Donnerstag, 30. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Donnerstag, der 30. April 2020

Die nächsten Lockerungen kommen. Bund und Länder beschließen bei telefonischen Beratungen, dass kulturelle Einrichtungen wie Museen wieder öffnen, Gottesdienste wieder stattfinden oder auch Spielplätze wieder betreten werden können. Hier erfahren Sie, was jetzt alles erlaubt ist - und was verboten.

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

22:15 Uhr

Kardashian-Räuber kommt dank Corona frei

Dreieinhalb Jahre nach dem Raubüberfall auf Kim Kardashian in Paris ist der mutmaßliche Drahtzieher vorerst auf freiem Fuß: Aomar Ait Khedache wurde aus einem französischen Gefängnis freigelassen, wie die Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris mitteilte. Er saß wegen eines anderen Diebstahls mit Freiheitsberaubung ein. Dem rund 60-Jährigen kam eine Haftverkürzung wegen der Corona-Krise zugute.

Der Mann mit wird verdächtigt, die Bande angeführt zu haben, die Kardashian im Oktober 2016 am Rande der Pariser Modewoche in einer Luxusresidenz überfallen hatte. Die Räuber fesselten und knebelten die heute 39-Jährige und flohen mit Juwelen im Wert von umgerechnet neun Millionen Euro.

21:37 Uhr

Nackte Frau trug abgetrennten Kopf ihrer Tochter in Plastiktüte

Im Osten der Ukraine hat sich ein grausames Verbrechen ereignet: Eine unbekleidete Frau wurde dort von der Polizei aufgegriffen, bei sich trug sie in einer Plastiktüte den abgetrennten Kopf ihrer Tochter.

  • Die 38-Jährige hielt am Rande der Großstadt Charkiw auch ein Messer in der Hand. Damit soll sie nach Polizeiangaben das 13-jährige Mädchen getötet haben.
  • Die Leiche hatte den Angaben zufolge der im gleichen Haus lebende 38-jährige Bruder der Frau gefunden und die Polizei informiert.
  • Die Verdächtige wirkte nach Darstellung von Augenzeugen verwirrt und bezeichnete ihr Kind als "Jugendsünde". Das Tatmotiv ist noch unklar. Die Frau kam in Untersuchungshaft.
20:59 Uhr

Britney Spears hat ihr Fitnessstudio abgefackelt

Britney Spears konnte ein halbes Jahr lang ihren heimischen Fitnessraum nicht betreten. Dort war in der Vergangenheit ein Feuer ausgebrochen. "Ich hatte zwei Kerzen und eins führte zum anderen ...", erklärt Spears nun in einem Instagram-Video. Nur zwei Geräte hätten das Feuer unbeschadet überstanden, so Spears weiter. Im Anschluss zeigt die Musikerin, welche Fitnessübungen sie auch ohne Ausrüstung oder lediglich mit zwei Hanteln ausgestattet praktiziert. Dazu gehören Kniebeugen und Yoga-Posen.

Neben dem Video erklärt Spears in dem Post, dass glücklicherweise der Alarm losgegangen sei, als das Feuer ausbrach. So sei niemand verletzt worden. Neben den beiden Geräten habe auch eine Spiegelwand dem Brand getrotzt. "Es könnte schlimmer sein, also bin ich dankbar. Und übrigens: Ich trainiere sowieso lieber draußen", scherzt sie am Ende.

*Datenschutz

20:25 Uhr

Linke Szene in Berlin ruft trotz Corona zu Demo auf

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"Legal? Illegal? Scheißegal!"

(Foto: picture alliance / Hannibal Hans)

Trotz der Corona-Krise wollen Anhänger der linken Szene in Berlin zum Tag der Arbeit auf die Straße gehen.

  • Für die dezentrale Aktion im Stadtteil Kreuzberg wollen die Veranstalter im Internet nacheinander Orte bekanntgeben, "zu denen wir uns dann über verschiedene Wege begeben werden". "Wir wollen die Straßen mit unseren antirassistischen, antipatriarchalen und antikapitalistischen Inhalten fluten", hieß es.
  • Die Berliner Landesregierung warnte bereits, sie werde keine größeren Menschenansammlungen tolerieren. Die Polizei kündigte an, mit 5000 Einsatzkräften unterwegs zu sein.
  • Aufrufe zu Straßenprotesten veröffentlichten Anhänger der linken Szene auch für Städte wie Hamburg, Frankfurt am Main, München oder Stuttgart.
20:15 Uhr

Die Videos des Tages

19:46 Uhr

Türkischer Soldat soll auf deutsche Frontex-Polizisten geschossen haben

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Deutsche Polizisten sind im Rahmen einer Frontex-Mission in Griechenland stationiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

An der türkisch-griechischen Grenze soll ein türkischer Soldat auf deutsche und griechische Frontex-Polizisten geschossen haben.

Am Dienstagabend sei es am Fluss Evros zu einer Schussabgabe durch einen türkischen Soldaten gekommen, während auf griechischer Seite sowohl eine griechisch-deutsche Frontex-Streife als auch eine Streife der griechischen Grenzpolizei anwesend waren, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. Die eingesetzten Kollegen seien nicht verletzt worden. Das Ministerium bestätigte damit einen entsprechenden "Spiegel"- Bericht. "Die genauen Umstände werden noch aufgeklärt", hieß es weiter.

Nach "Spiegel"-Informationen hörte ein deutscher Grenzschützer einen Schuss von der türkischen Seite der Grenze. Durch ein Fernglas sahen die deutschen Polizisten dann, wie ein türkischer Soldat mit einer automatischen Waffe auf die griechische Seite des Ufers zielte. Danach habe er den rechten Mittelfinger gezeigt und sei zurück in sein Zelt gegangen. Andere Soldaten hätten "komm, komm" geschrien. Kurze Zeit später seien sechs weitere türkische Soldaten aufgetaucht und hätten erneut mit ihren Waffen auf die deutschen und griechischen Frontex-Beamten gezielt.

Ein Sprecher der Frontex-Zentrale in Warschau sagte dazu, die griechischen Behörden würden den Vorfall derzeit untersuchen.

19:08 Uhr

Russlands Regierungschef mit Coronavirus infiziert

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Kremlchef Putin hofft auf baldige Genesung Mischutins.

(Foto: AP)

Der russische Regierungschef Michail Mischustin ist nach Angaben der Staatsmedien mit dem Coronavirus infiziert. Der 54-Jährige begebe sich deshalb in Quarantäne, melden russische Agenturen. Kremlchef Wladimir Putin äußerte die Hoffnung auf eine rasche Genesung des Ministerpräsidenten.

Bei einer im Fernsehen übertragenen virtuellen Sitzung schlug Mischustin dem Präsidenten vor, der Erste Vizeministerpräsident Andrej Belusow solle die Amtsgeschäfte während seiner Abwesenheit übernehmen. Putin unterstützte dies.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:51 Uhr

Kanada bestätigt: Nato-Helikopter über Mittelmeer abgestürzt

Ein kanadischer Nato-Militärhubschrauber ist über dem Mittelmeer abgestürtzt. Das bestätigte Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz. Ein Besatzungsmitglied ist beim Absturz ums Leben gekommen, fünf weitere werden vermisst. "Sie sind alle Helden. Jeder von ihnen wird eine Lücke hinterlassen, die nicht gefüllt werden kann." Eine Such- und Rettungsaktion laufe und auch eine Untersuchung des Vorfalls werde durchgeführt. "Ich versichere ihnen, dass wir Antworten bekommen werden."

Der Helikopter gehörte einem Nato-Kontingent im Mittelmeer an. Zur Absturzursache gab es zunächst keine gesicherten Informationen. Nach Angaben der kanadischen Streitkräfte war der Hubschrauber vor der griechischen Mittelmeerküste verschwunden.

18:12 Uhr

Berühmter Dichter Yahya Hassan mit 24 Jahren gestorben

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Yahya Hassan erhielt Morddrohungen und stand unter Personenschutz.

(Foto: imago images/Ritzau Scanpix)

Der junge dänische Dichter Yahya Hassan ist tot. Er sei im Alter von 24 Jahren gestorben, teilte sein Verlag Gyldendal mit. Hassan sei ein "Junge mit enormem Talent" gewesen, schrieb Verlagschef Simon Pasternak auf Instagram. "Das ist eine Katastrophe."

  • Der dänische Rundfunksender DR berichtete, dass Hassan tot in seiner Wohnung gefunden worden sei. Anzeichen einer kriminellen Handlung gebe es nicht, schrieb der DR unter Berufung auf die Polizei.
  • Der 1995 in Aarhus geborene Hassan hatte mit der Gedichtsammlung "Yahya Hassan" 2013 sein Debüt gefeiert. Das Werk wurde vielfach ausgezeichnet und gilt mit mehr als 120.000 verkauften Exemplaren als bestverkaufte lyrische Sammlung eines Debütanten in der dänischen Geschichte.
  • In den Gedichten schrieb Hassan über seine Kindheit im Westen von Aarhus, Gewalt, Drogen, das Einwanderermilieu und äußerte zudem scharfe Kritik an der muslimischen Gemeinschaft. Das führte dazu, dass er unter anderem Morddrohungen erhielt und länger unter Personenschutz stand. In mehreren Videos auf Facebook hatte er in der Vergangenheit davon berichtet, in einen Bandenkonflikt verwickelt zu sein.
17:47 Uhr

Angreifer beschießt kubanische Botschaft in USA

In der US-Hauptstadt Washington hat ein Mann auf die kubanische Botschaft geschossen. Verletzt wurde niemand, der Angreifer wurde festgenommen, wie die US-Polizeibehörde Secret Service mitteilte. Medienberichten zufolge gab der Mann mit einem Schnellfeuergewehr rund 30 Schüsse ab. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Beamte des Secret Service nahmen den Mann fest, seine Identität wurde nicht bekannt gegeben. Ihm werden ein Angriff mit Tötungsabsicht und der Besitz einer nicht registrierten Waffe sowie nicht registrierter Munition zur Last gelegt.

17:25 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:06 Uhr

Noel Gallagher entdeckt beim Aufräumen unveröffentlichten Oasis-Song

Die Corona-Isolation hat manchmal auch ihre positiven Seiten. Das dürfen sich jetzt zumindest Oasis-Fans denken. Noel Gallagher hat angekündigt, dass er eine Songaufnahme seiner ehemaligen Band online veröffentlichen wird. Das verriet er in einem Tweet. Der Grund für die plötzliche Eingebung ist schnell gefunden.

"Wie der Rest der Welt musste ich mir die Zeit vertreiben und habe endlich die Hunderte von unbeschrifteten CDs durchgesehen." Dabei hätte er ein altes Demo gefunden.

Das Lied trägt den Titel "Don't Stop …" und sei bis jetzt nur in einer alten Version von einem Soundchek während eines Konzerts vor "ungefähr 15 Jahren" im Umlauf gewesen.

16:22 Uhr

Interpol warnt: Pizzaboten liefern Drogen - ohne es zu wissen

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(Foto: imago images/Panthermedia)

Interpol warnt davor, dass kriminelle Organisationen während der Coronavirus-Krise Lebensmittellieferanten nutzen, um Drogen und andere illegale Waren zu transportieren.

  • Die spanische Polizei nahm laut Interpol im April in Alicante und Valencia insgesamt sieben Personen fest, die als Fahrer von Lebensmittellieferungen verkleidet waren. Sie hätten Kokain und Marihuana ausgeliefert, erklärte die Behörde. Die Drogen seien teilweise in doppelten Böden in den Rucksäcken der Lieferanten versteckt gewesen.
  • In Irland fand die Polizei Interpol zufolge acht Kilogramm Kokain und zwei Handfeuerwaffen, die in Pizzakartons versteckt waren. Die malaysische Polizei berichtete demnach, von einem Lieferfahrer kontaktiert worden zu sein, der misstrauisch geworden sei, als eine angebliche Bestellung von Fladenbrot elf Kilogramm wog.
  • Die Lieferanten könnten Komplizen oder unwissentlich an dem Drogentransport beteiligt sein, betonte Interpol. Kriminelle könnten sich auch als Zustellfahrer verkleiden, warnte die Polizeibehörde.
15:31 Uhr

Nackte Liebhaberin platzt in Live-Interview

Das ist definitiv der Fail der Woche! Alfonso Merlos ist Nachrichtensprecher des spanischen Senders Trece. Wegen des Ausgehverbots arbeitet er aktuell im Homeoffice. Als der 41-Jährige gerade von zu Hause aus live auf Sendung war, lief plötzlich eine nackte Frau durchs Bild. Na ja, passiert. Das ganze Land weiß, dass Merlos und der spanische Big-Brother-Star Marta López zusammen sind.

Das Problem: Die Frau im Video ist nicht Marta López.

Die Zuschauer haben Merlos Liebhaberin schnell identifiziert - das ist die 27-jährige Journalistin Alexia Rivas.

 

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15:00 Uhr

Schwarzfahrer täuscht Corona-Husten vor - Festnahme

Im Ruhrgebiet hat ein Schwarzfahrer bei der Fahrkartenkontrolle eine Corona-Infektion vorgetäuscht - jetzt ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Mutmaßlich weil er ohne Ticket mit der S-Bahn unterwegs war, soll der 40-Jährige seine Schutzmaske abgenommen haben und lautstark in Richtung der Fahrkartenkontrolleurin und weiterer Reisender gehustet haben, teilte die Polizei mit. Am Dortmunder Hauptbahnhof nahm ihn die Polizei in Gewahrsam.

Der Coronaverdacht hat sich jedoch nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt nicht erhärtet. Die Bahn hatte dennoch vorsorglich den betroffenen Waggon gereinigt, bevor er wieder eingesetzt wurde.

14:34 Uhr
Breaking News

Rund 30 Millionen US-Arbeitslose durch Corona-Krise

Weitere Hiobsbotschaft vom US-Arbeitsmarkt: Rund 3,8 Millionen Menschen stellen in der abgelaufenen Woche einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Analysten hatten 3,5 Millionen prognostiziert. Damit hat die Corona-Krise in den USA bislang rund 30 Millionen Menschen den Job gekostet.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich ins lange Wochenende. Bevor ich seinem Beispiel folge, begleite ich Sie noch bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

14:17 Uhr

Vermisstes Mädchen: Vatikan schließt Akte zum Fall Orlandi

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Emanuela Orlandi verschwand 1983 spurlos.

(Foto: picture alliance / Stf/ANSA/dpa)

1983 verschwindet Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikan-Angestellten, nach dem Besuch einer Musikschule spurlos. Nun hat der Vatikan seine Ermittlungen zu dem mysteriösen Verschwinden beendet. Der Fall werde zu den Akten gelegt, teilte der Kirchenstaat mit.

Vergangenes Jahr erst hatten Forensiker auf dem deutschen Pilgerfriedhof im Vatikan Gräber und ein Beinhaus geöffnet und nach Knochen gesucht, die von Orlandi stammen könnten. Die Suche war jedoch erfolglos.

Bis heute schlägt der ungelöste Fall hohe Wellen. Anfangs gingen die Ermittler von einem Zusammenhang mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. 1981 aus. In anonymen Anrufen und Briefen war kurz nach Emanuelas Verschwinden gefordert worden, den Attentäter Ali Agca im Austausch freizulassen. Zu einem Austausch kam es allerdings nicht.

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13:39 Uhr

Brauerei spendet 15.000 Liter Bier an Bundeswehr

Aufgrund der Corona-Krise kann die fränkische Brauerei Göller ihre Bierfässer nicht mehr an Veranstalter verkaufen. Zunächst war angedacht, die überschüssigen 15.000 Liter einfach wegzuschütten. Doch wie das Unternehmen mitteilt, wird der Biervorrat nun an die Bundeswehr gespendet.

Ausgangspunkt für die Idee war ein Oberstleutnant, der von der Situation der Brauerei erfahren hatte, und Feierabendbier für seine Soldaten kaufen wollte. Kurzerhand entschied sich die Brauerei, ihren Gerstensaft kostenlos abzugeben.

"Da sich die Bundeswehr im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einsetzt, haben wir uns entschlossen, Fassbier zu spenden", schreibt die Firma Göller auf Facebook.

Update: Laut einem Bericht des BR könnte es sich bei dem Oberstleutnanten um einen Betrüger handeln. Demnach hatte die Bundeswehr niemals den Auftrag erteilt, große Mengen Bier abzunehmen.

13:06 Uhr
Breaking News

Bund will Spielplätze wieder öffnen

Der Bund will die wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder öffnen lassen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage.

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12:54 Uhr

Wütende Kundin schleudert Boten heiße Pizza ins Gesicht

Statt Freude über eine Pizza-Lieferung in Corona-Zeiten hat ein Pizzabote in Aachen von einer wütenden Kundin den dampfenden Teigfladen mitten ins Gesicht bekommen.

  • Der 29-jährige Bote hatte die Bestellung abgeliefert und das Geld genommen, teilte die Polizei mit. Dann wurde er von der Kundin noch mal zurückgerufen.
  • Sie habe keine Pizza mit Salami bestellt, meinte sie. Allerdings sagte der Ausdruck der Online-Bestellung etwas anderes.
  • Erbost griff die Frau am Mittwochabend in den Karton und schleuderte dem jungen Mann die Pizza Salami mitten ins Gesicht.

Die Polizisten hielten in ihrem Protokoll nüchtern fest, dass Spuren der Pizza im Gesicht und in den Haaren des Boten mit den Angaben auf der Bestellquittung übereinstimmten. Die Beamten ermitteln nun wegen Körperverletzung.

12:24 Uhr

Mandela-Weggefährte Denis Goldberg ist tot

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Goldberg litt seit mehr als zwei Jahren an Lungenkrebs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Denis Goldberg widmete sein Leben dem Kampf gegen Rassismus. In Zeiten der Apartheid war er einer der prominentesten weißen Widerstandskämpfer in Südafrika. Nun ist der Bauingenieur und überzeugte Kommunist im Alter von 87 Jahren gestorben.

  • Goldberg war einer der engsten Mitstreiter von Nelson Mandela im Kampf gegen die Herrschaft der Weißen.
  • 1964 wurde er wegen Sabotage zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 22 Jahre verbrachte er im Gefängnis.
  • Nach der Haft ging er ins Exil nach London und kehrte erst 2002 nach Südafrika zurück.

"Die Rassentrennung hat sich in den Köpfen aller Südafrikaner eingebrannt", sagte Goldberg 2016. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid in Südafrika sei "noch ein langer Weg zu gehen", um den Rassismus in Südafrika zu besiegen.

11:50 Uhr

Mechaniker entwickelt "social distancing"-Motorrad

In Zeiten der Coronakrise ist einem indischen Fernsehmechaniker eine geniale Idee gekommen. Aus einem alten Motorrad hat der Mann eine Spezialmaschine gebaut, bei dem Fahrer und Beifahrer in meterweitem Abstand zueinander sitzen. "Jetzt kann ich mit meiner achtjährigen Tochter fahren und gleichzeitig einen sicheren Abstand halten", sagte Partha Saha aus dem nordöstlichen Bundesstaat Tripura der Nachrichtenagentur AFP.

Der 39-Jährige hat sein Motorrad bereits auf den Straßen seiner Heimatstadt Agartala ausprobiert. Für sein Gefährt bekam er sogar Lob von Tripuras Regierungschef: "Not macht erfinderisch! Ich gratuliere Partha Saha zu seinem einzigartigen Motorrad, mit dem er das Bewusstsein während der Covid-19-Pandemie stärkt", schrieb Biplab Kumar Deb auf Twitter.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:05 Uhr

Vater versuchte offenbar einjährigen Sohn zu töten

Ein 36 Jahre alter Mann hat in der ostholsteinischen Gemeinde Ratekau offenbar versucht, seinen einjährigen Sohn zu töten und anschließend Suizid zu begehen. Das Kind wurde mit erheblichen Gesichtsverletzungen von der Polizei in seinem Bett gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Lebensgefahr besteht den Angaben zufolge nicht.

  • Der Vater war am Mittwoch vermutlich in Suizidabsicht mit seinem Wagen auf der Autobahn 1 gegen eine Leitplanke gerast und auf der Gegenfahrbahn von einem Wagen erfasst worden.
  • Einem Ersthelfer soll er gesagt haben, dass er sein Kind umgebracht habe.
  • Der 36-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und vorläufig festgenommen.
  • Bislang konnte er noch nicht vernommen werden.
10:21 Uhr

Ermittlungen gegen Harrison Ford nach Zwischenfall auf Flugplatz

Hollywood-Star Harrison Ford sollte allmählich darüber nachdenken, seinen Pilotenschein abzugeben. Zum wiederholten Male ist es mit ihm am Steuer einer Kleinmaschine zu einem Vorfall gekommen. Dieses Mal am Hawthorne Municipal Flughafen in Kalifornien.

  • Die Maschine des Hobby-Himmelstürmers überquerte eine Startbahn, auf der ein anderes Flugzeug gerade das Landen übte, teilte die US-Flugaufsichtsbehörde FAA mit.
  • Ford war vom Tower aufgefordert worden, zu halten, hatte die Ansage aber offenbar falsch verstanden. "Entschuldigen Sie, Sir, ich dachte genau das Gegenteil. Es tut mir furchtbar leid", sagte der Schauspieler in einem aufgezeichneten Funkspruch. Die FAA ermittelt nun gegen den 77-Jährigen.

Ford hatte in der Vergangenheit schon öfters Ärger wegen seines Hobbys. 2017 entging er knapp einer Strafe, nachdem er auf einem Flughafen die Lande- mit einer Rollbahn verwechselt hatte. Zwei Jahre zuvor musste er mit einem Oldtimer-Flugzeug nach einem Triebwerksausfall auf einem Golfplatz notlanden.

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10:07 Uhr
Breaking News

Arbeitslosenzahl steigt im April drastisch

Der Arbeitsmarkt ist im April wegen der Corona-Krise erheblich unter Druck geraten. Wie die Bundesagentur für Arbeit bekannt gibt, steigt die Arbeitslosenzahl saisonal bereinigt im Vergleich zum März um 373.000. Damit sind nun mehr als 2,64 Millionen Menschen ohne Beschäftigung.

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09:50 Uhr

Mexikanischer Wrestler kämpft mit Nähmaschine gegen Corona

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"El Hijo del Soberano" mit einer seiner Masken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bunt bemalte Masken sind ihr Markenzeichen - das nutzen manche Wrestler in Mexiko nun, um sich in der Corona-Krise über Wasser zu halten. So auch der Ringer "El Hijo del Soberano" (Der Sohn des Souveräns) aus der Stadt Torreón im Norden des Landes.

"Als die Kämpfe abgesagt wurden, haben wir einen Tiefpunkt erreicht. Wir hatten nicht einmal genug zu essen", erzählt der 38-Jährige der dpa. "Da ist meiner Frau und mir die Idee gekommen, Mundschutzmasken herzustellen, und das Geschäft boomt. Wir geben damit inzwischen sogar drei anderen Leuten Arbeit."

Mittlerweile kommen über soziale Medien auch Aufträge aus dem Ausland. Viele der Käufer bräuchten die bunten Stoffmasken nicht zum Schutz vor dem Coronavirus, sondern wollten sie als Sammlerstücke haben.

09:12 Uhr

SEK-Beamter tot: Mutmaßlicher Schütze lagerte Drogen und Waffen

Bei einer Razzia in Gelsenkirchen wurde gestern ein SEK-Beamter erschossen. Nun haben Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Todesschützen Drogen und Waffen gefunden.

Bei der Durchsuchung beschlagnahmte die Polizei nach eigenen Angaben Marihuana und Kokain sowie weitere Drogen, einen offensichtlich scharfen Revolver, mehrere Luftgewehre und Messer, eine Paintball-Handgranate und selbstgebaute pyrotechnische Gegenstände. Zudem wurde in der Wohnung eine größere Menge Bargeld gefunden.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:39 Uhr

Wrackteile von Nato-Hubschrauber im Mittelmeer entdeckt

Nach dem Verschwinden eines kanadischen Nato-Hubschraubers über dem Mittelmeer sind nach Angaben der griechischen Armee Wrackteile gefunden worden. Der griechische Fernsehsender ERT berichtete, es sei "auch eine Leiche entdeckt worden". Diese sei mit Wrackteilen des Hubschraubers nahe der griechischen Insel Kefalonia lokalisiert worden.

Der Nato-Hubschrauber war am Mittwoch bei einem Mittelmeer-Einsatz von den Radarschirmen verschwunden. An Bord sollen sich sechs Personen befunden haben.

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07:24 Uhr

Thüringens Verfassungshüter misstraut AfD-Plänen

Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer hat weiterhin Zweifel, dass sich der als rechtsextrem eingestufte "Flügel" der AfD wie angekündigt auflöst.

  • Kramer bezeichnete die Ankündigungen laut dem MDR als "Versuch einer Verschleierung der weiterhin bestehenden, demokratiefeindlichen Bestrebungen".
  • "Zahlreiche Protagonisten des Flügels üben nach wie vor großen Einfluss innerhalb der AfD aus - unabhängig von der Organisationsform", sagte Kramer dem Sender.

Der AfD-Bundesvorstand hatte verlangt, dass sich die in der AfD einflussreiche Gruppierung bis zum 30. April auflöst. Björn Höcke, einer der Wortführer des Flügels, hatte im März dazu aufgerufen, die Aktivitäten des Netzwerks einzustellen.

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07:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Kanzlerin Angela Merkel spricht heute erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Nachdem die Runde vor zwei Wochen die teilweise Öffnung von Geschäften beschlossen hatte, sind nun offenbar keine weiteren Öffnungsschritte geplant. Diese Themen stehen außerdem auf der Tagesordnung:

  • Die Bundesagentur für Arbeit wird erstmals Zahlen vorlegen, die Aufschluss über die Zahl der Kurzarbeiter in der Corona-Krise geben.
  • Die Außenminister der Ukraine und Russlands wollen unter deutsch-französischer Vermittlung über Fortschritte im Ukraine-Konflikt beraten.
  • Der EZB-Rat entscheidet über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.
  • Die Anmeldefrist für den VW-Diesel-Vergleich läuft endgültig ab. Damit steht fest, wie viele Autobesitzer auf das außergerichtliche Angebot des Konzerns eingehen.
  • Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht wieder die wöchentliche Zahl neuer Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Bis zum Nachmittag betreue ich für Sie den Tag. Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

07:25 Uhr

Tief "Zlatina" bringt neue Regenwolken

Der Tag startet im Osten noch freundlich und trocken. Im übrigen Land sind hingegen schon die Regenwolken vom nächsten Tief aufgezogen: "Zlatina" mit Zentrum über den Britischen Inseln. Im Tagesverlauf erreichen die Schauer dann auch Oder, Neiße und den Bayrischen Wald, während sich vor allem im Nordwesten die Sonne häufiger und länger zeigt.

Und auch wenn der April damit alles andere als schön zu Ende geht: Der April 2020 wird als sonnenscheinreichster April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Statistik eingehen. Voraussichtlich landet er im Flächenmittel bei etwa 294 Stunden und damit waren es fünf Sonnenstunden mehr als beim bisherigen Rekord-April aus dem Jahr 2007. Zudem war es der dritttrockenste April.

Die Temperaturen bringen es dabei heute auf 12 Grad im Bereich Schwarzwald und Schwäbische Alb und auf bis zu 21 Grad in Südost-Bayern. Damit dürfte der April am Ende der siebtwärmste April seit Aufzeichnungsbeginn werden.

Die weiteren Aussichten machen dann mal auf verkehrte Welt: Denn der Mai beginnt mit Aprilwetter. Wiederholt erwarten uns teils kräftige Regengüsse, örtliche Gewitter und ein mitunter starker bis stürmischer Wind. Dazu am Freitag 10 bis 18 Grad. Der Samstag bringt uns maximal noch 10 bis 17 Grad. Erst am Sonntag geht es mit 12 bis 20 Grad wieder etwas aufwärts. Damit wünschen ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich ganz entspanntes langes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:50 Uhr

Biden will US-Botschaft in Jerusalem belassen

Ende 2017 hatte US-Präsident Donald Trump Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt und wenig später die Botschaft dorthin umziehen lassen. Der Schritt löste bei den Palästinensern wütende Proteste aus.

Nun kündigte Joe Biden im Falle seines Wahlsieges bei den Präsidentenwahlen an, Trumps Entscheidung nicht rückgängig zu machen.

Zwar sei es ein Fehler von Trump gewesen, die Botschaft ohne Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern zu verlegen, sagte der Top-Demokrat. "Doch nun, da es geschehen ist, würde ich die Botschaft nicht nach Tel Aviv zurückverlegen."

Biden steht als Herausforderer Trumps bei der Präsidentenwahl im November so gut wie fest, obwohl die Vorwahlen noch nicht abgeschlossen sind. Alle stärkeren Konkurrenten um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hatten in den vergangenen Monaten das Handtuch geworfen.

06:40 Uhr
Breaking News

Hisbollah-Verbot - Bund geht gegen Israelfeinde vor

Die Bundesregierung verbietet die Aktivitäten von vier der Hisbollah zugerechneten Vereinen. Am Morgen durchsucht die Polizei deren Liegenschaften. Die israelfeindliche, islamistische Hisbollah ist als Terrororganisation eingestuft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:12 Uhr

Nato-Hubschrauber über Mittelmeer verschwunden

Bei einem Einsatz über dem Mittelmeer ist ein kanadischer Nato-Hubschrauber von den Radarschirmen verschwunden. Die Suche nach dem vermissten Helikopter des Typs CH-148 Cyclone sei im Gange, teilte die kanadische Armee in der Nacht mit. Laut der griechischen Luftwaffe war eine sechsköpfige Crew an Bord.

  • Der Kontakt zu dem Hubschrauber sei verloren gegangen, als sich dieser an Nato-Operationen vor der griechischen Küste beteiligt habe, hieß es.
  • Laut den Angaben der griechischen Luftwaffe verschwand die Maschine nahe der griechischen Insel Kefalonia in internationalen Gewässern zwischen Griechenland und Italien vom Radar.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht