Unterhaltung

"Hollywood ist sexistisch!" Kristen Stewart rechnet mit Filmbranche ab

kristen stewart harpers bazar.jpg

Kristen Stewart findet, es gebe zu wenig Rollen für Schauspielerinnen. Sie meint: Hollywood ist sexistisch.

(Foto: Twitter/BazaarUK)

Es gibt viele weibliche Hollywoodstars, doch für ihren Erfolg mussten sie härter kämpfen als ihre männlichen Kollegen. Das behauptet jedenfalls Kristen Stewart, die in allen Szenen, auch mit ihrem Ex, perfekt sein will. Mit ihrer Meinung ist sie bei Weitem nicht allein.

Schauspielerin Kristen Stewart kritisiert die Filmindustrie in Hollywood. "Frauen müssen zwangsläufig ein bisschen härter arbeiten, um Anklang zu finden", sagt sie im Interview mit der Zeitschrift "Harper's Bazaar". "Hollywood ist widerlich sexistisch. Es ist verrückt", führt die 25-Jährige aus. "Es ist so anstößig, dass es verrückt ist."

Mit dieser Meinung ist Stewart nicht allein. Gerade kürzlich machte Schauspielkollegin Carey Mulligan ihrem Ärger gegenüber "Time Out London" Luft. "Hinsichtlich der Zahl interessanter Rollen für Frauen ist [die Branche] ganz offensichtlich extrem sexistisch", so die 29-Jährige. "Für Frauen gibt es zu wenig gutes Material. Ein Defizit guter Geschichten über Frauen."

Wenngleich Stewart ihren Gedanken in den vorab veröffentlichten Auszügen des "Harper's Bazaar"-Interviews nicht weiter ausführt, wäre sie mit Mulligans Äußerungen sicherlich einverstanden. Sie setzt sich für Frauen im Film ein und scheut nicht davor zurück das Wort "Feminismus" in den Mund zu nehmen. Stattdessen ermuntert sie andere junge Schauspielerinnen, es ihr gleich zu tun.

"Natürlich bin ich Feministin"

"Ich habe das Gefühl, viele Mädchen in meinem Alter sind nicht bereit, zu sagen: 'Natürlich bin ich Feministin und natürlich bin ich für gleiche Rechte für Männer und Frauen'", erzählte Stewart vor einiger Zeit dem Magazin "Wonderland". Mit dem Wort "Feministin" würden viele Assoziationen hervorgerufen, die Neulinge in der Branche ungern wecken wollen. Die jungen Frauen verstünden nicht, "dass es keine spezielle Art gibt, wie man zu sein hat, wenn man sich für feministische Belange einsetzt.

Mit einem Feminismus-Klischee räumt Stewart in ihrem jüngsten Interview dann auch gleich auf: Von wegen Feministinnen hätten ein Problem mit Sex. Offen spricht die Schauspielerin über eine der erotischen Szenen, die sie in ihrer Karriere bisher gedreht hat - eine, die sie besonders schwierig und herausfordernd fand: die mit ihrem Ex Robert Pattinson.

"Bei 'Twilight' mussten wir die epischste Sex-Szene aller Zeiten drehen", erinnert sich Stewart an die lang erwartete Hochzeitsnacht zwischen Bella und Edward im ersten Teil von "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht". "Die Szene musste transzendent und jenseitig, nicht menschlich wirken. Besser als jeder Sex, den man nur haben kann. Und wir dachten uns 'Wie sollen wir das anstellen?'" Es sei eine Qual gewesen: "Das nervte mich, denn ich wollte, dass es unglaublich gut wird", so Stewart.

Quelle: n-tv.de, ame/spot

Mehr zum Thema