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Zwei Deutsche nominiert Diese Filme kämpfen um die Oscars

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"Birdman" ist ein großer Oscar-Favorit, nicht nur für den Preis als bester Film - Michael Keaton (l.) und Edward Norton sind auch als Haupt- und Nebendarsteller nominiert.

(Foto: AP)

Meryl Streep könnte einen Oscar bekommen - wieder mal. Groß dürfte aber auch die Freude in Görlitz sein: Der dort gedrehte Film "The Grand Budapest Hotel" zählt zu den großen Favoriten der Oscar-Gala. Auch zwei Deutsche dürfen sich Hoffnungen machen.

Mit jeweils neun Nominierungen gehen die Komödien "Birdman" und "The Grand Budapest Hotel" als Favoriten ins Rennen um die Academy Awards. Beide haben auch Chancen auf den Preis als bester Film. "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" kann sich Hoffnungen auf acht Preise machen.

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Neun Nominierungen kann "The Grand Budapest Hotel" aufweisen, Hauptdarsteller Ralph Fiennes wurde allerdings übergangen.

(Foto: AP)

Das über zwölf Jahre gedrehte Jugenddrama "Boyhood" von Richard Linklater, das erst am Sonntag den Golden Globe als bestes Drama gewonnen hatte, kommt auf sechs Nominierungen, genau wie "American Sniper" von Regisseur Clint Eastwood. Die Oscars werden am 22. Februar in Los Angeles vergeben. Die Gala wird von Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") moderiert.

Die britisch-deutsche Co-Produktion "The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson hatte den Golden Globe als beste Komödie erhalten und sich damit überraschend gegen den Film "Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" von Alejandro Gonzalez Inarritu über einen gealterten Superhelden-Darsteller durchgesetzt. Dass "The Grand Budapest Hotel", der überwiegend in Görlitz und Dresden gedreht wurde, nun auch bei den Oscar-Nominierungen so gut abschneidet, ist ebenfalls eine Überraschung.

Streep baut Rekord aus

Keine Überraschung ist dagegen die insgesamt 19. Nominierung für Meryl Streep. Diesmal geht sie ins Rennen um den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Musical "Into the Woods". Sie ist damit weiterhin die Darstellerin mit den meisten Nominierungen.

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Wim Wenders ist zum dritten Mal für einen Doku-Oscar nominiert: nach "Buena Vista Social Club" und "Pina" nun für "Das Salz der Erde".

(Foto: dpa)

Der deutsche Regisseur Wim Wenders ist mit seinem Film "Das Salz der Erde" über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado als beste Dokumentation nominiert. Er tritt dabei etwa gegen "Citizenfour" über den NSA-Enthüller Edward Snowden an. Der deutsche Oscar-Preisträger Hans Zimmer ("Der König der Löwen") könnte seinen zweiten Academy Award gewinnen, für die Musik zum Science-Fiction-Drama "Interstellar". Es ist seine zehnte Nominierung.

Insgesamt können sich acht Filme Hoffnungen machen, als bester Film ausgezeichnet zu werden. Neben "Boyhood", "The Grand Budapest Hotel" und "Birdman" sind das "American Sniper", das Bürgerrechtsdrama "Selma" und das Musikdrama "Whiplash" über einen Jazzschlagzeuger. Hinzu kommen die beiden britischen Wissenschaftsfilme "The Imitation Game" über den Mathematiker Alan Turing und "Die Theorie der Unendlichkeit" über den Physiker Stephen Hawking.

Überraschung bei den Animationsfilmen

Als beste Schauspieler sind Steve Carell ("Foxcatcher"), Bradley Cooper ("American Sniper"), Benedict Cumberbatch ("The Imitation Game"), Michael Keaton ("Birdman") und Eddie Redmayne ("Die Theorie der Unendlichkeit") nominiert. Die beiden Letztgenannten hatten für ihre Rollen bereits einen Golden Globe erhalten.

Bei den Frauen sind Marion Cotillard für das Drama "Zwei Tage, eine Nacht", Felicity Jones für "Die Theorie der Unendlichkeit", Rosamund Pike für "Gone Girl" und Reese Witherspoon für "Wild" nominiert. Als Favoritin gilt allerdings die ebenfalls nominierte Julianne Moore für "Still Alice", die dafür ebenfalls bereits den Golden Globe erhalten hatte.

Als beste nicht-englischsprachige Filme gehen Beiträge aus Polen, Russland, Argentinien und erstmals auch aus Estland und Mauretanien ins Rennen. Der deutsche Beitrag "Die geliebten Schwestern" war bereits im Vorfeld ausgeschieden.

Eine kleine Überraschung gab es bei den Preisen für den besten animierten Film. Hier wurde "The Lego Movie" übergangen. Auch andere viel gelobte Darsteller gingen leer aus: Weder Jennifer Aniston für "Cake" noch Jake Gyllenhaal für "Nightcrawler" oder Ralph Fiennes für "The Grand Budapest Hotel" wurden nominiert. Auch Regisseur Clint Eastwood muss auf seine elfte Nominierung verzichten.

Quelle: n-tv.de, mli

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