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Vip, Vip, Hurra! "Was ist nur los auf dieser Welt?"

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Muss sich vor Gericht verantworten: Ex-Fußball-Profi Christoph Metzelder.

(Foto: imago images / biky)

Janine Kunze appelliert an die Menschlichkeit, ein Rechtsmediziner wehrt sich gegen Verschwörungstheorien und Verona Pooth will zum zweiten Mal ihren Franjo heiraten. Der Wochenrückblick auf die Promi-Welt fördert aber auch verstörende Details um einen Ex-Fußball-Profi zutage.

"Immer wieder ist in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken kolportiert worden, sie (Kasia Lenhardt) wäre umgebracht worden und (…), dass die Obduktion in der Rechtsmedizin nicht sauber abgelaufen sei. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier (…) auch zu Wort melde, weil ich nämlich die Obduktion selbst durchgeführt habe." Zu dieser persönlichen Stellungnahme sieht sich der bekannte Rechtsmediziner der Berliner Charité, Prof. Dr. Michael Tsokos, in dieser Woche förmlich gezwungen, um endgültig mit den Gerüchten um den Tod von Kasia Lenhardt aufzuräumen.

Denn trotz der Eindeutigkeit, dass es kein Fremdverschulden gegeben habe, kursierten zuletzt immer krudere Verschwörungstheorien durchs Netz. "Es kann sich jeder darauf verlassen, dass die Obduktion (…) gewissenhaft durchgeführt wurde und die Ergebnisse völlig transparent und unverfälscht auch an die Staatsanwaltschaft kommuniziert wurden", vergewissert Tsokos und hofft, so den Gerüchten ein für alle Mal den Garaus zu machen.

Schmuck gegen "Corona-Spätfolgen"

Das diffuse Gefühl, dass die Kommunikation vor allem im Netz immer aggressiver wird, kann auch Ballermann-Sänger Jürgen Milski bestätigen. Ja, Milski hatte mit seinem Auftritt im WDR-Talk "Die letzte Instanz" zurecht viele negative Schlagzeilen kassiert, aber nun wurde bei ihm ein Tumor im Kiefer entdeckt, was Leute als Anlass sahen, ihm in privaten Nachrichten den Tod zu wünschen. Der 57-Jährige fragt, was mit den Menschen nicht stimmt, die einem so etwas schreiben. Und Janine Kunze, die ebenfalls zuletzt für ihre abschätzigen Aussagen in der Talk-Show heftig kritisiert worden war, appelliert an die Menschlichkeit: "Was ist nur los auf dieser Welt? (…) Wo sind die Liebe (…) und der Respekt füreinander geblieben?"

Es gärt und brodelt in der Gesellschaft und obschon "Vip, Vip, Hurra!" primär über die schönen und freudigen Promi-News der Woche berichten würde, sucht man sie in diesen wirren Zeiten manchmal vergebens. Alles, so scheint es, wird jeden Tag ein bisschen irrer. Die selbsternannte "Corona-Trendsetterin" Gwyneth Paltrow beispielsweise verkauft jetzt Halsketten für schlappe 8600 Dollar. Wie bitte? Sind die etwa aus Gold und Diamanten? Nein, das sei Schmuck gegen "Corona-Spätfolgen". Ballaballa oder einfach nur eine clevere Geschäftsidee? Schließlich könne man mit so einer überteuerten Kette um den Hals auch prima Wanderungen machen und sich anschließend auf einer Heizdecke, ebenfalls aus dem Hause Paltrow, ausruhen. Läppischer Preis für das gute Stück: 500 Dollar.

Corona-Langzeitfolgen kurieren: Da muss man erstmal drauf kommen! Andererseits: Vor einigen Jahren noch behauptete Paltrow, dass eine von ihr verhökerte Blumenessenz Depressionen heilen könne. Wegen dümmlicher Aussagen wie dieser hatte die kalifornische Verbraucherschutzbehörde sogar Klage gegen die Schauspielerin eingereicht.

Alte Liebe rostet nicht!

Zumindest ein paar schöne Nachrichten kommen in dieser Woche aus dem Hause Schumacher. Die Cora und der Ralf sind dank Corona wieder enger zusammengerückt. Man gibt vor dem neuen Food-Truck ein Interview, busselt und hat sich furchtbar lieb. Böse Zungen, die behaupten, die beiden wollen doch nur Werbung für ihre Fresskutsche machen, sollen sich auf der Stelle an ihrem Aperol Spritz verschlucken. Hach, alte Liebe rostet eben nicht! Das zumindest kann auch Verona Pooth bestätigen, die ihren Franjo nun sogar ein zweites Mal heiraten möchte.

Die Hochzeit von Prinz Harry und seiner Meghan im Jahre 2018 aber war wohl bereits der Anfang vom sogenannten "Megxit". Nachdem die beiden alle royalen Schirmherrschaften verloren hatten, ein zweites Baby unterwegs ist und ein mit Spannung herbeigesehntes Interview mit Oprah Winfrey im März ansteht, vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht irgendeinen neuen Eklat oder Tratsch aus dem Hause Windsor in den Gazetten gibt. Nach den jüngsten Skandalen um Prinz Andrew ist nun Simon Bowes-Lyon, der Earl of Strathmore und ein Cousin der Queen, wegen sexueller Belästigung verurteilt wurden. Während die Verteidigung eine Bewährungsstrafe gefordert hatte, folgte der Richter der Anklage. Das Urteil: zehn Monate Haft.

Metzelder und die schockierenden Details

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Auch er wird sich vor Gericht verantworten müssen: Christoph Metzelder. Der Vorwurf: das Weiterleiten von kinderpornografischen Bildern "in 29 Fällen". Immer mehr Details kommen ans Licht. So soll die Hauptbelastungszeugin, die von Metzelder die "schrecklichen Bilder" erhalten habe, erst nur eine der vielen Followerinnen des berühmten Kickers gewesen sein. Metzelder, selbst Vater einer Tochter, soll über sexuelle Vorlieben mit Kindern fantasiert haben, am besten wäre es, wenn "die Gespielin" jünger als 14 Jahre alt wäre, wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt.

Das zusätzlich Verstörende: Metzelder hatte im Jahre 2005 sogar eine Audienz beim Papst, weil er sich gegen Kinderprostitution und für Opfer sexueller Gewalt engagiert hat. Der Strafverteidiger, dessen Mandant Träger des Bundesverdienstkreuzes ist, hält die Zeugin für eine "Provokateurin". Der Kicker selbst bestreitet die Vorwürfe. Am 29. April beginnt sein Prozess. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Die vielen Details aber, die bereits jetzt an die Öffentlichkeit gelangt sind, sind zutiefst schockierend. So schreibt etwa die "Zeit", Metzelder habe dem Papst damals ein Buch überreicht, in dessen Klappentext geschrieben steht: "Kindheit ist ein zerbrechliches Paradies, das unseren Schutz braucht."

Quelle: ntv.de

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