Unterhaltung

Dschungelcamp, Tag 9 "Wie ein Versarah"

imageCA1R4OR5.jpg

"Hart fand ich die Prüfung überhaupt nicht": Peer Kusmagk.

Puh, das Schwierigste ist endlich überstanden. Dank Peer Kusmagk. Obwohl? Nur fünf Sterne? Da hätten wir uns schon ein bisschen mehr erwartet. Oder, Sarah?

Heute werden wir mal intim. Jetzt zicken Sie hier nicht rum wie Sarah, Sie wollen es doch auch. Versprochen, es bleibt bei einem One-Night-Stand, genau genommen sogar nur beim Morgen danach. Sie denken wahrscheinlich, ein Dschungelcamp-Beauftragter von n-tv.de wacht nach einer durchzechten Nacht in seiner Penthouse-Wohnung auf, mit Gina Wild im Arm und einem vom Butler ans Himmelbett gebrachten Sektfrühstück. Nun ja, so war es natürlich auch fast, abgesehen von Details wie dem, dass es statt Kaviar und Champagner im Schlafgemach Müsli und Pad-Kaffee in der kalten Küche gab.

Beim Öffnen der Müsli-Packung fiel uns eine Postkarte entgegen. Eine Postkarte? Da bindet uns der Schreiberling doch einen Koalabären auf, mögen Sie denken. Doch wenn Sie uns nicht glauben, dann machen Sie doch eine Schummel-Prüfung und kaufen Sie die Jahresproduktion der Herstellerfirma auf, die - bestimmt ein verdeckter Hinweis - so ähnlich heißt wie der Hauptsitz von RTL. Sofort stand fest, dass wir die Karte auf unserer Pinnwand platzieren würden. Und zwar dort, wo schon seit Jahren der Flyer von den Zeugen Jehovas mit der Überschrift "Wird die heutige Welt überleben?" prangte - denn wenn die Welt schon mehr als eine Woche Dschungelcamp überlebt hat, dann ist der ja wohl mal definitiv überholt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Seit heute sind wir überzeugt, dass überirdische Botschaften nicht vom Himmel fallen, sondern aus Müsli-Packungen. "Du willst mich nur, weil ich berühmt bin", stand auf der Postkarte. Logo, das denken wir uns auch immer, wenn uns die Gina Wilds angraben, doch unter den gegebenen Umständen war uns rasch klar: Die Karte kann nur aus dem Dschungel kommen. Wahrscheinlich ein versteckter Hilferuf von Gitta Saxx.

"Vielleicht was Künstlerisches"

Schließlich wissen wir inzwischen, dass sich das einstige "Playmate des Jahrhunderts" nichts sehnlicher wünscht, als endlich nicht mehr nur als Bunny, sondern als Mensch wahrgenommen zu werden. Und zwar am Besten von ihrem Traummann, der "in sich gefestigt" sowie "lustig, humorvoll und liebevoll" sein sollte, "vielleicht was Künstlerisches macht" und am Besten "so 'ne Mischung von den Männern, die hier im Camp sind", darstellt. Damit steht fest: Wir sind in jeder Hinsicht raus, und die Müsli-Packung muss falsch adressiert gewesen sein.

imageCAIKO2D2.jpg

Sucht den Traummann: Gitta Saxx.

Zumal wir Gitta ja auch schon zuvor abgeschrieben hatten. Fälschlicherweise, wie sich allerdings herausstellte, denn entgegen unserer Vermutung war es dann doch nicht sie, die nach Froonck Matthèe als zweite das Camp verlassen musste. Stattdessen entschieden sich die RTL-Zuschauer, Eva Jacobs Stoffpudel mal wieder Auslauf außerhalb des Dschungel-Lagers zu gönnen und wählten ihn und sein Frauchen aus der Show. Dass Gitta Saxx, die zu ihrem 46. Geburtstag nur allzu gerne ein Ende ihres Abenteuerurlaubs in Australien geschenkt bekommen hätte, noch ein wenig bleiben muss, hängt ironischerweise vermutlich nicht zuletzt just mit ihrem Ehrentag zusammen.

Denn der wurde gebührend gefeiert: Peer Kusmagk entpuppte sich als Birthday Planer und holte aus den Innereien seines ins Camp mitgebrachten Stoffaffens namens "Schotti" ein paar Luftballons hervor. Mit der aufgeblasenen Schmugglerware überraschte er das Geburtstagskind an seiner Pritsche, das sich davon auch sichtlich gerührt zeigte und befand: "Das ist schöner als jedes Feuerwerk." Aber natürlich darf nicht jeder Affenarsch einfach heimlich etwas ins Camp einschleusen. Und so wurde der Stoff-Primat dann auch seiner gerechten Strafe zugeführt: "Wir müssen ein Gefängnis für Schotti bauen", verkündete Peer ernst die harte, aber gerechte Entscheidung. Und darin sitzt der Übeltäter wohl immer noch.

"Asozial" und "frech"

Zudem bekam Gitta zum Geburtstag eine gemeinsame Schatzsuche mit Mathieu Carrière geschenkt. In einem Teich tauchten die beiden nach mit Zahlen versehenen Steinen, die sie zu einer Rechenaufgabe zusammensetzen mussten. Zwar gelang es ihnen, diese zu lösen und den Schatz zu bergen, doch bei der letztlich über die Belohnung entscheidenden Frage, wer denn häufiger lüge, Frauen oder Männer, lag das Team mit der Antwort Frauen - angeblich! - daneben. So gab's nur eine Zipfelbuben-CD, die, selbst wenn man sie essen könnte, wohl immer noch schwer verdaulich sein dürfte.

imageCABRNZQE.jpg

Trio Infernale: Peer, Schotti und Mathieu Carrière.

Für etwas Zank sorgte unterdessen, dass Jay und Indira sich bei ihrer Schatzsuche lieber der Versuchung hingegeben hatten als Einsatz für das Team zu zeigen. Welche Versuchung genau das da unter der Bettdecke war, wissen wir zwar nicht - "brutaler Sex", wie Thomas Rupprath mutmaßte, sieht jedenfalls irgendwie anders aus oder? Dennoch waren Jay und Indira von ihrem nächtlichen Tête-à-tête bekanntlich mit leeren Händen ins Camp zurückgekehrt, was nun ausgerechnet Sarah Knappik "asozial" und "frech" fand.

Apropos Miss Dschungel-Prüfung. Auch mit der Annahme, dass sie ihre Sozialkunde-Hausaufgaben fortan ein wenig gewissenhafter erledigen würde, lagen wir offenbar falsch. Stattdessen zickt sich die 24-Jährige durch die Sendung wie eh und je. Und das, obwohl mittlerweile auch für ihre Mitstreiter die Mär von der "schwierigsten Dschungel-Prüfung aller Zeiten" eindeutig widerlegt ist. Peer Kusmagk wurde von den Camp-Bewohnern auserkoren, diese "Ab durch die Wand" betitelte Aufgabe noch einmal anzugehen. Mit Helm statt Zylinder auf dem Kopf robbte er zwar durch das gesamte Tunnelsystem, in dem er auf so einige tierische Ureinwohner Australiens traf, versemmelte es dabei aber, alle Sterne einzusammeln. Doch immerhin waren es am Ende fünf und Peers Erkenntnis: "Hart fand ich die Prüfung überhaupt nicht."

Krokodil und Krokodilstränen

"Ja, fünf Sterne, hab' ich eigentlich auch mehr gedacht", kommentierte Sarah das Ergebnis, um zugleich zu betonen, dass sie "gar kein schlechtes Gewissen" mit Blick auf ihre eigene Verweigerung der Prüfung habe. Peer indes konnte es sich nicht verkneifen, im Zwiegespräch mit Mathieu Carrière die 24-Jährige nachzuahmen. Im Heulsusen-Ton antwortete er auf die Frage, wie er sich denn angesichts von "nur" fünf Sternen fühle: "Wie ein Versarah." Der war gut, der hätte von uns sein können.

imageCAASZ5AF.jpg

Freute sich auf seine Mutter: Froonck Matthée.

Aber weil ja fünf Sterne nun auch nicht zu - Achtung - Knappik sind, gab es zum Abendessen zur Belohnung etwas, dass Indira bisher nur "im Zoo oder auf 'nem Lacoste-Hemd" gesehen hatte: Krokodil. Dicke Krokodilstränen weinten alle auch, als Froonck Matthée endgültig die Heimreise antreten musste, weil, so abermals Indira, mit ihm ja "unser positives Stück Karma" das Camp verlassen hat. Doch nachdem der erste Schock überwunden war, konnte der Wedding Planer dann doch bekennen: "Ich freu' mich sehr auf meine Mutter jetzt." Ehe es endlich zu dem heiß ersehnten Wiedersehen kam, hielt so lange ein bemalter Luftballon als Ersatz her.

Und, wer fliegt als nächstes? Sie erwarten doch nicht etwa, dass wir heute schon wieder einen Tipp abgeben, den Sie dann mit Ihren Telefonanrufen bewusst unterminieren. Außerdem haben wir jetzt echt was anderes vor. Und zwar … Nix da, wir hatten doch gesagt, es bleibt bei einem One-Night-Stand.

Dschungelcamp, Tag 1: Und er hat gar nicht gebohrt
Dschungelcamp, Tag 2: "Wir waren Gott"
Dschungelcamp, Tag 3: Deep from the Dickdarm
Dschungelcamp, Tag 4: "Leck es alles ab!"
Dschungelcamp, Tag 5: Wo die Liebe hinfällt
Dschungelcamp, Tag 6: From Sarah with Love
Dschungelcamp, Tag 7: "Vielleicht wollen die mich brechen sehen"
Dschungelcamp, Tag 8: Sechs, setzen!
Dschungelcamp, Tag 9: "Wie ein Versarah"
Dschungelcamp, Tag 10: "Was? Der hat so 'nen Kleinen?"
Dschungelcamp, Tag 11: Einfach nur unfassbar

Quelle: ntv.de