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Ein letztes Mal nah am Saturnmond "Cassini" verabschiedet sich von Enceladus

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Es ist der mit "Tigerstreifen" verzierte Südpol des Saturnmondes, der vulkanisch aktiv ist.

picture alliance / dpa

Enceladus ist ein faszinierender Mond: Von einem Eispanzer bedeckt, ist er vulkanisch aktiv und speit hohe Fontänen aus Wassereis. Raumsonde "Cassini" ist ihm in den vergangenen Monaten auf die Pelle gerückt. Nun näherte sie sich dem Saturnmond zum letzten Mal.

Die Nasa-Raumsonde "Cassini" ist zum letzten Mal nah am Saturnmond Enceladus vorbeigeflogen. "Cassini" näherte sich dem Mond bis auf 5000 Kilometer und untersuchte ihn dabei mit wissenschaftlichen Instrumenten. Insbesondere soll die Sonde Auskunft darüber geben, wie viel Hitze der Mond trotz seines Eispanzers abstrahlt.

Schon mehrfach war "Cassini" nah an Enceladus vorbeigeflogen. Im Oktober tauchte die Sonde - rund sieben mal vier Meter groß - in einem spektakulären Manöver so tief wie nie zuvor in den Wasserdampf und die Eispartikelwolken des Saturnmondes ein. Dabei entdeckte "Cassini" unter dem Eispanzer des Mondes einen verborgenen globalen Ozean. Forscher wussten schon länger, dass es unter dem Eis Wasser geben muss, die Messungen der Sonde zeigten nun, dass der unterirdische Ozean den ganzen Mond umspannt.

"Cassini" war 1997 gestartet und 2004 in die Umlaufbahn des Saturn eingeschwenkt. Seitdem untersucht die rund 12.600 Kilogramm schwere Sonde den Planeten und seine Monde. Die Mission, die gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und der Italienischen Raumfahrtagentur Asi erfolgt, soll noch bis 2017 laufen. 2016 beginnt das "große Finale": Dann soll die Sonde mehrfach zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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