Fundsache

Fund in Mexiko-Stadt Forscher entdecken Reste von Azteken-Palast

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Laut den Archäologen gehörte der Palast dem Herrscher Axayácatl.

(Foto: Instituto Nacional de Antropología)

In der mexikanischen Hauptstadt stoßen Archäologen immer wieder auf Relikte aus der Azteken-Zeit. Nun kommen bei Renovierungsarbeiten Spuren eines alten Herrscherpalastes zutage. Auch Überreste einer Residenz des spanischen Eroberers Cortés legen die Forscher frei.

Mitten im Zentrum von Mexiko-Stadt sind die Überreste eines Azteken-Palastes entdeckt worden. Im historischen Gebäude des Pfandhauses Nacional Monte de Piedad wurden Basaltböden freigelegt, die dem Palast des Herrschers Axayácatl entstammen, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) mitteilte. Axayácatl regierte von etwa 1469 bis 1481, also mehrere Jahrzehnte vor Ankunft der spanischen Eroberer.

Im selben Gebäude wurden den Angaben zufolge auch Überreste des ersten Wohnhauses des spanischen Konquistadoren Hernán Cortés in Mexiko gefunden. Die Entdeckungen wurden im Zuge von Renovierungsarbeiten an dem Gebäude des Pfandhauses gemacht. Durch die Arbeiten soll das Bauwerk aus dem Jahr 1755 stabilisiert werden. Dieses grenzt an den Zócalo an, den zentralen Platz der mexikanischen Hauptstadt.

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In Mexiko-Stadt werden immer wieder archäologische Funde gemacht. 1978 wurden direkt neben der Kathedrale am Zócalo die Ruinen des Templo Mayor - des Haupttempels der Azteken-Hauptstadt Tenochtitlán - entdeckt. Anfang des Jahres entdeckten Archäologen bei Ausgrabungen ein Dampfbad aus dem 14. Jahrhundert. Dadurch konnte der genaue Ort des Stadtteils Temazcaltitlan festgestellt werden.

Tenochtitlan gehörte mit mehr als 200.000 Einwohnern zu den größten Städten der Welt, als die Spanier unter Hernán Cortés im Jahr 1519 dort ankamen. Innerhalb von zwei Jahren machten sie die Stadt dem Erdboden gleich und löschten damit die aztekische Hochkultur aus. Auf und mit den Trümmern von Tenochtitlan bauten sie die neue Hauptstadt des Vizekönigreichs Neuspanien.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa