise in die Höhe
06:17 Uhr

Umweltkatastrophe färbt Lagune in Argentinien pink

Eine mutmaßliche Verschmutzung durch Chemikalien hat die Corfo-Lagune im Süden Argentiniens pink gefärbt. Experten und Naturschutzaktivisten sagen, die Verfärbung sei durch die Einleitung von antibakteriellem Natriumsulfit in das Gewässer verursacht worden. Der Stoff wird von Fischereibetrieben als Konservierungsmittel verwendet. Anwohner klagen seit längerem über faulen Geruch und Umweltsünden rund um die Lagune und den Chubut-Fluss.

Der Umweltingenieur und Virologe Federico Restrepo führt die Verfärbung auf Natriumsulfit aus Fischerei-Abfällen zurück. Er betont, dass das Mittel vor seiner Entsorgung aufgearbeitet werden müsse. Juan Micheloud von der Umweltaufsicht der Provinz Chubut hat in der vergangenen Woche versichert, dass die "rötliche Farbe" der Corfo-Lagune "keinen Schaden" anrichten werde. Sie wird in einigen Tagen verschwinden", sagt er. Der Planungssektretär Sebastian de la Vallina aus Trelew widerspricht diesen Angaben: "Es ist nicht möglich, eine so ernste Sache zu bagatellisieren."

Umweltkatastrophe färbt Lagune in Argentinien pink