Fundsache

Etwa 85 Millionen Jahre alt Bauarbeiter entdecken fossile Vogeleier

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Die Stadt Neuquén, in der die Fossilien gefunden wurden, liegt in Patagonien, einer der landschaftlich schönsten Gegenden in Argentinien.

(Foto: picture alliance / robertharding)

In Argentinien finden Bauarbeiter etwa 160 Vogeleier aus der Kreidezeit bei Renovierungsarbeiten eines Universitätsgebäudes. Forscher der Universität sind nun seit mehreren Wochen dabei, etwaige Funde zu sichern. Der Weg zum Naturkundemuseum ist zufälligerweise auch sehr kurz.

Eine Forschergruppe ist bei Ausgrabungen in Argentinien auf mehr als 160 Eier prähistorischer Vögel gestoßen. "Wir haben ein ganzes Feld mit fossilen Vogeleiern gefunden", sagte die Paläontologin Doménica Santos. Die Eier haben demnach fünf bis sieben Zentimeter Durchmesser und sind rund 85 Millionen Jahre alt.

Bei Renovierungsarbeiten auf einem Universitätsgelände in Neuquén in Patagonien waren die Bauarbeiter auf Überreste aus der Urzeit gestoßen. Ein Team von Wissenschaftlern der Universität arbeitet nun seit Wochen parallel zu den Sanierungsarbeiten an der Sicherung möglicher Funde.

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Dem Paläontologen Juan Porfiri zufolge gehören die Eier zu Vögeln, "die Enantiornithen genannt werden und in der Kreidezeit sehr häufig waren" - vor etwa 66 bis 145 Millionen Jahren.

Der Fundort liegt in unmittelbarer Nähe zum Museum für Naturkunde der Universität. "Wir sind sehr aufgeregt, um ehrlich zu sein, denn einen Campus mit so viel fossilem Material findet man in Argentinien nicht", sagte der Geologiestudent Dario Julián López. "Wir sind in einer privilegierten Situation." Sie könnten die Fossilien nun direkt ins Universitätsmuseum bringen.

Quelle: ntv.de, jru/AFP

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