mit Michael BauerDas war Donnerstag, der 16. Juli 2020
Liebe Leserinnen und Leser,
die Woche neigt sich dem Ende zu und heute war ein ereignisreicher Tag. Folgende Lektüre möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben. Prädikat: lesenswert.
Bei der Suche nach Mitteln gegen das Coronavirus treibt die Forschung immer neue Blüten. Mehrere Unternehmen entwickeln Gesichtsmasken, die das Virus nicht nur zurückhalten, sondern töten können. Dabei greifen sie auf einen Effekt zurück, der bereits in der Natur vorkommt.
Im Durchschnitt dauert eine Covid-19-Erkrankung zwei bis drei Wochen. Doch manche Menschen kämpfen nach einer Infektion mit dem Coronavirus monatelang mit zum Teil heftigen Beschwerden. Komplikationen und Folgeerkrankungen sind für sie beunruhigender Alltag und Ärzte haben bisher kaum Antworten auf ihre drängenden Fragen.
Dass Jérôme Boateng beim FC Bayern noch einmal zu den Unverzichtbaren gehören würde, das hatte im vergangenen Sommer wohl niemand erwartet. Erst recht nicht Uli Hoeneß, der einen Wechsel dringend anriet. Nun könnte der Weltmeister tatsächlich wechseln - obwohl er wieder wichtig ist.
Franzosen, Chinesen, Vietnamesen: Where are you from, Pho? Ein traditionelles Gericht, doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts "erfunden", ist die vietnamesische Nudelsuppe mit den drei Buchstaben Trend von New York bis Berlin.
Die Herstellung von Marmor-Buddhas hat in Myanmar eine jahrhundertelange Tradition. Besonders reiner Marmor kommt aus Sagyin. Die Dorfbewohner schuften in den Minen, schnitzen und polieren Buddha-Statuen. Selbst die Zahnpasta besteht aus Marmor.
Das soll es für heute gewesen sein. "Der Tag" kehrt morgen in aller Früh' zurück. Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund.
Deneuve-Enkel als Mitglied von Geldfälscher-Bande entlarvt
Der Polizei ist eine europäische Geldfälscher-Bande ins Netz gegangen. In Italien, Frankreich und Belgien wurden insgesamt 44 Verdächtige verhaftet, wie es vonseiten der französischen Behörden hieß. Der Schaden soll sich auf rund zehn Millionen Euro belaufen. Unter den Festgenommenen ist nach Angaben aus Polizeikreisen auch der Enkelsohn der französischen Schauspielerin Catherine Deneuve.
In Italien gab es demnach 40 Festnahmen, in Frankreich drei und in Belgien eine. Die Bande wurde nach Angaben der Ermittler von der neapolitanischen Camorra-Mafia angeführt. Koordiniert wurden die Razzien von der Polizeibehörde Europol. In Italien beschlagnahmte die Polizei acht Millionen Euro Bargeld sowie Güter im Wert von weiteren acht Millionen Euro.
Biden wirbt mit Twitter-Hack um Wahlkampfspenden
Der Twitter-Account des Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, war eines von zahlreichen Konten Prominenter, die heute zeitweise gehackt worden waren. Biden macht das Beste draus und nutzt den Hack seines zum Einwerben neuer Wahlkampfspenden. Er werde seine Anhänger nie um Bitcoins bitten, schrieb er in Anspielung auf den am Mittwoch von Unbekannten in seinem Namen veröffentlichten Aufruf zu Spenden in der Kryptowährung.
"Aber wenn Sie mithelfen wollen, sicherzustellen, dass Donald Trump nur eine Amtszeit haben wird, können Sie das hier tun", schrieb er und verwies auf eine Spendenseite für seinen Wahlkampf. Biden will Präsident Trump am 3. November herausfordern.
Ungarn will Armee auf Bundeswehrtechnik umstellen
Die ungarische Regierung will ihre Streitkräfte sehr weitgehend auf die Technik der Bundeswehr umrüsten.
Ungarn wolle den Großteil seiner militärischen Neuanschaffungen aus Deutschland beziehen, sagte Verteidigungsminister Tibor Benkö bei einem Besuch seiner deutschen Kollegin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Am 24. Juli finde ein "außerordentlich wichtiges Ereignis" in Ungarn statt. "An diesem Tag werden die ersten Panzer vom Typ Leopard eintreffen", sagte er. Sein Land - einst Teil des Warschauer Paktes und nun Mitglied der Nato - wolle "von der Technik des Ostens auf eine Technik des Westens umstellen".
Kramp-Karrenbauer sprach von sehr intensiven und sehr freundschaftlichen Gesprächen. Beide Staaten arbeiten im Bereich der Rüstung und Ausrüstung eng zusammen.
Motorrad-Fahrschüler stirbt bei Prüfungsfahrt
Bei einer Prüfungsfahrt ist ein 24 Jahre alter Motorrad-Fahrschüler in Sinsheim in Baden-Württemberg tödlich verletzt worden. Ein 30 Jahre alter Autofahrer verlor auf regennasser Straße in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß der Wagen mit dem entgegenkommenden Motorradfahrer zusammen, wie die Polizei mitteilte. Der 24-Jährige starb noch am Unfallort an seinen Verletzungen.
US-Justizminister macht Tech-Riesen schwere Vorwürfe
US-Justizminister William Barr hat US-Unternehmen vor zu engen Verbindungen mit China gewarnt. "Amerikanische Unternehmensführer mögen sich selbst nicht als Lobbyisten betrachten (...), aber Sie sollten auf der Hut sein, wie Sie benutzt werden könnten", sagte Barr in einer Rede. Und sie sollten bedenken, welche Konsequenzen Anstrengungen im Interesse einer ausländischen Regierung nach sich ziehen könnten. Der Minister warf großen Technologieunternehmen wie Apple, Google, Microsoft und Yahoo sowie dem US-Unterhaltungsriesen Walt Disney vor, bereitwillig mit der kommunistischen Führung in Peking zusammenzuarbeiten und damit chinesischen Interessen zu dienen. Hollywood und die Tech-Firmen hätten zugelassen, zum "Spielball des chinesischen Einflusses" zu werden - und das zu Gunsten kurzfristiger Gewinne und auf Kosten der Freiheit und Offenheit der USA.
US-Schauspielerin Galyn Görg gestorben
Die US-Schauspielerin und Tänzerin Galyn Görg ist am 14. Juli 2020, einen Tag vor ihrem 56. Geburtstag, auf Hawaii gestorben. Diese traurige Nachricht bestätigte ihre Sprecherin, Sheila Legette, der Zeitung "USA Today".
Galyn Görg war Schauspielerin und Tänzerin. Eine ihrer bekanntesten Fernsehserienrollen war die der Nancy O'Reilly in drei Folgen der Mysteryserie "Twin Peaks" (1990-1991). Außerdem spielte sie Lt. Leora Maxwell in der Superheldenserie "M.A.N.T.I.S." (1994-1995). Als Tänzerin arbeitete Görg unter anderem mit Paula Abdul, Patrick Swayze und Donna Summer zusammen.
Scholz bekam bereits im Februar 2019 Hinweise auf Wirecard-Skandal
Bundesfinanzminister Olaf Scholz weiß bereits seit anderthalb Jahren von einem Verdacht der Finanzaufsicht Bafin gegen den Dax-Konzern Wirecard. Das geht aus einem Sachstandsbericht des Finanzministeriums an die Vorsitzende des Finanzausschusses hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In dem Bericht heißt es, dass Scholz am 19. Februar 2019 darüber unterrichtet worden sei, dass die Bafin den Fall Wirecard "wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Verbot der Marktmanipulation" untersucht. "Es wurde darauf hingewiesen, dass die Bafin in alle Richtungen untersucht", heißt es weiter.
Der Zahlungsabwickler Wirecard hatte im Juni mutmaßliche Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt, die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen mehrere ehemalige und aktive Manager. Auch an Bafin und Finanzministerium war Kritik laut geworden. Am Donnerstag wurde bekannt, dass nun der Bundesrechnungshof beide ins Visier nimmt.
Polnische Stadt erklärt sich zur "schwulen-freien Zone"
In der polnischen Stadt Pulawy wählt man Duda. Da wundert es kaum, dass sich Pulawy jüngst zur "schwulen-freien Zone" erklärt hat. Die niederländische Stadt Nieuwegein hat Pulawy wegen deren schwulenfeindlicher Haltung nun die Freundschaft gekündigt. Damit sei eine Grenze überschritten, entschied das Stadtparlament von Nieuwegein bei Utrecht.
Nieuwegein mit seinen rund 60.000 Einwohnern bezeichnet sich selbst als "Regenbogen-Stadt". Der Regenbogen ist das Symbol der LGBTQ-Bewegung. Die freundschaftlichen Beziehungen würden mit sofortiger Wirkung beendet. "LGBTQ-freie Zonen wie in Pulawy sind, was uns angeht, echt unakzeptabel", erklärte die zuständige Beigeordnete Marieke Schouten.
Verkehrskontrolle in Berlin endet mit Verfolgungsjagd und Unfall
In Berlin wird aus einer Verkehrskontrolle eine handfeste Verfolgungsjagd - sogar Schüsse fallen. Als die Polizei nach eigenen Angaben einen BMW im Stadtteil Neukölln kontrollieren wollte, unternahm der Fahrer einen Fluchtversuch.
Der endete nur wenige Meter weiter, als der BMW auf haltende Autos auffuhr. Die Beamten hatten zuvor sogar zwei Schüsse in Richtung Motorblock des Fahrzeugs abgegeben. Der Fahrer setzte seine Flucht zu Fuß fort, wie Videos auf Twitter zeigen. Wenig später konnte die Polizei ihn jedoch fassen.
Tempolimit 350? Ungarisches Automagazin fällt auf "Postillon" rein
Das ungarische Automagazin "Alapjarat" ist einem Scherz der Satireseite "Der Postillon" aufgesessen. Der hatte vermeldet, auf deutschen Autobahnen werde künftig ein Tempolimit von 350 km/h gelten. Die Ungarn griffen die Meldung auf und zitierten sogar Regierungssprecher Steffen Seibert, der darauf verwies, das Limit möglicherweise auch auf 400 Kilometer pro Stunde anzuheben. Auch die Bilder und Grafiken des Postillons fanden ihren Weg zu "Alapjarat". Das Automagazin fragte obendrein noch seine Leser, ob sie ein solches Tempolimit für sinnvoll halten.
Forscher finden seltenen Pseudoskorpion in Deutschland
Es ist ein kleiner Sensationsfund: Forscher haben in dem Schutzgebiet südlich von Aachen einen den Angaben nach äußerst seltenen Pseudoskorpion nachgewiesen. Das winzige nur 2,5 Millimeter kleine Spinnentierchen hat zwar wie sein Namensvetter verhältnismäßig große Scheren, ist aber mit dem Skorpion nicht verwandt, wie der Nationalpark Eifel mitteilte. So hat er auch keinen Giftstachel.
Der Pseudoskorpion "Anthrenochernes stellae" sei nicht nur äußerst selten, sondern auch schwer nachweisbar. Die Forscher hatten nicht gezielt nach dem Tierchen gesucht. In Deutschland sei die Art bislang nur zweimal mit je zwei Exemplaren in Thüringen und Sachsen gefunden worden.
Sexarbeiterinnen stellen eigenes Hygiene-Konzept vor
Bei einem Tag der offenen Tür haben Hamburger Sexarbeiterinnen aus der Herbertstraße auf St. Pauli ein eigenes Konzept für die Corona-Zeit vorgestellt. Mit Masken, Kondomen, strikten Hygieneregeln und abstandswahrenden Sexstellungen könnten ihre Dienstleistungen ohne erhöhtes Infektionsrisiko angeboten werden, sagten Mitglieder der Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn", die eine Wiederzulassung des Bordellbetriebs fordern.
Der Leiter des Bezirksamts Mitte, Falko Droßmann, äußerte Verständnis. Durch das coronabedingte Verbot verlagere sich das Sexgeschäft in die Illegalität. "Aber die einzigen, die es sauber machen, die es legal machen, die sozialversichert sind und es freiwillig machen, die dürfen nicht."
Greenpeace landet mit Fallschirmen auf Tönnies-Dach
Die Umweltorganisation Greenpeace hat beim Schlachtkonzern Tönnies gegen die Arbeit der Fleischindustrie demonstriert. Am Morgen landeten Aktivisten mit motorisierten Gleitschirmen auf dem Dach einer Halle des Werks. Neben dem sich drehenden Firmenlogo von Tönnies an der Firmenzentrale in Rheda-Wiedenbrück entrollten sie ein Banner mit dem Schriftzug "Schluss mit dem Schweinesystem". Tönnies hatte am Donnerstagmorgen nach rund vierwöchiger Corona-Zwangspause an seinem Stammsitz wieder den Schlachtbetrieb aufnehmen dürfen.
Cum-Ex-Räuber dürfen dank neuem Gesetz Geld behalten
Nach Recherchen von "WDR" und "Süddeutscher Zeitung" könnte eine kürzlich verabschiedete Gesetzesreform aus dem Bundesfinanzministerium dazu führen, dass die im Cum-Ex-Skandal veruntreuten Milliardengelder nicht mehr zurückgeholt werden könnten. So könnten alle Steuergelder, die von Banken und anderen Beteiligten mithilfe von Cum-Ex-Betrugsmaschen erbeutet wurden, auch nach einer gerichtlichen Verurteilung nicht zurückgefordert werden, wenn die Vorfälle steuerlich bereits verjährt sind. Lediglich für noch nicht verjährte Fälle solle damit eine Fristverlängerung möglich sein. Die mögliche Verjährung war zuvor noch nicht klar geregelt und hochumstritten.
Mit "Cum-Ex"-Deals prellten Investoren und Banken den Staat über Jahre hinweg um Milliarden. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten - Banken, Investoren, Fonds - hin- und hergeschoben. Am Ende konnte der Fiskus nicht mehr nachvollziehen, wem die Papiere wann gehörten.
Haftstrafe für Journalist Deniz Yücel in der Türkei
Der "Welt"-Journalist Deniz Yücel ist in der Türkei wegen des Vorwurfs der "Terrorpropaganda" zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das umstrittene Verfahren, das in Abwesenheit von Yücel stattfand, hatte die deutsch-türkischen Beziehungen schwer belastet.
Video zeigt Berliner Vergewaltiger auf der Flucht
Innerhalb eines Monats überfällt im Berliner Umkreis ein Mann sieben Frauen, fünf von ihnen werden vergewaltigt. Obwohl nach dem Täter bereits mit Foto gefahndet wird, schlägt er wieder zu. Diesmal ist die Polizei ihm dicht auf den Fersen. Ein Video zeigt den Flüchtigen kurz vor seiner Festnahme.
Landwirt sendet gigantischen Heiratsantrag - per Maisfeld
Groß, größer, Maisfeld. Bei diesem Heiratsantrag aus Belgien würde selbst Kai Pflaume blass werden. Denn bei Landwirt Joost Roothans zählt nur die Liebe - zu seiner Anneke. Die Frage aller Fragen wollte er natürlich mit seinem Beruf verknüpfen. Er säte ein Maisfeld so aus, dass Monate später der Schriftzug "Anneke wil je met me trouwen" (Anneke willst du mich heiraten?) zu sehen war.
Vor dem entscheidenden Überflug mit seiner Anneke kontrollierte Roothans per Drohne, ob sein Liebesbeweis aus der Luft gut sichtbar war. Beim Überflug soll Anneke die Buchstaben erkannt haben. Zurück am Boden sagte sie schließlich: Ja.
Schichtwechsel
Mein Kollege Janis Peitsch hat sich in den Feierabend verabschiedet. Möge er einen erholsamen Mittagsschlaf haben. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Michael Bauer und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter michael.bauer[at]nama.de.
Mini-Flugzeugträger ist jetzt eine Bar
Kühle Getränke in ungewöhnlicher Umgebung: Früher diente der "Baylander" dem US-Militär als schwimmender Landeplatz für Hubschrauber. Doch nun hat das Schiff eine neue Bestimmung. Der Mini-Flugzeugträger an der Küste von Manhattan dient nun als Bar.
Derzeit darf auf dem Schiff, das im Hudson River vor der Küste Harlems liegt, aufgrund der Corona-Beschränkungen nur der Außenbereich genutzt werden. Später soll es auch einen Innenbereich für Getränke und einige Snacks geben.
Der "Baylander" wurde Ende der 1960er-Jahre in Betrieb genommen, 2011 folgte die Ausmusterung. Anschließend lag er als Museumsschiff vor Anker.
Kinder halten Fernseher auf Pkw-Dach fest - Polizei stoppt Auto
Kurioser TV-Transport am Niederrhein: Weil der neu gekaufte Flachbildfernseher eines Paares aus Xanten nicht in den Kofferraum gepasst hat, kam das 47-Zoll-Gerät auf das Autodach - mit ungewöhnlicher Sicherung.
"Die Kinder, die hinten auf der Rückbank sitzen, müssen ihn eben nur schön festhalten", berichtete die Polizei. Ein Beamter beobachtete diesen Fernseher-Transport in Alpen und machte ein Foto, "nachdem er sich ein paar Mal die Augen gerieben" und die Familie angehalten hatte, so die Polizei über den Vorfall.
Für die Eltern gab es eine Anzeige und zudem zwei Punkte in Flensburg.
BLM-Aktivist schlägt New Yorks Oberpolizisten blutig
Eigentlich wollen New Yorker Polizeibeamte am Rand der Anti-Rassismus-Proteste für ein Ende der Gewaltwelle demonstrieren. Als sie von Protestlern blockiert werden, kommt es zu Ausschreitungen. Der ranghöchste Polizeibeamte der Stadt wird bei einer Festnahme mit einem Stock angegriffen.
Gift-Alarm in Wache: Hamburger Feuerwehrleute müssen zum Krebs-Test
Eine Feuerwache in Hamburg-Alsterdorf ist möglicherweise mit krebserregenden Stoffen kontaminiert. Zurzeit werde geprüft, ob die Grenzwerte für Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in der Wache überschritten würden, sagte ein Sprecher. Vorsorglich sei das Feuerwehrgerätehaus zunächst geschlossen worden.
Untersuchungen sollen nun zeigen, ob eine Gefährdung für die Feuerwehrleute besteht. Insgesamt seien 57 Kameraden und Mitglieder der Jugendfeuerwehr betroffen. Sie sollen jetzt schnellen Zugang zu Krebs-Tests bekommen, wie der Sprecher betonte.
Mann in Berliner Shishabar niedergeschossen
Erst kam es zum Streit - dann fielen Schüsse: In einer Berliner Shishabar ist am gestrigen Abend ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Der 51-Jährige habe in der Bar im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem Unbekannten ein längeres Gespräch geführt, das eskaliert sei, sagte ein Polizeisprecher.
Der Unbekannte habe daraufhin eine Waffe gezogen und mehrfach geschossen. Er konnte flüchten.
Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nicht, sagte der Sprecher. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar.
Nach Lobby-Affäre: Amthor will Vertrauen zurückgewinnen
Durch die Lobby-Affäre um das IT-Unternehmen Augustus Intelligence hat Philipp Amthor viel Kredit verspielt. Das dadurch verlorene Vertrauen will der CDU-Politiker nun mit Sacharbeit im Parlament zurückgewinnen.
"Enttäuschten Erwartungen werde ich mit starkem Einsatz begegnen - gewohnt leidenschaftlich für meinen Wahlkreis, in den ich Euch ab Anfang August wieder mitnehmen werde", schrieb der 27-Jährige auf Facebook und Instagram. Nach dem Ende der Sitzungszeit im Bundestag habe er sich in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern viele Gedanken gemacht.
Amthor hat seine Tätigkeit inzwischen als Fehler bezeichnet und die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen nach eigenen Angaben beendet.
Gesundheitsminister für lokale Beschränkungen nach Corona-Ausbruch
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern verständigen sich auf zielgenauere, lokale Beschränkungen in Regionen mit einem starkem Corona-Ausbruch. Lokale Ausreisesperren könnten dabei "ein geeignetes Mittel" sein, heißt es in einem Papier der Gesundheitsministerkonferenz, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Prinz Ernst August nach Polizeieinsatz in Psychiatrie eingeliefert
Welfenprinz Ernst August von Hannover war in seinem Leben schon in viele Skandale verwickelt. Nun sorgt der Blaublüter erneut für Schlagzeilen. Wie die "Kronen Zeitung berichtet", wurde der Prinz in Österreich nach einem Polizeieinsatz kurzzeitig in eine Psychiatrie eingewiesen. Gegenüber der Zeitung behauptet der 66-Jährige, von den Beamten geschlagen worden zu sein.
Doch die Polizei schildert den Vorfall anders. Demnach habe der Prinz am Mittwochmorgen gegen 1 Uhr den Notruf gewählt und berichtet, er werde ermordet und es gehe ihm schlecht. Die eintreffenden Beamten seien dann von dem Prinzen attackiert worden.
Ernst August gab gegenüber der "Kronen Zeitung" hingegen an, den Notruf wegen einer Unterzuckerung angerufen zu haben. Dann habe ihn einer der Beamten ins Gesicht geschlagen. "Ich habe wahrscheinlich zurückgeboxt", so der 66-Jährige. "Ich war erstaunt. So ein unverschämter Lümmel."
Nun will Ernst August die Polizei sowie die Psychiatrie verklagen.
Datenschützer erringt Erfolg gegen Facebook
Seit Jahren kämpft der Österreicher Datenschutzaktivist Schrems gegen Facebooks Hunger auf persönliche Daten seiner Nutzer. Das hat nun erneut spektakuläre Folgen. Der Europäische Gerichtshof kippt ein Abkommen, das zwischen USA und EU gegolten hatte.
Japanische Riesentrauben für 10.000 Euro versteigert
In Japan hat ein Bund der berühmten "Ruby Roman"- Trauben bei einer Auktion einen Rekordpreis erzielt. Die Früchte wechselten für 1,3 Millionen Yen - umgerechnet 10.000 Euro - den Besitzer.
"Ruby Roman" ist eine Rebsorte, die ausschließlich in der Präfektur Ishikawa angebaut wird. Mit einem Durchmesser von je rund drei Zentimetern ist eine Frucht ungefähr so groß wie ein Tischtennisball. Das rund 900 Gramm schwere Bund, das den Rekordpreis erzielte, bestand aus rund 30 einzelnen Früchten.
Die Versteigerungen werden jedes Jahr als feierlicher Beginn der Auslieferung der edlen Früchte abgehalten. Nirgendwo bekommt Obst eine derartige mediale Aufmerksamkeit wie in Japan - ein Marketing-Trick, der auch beim Thunfisch angewendet wird.
Sexualverbrechern in Kaschmir droht die Kastration
In Pakistan ist nach einer Gesetzesänderung in der Himalayaregion Kaschmir eine Kontroverse um die Bestrafung von Sexualverbrechen entbrannt. Sexualstraftätern droht bei der Vergewaltigung von Minderjährigen nun die Kastration. Auch die Todesstrafe, lebenslange Haft und hohe Geldbußen sind vorgesehen.
Der Menschenrechtsaktivist Ansar Burney kritisierte das Gesetz als unmenschlich. "Das Schlimmste ist, dass es missbraucht werden kann, weil das Strafverfolgungs- und Justizsystem in Pakistan schwach ist und manipuliert werden kann."
Politiker in Kaschmir verteidigen die Verschärfung des Strafrechts. "Dieses Gesetz ist hart, aber es richtet sich gegen ein sehr abscheuliches Verbrechen, und für uns macht es Sinn, dass ein Pädophiler keine Sympathie oder eine zweite Chance verdient", sagte Ahmed Raza Qadri, Co-Autor der Gesetzesänderung.
Einbruch bei Helene Fischer? Maskierte auf Grundstück entdeckt
Polizeieinsatz auf dem Baugrundstück von Helene Fischer am Ammersee: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, bemerkten zwei Anwohner am Mittwochmorgen zwei vermummte Männer, die über einen Zaun auf das noch unbewohnte Anwesen geklettert waren. Einer der Männer wurde dabei fotografiert.
"Gegen 7:30 Uhr wurden wir über eine verdächtige Wahrnehmung in Herrsching informiert", berichtet ein Polizeisprecher der Zeitung. Verdächtige Personen hätten die Beamten vor Ort aber nicht ausmachen können.
"Ersten Erkenntnissen zufolge wurde auch nichts entwendet", sagt der Sprecher. Weitere Ermittlungen würden vorerst nicht angestellt werden.
Fischer soll das Baugrundstück 2017 erworben haben und dort seither mehrfach mit ihrem Partner Thomas Seitel gesichtet worden sein.
Tiefpunkt der Wetterwoche ist erreicht
Bevor es am Wochenende mal wieder sommerlicher und sonniger wird, müssen wir heute zunächst einmal den Tiefpunkt der Wetterwoche über uns ergehen lassen. Das gilt insbesondere im Westen und Süden, wo viele Wolken mit Regen oder Nieselregen unterwegs sind. Zum Teil regnet es auch mal länger anhaltend.
Im übrigen Land hat die Sonne insgesamt mehr Anteile. Doch auch hier sind im Tagesverlauf Schauer und örtliche Gewitter drin.
Die Temperaturen erinnern mehr an den Frühherbst als an den Hochsommer bei maximal 15 bis 22 Grad.
Die weiteren Aussichten: Perfektes Timing für unseren Sommer am Wochenende. Denn es wird jetzt immer schöner und wärmer. Morgen bei 17 bis 25 und am Samstag bei 20 bis 28 Grad. Der Sonntag bringt es dann bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolken auf 22 bis 30 Grad. Einzelne Schauer und Gewitter sind nur ganz im Osten sowie im Nordwesten möglich. Und auch die nächste Woche geht teils sonnig, teils wechselhaft mit um die 20 Grad im Norden und an die 30 Grad weiter. Ein ganz normaler Sommer also, wie wir ihn auch in der ersten Sommerhälfte erlebt haben. Hier mehr zur Halbzeitbilanz und über die Gründe der Normalität im Sommer 2020.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
Bund und Länder setzen heute ihre Gespräche über mögliche lokale Ausreisesperren in Regionen mit starkem Corona-Ausbruch fort. Der Bund setzt auf solche Überlegungen, bei den Bundesländern ist die Meinung dazu geteilt.
Neben der andauernden Suche nach dem flüchtigen Yves Rausch, die uns weiterhin beschäftigt, schauen wir auch gespannt nach Luxemburg. Denn dort könnte der Europäische Gerichtshof mit einer Entscheidung die Regeln für Datentransfers aus der EU in die USA und darüber hinaus kippen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft haben.
Ansonsten wird heute noch das Urteil gegen "Welt"-Reporter Deniz Yücel in der Türkei erwartet. Zudem entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.
Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.
Suche nach "Waffennarr" Yves Rausch - Schussabgabe in Oppenau
Rund um die Ortschaft Oppenau im Schwarzwald sucht die Polizei noch immer nach Yves Rausch, der am Wochenende vier Beamte entwaffnete und seitdem auf der Flucht ist.
Nun ist in der Nacht ein Schuss in der Gemeinde gefallen. Nach Informationen des SWR löste sich dieser versehentlich beim Entladen eines Mannschaftswagens aus der Waffe eines aussteigenden Polizisten. Nach kurzer Hektik klärten die Beamten die Umstehenden über die Ursache auf, schreibt der Sender. Verletzt wurde niemand.
Drei Monate vor US-Wahl: Trump tauscht Wahlkampfmanager aus
Wird da etwa jemand nervös? Nur gut drei Monate vor der Präsidentschaftswahl hat US-Präsident Donald Trump seinen Wahlkampfmanager ausgewechselt. Bill Stepien werde die Leitung der Kampagne übernehmen, der bisherige Chef Brad Parscale werde sich weiter um Digitales und soziale Netzwerke kümmern, erklärte Trump auf Twitter. Beide hätten seit Jahren gut für ihn gearbeitet, erklärte er weiter.
Gut möglich, dass der Personalwechsel mit Trumps schlechten Umfragewerten zusammenhängt. Jüngste Erhebungen geben Herausforderer Joe Biden einen sehr soliden Vorsprung. Bis zur Wahl am 3. November gibt es allerdings noch viel Raum für Überraschungen.
Sechs-Meter-Schneewand zwischen Chile und Argentinien geräumt
Während hier in Deutschland ein wechselhafter Sommer herrscht, ist auf der Südhalbkugel derzeit Winter. Deshalb verwundert es nicht wirklich, dass der Grenzübergang Pino Hachado zwischen Chile und Argentinien für mehrere Tage nach heftigem Schneefall gesperrt war. Doch welche Schneemassen die Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden nun aus dem Weg geräumt haben, überrascht dann doch.
Denn mit schwerem Gerät musste ein Hohlweg in eine rund sechs Meter hohe Schneewand gegraben werden, um die Straße wieder passierbar zu machen. Auf einem Video des argentinischen Grenzschutzes war zu sehen, wie ein Bagger den Weg wieder frei machte.
Damit konnten auch die Fernfahrer auf beiden Seiten der Grenze ihre Fahrt fortsetzen. Rund 350 Lkw saßen laut einem Bericht der argentinischen Zeitung "Diario Río Negro" zuletzt an dem Pass fest.