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Drittanbieterforderung vor Gericht Ärger mit der Mobilfunkrechnung?

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Bei Ärger mit der Mobilfunkrechnung ist in manchen Fällen eine Anzeige bei der Bundesnetzagentur sinnvoll.

Am besten, man sorgt vor und lässt sich bei den Mobilfunkanbietern sogenannte Drittanbietersperren einrichten. Denn immer wieder sorgen Rechnungsposten für Leistungen Dritter für Ärger. Ungeachtet dessen ist dafür das Mobilfunkunternehmen verantwortlich.

Besser man sorgt gleich vor und und lässt sich bei den Mobilfunkanbietern sogenannte Drittanbietersperren einrichten. Denn immer wieder sorgen auf den Mobilfunkrechnungen auftauchende Posten für Leistungen Dritter für Irritationen. Oft handelt es sich um Abonnements von Info- und Unterhaltungsdiensten oder kostenpflichtige Serviceleistungen die als Service- oder Mehrwertdienste deklariert werden.

Die Mobilfunkunternehmen verweisen bei entsprechenden Beschwerden oft an den sogenannten Drittanbieter und verlangen gleichzeitig die Bezahlung der Beträge. Ein nun rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Potsdam, das E-Plus untersagt, Kunden mitzuteilen, sich für eine Gutschrift geleisteter Entgelte an den Drittanbieter wenden zu müssen, stärkt Verbrauchern den Rücken. Die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh), die E-Plus verklagt hatte, empfiehlt Mobilfunkkunden, unberechtigte Rechnungsposten für Leistungen Dritter grundsätzlich zu bestreiten - und zwar gegenüber dem Telefonunternehmen (Az.: 2 O 340/14).

"Wer das Geld kassiert, muss auch erklären, wofür und kann nicht auf einen Dritten verweisen. E-Plus und Co können den Schwarzen Peter nicht einfach weiterreichen", meint Julia Rehberg von der vzhh. Im verhandelten Fall hatte E-Plus eine Kundin mit einem Vertrag der Mobilfunkmarke Base mehrfach wegen eines Zahlungsrückstands für Drittanbieterleistungen angemahnt, obwohl die Betroffene wiederholt erklärt hatte, keine kostenpflichtigen Angebote anderer in Anspruch genommen zu haben. Dennoch sollte sie die ausstehenden Beträge zahlen und sich diese dann per Gutschrift vom Drittanbieter zurückholen. So schrieb E-Plus: "Aus unseren Unterlagen geht hervor, dass wir Sie bereits (...) darüber informiert haben, dass Sie sich bitte an den entsprechenden Drittanbieter wenden möchten, um eine eventuelle Gutschrift zu erhalten. (...) Wir bitten Sie daher, den bei uns offenstehenden Betrag von 206,10 Euro auszugleichen."

Die Verbraucherschützer raten Betroffenen, Forderungen für Abonnements von Info- und Unterhaltungsdiensten, kostenpflichtige Serviceleistungen, Hotlines oder beispielsweise Ansagedienste nicht hinzunehmen, wenn es keinen entsprechenden Vertragsschluss gab. "Wir empfehlen, nur den berechtigten Teil der Telefonrechnung zu bezahlen und den übrigen Rechnungsposten per Einschreiben mit Rückschein zu widersprechen", so Rehberg. Der Mobilfunkanbieter bleibe solange erster Ansprechpartner für Beschwerden wie er eine entsprechende Zahlung verlange. 

Neben der Einrichtung von Drittanbietersperren ist in manchen Fällen auch eine Anzeige bei der Bundesnetzagentur möglich. Denn ist die Drittanbieterforderung bestritten, darf der Zugang zum Telefondienst nicht wegen Zahlungsverzugs gesperrt werden.

Quelle: n-tv.de, awi

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