Fundsache

Fundsache, Nr. 1225 Salzwerk der Mayas in Guatemala

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Kerzen erhellen eine Höhle bei der Ausgrabungsstätte Salinas de los Nueve Cerros.

(Foto: AP)

Schon vor 3000 Jahren zeigten sich die Mayas erfinderisch. Um Salz zu gewinnen, kochten sie das Wasser eines salzhaltigen Flusses. Der Ertrag war beträchtlich - und führte zu einem schwunghaften Handel.

Im Norden Guatemalas sind Archäologen auf die Überreste eines Salzwerks der Maya gestoßen. In der Blütezeit zwischen den Jahren 1000 und 800 vor Christus seien dort jährlich bis zu 24.000 Tonnen Salz hergestellt worden, sagte der US-Forscher Brent Woodfill von der Universität Louisiana. Dazu hätten die Maya das Wasser eines salzhaltigen Flusses gekocht, bis die gesamte Flüssigkeit verdampfte. Das Salz sei zu Blöcken gepresst und an andere Städte in der Region verkauft worden, sagte Woodfill.

In der Ausgrabungsstätte Salinas de los Nueve Cerros im Department Alta Verapaz wurden zudem drei Pyramiden, mehrere kleine Paläste und zwei Felder für das rituelle Pelota-Spiel gefunden. Die Stadt habe bis ins Jahr 1200 nach Christus bestanden, sagte Woodfill. Später hätten andere Maya-Völker die Salzproduktion in der Region fortgesetzt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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