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Dschungelcamp, Tag 6 From Sarah with Love

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"Seife brauch' ich": Katy Karrenbauer.

Oh ja, das Dschungelcamp steht noch. Und nicht nur das: Jay steht seinen Mann, Sarah weiter im Kreuzfeuer - und die Show begeht einen kalkulierten Tabubruch.

Kennen Sie noch diese Schüttelreime, die es früher einmal gab? À la: Alle schauen zum brennenden Haus, nur nicht Klaus, der schaut raus. Oder: Alle gehen über die Straße, nur nicht Rolf, der liegt unterm Golf. Für das Dschungelcamp passt der Klassiker ganz gut: Allen steht das Wasser bis zum Hals, nur nicht Rainer, der ist kleiner. Man könnte aber auch ein paar neue Sprüche kreieren. Zum Beispiel: Alle stehen auf Frauen, nur nicht Jay, der ist gay. Oder wie wäre es damit: Alle essen Fleisch, nur nicht Sarah, die ist Vegetariah.

Stopp! Sofort Schluss damit. Natürlich ist das alles überhaupt nicht lustig, so out wie Häschen-Witze und obendrein schon längst widerlegt. Der Wasserschaden im Camp ist wohl noch der geringste, mit dem seine Bewohner die nächste Zeit zu kämpfen haben werden. Auch davon, dass Jay Khan mindestens genauso auf Bälle steht wie sein Fast-Namensvetter Oli, sind wir inzwischen vollends überzeugt. Und dass Sarah Knappik zwar bei einem "Rattler" den Schwanz einzieht, gegen eine deftige Ochsenschwanz-Suppe jedoch vermutlich nichts einzuwenden hätte, wissen wir mittlerweile auch.
 

"O.k., das war's"

Da glaubte Peer Kusmagk angesichts des Sturmtiefs über dem Camp, das ausnahmsweise mal nicht "Sarah" hieß, für einen Augenblick doch glatt: "O.k., das war's." Der Vater dieses Gedankens muss wohl sein vorübergehender Wunsch gewesen sein, statt im Dschungel doch lieber in einem Tokio Hotel abgestiegen zu sein. Aber das Motto, von dem er und seine Mitstreiter nun ein Lied singen können, lautete selbstredend "Durch den Monsun."

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Wie im "Bombenkeller"? Die Promis suchen im Dschungeltelefon Schutz vor dem Regen.

Immerhin: Damit die Bewohner und Eva Jacobs Stoff-Wau-Wau nicht pudelnass werden, evakuierte RTL sie vor den sintflutartigen Regenfällen in die Arche des Dschungeltelefons. Zwei Stunden mussten die Promis dort aufeinander glucken, ohne "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zu rufen. Mathieu Carrière erinnerte das gar an die Situation in einem "Bombenkeller während des Zweiten Weltkriegs" - wohl nur mit dem Unterschied, dass sich in diesem Keller mit Sarah schon von Anfang an eine Bombe befand. Dementsprechend explodierte die Stimmung mal wieder, als sich die 24-Jährige zunächst weigerte, der beinahe drei mal so alten Jacob-Schwester ihren Sitzplatz zu überlassen.
 

Verstehen Sie Spaß?

Dafür räumt Jay für Indira, die er jetzt schon "Indiri" nennt, natürlich um so lieber jederzeit ein Plätzchen auf seiner Pritsche frei. Als sich die Sängerin im durchweichten Camp in seinen Arm kuschelte, rutschte ihm zwar der Satz, "Ich wünsch' mir ein paar Eier", raus, doch kein Grund für Froonck Matthée gleich wieder aufzuhorchen - Jay träumte nur vom Essen.

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Ein Bett im Dschungel: Indira Weis und Jay Khan.

Für Sarah indes könnte die Sache mit dem Essen noch zum Alptraum werden. Ihre unbändige Tierliebe kann sie jedenfalls vor noch nicht allzu langer Zeit entdeckt haben. Schließlich ist es gerade einmal zwei Jahre her, dass sie Fleisch und Fisch nur allzu gerne verdrückt hat. Beim Promi-Dinner auf Vox - nicht unbedingt versteckte Kamera also. Verstehen Sie Spaß? Das sollte sie wohl mal besser nicht Jay fragen. Sonst kratzt er ihr womöglich die Augen aus, um sich mit ihnen eine leckere Brezel zu belegen.

"Folter-Methoden"

"Da hört der Spaß echt auf" - das finden Gitta Saxx und die anderen Camp-Bewohner nicht nur mit Blick auf die Dschungel-Zicke, die für Carrière "zwei Jahre Therapie" gebrauchen könnte, sondern auch im Bezug auf die vergangene Dschungel-Prüfung. Die trug den Namen "Unter Strom", hätte aber genauso gut "From Sarah with Love" heißen können. Dabei musste die einstige Topmodel-Aspirantin in einem Kakerlaken-Kostüm einen "heißen Draht" auf einem Parcours ablaufen - unter Anweisungen von Katy Karrenbauer. Jedesmal, wenn die "Fühler" am Kopf des Kostüms von Sarah Knappik die elektrische Schiene berührten, wurde Karrenbauer dafür mit einer Ladung Schleim oder Getier auf den Körper bestraft - und mit leichten Stromschlägen.

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Dschungel-Prüfung Nummer 6 - Milgram lässt grüßen.

Matthieu Carrière beklagte im Anschluss diese "Folter-Methoden", um kurz darauf aber wieder wie selbstverständlich brav ins Camp zurückzukehren. Und tatsächlich ging die Show mit ihrer Trash-Variante des berühmt-berüchtigten Milgram-Experiments in jeder Hinsicht an die Schmerzgrenze. Ein kalkulierter Tabubruch, der die Debatten um die Sendung weiter anheizen dürfte.

Eine Prüfung, zwei Meinungen

Die Debatten um sich heizt Sarah unterdessen ganz von selbst weiter an. Etwa mit ihrer Reaktion auf die Prüfung, die zwar nur vier von elf möglichen Sternen einbrachte, dafür umso mehr Unannehmlichkeiten für Katy Karrenbauer. "Ich hab' quasi die Sterne geholt", erklärte die unversehrt aus ihrem Kostüm geschlüpfte 24-Jährige den Mitstreitern im Camp, während Karrenbauer wie Evas begossener Stoffpudel daneben stand. "Das ist körperlich so anstrengend gewesen", meinte Sarah, verwies auf "das Gewicht auf dem Kopf" und erklärte: "Guck mal, wie meine Beine geschwollen sind." Das Fazit: "Seife brauch' ich", so Katy Karrenbauer. "Ich brauch' was zu essen", so Sarah Knappik - und zwar "ehrlich jetzt".

Da kann es eigentlich auch nicht mehr verwundern, dass Sarah die Entscheidung, sie zum fünften Mal in Folge zur Dschungel-Prüfung zu schicken, mit "Korrekt" kommentierte. Unter der Überschrift "Raus aus den Mulden" muss sie in Löcher in einem Schiffswrack greifen, ohne zu wissen, was sich in ihnen verbirgt. Ja, das Dschungelcamp geht weiter - seine Bewohner scheinen weder Regen, noch Stromschläge oder Sarah zu vertreiben. Darauf dann doch noch einmal einen Schüttelreim: Alle finden es im Dschungel blöd, nur nicht wir, wir bleiben hier.

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Dschungelcamp, Tag 6: From Sarah with Love
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Quelle: ntv.de