Dienstag, 28. September 2021Der Tag

Heute mit Sabine Oelmann und Johanna Ohlau
22:24 Uhr

Das war Dienstag, der 28. September 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Wer übernimmt das Kanzleramt nach der Wahl? Die Antwort braucht noch Zeit.

(Foto: picture alliance/dpa)

irgendwie war es nach so vielen Monaten zuletzt fast erfrischend, dass mit der Bundestagswahl mal ein anderes Thema als die Corona-Pandemie die Schlagzeilen beherrscht. Zudem ist der Kampf ums Kanzleramt so spannend wie lange nicht mehr. Welches Thema wird uns wohl länger intensiv beschäftigen? Letztes Mal brauchten die Parteien bis Weihnachten, um eine neue Regierung zu formen. Wir bleiben auf jeden Fall dran am Geschehen mit unserem Wahl-Ticker. Zudem empfehle ich Ihnen folgende Artikel zur Bundestagswahl:

Den ersten Machtkampf hat Laschet überstanden

So stark hat sich die politische Landschaft verändert

Die neue Macht im Bundestag ist rot

Nur Politik gibt es wie gesagt nicht, auch die Pandemie beschäftigt uns auch heute wieder:

Drosten: Start der Winterwelle deutet sich an

Studie: Raucher neigen zu schweren Verläufen

Außerdem sollten Sie diese Meldungen nicht verpasst haben:

CIA schlug Tötung von Julian Assange vor

Youtube löscht "RT Deutsch"-Kanäle

Schauspieler Daniel Craig nimmt Abschied von James Bond

Alles Wichtige zur Pandemie finden Sie wie immer im Corona-Ticker, einen Blick in die Welt des Sports gibt es im Sport-Ticker sowie den Überblick in Sachen Wirtschaft und Finanzen habe ich hier für Sie.

Genießen Sie noch den Dienstagabend und bis bald!

Ihre Johanna Ohlau

22:17 Uhr

Ex-Sprecherin: "Music Man" sollte Trump bei Wutausbrüchen beruhigen

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Benommen wie ein Kleinkind hat sich Trump ja häufig - warum ihn also auch nicht wie eines mit Musik beruhigen?

(Foto: picture alliance / Erin Schaff / Pool via CNP /Medi)

Ein "Musik-Mann" zur Beruhigung des Präsidenten: Die frühere Sprecherin von Ex-US-Präsident Donald Trump, Stephanie Grisham, plaudert in einem neuen Enthüllungsbuch Interna aus ihrer Zeit im Weißen Haus aus. So schildert sie laut Vorabberichten in US-Medien, dass ein Mitarbeiter des Weißen Hauses den Auftrag gehabt habe, Trump bei Wutausbrüchen beruhigende Musik vorzuspielen. Der von Kollegen "Music Man" (Musik-Mann) genannte Mitarbeiter habe unter anderem auf "Memory" aus dem Erfolgsmusical "Cats" gesetzt. Dem Buch "I'll Take Your Questions Now" (etwa: "Sie können mir jetzt Fragen stellen") zufolge hatte Trump immer wieder "furchterregende" Wutausbrüche.

22:01 Uhr

"Keine Zeit zu sterben": Stars, Royals und ein pinker Bond auf dem roten Teppich

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Noch ein Mal als 007 auf der Leinwand: Daniel Craig beendet seine Agententätigkeit "im Auftrag Ihrer Majestät". Hier bei der Premiere mit Lashana Lynch (links) und Lea Seydoux.

(Foto: picture alliance / Joel C Ryan/Invision/AP)

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007-Fan Prinz Charles im Gespräch mit Darsteller Daniel Craig.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Das quälende Warten für alle Bond-Fans hat endlich ein Ende: Das wegen der Corona-Pandemie vielfach verschobene 007-Abenteuer "Keine Zeit zu sterben" feiert heute Abend in London Weltpremiere. Schauspieler Daniel Craig hat sich für seinen letzten Auftritt als Geheimagent im Auftrag Ihrer Majestät nochmal so richtig herausgeputzt und schritt in einem pinken Smoking über den roten Teppich zur Royal Albert Hall hinauf.

Die lang ersehnte Premiere war gespickt mit den Stars des Streifens wie der französischen Schauspielerin Léa Seydoux und der britischen Newcomerin Lashana Lynch, die als mögliche Bond-Nachfolgerin gehandelt wird. Als Fans outeten sich auch die Royals: Prinz Charles und seine Frau Camilla, ebenso wie Prinz William mit Gattin Kate tauchten auf dem roten Teppich auf.

21:31 Uhr

"Nein Danke" - ausländische Lkw-Fahrer wollen Briten nicht aushelfen

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Selbstgemachtes Problem: Großbritannien hat ausländische Lkw-Fahrer mit dem Brexit erst vergrault, jetzt haben sie niemanden, der ihnen Sprit und andere Güter durchs Land bringt.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Meine Kollegin Sabine Oelmann hat Ihnen ja bereits in der ersten Tageshälfte davon berichtet, wie "rund" es gerade in Großbritannien alles läuft (Eintrag um 08:58 Uhr). Um dem Benzinmangel Herr zu werden und kein weiteres Chaos samt Schlägereien um Sprit an den Tankstellen mehr erleben zu müssen, versucht die britische Regierung gerade, polnische Lkw-Fahrer wieder ins Vereinte Königreich zu locken - zur "Aushilfe" mit einem dreimonatigen Visum. Denn an Menschen, die Güter durchs Land transportieren, fehlt es Großbritannien seit dem Brexit immer mehr. Was die jetzt wieder begehrten Arbeitskräfte dazu sagen? Die winken ab. "Nein Danke, Herr Premierminister, ich werde diese Gelegenheit nicht wahrnehmen", sagt Lkw-Fahrer Jakub Pajka auf einem Parkplatz außerhalb von Warschau. "Kein Fahrer will nur für drei Monate umziehen, nur damit den Briten die Vorbereitung auf die Weihnachtsfeiertage erleichtert wird." Der 35-Jährige hatte nämlich seinen Job im Vereinigten Königreich wegen des Brexit aufgegeben - und da ist Pajka nicht allein.

20:58 Uhr

Attentat mit fünf Toten auf US-Zeitung: Schütze muss lebenslang in Haft

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Überwachungskameras hielten die brutale Attacke auf die Zeitungsredaktion 2018 fest.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Eine Zeitung berichtet über Belästigungsvorwürfe gegen einen Mann. Darauf folgt ein jahrelanger Rechtsstreit, der seinen traurigen Höhepunkt damit findet, dass der Beschuldigte aus Rache mit einer Waffe in die Redaktionsräume stürmt, wild um sich schießt und fünf Angestellte tötet. Für dieses Attentat auf eine US-Zeitung im Juni 2018 ist der Mann nun von einem Richter im Bundesstaat Maryland zu lebenslanger Haft verurteilt worden - ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung, wie die "Washington Post" berichtet. Die brutale Attacke auf die "Capital Gazette" in Annapolis hatte damals einen Schock in den USA ausgelöst.

20:44 Uhr

Videos des Tages

20:21 Uhr

Kleinkinder harren tagelang neben totem Vater aus

Drei kleine Kinder haben in einem kleinen Ort im oberbayerischen Landkreis Altötting einige Tage neben ihrem gestorbenen Vater gelebt. Die Tante der Mädchen habe den Mann nach einigen Tagen gefunden, bestätigte die Polizei in Burghausen. Der 35-Jährige sei eines natürlichen Todes gestorben, erläuterte ein Polizeisprecher in Rosenheim. Die "Passauer Neue Presse" hatte zuerst über den Fall berichtet. Die zwei, drei und vier Jahre alten Mädchen hätten geglaubt, der Vater schlafe, schreibt die Zeitung. Dem Bericht zufolge starb der Mann in der Nacht zum 14. September und wurde am 17. September gefunden. Die Vierjährige als Älteste habe sich um ihre beiden kleineren Geschwister gekümmert und ihnen zu essen und zu trinken gegeben.

19:55 Uhr

Über Nacht mal mit dem Zug von München nach Paris?

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(Foto: picture alliance / Wegscheider/Ö)

Das ist schon bald möglich! Die Nachtverbindung soll dem Wunsch vieler Menschen nach ökologischeren Reisemöglichkeiten entsprechen, weitere sollen folgen. Doch zurück zur konkreten Verbindung: Vom 13. Dezember an gibt es zwischen Paris, München und Wien nach vielen Jahren der Unterbrechung wieder eine Nachtzugverbindung. Der Zug braucht für die Strecke rund 14 Stunden, fährt drei Mal in der Woche und hält unter anderem in Straßburg, Karlsruhe, München-Ost und Rosenheim, wie die beteiligten Bahnen heute bekannt gaben. Die Züge werden 360 Plätze bieten und aus sieben Waggons bestehen: Sitzwagen, Liegewagen und Schlafwagen. Alle Waggons verfügen über Duschen, in den Liege- und Schlafwagen wird Frühstück serviert und im Schlafwagen auch warme Speisen à la carte.

Wie bereits bekannt, wird die neue Nachtzuglinie gemeinsam von der französischen, österreichischen und Deutschen Bahn betrieben, eingesetzt werden österreichische ÖBB-Nightjet-Wagen. Zum Schluss noch ein nicht unwichtiger Hinweis: Buchen können Sie die Fahrten schon jetzt.

19:22 Uhr

Youtube löscht Kanal von RT Deutsch

Wer bei Youtube nach dem Kanal von RT Deutsch sucht, wird das hier finden: nichts. Die Videoplattform hat ihn heute abgeschaltet. Und auch ein zweiter Kanal des russischen Propagandasenders - "Der Fehlende Part" - ist nicht mehr auffindbar. Das berichtet das Medienmagazin "DWDL.de" unter Berufung auf einen Youtube-Sprecher. Zudem berichtet RT Deutsch auf seiner Website von der Abschaltung. RT, früher Russia Today, steht im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kreml in der Kritik, im Auftrag des russischen Staates Verschwörungstheorien und Desinformationen zu verbreiten. Der Kanal bei Youtube hatte zuletzt mehr als eine halbe Million Abonnenten.

Während man bei RT Deutsch von einem überraschenden Schritt spricht, zitiert das Medienmagazin den Sprecher des US-Unternehmens so: "RT DE hatte einen Strike für das Hochladen von Inhalten erhalten, die unsere Richtlinie gegen Covid Misinformation verletzt haben. Die Folge dafür war eine Suspendierung der Erlaubnis, auf dem Kanal Videos hochzuladen." Bei diesem Vorgang wird der Kanalbetreiber auch darüber informiert, was passiert, wenn man die Sperre umgeht, indem man beispielsweise die Videos auf einem anderen Kanal hochlädt: Der betroffene Kanal wird dauerhaft gelöscht.

18:42 Uhr

Die Wildschweine sind los in Rom

In der "Hauptstadt der Wildschweine" Berlin kennen wir uns mit den borstigen Vierbeinern bestens aus. Doch in einer italienischen Stadt sorgen die Schweine gerade wohl für helle Aufregung und werden ihrem schlechten Ruf scheinbar mehr als gerecht: "Rom wurde im Laufe der Jahrhunderte von Galliern, Westgoten und Vandalen überfallen. Jetzt droht ihm eine neue Bedrohung: ganze Familien müllgieriger Wildschweine", kommentiert der italienische Sender NRP die "Neuen" in der Hauptstadt.

18:31 Uhr

Erneut Dutzende Migranten im Mittelmeer gerettet

Vor der spanischen Mittelmeerküste sind erneut dutzende Migranten gerettet worden - darunter auch eine hochschwangere Mutter mit ihren fünf Kindern. Wie eine Sprecherin des spanischen Roten Kreuzes sagte, wurden insgesamt 91 Menschen vor der Küste von Alicante gerettet, darunter auch die Familie. Die spanische Küstenwache griff demnach insgesamt sechs Boote auf, die von Algerien gestartet sein sollen. Auch vor den Balearen traf die spanische Küstenwache binnen 24 Stunden auf 176 Migranten auf insgesamt 13 Booten. Spanien ist eines der Hauptziele für Bootsflüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten.

18:03 Uhr

Schwere Überschwemmungen nach Tropensturm in Thailand

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Heftige Regenfälle überfluteten Straßen und Häuser in Thailand.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In Thailand sind bei Überschwemmungen rund 70.000 Häuser überflutet und sechs Menschen getötet worden. Die Behörden versetzten die Hauptstadt Bangkok in Alarmbereitschaft, um eine Wiederholung der Flutkatastrophe von 2011 zu verhindern. Nach Behördenangaben waren bereits 30 Provinzen im Norden und Zentrum des Landes von den Folgen des Tropensturms "Dianmu" betroffen, dort kam es teilweise zu massiven Überschwemmungen.

Bangkok wird von dem aus dem Norden kommenden Chao Praya durchflossen. Die Stadtverwaltung überwacht nach eigenen Angaben den Wasserstand des Flusses genau. Rund 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt errichteten Soldaten Barrikaden und schleppten Sandsäcke herbei, um alte archäologische Stätten in der Königsstadt Ayutthaya zu schützen.

17:38 Uhr

Deutschen sind wieder mehr in Kauflaune

Die Innenstädte füllen sich wieder, die Deutschen sind wieder in Kauflaune. Moderate Corona-Zahlen und die Hoffnung auf einen milden Verlauf der vierten Welle sorgen für Zuversicht bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Das GfK-Konsumklima steigt auf den höchsten Wert seit fast anderthalb Jahren.

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17:02 Uhr

Explosion in Göteborg - Behörden vermuten Kriminelle dahinter

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Laut der Lokalzeitung "Götenborgs-Posten" vermuteten Polizeivertreter, dass ein Sprengsatz an einem der Eingänge platziert worden sein könnte.

(Foto: picture alliance/dpa/TT News Agency/AP)

Am frühen Morgen ist es im schwedischen Göteborg zu einer schweren Explosion in einem Mehrfamilienhaus mit mindestens 16 Verletzten gekommen - und das war womöglich kein Unfall: Die schwedischen Behörden gehen Hinweisen auf kriminelle Hintergründe nach. "Es ist offensichtlich, dass eine Straftat nicht ausgeschlossen werden kann", sagte Innenminister Mikael Damberg. Einem Medienbericht zufolge lebt in dem Gebäude ein Polizist, der kürzlich gegen kriminelle Banden vor Gericht ausgesagt hatte. Schweden kämpft seit Jahren gegen wachsende Bandenkriminalität an. Sie wird auch für die zunehmenden tödlichen Schießereien und Sprengstoffanschläge in dem Land verantwortlich gemacht.

16:42 Uhr

Rapper Drake und The Weeknd werden zum Studienfach

Die Studienangebote weltweit sind vielfältig und manchmal auch etwas kurios, was Universitäten da so alles anbieten. Dazu zählt mit Sicherheit ein neues Studienfach an der Ryerson University im kanadischen Toronto: Dort können die Studierenden ab Januar 2022 die beiden Rapper Drake und The Weeknd studieren. Das Studienfach mit dem Titel "Deconstructing Drake & The Weeknd" widmet sich dem kreativen Schaffen der beiden kanadischen Musiker.

Der Universität ist es durchaus ernst mit ihrem neuen Studienangebot: Belegen kann man den Kurs bei Professor Dalton Higgins, wie die Bildungseinrichtung mitteilte. Dieser hat bereits eine Biografie über Drake verfasst und bereits an anderen Universitäten schwarze Musik und Hip-Hop gelehrt. "Es wird Zeit, dass unsere kanadischen Rap- und R&B-Ikonen anerkannt und akademisch oder anderweitig kanonisiert werden", sagte Higgins im Interview bei CNN.

16:09 Uhr

Steinmeier: Deutschland ist "Land mit Migrationshintergrund" geworden

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Steinmeier nach dem Besuch der Ausstellung in Essen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland ist nach Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier "über die Jahre ein Land mit Migrationshintergrund geworden". Das Land sei durch Migration vielfältiger und offener geworden, betonte Steinmeier nach dem Besuch einer Fotoausstellung in Essen. Anlass für den Besuch war der Abschluss des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vor 60 Jahren. Thema der dokumentarischen Fotografien des türkischen Fotografen Ergun Çagatay (1937-2018) ist die Einwanderung der ersten und zweiten Generation von "Gastarbeitern" und "Gastarbeiterinnen" aus der Türkei. "In dieser Ausstellung kann man vor allen Dingen lernen, dass wir nichts schön zu reden haben." Die Bedingungen, unter denen die erste Generation der damals noch sogenannten Gastarbeiter gekommen ist, sei ausgesprochen schwierig gewesen. Lernen könne man auch, "dass wir uns auch sehr schwer getan haben, die Tatsache, dass wir Zuwanderung haben, anzuerkennen", so Steinmeier.

15:29 Uhr

Russische Behörden ermitteln erneut gegen Kremlkritiker Nawalny

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Nawalny bei einer Anhörung vor Gericht. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/Babuskinsky District Court/AP)

Man könnte annehmen, dass der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny nach der Parlamentswahl in Russland vorerst aus dem Fokus der russischen Behörden rückt, aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Gegen den 45-Jährigen seien neue Ermittlungen wegen Gründung und Teilhabe an einer extremistischen Gemeinschaft eingeleitet worden, teilte Russlands Ermittlungsbehörde mit. Auch gegen mehrere bekannte Unterstützer Nawalnys wird demnach ermittelt - darunter gegen die Juristin Ljubow Sobol sowie die im Ausland lebenden Oppositionellen Iwan Schdanow und Leonid Wolkow.

Nawalny, der im vergangenen Jahr nur knapp einen Giftanschlag überlebte, ist wegen eines anderen Strafbestandes bereits seit Anfang des Jahres in einem Straflager rund 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert. Ein entsprechendes Urteil vom Februar steht als politisch motiviert in der Kritik.

14:55 Uhr

Ganze Städte verschwinden in gigantischer Staubwolke

Finsternis und überall dicker Staub in der Luft: Ein riesiger Sandsturm verdunkelt mehrere Städte in Brasilien. Anwohner schildern eine Szenerie wie vom "Ende der Welt". An sich sind solche Sandstürme in dem Land nicht ungewöhnlich, aber monatelange Trockenheit und Stürme verstärken dieses Wetterphänomen.

14:39 Uhr

Verschmutztes Trinkwasser: In Syrien breiten sich Krätze und Hepatitis aus

Krätze, Durchfall, Hepatitis - im Norden Syriens breiten sich wegen eines Mangels an sauberem Trinkwasser immer mehr Krankheiten aus: Die Infektionszahlen seien im Sommer zwischenzeitlich um fast 50 Prozent gestiegen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mit. Internationale Geldgeber hätten die Finanzierung für das Bürgerkriegsland in diesem Jahr drastisch gekürzt. Viele Organisationen haben Ärzte ohne Grenzen zufolge deshalb die Wasserversorgung in Flüchtlingslagern eingestellt. Drei Millionen Menschen sind den Angaben nach von dem Wassermangel betroffen, vor allem Vertriebene. Auch die Bekämpfung der Corona-Pandemie würde erschwert. Dabei sind die Intensivstationen vieler Krankenhäuser im Land laut Hilfsorganisationen wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen bereits jetzt schon voll.

14:16 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Sabine Oelmann entschwindet jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme für sie im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie mir gern per E-Mail: johanna.ohlau[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:32 Uhr

Schönheits-Doc vor Gericht wegen tödlichem Ausgang von Po-Vergrößerung

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(Foto: Instagram/kimkardashian)

Viele führen den Trend auf Kim Kardashian zurück: Seit der US-Superstar 2014 auf der Titelseite des Magazins "Paper" sein auffallend großes Gesäß zeigte, tauchen immer mehr Frauen mit dem Wunsch nach einem größeren Po bei Schönheitschirurgen auf. In Düsseldorf bezahlten zwei Patientinnen diesen Wunsch wohl mit ihrem Leben.

Nun steht ihr Operateur vor dem Düsseldorfer Landgericht: wegen Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in einem dritten Fall, bei dem die Patientin überlebte. Heute beginnt der Prozess. Der Arzt bot seit mehreren Jahren Po-Vergrößerungen ("Brazilian Butt Lift") mittels Eigenfett-Implantation an. Eine populäre Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird. "Bei einer Mortalitätsrate von 1:3000 ist ein solcher Eingriff eigentlich kaum zu rechtfertigen", so Professor Dennis von Heimburg, Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, nach Bekanntwerden der Vorwürfe. Die Sterberate sei sehr hoch. Hauptgrund sei das Risiko einer Fett-Embolie, wenn Fettgewebe in die Blutbahnen des Muskelgewebes gerate.

Dennoch: Die Internationale Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie hatte Ende vergangenen Jahres berichtet, dass die Gesäßchirurgie bei allen chirurgischen Eingriffen weltweit das höchste Wachstum aufwies: Die Zahl der Gesäßvergrößerungen nahm 2019 um 38,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

12:59 Uhr

25-Jähriger tot am Watzmann gefunden

Am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen ist erneut ein toter Bergsteiger geborgen worden. Ein Wanderer aus München habe vergangene Woche einen leblosen Körper auf dem Weg zur Watzmann-Mittelspitze gefunden, teilt die Polizei mit. Der alarmierte Notarzt konnte nur den Tod feststellen. Die Identifizierung des Toten brauchte einige Tage, weil der Mann keine persönlichen Sachen bei sich hatte. Auch hatte ihn niemand als vermisst gemeldet.

Erst als sich ein Argentinier nach einem Landsmann bei der Polizei in Salzburg erkundigte, kamen die Behörden weiter: Es handle sich bei dem Toten um einen 25 Jahre alten Argentinier, der einige Zeit in Deutschland gelebt habe und auf einer Rucksacktour durch Europa gewesen sei, erklärte die Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass er vom Gipfel der Watzmann-Mittelspitze auf rund 2700 Metern über mindestens 200 Meter abgestürzt war.

Die Polizei ermittelt noch die genaue Unfallursache. Unklar ist auch, wo die persönlichen Sachen des jungen Mannes geblieben sind. Im August waren zwei Menschen am Watzmann ums Leben gekommen.

12:37 Uhr

Lubitsch-Preis geht heute an Simon Verhoven

Simon Verhoeven wird heute mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Der Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmkomponist, der in den letzten Jahren Erfolgsfilme wie "Männerherzen" und "Willkommen bei den Hartmanns" für die Leinwand realisierte, erhält die begehrte Auszeichnung, weil er mit "Nightlife" sein komödiantisches Talent mit einem guten Gespür für Tempo und Timing unter Beweis gestellt hat.

"Nightlife" mit Elyas M´Barek, Palina Rojinski und Frederick Lau in den Hauptrollen wirft einen charmanten Blick auf das Berliner Nachtleben mit all seinen skurrilen Figuren und aberwitzigen Situationen. Bis zur Corona-bedingten Schließung der Kinos im vergangenen Jahr begeisterte der Film innerhalb der wenigen Wochen, die er im Kino gezeigt werden konnte, über eine Million Besucher.

Der Preis wird Verhoeven in Anwesenheit von Senta Berger, Michael Verhoeven, Palina Rojinski, Frederick Lau und Mario Adorf und vielen anderen im Berliner Kino Astor Lounge am Kurfürstendamm überreicht.

12:23 Uhr

Taliban greifen vorübergehend zur Verfassung aus der Königszeit

Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan wollen vorübergehend die Verfassung aus der Zeit des 1973 abgesetzten Königs Sahir Schah anwenden. Demnach war der König weder dem Volk noch dem Parlament gegenüber rechenschaftspflichtig. Ausgenommen von der alten Verfassung seien Artikel, die dem Islam widersprächen, so Taliban-Justizminister Abdul Hakim Scharai in einer Erklärung seines Ministeriums. Die Verfassung von 1964 soll demnach für die Zeit der Übergangsregierung gelten. Wahlen haben die Taliban seit ihrer Machtübernahme Mitte August nie in Aussicht gestellt. Die Islamisten dürften in Kabul auf unabsehbare Zeit an der Macht bleiben. Ihre derzeit fast 50 Mitglieder umfassende Übergangsregierung besteht nur aus Männern aus dem Umfeld der Taliban. Die bisherige afghanische Verfassung, die 2004 verabschiedet wurde, lehnen die Taliban ab.

12:05 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:27 Uhr

Sein Name ist Wunder, Dietmar Wunder, und er ist die Stimme von 007

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Hat zwar Optiker gelernt, fand dann aber die Stimme doch interessanter: Dietmar Wunder hat seinen ersten Take vor 31 Jahren gesprochen.

(Foto: dpa)

Genau genommen ist er seit 2006 die Stimme von Daniel Craig. Und Don Cheadle. Und Sam Rockwell. Und Adam Sandler. Und wenn man Dietmar Wunder gegenüber sitzt, dann hat man (oder frau) natürlich den einen oder anderen James Bond-Moment (wie seine Frau das nur aushält?). "Wenn ich aber Adam Sandler spreche, dann lege ich immer ein Lächeln in meine Stimme", sagt Wunder ntv.de, und klingt bereits wie der Mann aus "Kindsköpfe" oder "Urlaubsreif". Ein paar Sekunden später ist er wieder Bond: Zurückgenommen, klar, knapp, präzise, verführerisch, er muss schließlich die Welt retten.

"Ich kann mich mit meiner Stimme austoben, das ist der große Vorteil beim Synchronisieren. Und das ist ein Geschenk." Genauso, wie bei James Bond, einem weltweiten Ereignis, mitwirken zu können: "Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht", so Wunder, der wegen Ur-Bond Sean Connery überhaupt Schauspieler wurde.

Dass Daniel Craig mit der Bond-Rolle abschließen möchte, versteht Wunder: "007 ist ein Killer. Mit der Lizenz zum Töten. Da will man auch mal eine andere Facette zeigen als Schauspieler." Und: "Ich synchronisiere Daniel Craig, der James Bond spielt. Wenn er in anderen Filmen spielt, synchronisiere ich eben anders." Und wenn Don Cheadle Miles Davis spielt und heiser ist? Dann verpasst Wunder dieser Rolle auch das Heisere, das Davis so eigen war: "Da suche ich Techniken in meiner Stimmgestaltung, wie man auf einer Gitarre Saiten stimmt", erklärt der 55-Jährige seine Herangehensweise.

Mehr zu Bond gibt es ab heute Abend, live übertragen von RTL, denn in London findet die Welt-Premiere nun endlich statt, Kate und William wollen auch vorbeischauen. Und mehr zu Wunder gibt auch bald bei ntv.de, wenn es um seine Arbeit als Synchronregisseur geht oder Hörspiele, die er - unter anderem - liest.

10:46 Uhr

Wird Olaf Scholz zu "Gerhard Schröder 2"?

Da holen wir uns lieber mal 'ne Flasche Bier, denn die ukrainische Tageszeitung "Ukrajina Moloda" schreibt zu möglichen Auswirkungen der Bundestagswahl auf die Ukraine-Politik: "Die SPD tritt traditionell für enge Beziehungen zu Russland ein, was seine Wurzeln in der Ostpolitik von Kanzler Willy Brandt hat. Und das ruft eine gewisse Besorgnis hervor. Wird das nicht ein Gerhard Schröder 2? In seiner Zeit in hohen Staatsposten gehörte die Außenpolitik nicht zu Scholz' Prioritäten. Über Russland äußerte sich Scholz selten, öffentliche Informationen zu seinen Verbindungen gibt es wenige. Wahrscheinlich hatte Scholz erste Kontakte zu Moskau in den 1980ern, als er Vize-Vorsitzender der Jusos und später Vize-Chef der Internationalen Union der Sozialistischen Jugend war. Beide Strukturen unterhielten Verbindungen zur UdSSR."

Und nun? Tee trinken und abwarten.

10:17 Uhr

"Wenn Laschet diesen Kampf verliert, ist es aus"

In der CDU brodelt es nach der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl. Armin Laschet steuert trotzdem weiter in Richtung Kanzlerschaft und will auf Sondierungen mit Grünen und FDP setzen. In der Union gibt es aber immer mehr Widerstand gegen diese Strategie. Und es gibt auch immer mehr Stimmen, die Laschets Rücktritt fordern.

"Das letzte Urteil über Laschet ist noch nicht gesprochen", sagt aber die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. "Ein paar Tweets machen noch keine allgemeine Rücktrittsforderung." Für Laschet gehe es dennoch nun ums politische Überleben, so Ursula Münch: "Er kämpft zunächst mal um sich selbst und seine politische Zukunft. Und er weiß, wenn er diesen Kampf verliert, dann ist es aus und er endet wie Martin Schulz."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

09:50 Uhr

30.000 Wohnungen statt Enteignungen?

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Anstehen beim Wählen, anstehen bei der Wohnungssuche - so kann es nicht weiter gehen ...

(Foto: dpa)

Nach dem Volksentscheid über Wohnungsenteignungen in Berlin hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, vor möglichen Enteignungen gewarnt. "Enteignungen wären nicht nur wirtschaftlich schädlich, sondern sie wären mit Blick auf das Wohnungsangebot und die Mieten kontraproduktiv", sagte er der Funke-Mediengruppe.

Auch nur ein begrenztes Risiko möglicher Enteignungen werde die Unsicherheit aufseiten der Investoren erhöhen und somit zu einem Rückgang des Wohnungsbaus in Berlin führen, warnte Fratzscher: "Vermieter werden höhere Risikoprämien verlangen, sodass langfristig und kurzfristig die Mieten noch deutlich stärker steigen werden und das Wohnungsangebot noch knapper sein wird." Der Wirtschaftsforscher fürchtet, dass viele Befürworter der Enteignungen nicht wüssten, welche Konsequenzen damit verbunden sind. Fratzscher sieht jedoch aus rechtlichen Gründen kaum Chancen darauf, dass es überhaupt zu Enteignungen kommt.

Die neue Berliner Regierung solle diese Frage so schnell wie möglich klären und den Bürgerinnen und Bürgern erklären, wieso Enteignungen nicht möglich und nicht sinnvoll sind, sowie einen überzeugenden Plan für den Wohnungsbau in Berlin vorlegen. "Berlin benötigt dringend einen ambitionierten Plan, wie jedes Jahr 30.000 neue Wohnungen entstehen können, um den Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen."

09:28 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:15 Uhr

Hier einfach mal den Relax-Button drücken

Müde? Dann drehen Sie sich nochmal um und hören einfach zu. Oder gucken Sie ruhig, dies ist ein ästhetisch-wertvolles Video.

08:58 Uhr

Die Briten sind ganz schön streng mit uns armen "Regierungslosen"

Die "Times" hat da ein paar Vorschläge und scheint gar nicht so traurig, dass unsere Bundeskanzlerin in den wohlverdienten Ruhestand geht: "Eine künftige Koalition - am wahrscheinlichsten ist ein SPD-geführtes Bündnis mit den Grünen und den Freien Demokraten oder ein CDU-Bündnis mit denselben Juniorpartnern - wird die Merkelsche Unschlüssigkeit aufgeben müssen, die Deutschland 16 Jahre lang auf einem vorsichtigen Kurs gehalten hat. Im Inland muss sie die Digitalisierung der Wirtschaft vorantreiben, die Investitionen in die öffentliche Infrastruktur erhöhen, nicht zuletzt in die Dekarbonisierung der Wirtschaft, und einen ideenreicheren Umgang mit ihrer alternden und schrumpfenden Bevölkerung finden. Dies erfordert einen gesellschaftlichen Konsens, eine kluge Finanzverwaltung und ein gutes Gespür für die richtige Richtung."

Vielen Dank für die Tipps, da denken wir auf jeden Fall mal drüber nach und senden herzliche Grüße an das Land, in dem sich die Bürger gerade um Benzin und Diesel kloppen und das seine - sorry, Ma'am" - Ü90-Queen noch immer nicht in die Rente entlassen kann, weil es wohl an fähigem Nachfolger-Material fehlt.

08:42 Uhr

Spanien hofft, dass Deutschland und Europa bald einen starken "Kaiser" haben

Die Königin ist tot, lang lebe die Königin? Nicht ganz. Weder hatten/ haben wir eine Königin, noch werden wir eine haben. Auch keinen König, und schon gar kein Kaiser, aber was wir brauchen ist eine starke Spitze - so sehen das auch unsere europäischen Freunde, die Spanier. "La Vanguardia" beleuchtet daher in einem Kommentar die Bedeutung der Bundestagswahl für die EU:

"Noch ist unklar, wer der nächste Bundeskanzler wird, aber sowohl Scholz als auch Laschet würden wegen des geringen Stimmanteils ihrer jeweiligen Parteien mit einer schwachen Machtbasis regieren. Und das in einer Zeit, in der die EU eine starke Führung braucht. In der internationalen Presse wurde immer wieder Merkels Qualität als stärkste Kraft Europas hervorgehoben. Sie hat nicht nur ihr Land, sondern auch Europa geführt."

Es ist ein kritischer Moment für den alten Kontinent, schreibt das spanische Blatt. "Donald Trump ist nicht mehr, aber sein Nachfolger hat schon deutlich gemacht, dass auch für ihn die EU keine strategische Priorität hat. Und China versucht, die EU zu einem weiteren abhängigen Kunden zu machen, wie es das schon mit anderen Teilen der Welt getan hat. Wer wird der Führer des neuen Europas sein? Ohne Zweifel der künftige Kanzler. Europa braucht einen Kaiser, einen starken Kanzler und vor allem einen, der nicht von der heimischen Politik gefesselt ist."

08:14 Uhr

Warum bei "Didi" alle sofort an Hallervorden denken

Wer den Namen Didi hört, denkt fast immer erst an Dieter Hallervorden. Aber wie kam der Schauspieler eigentlich zu diesem Spitznamen? Das geht auf seinen TV-Dauerbrenner "Nonstop Nonsens" (1975-1980) zurück. "Es geht so: Die ersten Folgen waren ja alle durchbrochen durch eine Slapstick-Geschichte, die durchlief. Und in der ersten, "Herr Slap und das verpasste Rendezvous", hieß ich Slap, erzählt der 86-Jährige. Diesen Spitznamen sollte man eigentlich englisch aussprechen - so wie in dem Wort Slapstick eben. Doch nach dem TV-Debüt im März 1975 kam es anders, wie der Komiker dann bei Begegnungen auf der Straße feststellte: "Am nächsten Tag riefen alle: "Mensch, hi, Slabb!" Mit der brachialen deutschen Aussprache hatte Hallervorden offensichtlich nicht gerechnet. "Und ich dachte: um Gottes willen! Eh ich immer "Slabb" genannt werde, nenne ich den Typen in Zukunft Didi."

Vom kommenden Donnerstag an ist Hallervorden in "Mein Freund, das Ekel" in Doppelfolgen zu sehen. Die Serie ist eine Weiterentwicklung eines quotenstarken Fernsehfilms mit Hallervorden und Alwara Höfels in den Hauptrollen. Der Schauspieler aus Berlin bringt im November zudem das Studioalbum "80 plus" heraus.

07:48 Uhr

Starkes Nachbeben erschüttert Kreta

Erneut hat ein Beben am Dienstagmorgen die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Es hatte eine Stärke von 5,3 und war nach Angaben des Chefs des Geodynamischen Instituts von Athen, Giorgos Chouliaras, ein Nachbeben des Erdstoßes vom Montag. Das hatte mit einer Stärke von 5,8 ein Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet. "Die Einwohner sollen nicht in beschädigte Häuser zurückkehren", so Chouliaras im Staatsfernsehen (ERT). Die Erdbebenserie werde andauern. Zuvor hatten sich mehr als 60 kleinere Beben ereignet.

Tausende Menschen mussten die Nacht zum Dienstag in Zelten oder in ihren Autos verbringen, weil zahlreiche Häuser schwer beschädigt wurden. Die meisten Schäden wurden in der Region des Dorfes Arkalochori südlich der Hafenstadt Iraklion registriert. Hotelanlagen wurden nicht beschädigt.

07:22 Uhr

Rami Malek schwärmt von James Bond

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Rami Malek hat bereits einen Oscar im Regal.

(Foto: dpa)

Heute Abend ist die Welt-Premiere in London - und die Fans drehen durch. Aber nicht nur die sind aufgeregt. Die Dreharbeiten zum neuen James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" haben Schauspieler Rami Malek schwer beeindruckt. Vor allem die gigantischen Kulissen hätten ihn überwältigt, erzählt der 40-Jährige: "Als ich da zum ersten Mal drin stand, war es atemberaubend, weil es mich an meine Kindheit erinnert hat", schwärmte Malek. "Das musste ich erst mal sacken lassen."

Schon als Kind habe er die James-Bond-Romane gelesen. "Ich liebe diese Bücher", schwärmt der Oscar-Gewinner ("Bohemian Rhapsody"), der im 25. James-Bond-Film den Bösewicht Safin spielt. Der hat in seinem Hauptquartier einen Giftgarten - eine Hommage an den Bond-Roman "Man lebt nur zweimal" von 1964. "Dass ich einen Typen spiele, der seinen eigenen Giftgarten hat, seine eigene Höhle, das ist was Besonderes", so Malek. "Das ist klassisch Bond!" Als 007-Widersacher will er dem Publikum Angst einflößen - und für Daniel Craig bei dessen letzter Mission als James Bond "der härteste Gegner" sein. "Man muss ihm genug Hindernisse geben und sein Leben so schwer wie möglich machen", so Malek. "Was Safin vorhat, ist ziemlich brutal, ziemlich fürchterlich, aber wirklich einzigartig."

Nach der Weltpremiere am Dienstagabend in London ist der Film ab Donnerstag auch in Deutschland zu sehen.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Tag 2 nach den Wahlen und Angela Merkel ist immer noch unsere Kanzlerin. Hach, so fällt der Abschied vielleicht nicht ganz so schwer. Während "die Kleinen", also FDP und Grüne, bereits die Ärmel hochgekrempelt haben und sich ausdenken, wie sie Deutschland regieren würden, wenn man sie nur ließe, lecken "die Großen" noch ihre Wunden. Um diese Themen wird es auch heute wieder viel gehen. Gehen müssen. Ich begrüße Sie zu einem neuen "Tag" und hoffe, Sie bleiben mir treu, denn ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag. Unter sabine.oelmann@nama.de besteht die Möglichkeit ... ach, Sie wissen schon.

Das könnte heute wichtig werden:

  • Zwei Tage nach der Bundestagswahl kommen SPD, Union, Grüne und Linke heute zu ersten Beratungen zusammen. Bei der Unionsfraktion steht wie üblich auch die Neuwahl des Fraktionschefs auf der Tagesordnung. Allerdings gibt es Streit über die Modalitäten, es könnte deshalb Kampfkandidaturen geben.

  • Weltpremiere von James Bond heute in London

  • Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfstoffherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden.

  • Ab Donnerstag läuft James Bond auch bei uns in den Kinos

  • Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht. Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigerten, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken, so Verbandspräsident Thomas Fischbach.

06:47 Uhr

Felix Jaehn war auch vor Corona oft in Selbstisolation

Der Musikproduzent Felix Jaehn, der früher mit Angstzuständen gelebt hat, ist nach eigenen Worten mental gut durch die Corona-Krise gekommen. "Es hat mir sehr geholfen, davor meine persönlichen Krisenzeiten mit mentalen Gesundheitsproblemen und Selbstisolation durchlaufen zu haben", so der 27-Jährige. "Ich war sozusagen schon Jahre vor Corona in Isolation, weil ich mich wegen meiner Panikattacken nicht mehr vor die Tür getraut habe. Ich war deshalb schon früher gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich mit der Situation umgehen und in mir Ruhe und Frieden finden kann."

Der DJ, der mit "Ain't Nobody" vor sechs Jahren einen weltweiten Hit landete, beschäftigt sich mittlerweile mit Yoga, Meditationen und Atemübungen. An diesem Freitag erscheint sein zweites Album "Breathe".

06:31 Uhr

So geht "Kanzlermachen"

Der Wiener "Standard" schreibt: "Jetzt müssen die Beteiligten erst ausloten, was geht und was nicht. Da haben Grünen-Chef Robert Habeck und Christian Lindner gut vorgelegt. Nicht sie warten, wer sich für sie interessiert, sondern die beiden "Kleinen" nehmen die Sache in die Hand. Wenn sie sich einig werden, wenden sie sich an Union oder SPD. So geht Kanzlermachen. (...)"

"Auf jeden Fall ist Deutschland zu wünschen, dass sich die Verhandlungen nicht wieder über fast sechs Monate hinziehen wie im Jahr 2017. Angela Merkel wird nur noch kommissarisch im Amt sein. Es darf kein zu großes Vakuum entstehen, Deutschland braucht stabile Verhältnisse - am besten bis zum Weihnachtsfest des Jahres 2021."

06:14 Uhr

Nordkorea besteht auf Waffentest und feuert Rakete ab

Nordkorea hat am Dienstag offenbar einen weiteren Raketentest vorgenommen. Die Armee habe ein Geschoss ins Meer vor der nordkoreanischen Ostküste abgefeuert, teilt das südkoreanische Militär mit. Ein Sprecher des japanischen Verteidigungsministeriums sagt, es habe sich anscheinend um eine "ballistische Rakete" gehandelt. Die USA verurteilten den Raketenabschuss.

Bei der UN-Generaldebatte beharrte der nordkoreanische Gesandte auf das Recht seines Landes, Waffentests vorzunehmen. "Niemand kann uns das Recht auf legitime Verteidigung verweigern", sagte der UN-Botschafter Kim Song in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung. Nordkorea baue seine Verteidigungsfähigkeiten aus, "um die Sicherheit und den Frieden des Landes zuverlässig zu gewährleisten".

06:00 Uhr

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