Unterhaltung

Dschungelcamp, Tag 4 "Leck es alles ab!"

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Ohne Worte: Jay Khan und Sarah Knappik.

Gefällt Ihnen unsere Überschrift? Falls nicht, hätten wir auch noch "Oh Kacke, das war so eklig", "Wenn's abführt" oder schlicht "Oh mein Gott" im Angebot, um Tag 4 im Camp aber so was von passend zu beschreiben.

Ja, du elendiger Saupreiß du, bist du narrisch! Des war ja mal a Pfundsgaudi, die mer da mit unsern Spezln Jay und Sarah erlebt hom. Kreiz, Birnbaum und Hollastaudn aber nu a mal!

Hoppla, pardon, wir sollten natürlich nicht fluchen. Was Ihnen unser bayerischer Freund sagen will: "O'zapft is!" Aber halt, stopp! Kein Grund, jetzt gleich in die Krachlederne zu schlüpfen, das Dirndl zu schnüren und den Direktflug nach München zu buchen. Erstens, weil auf der Wiesn jetzt auch schon wieder Feierabend ist. Zweitens, weil das "Käfer-Zelt" diesmal nicht auf der Theresienwiese, sondern im australischen Dschungel stand. Drittens, weil Sie - o.k., das war genauso wie in München - mindestens schon mal bei GZSZ oder in einer Casting-Band mitgewirkt haben sollten, um überhaupt reingelassen zu werden. Und viertens, weil Sie dieses Oktoberfest mit Sicherheit zum Kotzen gefunden hätten.

Oh ja, es war der Klassiker im neuen Gewand, der da auf Jay Khan und Sarah Knappik wartete. Hinter der Dschungel-Prüfung mit dem schönen Namen "Oktoberfest" verbarg sich nichts anderes als das durch Känguru-Klöten legendär gewordene Semi-Promi-Dinner mit den feinsten Delikatessen, die Australiens Flora und Fauna zu bieten haben. Hoden gehörten auch diesmal zum Menü, auch wenn sie ausnahmsweise mal nicht vom Känguru, sondern vom Hirsch stammten und bereits mundgerecht püriert waren. Und um das Ganze noch ein wenig zu erschweren, blieb Jay und Sarah zum Verputzen der Köstlichkeiten nur so lange Zeit, wie der jeweils andere eine volle Maß Bier stemmen konnte.

"RTL-Möpse-Test"

Die seltene Schönheit dieser Prüfung lässt alles andere, was sonst noch so am vierten Tag im Camp geschah, zur Nebensache werden. Ja, Sie mögen uns für verrückt erklären, sogar den "großen RTL-Möpse-Test" (O-Ton Dirk Bach). Trotzdem möchten wir natürlich mit Indira "Danke, Katy" sagen - dafür, dass die frühere "Hinter Gittern"-Darstellerin ihres angestammten Amtes "gewaltert" und mal die Hupen der Ex-Bro'sis-Sängerin für uns befummelt hat. Und wir danken Frauenversteher Thomas Rupprath - für seine erhellenden Worte zur Selbstverständlichkeit eines weiblichen Fahrgestell-Tunings: "Wenn ein Mann ein Auto hat, und das geht kaputt, und da geht die Stoßstange kaputt, dann lass ich die doch auch reparieren."

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Nur zur Erinnerung: So sieht Essen auf dem Oktoberfest eigentlich aus.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bevor wir noch einmal die bei dem eigentlich für zwei gedachten Beinahe-Dinner-for-One gereichten Gaumenfreuden Revue passieren lassen, müssen wir aber natürlich noch ein paar Wörtchen zu den beiden Probanden verlieren. Also wirklich, Jay Khan hat sich in dieser Dschungel-Prüfung ja wohl mal den Beinamen Dschingis verdient. Viel skrupelloser kann eigentlich seinerzeit auch der berüchtigte Mongolenherrscher kaum gewesen sein. Wir ziehen unseren Hut vor dir, Jay - aber bitte nicht reinkotzen!

Sarah indes hat zwar endlich ihren Darm entlüftet, dafür wird die Luft um sie herum immer dünner. Bei Jay Khan muss man mittlerweile schon befürchten, dass er sich bei nächster Gelegenheit statt in ein Gebüsch in ihr Gesicht übergibt, Rainer Langhans hält sie für "asozial", und auch beim RTL-Publikum erhärtet sich der Eindruck, dass sie weniger "Zack" als "Bohne" ist. Die Folge: Die 24-Jährige wurde zum dritten Mal in Folge zur Dschungel-Prüfung abkommandiert. Unter dem Motto "Das Boot des Grauens" darf sie sich nun der vermutlich zweithärtesten Dschungel-Prüfung aller Zeiten mit Schlangen auf dem Wasser stellen.

Prost, Mahlzeit!

Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Manchmal sagen Bilder bekanntlich einfach mehr als Worte. Darum nochmal die kulinarische Achterbahnfahrt auf dem Dschungel-Oktoberfest im Schnelldurchlauf:

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1. Gang: Ein "Stinkbier", bestehend aus pürierter Stinkfrucht, auch Kotzfrucht genannt. "Wenn's abführt", hat Sarah dagegen nichts einzuwenden - und würgt das Gebräu hinunter.

2. Gang: Eine "Madlermaß", bestehend aus gequirlten Maden und Mehlwürmern, mit Seidenraupen garniert. Jay stülpt die Pampe weg.

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3. Gang: Ein "Dschungel-Obazda", eine Stinkfrucht-Tofu-Creme. Sarah nimmt sich der Sache an und gehorcht ausnahmsweise mal brav den Worten Jays: "Leck es alles ab!"

4. Gang: Eine (L)Augenbrezel, eine Brezel mit zwei Fischaugen. "Oh mein Gott", fällt Jay dazu nur ein, doch trotz Würgereiz kaut er so lange auf den Augen herum, bis sie in seinem Schlund verschwinden.

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5. Gang: Ein "Alkoholfreies", bestehend aus pürierter Emu-Leber und Rattenhirn. "Ich kann das nicht trinken, es ist von einem Tier", sagt Sarah - und schiebt das "Getränk" weiter zu Jay. Er kippt es sich angewidert hinter die Binde: "Oh Kacke, das war so eklig."

6. Gang: Ein "Helles", bestehend aus flüssigen, vergorenen Sojabohnen. Sarah greift zu und trinkt es aus.

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7. Gang: Eine "Dschungel-Sülze" aus Kakerlaken, Grillen und Mehlwürmern. Trotz weiterer Würgereize verputzt Jay den ganzen Lappen - gerade noch rechtzeitig, bevor Sarah die Maß nicht länger stemmen kann.

8. Gang: Lebende Grillen, Mehlwürmer und eine dicke, fette Witchetty-Made. "Ich kann keine Tiere töten", beteuert Sarah und lehnt ab. Der Gang geht zurück, da die Regeln es ihr in diesem Fall nicht erlauben, das Ganze an Jay abzutreten.

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9. Gang: Ein "Rattler", bestehend aus püriertem Rattenschwanz. "Ich kann es nicht trinken", sagt Sarah und überlässt es Jay, die stückige Masse runter zu kippen.

10. Gang: Pürierte Hirschhoden. Sarah lehnt es ab, diese zu verdrücken - der Gang geht abermals zurück.

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11. Gang: "Schwanzbier", ein pürierter Krokodilpenis. Jay beißt sich ein letztes Mal durch und schlabbert das Gebräu komplett weg.

Na dann, viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Dschungelcamp, Tag 1: Und er hat gar nicht gebohrt
Dschungelcamp, Tag 2: "Wir waren Gott"
Dschungelcamp, Tag 3: Deep from the Dickdarm
Dschungelcamp, Tag 4: "Leck es alles ab!"
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Dschungelcamp, Tag 6: From Sarah with Love
Dschungelcamp, Tag 7: "Vielleicht wollen die mich brechen sehen"
Dschungelcamp, Tag 8: Sechs, setzen!
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Dschungelcamp, Tag 11: Einfach nur unfassbar

Quelle: ntv.de