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Der Schlangenkopffisch kann sich auch an Land fortbewegen.
Der Schlangenkopffisch kann sich auch an Land fortbewegen.(Foto: WWF/Henning Strack Hansen)
Dienstag, 06. Oktober 2015

Vögel, Fische, Affen: 211 neue Arten in Himalaya-Region entdeckt

Noch immer gibt es auf der Erde unentdeckte Arten und unbekannte Paradiese. Zum Beispiel in der östlichen Himalaya-Region. Dort haben Forscher jahrelang gesucht und etliche bislang unbekannte Tiere entdeckt - etwa einen laufenden Fisch.

Ein "niesender Affe" und ein "laufender Fisch" sind zwei von mehr als 200 Arten, die in den vergangenen Jahren in der östlichen Himalayaregion entdeckt wurden. In einem Bericht der Naturschutzorganisation WWF werden unter anderem bläuliche sogenannte Schlangenkopffische vorgestellt. Diese können an der Luft atmen, bis zu 4 Tage an Land überleben und auf feuchtem Grund bis zu 400 Meter weit voranschlittern.

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Der WWF-Bericht fasst Entdeckungen aus Bhutan, dem nordöstlichen Indien, dem nördlichen Myanmar, Nepal und dem südlichen Tibet zusammen und warnt vor Bedrohungen für das sensible Ökosystem im Himalaya. Aufgelistet werden 211 Arten, die in den Jahren 2009 bis 2014 entdeckt wurden - 133 Pflanzen, 26 Fische, 10 Amphibien, 39 wirbellose Tiere, ein Reptil, einen Vogel und ein Säugetier.

Berichtet wird auch über schwarz-weiße Affen mit nach oben gewandter Nase, die bei Regenwetter zu niesen beginnen. An regnerischen Tagen sitzen sie häufig beieinander und stecken die Köpfe zwischen die Beine, damit sie kein Wasser in die Nasen bekommen. Vorgestellt werden zudem eine rot-orange-gelbe Grubenotter, die an ein Schmuckstück erinnert, ein "Draculafisch" mit Vampirzähnen und drei neue Bananenarten.

In dem Bericht warnt der WWF vor Bedrohungen für Flora und Fauna durch das Bevölkerungswachstum, die Abholzung von Wäldern, Überweidung, Wilderei, Bergbau und den Ausbau der Energiegewinnung durch Wasserkraft. Inzwischen könne nur noch rund ein Viertel der Lebensräume in der Region als intakt bezeichnet werden, heißt es darin. Hunderte Arten müssten als weltweit bedroht eingestuft werden.

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Quelle: n-tv.de