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Mit gutem Essen im Gepäck Drei Raumfahrer schweben durch ISS-Luke

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Esa-Astronaut Thomas Pesquet aus Frankreich ist zum ersten Mal auf der ISS.

(Foto: http://www.esa.int/spaceinvideos/Videos/2016/11/Proxima_Hatch_opening)

Ein Franzose, ein Russe und eine US-Amerikanerin erreichen wohlbehalten die Raumstation ISS. Genau 18 Jahre nach dem Start des ersten Moduls ist damit die 50. Besatzung vollständig. Mit dabei: Leckereien für die Festtage und ein Stück vom Mars.

Eine russische Rakete hat drei Menschen nach einem zweitägigen Flug erfolgreich für eine Jubiläumsmission zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Mit der Ankunft des Franzosen Thomas Pesquet, des Russen Oleg Nowizki und der US-Amerikanerin Peggy Whitson ist die 50. Besatzung auf dem Außenposten der Menschheit komplett.

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Die Sojus-Kapsel dockte in der Nacht zum Sonntag planmäßig an der ISS an. Freudestrahlend schwebten die Raumfahrer durch die Luke in das Weltraumlabor, in dem sie ein halbes Jahr leben und arbeiten sollen. "Glückwunsch zu deinem neuen Zuhause @Thom_astro", schrieb der deutsche Astronaut Alexander Gerst an Thomas Pesquet bei Twitter. Mit Daumen hoch begrüßte Pesquet die wartenden Kollegen, wie in einem Videoclip der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen ist.

Traditionelles Essen vom Sternekoch

Pesquet, Nowizki und Whitson waren in der Nacht zum Freitag vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan mit der Sojus MS-03 gestartet. Sie verstärken die Russen Sergej Ryschikow und Andrej Borissenko sowie den US-Amerikaner Robert Shane Kimbrough. Neben zahlreichen Experimenten haben die Raumfahrer Leckereien für die Festtage zum Jahresende im Gepäck. Pesquet brachte traditionelles französisches Essen von einem Pariser Sternekoch mit, das er zu Neujahr zubereiten will.

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Außerdem hat er ein Stück eines Meteoriten vom Mars dabei, der auf die Erde gefallen war. Mit der europäisch-russischen Sonde ExoMars soll dieser möglicherweise 2020 zum Roten Planeten zurückgebracht werden. Die Aktion sei ein Symbol für die Zusammenarbeit von Menschen und Robotern bei der Weltraumerkundung, erklärte Pesquet vor dem Start. "Manche schicken Roboter auf den Mars, andere wollen Menschen auf den Mars schicken. Wir sind eine große Familie, die zusammen forscht."

Der 38-jährige Pesquet wird in Frankreich als Held gefeiert. Er ist ausgebildeter Pilot und Ingenieur. Pesquet ist wie Alexander Gerst sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Es war Pesquets erster Raumflug. Nowizki ist zum zweiten Mal auf der ISS, für Whitson - mit 56 Jahren die älteste Frau im All - ist es das dritte Mal.

Noch bis 2024 in Betrieb

Auf der ISS leben und arbeiten seit dem Jahr 2000 dauerhaft Menschen. Auf den Tag genau vor 18 Jahren hatte Russland mit dem Antriebsmodul "Sarja" den ersten Baustein der Station ins All geschossen. An dem fliegenden Labor 400 Kilometer über der Erde beteiligt sich neben den Raumfahrtbehörden Russlands, der USA, Kanadas und Japans auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa. Bis 2024 haben Russland und die USA den Betrieb bestätigt, eine Zusage der Esa wird bei der Ministerkonferenz im Dezember erwartet. Die Zukunft danach ist noch offen.

Die Raumfahrer forschen auf der ISS in Bereichen wie Physik, Biologie und Medizin. Diese Arbeit soll sowohl das Leben auf der Erde verbessern als auch den Weg bereiten für die Erkundung des Alls etwa bei künftigen Flügen zum Mars und zum Mond.

Quelle: n-tv.de, Thomas Körbel, dpa

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