Sonntag, 02. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Sonntag, der 2. August 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben ein schönes Wochenende gehabt und starten morgen gut erholt in die neue Woche. Falls Sie heute den ganzen Tag Digital Detox gemacht haben, haben Sie nicht viel verpasst. Außer vielleicht dem sportlichen Highlight des Tages - dem spektakulären Sieg Lewis Hamiltons nach einem Reifenschaden beim Großen Preis von Großbritannien.

Was war heute sonst alles wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht!

22:10 Uhr

Blitzer weckt Autofahrer - und wird umgefahren

In dem Moment, als ein Autofahrer auf einer Bundesstraße in Sievershagen bei Rostock in einen Sekundenschlaf fiel, wurde er von einem Blitzer geweckt.

Wie ein Polizeisprecher erklärte, kommen auf den 26-Jährigen nun neben dem Bußgeld auch Schadensersatzforderungen von mehreren zehntausend Euro zu. Der Grund: Der Mann soll von dem Blitz der Messung so aufgeschreckt worden sein, dass er das Lenkrad verriss und das Messgerät komplett umfuhr.  Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

21:49 Uhr

Esken stellt Polizeistrategie bei Corona-Demo in Frage

SPD-Chefin Saskia Esken hat die Polizeistrategie bei der gestrigen Corona-Demo in Berlin in Frage gestellt. "Die Demonstration hätte schon früher aufgelöst werden können", sagte Esken der ARD-"Tagesschau". Dies sei jedoch erst bei der Kundgebung geschehen, die sich an den Demonstrationszug angeschlossen hatte. Bei der Kundgebung hätten sich noch mehr Menschen versammelt, sie hätten noch enger beieinander gestanden. "Dann war es allerspätestens Zeit, einzugreifen."

Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln ignoriert wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte den Demonstrationszug am Nachmittag selbst für beendet. Weil auch auf der anschließenden Kundgebung viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei diese Versammlung am frühen Abend auf.

21:14 Uhr

Finnlands Premier Sanna Marin heiratet Ex-Fußballer

Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat ihren langjährigen Partner Markus Räikkönen, einen ehemaligen Fußballspieler der finnischen zweiten Liga, geheiratet. Die beiden sind seit 16 Jahren ein Paar und haben eine zweieinhalbjährige Tochter. Die Hochzeit fand in der Residenz der Regierungschefin statt, im Kreise der Familie und der engsten Freunde.

Die 34-Jährige Marin, eine der jüngsten Regierungschefinnen der Welt, veröffentlichte auf Instagram ein Foto, auf dem die strahlende Braut in weißem Kleid und mit Blumenstrauß in der Hand neben ihrem Partner steht. "Ich bin glücklich und dankbar, mein Leben mit dem Menschen zu teilen, den ich liebe", schrieb Marin dazu.

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21:10 Uhr

SpaceX-Astronauten zurück auf der Erde gelandet

Ende Mai waren Bob Behnken und Doug Hurley als erste Astronauten überhaupt mit einer Raumkapsel des Privatunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Jetzt sind sie zurück auf der Erde.

Die Raumkapsel "Dragon" machte am Sonntag (14.48 Uhr, Ortszeit, 20.48 Uhr MESZ) wie geplant eine Wasserlandung im Golf von Mexiko vor der Küste Floridas, wie Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:34 Uhr

Zwei Radfahrer sterben bei Unfall

Bei einem Verkehrsunfall zwischen Bubenheim und Engelstadt bei Mainz sind zwei Fahrradfahrer ums Leben gekommen. Die Radler kollidierten mit einem Auto, Details sind bisher nicht bekannt. Bei den Verunglückten handele es sich um einen Mann und eine Frau, teilte ein Polizeisprecher mit.

19:53 Uhr

Mann kommt auf Bewährung frei und wird auf offener Straße erschossen

Im französischen Grenoble ist ein 29-Jähriger auf offener Straße erschossen worden. Auf den Mann sei drei Mal geschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Todesopfer war polizeibekannt und seit März auf Bewährung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde die Feuerwehr gegen 06.00 Uhr wegen eines Leichenfunds verständigt. Demnach war der 29-Jährige vor einer Bäckerei angegriffen worden.

19:14 Uhr

Betrunkener Autofahrer tötet zwei Menschen und bleibt unverletzt

Beim Auffahrunfall eines betrunkenen Autofahrers auf der A20 bei Wismar sind in dem anderen Wagen der 45-jährige Fahrer und seine 19-jährige Mitfahrerin ums Leben gekommen. Ein weiterer 19-jähriger Mitfahrer wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Ermittlungen war der 28-Jährige auf den Wagen der drei aufgefahren. Der Mann blieb unverletzt. Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von 2,1 Promille.

18:28 Uhr

Star-Trucker Andreas Schubert stirbt mit 42 Jahren

LKW-Fahrer Andreas Schubert, bekannt aus der DMAX-Serie "Asphalt Cowboys", ist tot. Er starb im Alter von nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Nachrichtenseite "Boost your City" berichtet. Seine Frau bestätigte in einem emotionalen Facebook-Post den Tod des Truckers. Schubert war einer der Hauptdarsteller der Sendung "Aspahlt Cowboys", die Trucker auf ihren Touren begleitet.

 

17:52 Uhr

Polizei fasst mächtigen Kartell-Chef "El Marro" in Mexiko

In der mexikanischen Stadt Apaseo el Alto ist José Antonio Yépez Ortiz alias "El Marro", der Chef des mächtigen Verbrecherkartells Santa Rosa de Lima, festgenommen worden.

  • In einer Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß es, fünf weitere Personen seien verhaftet, ein Arsenal sichergestellt und eine entführte Unternehmerin aus Apaseo el Alto, dem Ort der Festnahme, befreit worden.
  • "El Marro" wird einem Bundesrichter vorgeführt, der den Haftbefehl wegen organisierter Kriminalität und Benzindiebstahls erlassen habe.
  • Der Bundesstaat Guanajuato ist einer der gefährlichsten Mexikos. Das dort aktive Kartell Santa Rosa de Lima ist vor allem in Benzindiebstahl verwickelt und war zuletzt für eine Gewaltwelle verantwortlich.
17:08 Uhr

Geiselnehmer kidnappt wieder Polizisten - und wird erschossen

Vor mehr als einer Woche wollte ein 32-Jähriger in der ukrainischen Stadt Poltawa ein Auto stehlen. Als die Einsatzkräfte den vorbestraften Mann festhalten wollten, bedrohte dieser einen Polizisten mit einer Handgranate. Nach Verhandlungen wurde die Geisel gegen den lokalen Chef der Kriminalpolizei ausgetauscht. Er kam später ebenfalls frei. Der Geiselnehmer konnte fliehen.

Nach Tagen auf der Flucht wurde der Mann nun von der Polizei erschossen. Der 32-Jährige versteckte sich in einem unbewohnten Haus. Bei seiner Festnahme in der Nacht zum Samstag nahm er erneut einen Polizisten als Geisel. Er drohte, eine Granate zu zünden. Ein Scharfschütze erschoss dann den 32-Jährigen. Der Polizist lief nach dem Schuss weg.

Erst wenige Tage vor dem Vorfall in Poltawa hatte ein schwer bewaffneter Mann 13 Menschen stundenlang in einem Bus als Geiseln in der Großstadt Luzk in der Westukraine festgehalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:14 Uhr

Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz auf Usedom

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges am Flughafen von Heringsdorf auf Usedom ist ein 57 Jahre alter Pilot gestorben. Ein weiterer Pilot in der zweisitzigen Übungsmaschine konnte schwer verletzt aus dem Wrack geborgen und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die einmotorige Maschine vom Typ Pilatus PC 2 ist beim Start aus etwa 40 Metern Höhe zu Boden gestürzt. Die Absturzursache ist bisher unklar.

15:37 Uhr

Polizei sprengt Sex-Partys in Hamburg

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Festgenommen wurde niemand.

(Foto: imago/Gerhard Leber)

Das war kein Teil der Show und die Uniformen waren echt. Die Polizisten in Hamburg haben in einer Nacht gleich zwei Sex-Partys aufgelöst. In beiden Fällen war massiv gegen die Corona-Regeln verstoßen worden, wie ein Sprecher sagte.

  • So hätten im Keller einer Sexboutique auf der Reeperbahn etwa 65 teils in Lack und Leder gekleidete Menschen gefeiert. Bei lautstarker Musik sei auch getanzt worden. Viel zu viele Menschen hätten sich auf zu engem Raum befunden. "Die Luft war stark verbraucht", sagte der Sprecher.
  • Im Bezirk Bergedorf sei über Facebook zu einer Sex-Party aufgerufen worden. Sogar einen Shuttle-Service habe es gegeben. Als die Polizei einem Bus gefolgt sei, hätten die Beamten in einem leerstehenden und nach außen abgedunkelten Firmengebäude mehrere Dutzend teils leicht bekleidete Gäste angetroffen. Es habe sich um eine "sexuell offene Veranstaltung" mit Séparées und ausliegenden Kondomen gehandelt. Außerdem sei getanzt worden.
  • In beiden Fällen seien Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.
15:04 Uhr

Junge Männer attackieren Schwarzen mit Auto

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Nach Einschätzung der Ärzte wird es mehr als ein halbes Jahr dauern, bis der 21-Jährige gesund ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese rassistische Attacke erschüttert ganz England. Zwei junge Männer sollen in Bristol einen Schwarzen absichtlich mit einem Auto angefahren haben. Der 21-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen, darunter Knochenbrüche und massive Wunden im Gesicht unter anderem durch Glassplitter. Für ihn wurde eine Spendenseite errichtet, die auch von der Band Massive Attack aus Bristol unterstützt wurde.

Die beiden 18-Jährigen wurden am Samstag festgenommen.

Der Vorfall geschah am 22. Juli, als der 21-Jährige nach seiner Arbeit zur Bushaltestelle ging. Das Opfer arbeitet im Southmead Hospital in Bristol und ist nebenbei Musiker; der Mann tritt unter dem Namen K-Dogg auf.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, doch "Der Tag" geht natürlich weiter. Ab sofort mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:23 Uhr

Maskenverweigerer randalieren auf KLM-Flug nach Ibiza

Auf einem KLM-Flug von Amsterdam nach Ibiza ist es zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen. Zwei Männer weigerten sich, Masken zu tragen, und griffen andere Passagiere verbal und körperlich an. Beide Männer seien betrunken gewesen und auf Anweisung des Piloten in Schach gehalten worden, sagte ein Sprecher der Airline. Passagiere hätten mitgeholfen. KLM bestätigte damit einen Bericht des Senders AT5, der eine Videosequenz mit einem wüsten Handgemenge an Bord des Flugzeugs zeigte.

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13:24 Uhr

Indischer Arzt tötete 50 Taxifahrer und verfütterte sie an Krokodile

Die Überschrift ist schon krass. Die Realität könnte allerdings noch viel krasser sein. Ein indischer Arzt soll an mindestens 50 Morden an Taxifahrern beteiligt gewesen sein und deren Leichen dann Krokodilen zum Fraß vorgeworfen haben. Die indische Polizei nahm den 62-Jährigen vor wenigen Tagen in Neu Delhi fest. In den Verhören gestand der Arzt, Drahtzieher von 50 Morden gewesen zu sein. Ermittler glauben aber, er könnte hinter mehr als 100 Morden stehen. Zudem soll er an illegalen Transplantationen von Nieren beteiligt gewesen sein und jedes Mal umgerechnet knapp 8000 Euro kassiert haben.

Seine kriminelle Karriere (hier nur ein kurzer Auszug) begann den Angaben eines leitenden Polizeibeamten zufolge in den 1990er Jahren. Damals habe er eine Bande angeführt, die Gaskanister von Lastwagen gestohlen und die Fahrer oftmals getötet habe. Mitte der 2000er Jahre habe seine Bande Taxis in dem nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh gemietet, die Fahrer an abgelegenen Orten getötet und sie in einen Kanal voller Krokodile geworfen - so wollte die Bande sicherstellen, dass die Leichen niemals gefunden würden. Die Autos hätten sie später verkauft.

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13:04 Uhr

Spears' Vater äußert sich zu #FreeBritney-Bewegung

Die Bilder einer die Kontrolle verlierenden Britney Spears gehen 2007 um die Welt (zur Erinnerung: kahlgeschorener Kopf, Regenschirm, Paparazzo-Auto). Im Februar 2008 wird die Sängerin entmündigt und ihr Vater Jamie von einem Gericht als Vormund eingesetzt. Bis heute steht sie unter Vormundschaft, was einige Fans veranlasst hat, die #FreeBritney-Bewegung ins Leben zur rufen.

Jamie Spears übernahm zwölf Jahre lang die Vormundschaft seiner Tochter, bevor er sie Ende 2019 aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgab und sie an eine Mitarbeiterin der Sängerin übertrug. Dass die Online-Bewegung #FreeBritney sich für die Aufhebung der Vormundschaft einsetzt und behauptet, dass die Musikerin gegen ihren Willen kontrolliert werde, bezeichnet Spears in einem Interview mit "Page Six" jetzt als "einen Witz". "Alle diese Verschwörungstheoretiker wissen überhaupt nichts. Die Welt hat keine Ahnung." Die nächste Anhörung bezüglich der Vormundschaft soll am 22. August 2020 stattfinden. Es sei Sache des kalifornischen Gerichts, zu entscheiden, "was für meine Tochter am besten ist. Es geht niemanden etwas an", so Jamie Spears. Er liebe seine Tochter und all seine Kinder.

12:25 Uhr

Junges Mädchen in Schweden erschossen

In Schweden ist ein Mädchen im Teenageralter erschossen worden. Sie war in der Nacht in der Nähe einer Tankstelle in der Gemeinde Botkyrka bei Stockholm angeschossen worden und später ihren Schussverletzungen erlegen, teilte die Stockholmer Polizei mit. Das Mädchen sei unter 15 Jahre alt gewesen. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes, hat aber noch keinen Verdächtigen festgenommen. Die Hintergründe der Schüsse sind völlig unklar. Nach Informationen der Zeitung "Expressen" soll das Mädchen im Jahr 2007 geboren und nicht das Ziel der Tat gewesen sein.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:53 Uhr

Roskosmos schickt 2021 zwei Touristen zur ISS

Für Menschen mit zu viel Geld auf der hohen Kante und dem Drang, irdischen Problemen zu entfliehen, gibt es im kommenden Jahr eine exklusive Abwechslung: Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will Ende 2021 zwei Touristen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Sie sollen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Ihre Namen werden Anfang nächsten Jahres bekannt gegeben, schrieb Roskosmos auf Twitter. Die Raumfahrtbehörde hatte dazu einen Vertrag mit dem auf Weltraum-Tourismus spezialisierten US-Unternehmen Space Adventures unterschrieben.

Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa will übrigens Touristen auf der ISS beherbergen. Für das Abenteuer muss man allerdings tief in die Tasche greifen: Die Kosten liegen bei etwa 35.000 Dollar (knapp 31.000 Euro) - pro Tag und ohne An- und Abreise. Die Transportkosten werden mit geschätzten 50 Millionen Dollar extra berechnet.

11:23 Uhr

Adele, bist du es? Schnappschuss im Beyoncé-Partnerlook

Seit der Veröffentlichung ihres bis dato letzten Albums ("25") und Problemen mit ihren Stimmbändern hat sich Adele stark aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In den vergangenen Monaten löste die 32-Jährige mit ihrem enormen Gewichtsverlust allerdings helle Aufregung aus. In einem ihrer seltenen Posts auf Instagram gewährt die britische Sängerin ihren Fans nun einen weiteren Einblick in ihr Leben. Sie bedankt sich darin bei Beyoncé für deren Musikfilm "Black Is King", der seit Freitag bei Disney+ verfügbar ist.

"Danke, 'Queen', dass wir uns durch deine Kunst immer geliebt fühlen", schreibt Adele zu einem Schnappschuss, auf dem sie vor einem Fernsehgerät sitzt, über dessen Bildschirm gerade ein Ausschnitt aus besagtem Film flimmert. Die Sängerin überrascht dabei mit ihrem Look: Zum einen fallen ihr ihre blonden Haare in lockeren Beachwaves offen über die Schultern. Zum anderen würdigt sie mit einem passenden Outfit ihre US-Kollegin.

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10:54 Uhr

Generationenwechsel bei Deichmann

Mit 27 Jahren in die Geschäftsführung: Samuel Deichmann steigt bei Deutschlands größtem Schuhhändler auf. Der Sohn von Konzernchef Heinrich Deichmann verantwortet seit dem 1. August die Bereiche Digitale Innovation, Beteiligungen und Unternehmensentwicklung, wie ein Sprecher sagte.

Der "Welt am Sonntag" zufolge wird mit Samuel Deichmann als neuem Geschäftsführenden Direktor die vierte Generation der Eigentümerfamilie in die operative Führung eingebunden. Dieser Schritt sei ein "klares Bekenntnis zur Kontinuität unseres Unternehmens als Familienunternehmen", zitierte das Blatt Firmenchef Heinrich Deichmann.

10:37 Uhr

Iran: Anführer von "Terrorgruppe" mit Sitz in USA festgenommen

Der iranische Geheimdienst hat laut Staatsmedienberichten den Chef einer "Terrorgruppe" mit Sitz in den USA festgenommen. Der Kopf der monarchistischen Organisation Tondar, Dschamschid Scharmahd, befinde sich in "den mächtigen Händen" der iranischen Sicherheitskräfte, teilte das Geheimdienstministerium nach Angaben des Staatsfernsehens mit.

  • Scharmahd soll demnach für einen tödlichen Bombenanschlag auf eine Moschee in der südiranischen Stadt Schiras im Jahr 2008 verantwortlich sein. Damals kamen 14 Menschen ums Leben, 215 weitere wurden verletzt. Scharmahd habe "bewaffnete Angriffe und Sabotage-Akte im Iran angeführt", hieß es nun im Staatsfernsehen.
  • Wann und wo Scharmahd festgenommen wurde, ist unklar. Es habe sich um einen "komplizierten Einsatz" gehandelt.
  • Der Iraner soll in den USA gelebt haben. Das US-Außenministerium teilte in der Nacht mit, es sei über die Festnahme Scharmahds informiert worden.
  • Die auch als "Kingdom Assembly of Iran" bekannte Organisation Tondar (deutsch: Donner) lehnt das politische System der Islamischen Republik Iran ab und tritt für die Wiedereinführung einer Monarchie in dem Land ein.
10:13 Uhr

Zwei lebensgefährlich Verletzte bei Jetski-Unfall auf Elbe

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Einsatzkräfte konnten den Jetski in der Nacht bergen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nacht brechen eine 33 Jahre alte Frau und ihr 45 Jahre alter Begleiter auf der Unterelbe bei Kollmar zu einem Jetski-Ausflug auf. Als die beiden nicht zurückkehren, alarmieren besorgte Freunde die Polizei. Gegen 1 Uhr nachts können Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Hamburg sowohl die Frau als auch den Mann ausfindig machen. Sie waren mit ihrem Gefährt verunglückt. Die 33-Jährige trieb leblos neben dem Jetksi und wurde noch vor Ort reanimiert. Auch ihr Begleiter ist lebensgefährlich verletzt. Beide wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Wie sich der Unfall ereignet hat, muss noch ermittelt werden.

Hinweis: Das Alter der verunfallten Frau wurde von 32 auf 33 Jahre korrigiert.

09:39 Uhr

Dunja Hayali auf Berliner Corona-Demo angefeindet: Drehabbruch

Sie rufen "Lügenpresse" und "Schämt euch", buhen, pfeifen und diskutieren immer wieder lautstark, ohne eine Maske zu tragen: Einzelne Teilnehmer der gestrigen Demonstration gegen Corona-Maßnahmen haben die ZDF-Journalistin Dunja Hayali angefeindet. Letztere hielt die Szenen in einem rund 37 Minuten langen Video auf Instagram fest. Sie entschloss sich nach Empfehlungen ihres Sicherheitsmanns, den Dreh abzubrechen. Es sei "zu gefährlich".

In Berlin hatten am Samstag rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte den Demonstrationszug am Nachmittag für beendet.

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09:11 Uhr

Heißes Öl aus Fenster gekippt: 69-Jähriger in Lebensgefahr

Bei der Verkettung unglücklicher Zufälle ist ein Mann in Baden-Württemberg lebensgefährlich verletzt worden. In einer Erdgeschosswohnung in Weissach war am Samstagnachmittag ein Topf mit heißem Öl in Brand geraten. Der 31 Jahre alte Mieter der Wohnung schüttete daraufhin das heiße Öl aus dem geöffneten Fenster - und traf damit seinen 69 Jahre alten Vermieter an Kopf und Oberkörper. Der Mann hatte sich zuvor dem Küchenfenster genähert, da er den piepsenden Rauchmelder gehört hatte. Der 69-Jährige erlitt schwerste Verbrennungen. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in ein Krankenhaus.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:42 Uhr

Bericht: Regierung machte 2019 deutlich mehr Dienstreisen per Flugzeug

Beamte und Angestellte von Bundesregierung und -behörden legten im vergangenen Jahr dienstlich mehr als 386 Millionen Kilometer mit dem Flugzeug zurück. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 213.942 Tonnen, berichtet die "Welt am Sonntag". Trotz entsprechender Appelle und Kritik (Stichwort: "Fridays for Future") wurden 27.216 Einzelflüge mehr absolviert als noch 2018. Wie aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, gab es insgesamt 265.823 Flugreisen.

Insbesondere die Zahl der von Klimaschützern besonders kritisierten Kurzstreckenflüge nahm laut dem Bericht stark zu. Demnach flogen die Beamten und Angestellten im vergangenen Jahr 204.692 Mal auf Kurzstrecken - ein Anstieg von zwölf Prozent im Vergleich zu 2018. Um den dadurch verursachten CO2-Ausstoß auszugleichen, kaufte das Umweltbundesamt übrigens für rund 1,7 Millionen Euro CO2-Zertifikate aus dem Clean Development Mechanism des europäischen Emissionshandels.

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08:18 Uhr

Umfrage: Das ist der geeignetste grüne Kanzlerkandidat

In Deutschland halten die Bürger den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann laut einer Umfrage am ehesten für geeignet, um die Grünen als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl zu führen. Für Kretschmann sprechen sich 29 Prozent der Befragten aus, wie das Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Funke Mediengruppe ermittelte. 48 Prozent sind gegen Kretschmann als Kanzlerkandidat, 23 Prozent wollen sich nicht festlegen.

Damit schneidet der Stuttgarter Regierungschef besser ab als die amtierenden Grünen-Vorsitzenden. Robert Habeck landet mit 25 Prozent Zustimmung und 47 Prozent Ablehnung auf dem zweiten Rang, Annalena Baerbock (18 zu 55 Prozent) kommt auf Platz drei. Fast gleichauf mit Baerbock liegt Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (18 zu 58 Prozent), die ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als ihr Co-Fraktionsvorsitzender. Nur 10 Prozent halten Anton Hofreiter für einen geeigneten Kanzlerkandidaten, während 65 Prozent dies verneinen.

Kantar befragte 1017 repräsentativ ausgewählte Personen am 29. und 30. Juli 2020 in ganz Deutschland.

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07:55 Uhr

Betrunkener Schiffsführer rammt mit Güterschiff Mainufer

Zum Glück ist das Verkehrsaufkommen auf dem Main bei Hanau recht überschaubar: Am Samstag steuerte ein stark alkoholisierter Schiffsführer sein Güterschiff im "spitzen Winkel" in das rechte Mainufer bei der Straßenbrücke Auheim. Es hatte 1300 Tonnen Zement geladen. Nach kurzem Verweilen setzte das Schiff seine Fahrt fort. Die Polizei stellte beim Schiffsführer "einen deutlichen Alkoholwert" fest. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Nach Polizeiangaben beabsichtigte der Schiffsführer anschließend noch, seinen Pkw an Land zu bringen, um damit mobil zu bleiben. Die Autoschlüssel wurden vorübergehend konfisziert. Personen kamen bei dem heiklen Vorfall nicht zu Schaden.

07:15 Uhr

Polizei stoppt mit riesiger Palme beladenen Pkw

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Passt nicht so ganz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Nachricht aus der Kategorie "Kuriose Polizeimeldungen" wirft einige Fragen auf: Wie kam die Palme in den Pkw? Wo kam die Palme her? Wo soll die Palme hin? Wir werden es wohl nie erfahren ... Was wir wissen: Ein 55 Jahre alter Mann wurden wegen einer, nun ja, ungewöhnlichen Ladung in Saarlouis von der Polizei angehalten. Aus dem Schiebedach seines Wagens ragten Stamm und Krone einer mehr als vier Meter hohen Palme. Damit überschritt der Wagen des Mannes die zulässige Fahrzeughöhe. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit ein. Der Fahrer transportierte den Baum schließlich mit einem größeren Lieferwagen - liegend - weiter.

07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

nachdem der Tropensturm Isaias dem Unternehmen SpaceX zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, soll die Crew-Dragon-Raumkapsel nun im Laufe des Tages im Golf von Mexiko eintauchen. Eine Landung im Atlantik war wegen der besagten Witterungsbedingungen verworfen worden. Die erfolgreiche Rückkehr der beiden Astronauten Bob Behnken und Douglas Hurley von dem zweimonatigen Einsatz in der ISS wäre ein Meilenstein in der US-Raumfahrt. Erstmals seit neun Jahren hoben Nasa-Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus ab. Seit dem Ende der Space-Shuttle-Flüge im Jahr 2011 waren sie auf russische Sojus-Kapseln angewiesen, um Astronauten zur ISS zu transportieren.

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet startet zu einem mehrtägigen Griechenland-Besuch. Höhepunkt der Reise ist am Dienstag ein Besuch in Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos. Dort will sich Laschet mit Hilfsorganisationen austauschen und sich ein persönliches Bild von der Situation machen.
  • Das Luxusschiff "Europa 2" von Hapag-Lloyd Cruises startet zu einer Kreuzfahrt von Hamburg aus nach Norwegen. Die Fahrt dauert acht Tage und geht ohne Landgänge unter anderem zum Hardangerfjord und zurück nach Hamburg. Es gelten besondere Hygieneregeln an Bord.
  • Bei den Salzburger Festspielen kommt ein mit Spannung erwartetes neues Werk von Literaturnobelpreisträger Peter Handke heraus. In dem Stück "Zdenec Adamec - Eine Szene" geht es um einen jungen Tschechen, der sich im Jahr 2003 auf dem Prager Wenzelsplatz aus Protest gegen den Kapitalismus mit Benzin übergoss und selbst verbrannte.
  • Mit besten Siegesaussichten geht der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton in sein Heimrennen in Silverstone. Der Mercedes-Pilot startet (ab 15.10 Uhr bei RTL und Sky) von der Pole Position in den Großen Preis von Großbritannien.
  • Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev steht am späten Nachmittag im Halbfinale des Einladungsturniers "Ultimate Tennis Showdown" im französischen Nizza.

Bleibt mir noch, Sie auf unseren Corona-Liveticker hinzuweisen, wo Sie einen aktuellen Überblick über wichtige Meldungen zu diesem Themenkomplex bekommen. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:44 Uhr

Gauland: "Ich kann die Partei nicht zusammenhalten"

Der Fall Andreas Kalbitz setzt der AfD zu. Zum einen dümpelt die Partei im jüngsten RTL/ntv-Trendbarometer bei acht Prozent. Zum anderen blickt Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland pessimistisch in die Zukunft. "Ich kann die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiert", sagte Gauland der "Welt am Sonntag". Er wolle "nicht hoffen", dass aus dem Streit über den Umgang mit dem bisherigen Brandenburger Landes- und Fraktionsvorsitzenden Kalbitz "ein Zerfall der Partei wird".

Und weiter: Er fürchte, dass "die Partei schwierigen Zeiten entgegengeht, und ich sehe im Moment kaum Möglichkeiten, sie davor zu bewahren". Gaulands pessimistische Einschätzung der Lage der AfD tangiert dabei auch die Überlegungen des 79-Jährigen bezüglich seiner eigenen politischen Zukunft. Als Fraktionschef werde er nicht mehr antreten. Auf die Frage, ob er nach der Bundestagswahl 2021 auch der nächsten AfD-Bundestagsfraktion angehören wolle, sagte er: "Ich habe immer gesagt, dass ich das erst im Winter entscheide. Wenn ich das hier so sehe, bin ich eher skeptisch."

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06:21 Uhr

Britischer Ex-Minister wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen

Ein ehemaliger Minister und derzeitiger Abgeordneter der britischen Konservativen ist unter dem Vorwurf der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung festgenommen worden. Wie die Metropolitan Police mitteilte, wurden Untersuchungen wegen sexueller Übergriffe und Missbrauchs in vier verschiedenen Fällen gegen einen nicht namentlich genannten Politiker eingeleitet.

Der "Sunday Times" zufolge sollen die Anschuldigen von einer ehemaligen Parlamentsassistentin hervorgebracht worden sein und sich gegen einen hohen konservativen Parteifunktionär und ehemaligen Minister richten. "Ein 50-jähriger Mann wurde am Samstag wegen Verdachts auf Vergewaltigung verhaftet", erklärte die Polizei. Der Beschuldigte sei auf Kaution freigelassen worden. Ein Sprecher der regierenden Konservativen sagte, dass "Vorwürfe dieser Art äußerst ernst genommen werden".

06:09 Uhr

Trotz Verbot: Brände im Amazonas-Gebiet nehmen zu

Das Jahr 2020 könnte für den Regenwald in Brasilien noch schlimmer werden als das Vorjahr, in dem der Wald schon großflächig in Flammen stand: Im brasilianischen Amazonas-Gebiet nimmt die Zahl der Feuer trotz eines Abbrenn-Verbots von Flächen weiter stark zu. In den neun brasilianischen Bundesstaaten mit Anteilen am Amazonas-Becken stieg die Zahl der Brände im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 20 Prozent, wie Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung Inpe zeigten.

  • Demnach wurden im Juli dieses Jahres 6804 Feuer registriert, 5318 waren es im Juli 2019 gewesen.
  • Allein am Donnerstag machten die Satelliten 1007 Feuer in Amazonien aus. Es ist Greenpeace Brasil zufolge der Negativ-Rekord an Feuern für einen Juli-Tag in 15 Jahren.
  • "Das Dekret, das die Brände auf dem Papier verbietet, funktioniert nicht, wenn es im Feld nicht auch mehr Überwachung gibt", sagte Greenpeace-Aktivist Rômulo Batista.
  • Mitte Juli hatten Umweltminister Ricardo Salles und Präsident Jair Bolsonaro das Abbrennen von Flächen im Amazonas-Gebiet und im Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Welt, für 120 Tage verboten.
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05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht