Unterhaltung

Dschungelcamp, Tag 10 "Was? Der hat so 'nen Kleinen?"

imageCALO21UU.jpg

Bitte, gib ihm Kraft: Thomas Rupprath und Jay Khan.

Boah, krass ey: Der zehnte Tag im Dschungel brachte unserer Ekel-Equipe einen weiteren schmerzvollen Abschied, neue delikate Erfahrungen und ein wirkliches Aha-Erlebnis.

Ja, hallo erstmal. Ich weiß gar nicht, ob Sie's schon wussten, aber Gitta Saxx heißt eigentlich Gitta Sack. Aber womöglich, weil das als Ex-Playmate ja doch krude Assoziationen zu den beim Lesen ihrer Interviews vor Freude saxxhüpfenden Männern hervorrufen könnte, hat sie ihren Nachnamen irgendwann subtil umbenannt. Lassen Sie diese Information einfach mal in Ruhe saxxen.

Denn eigentlich möchten wir hier auf etwas ganz anderes hinaus - nämlich, dass es uns ja schon ein wenig auf den Saxx geht, dass diese Saxxgesichter von RTL-Zuschauern uns offenbar foppen wollen. Hatten wir Gittas Abschied aus dem Camp etwa nicht vorhergesagt? Aber nein, da wollte das verehrte Publikum ja lieber Eva Jacob aus der Show haben. Nur um sich gerade einmal einen Tag später dann doch für das Ex-Playmate zu entscheiden. Ha ha, sehr witzig. Glauben Sie uns, wenn wir lachen wollen, dann kaufen wir uns einen Lachsaxx.

imageCAD5ZWWK.jpg

Wären gern noch ein bisschen geblieben: Eva Jacob und ihr Stoffpudel.

Gar nicht zum Lachen ist auch den Camp-Bewohnern zumute, wenn sie sich nun von einem ihrer Mitstreiter nach dem anderen verabschieden müssen. Da wird umarmt, geflennt und gebusselt, als hätte man statt wenigen Tagen im Dschungel schon sein ganzes Leben miteinander verbracht und würde sich auch nicht spätestens in einigen Tagen zurück in der freien Wildbahn der Zivilisation wiedersehen. Ja, man glaubt es kaum - die "Promis" nehmen offenbar weiterhin nichts lieber als Tonnen von Reis, Bohnen und Schafshoden in Kauf, um bloß nicht jetzt schon die so niveaulose Ekel-Show verlassen zu müssen. Oder, um es mit Eva Jacob zu sagen, sie sind "geknickt und enttäuscht", wenn sie nach Hause geschickt werden. Nur nicht die gute Gitta, die wollte raus aus dem Camp - und ist nun erlöst.

Fast wie ein Kaugummi-Automat

Hä? Schafshoden? Die standen doch bisher gar nicht auf dem Speiseplan, schießt es jetzt bestimmt allen durch den Kopf, die die Zusammenfassung des zehnten Tags unserer Möchtegern-Dauercamper im schönen Australien verpasst haben. Stimmt, doch dank der Prüfung "Dschungel-Automat" weiß inzwischen zumindest Jay Khan auch, wie dieser Gaumenschmaus mundet.

Gibt es eigentlich noch diese Kaugummi-Automaten aus unser Kindheit, die meist rot waren und nach dem Einwurf von zehn Pfennig sowie dem Drehen eines Metallgriffs ihre Schätze preisgaben? Während bei ihnen der Inhalt zwar lecker war, wir aber nie wussten, ob nicht einer unserer lieben Altersgenossen in den Ausgabeschacht gespuckt hat, war der "Dschungel-Automat" in gewisser Weise die Umkehrung: Seine Warenklappe war vermutlich klinisch rein, doch dafür hatten es die "Snacks", die die zu der Prüfung angetretenen Jay und Thomas Rupprath aus ihr zogen, umso mehr in sich - "zumindest für den europäischen Geschmack", wie Moderator Dirk Bach präzisierte.

Nicht petzen!

Psst! Wenn Sie es nicht weitersagen, verraten wir Ihnen an dieser Stelle mal ein altes Onliner-Geheimnis: Eigentlich sollte man in einem Text keine spaltenbreiten Bilder einbauen, weil der gemeine User an diesen dann oft stoppt und nicht mehr weiterliest. Weil aber die Prüfung "Dschungel-Automat" doch so aufschlussreiche Bilder produziert hat, um den Menü-Ablauf zu illustrieren, machen wir mal wieder absichtlich diesen Anfängerfehler. Aber nur, wenn Sie es wie versprochen nicht petzen, nicht wie sonst bei Dia-Shows einschlafen und artig bis zum Ende dieses Artikels weiterscrollen!

imageCA6GGS9S.jpg

Als ersten "Snack" zieht Thomas Rupprath ein paar "Erdwurm-Flips" aus dem Automaten. Der Ex-Schwimmer stopft sich die lebenden Würmer in den Mund, schafft es jedoch nicht, den kompletten Haufen innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits von einer Minute hinunterzuwürgen. Die Folge: Kein Stern und damit ein - mit Sicherheit schmackhafteres - Abendessen für ihn und seine Mitstreiter weniger.

"Scheiße" ruft Jay Khan aus, als er danach einen "Kroko-Riegel", bestehend aus einem Krokodil-Fuß, in seinen Händen hält. Trotzdem beißt er ein dickes Stück heraus, knabbert zwei der Zehen ab und holt damit den Stern.

image77.jpg

Auch die "Käsestangen" - acht Scheiben der so genannten Kotzfrucht - muss Jay vertilgen. Um sich von dem Geschmackserlebnis abzulenken, springt er auf und ab - mit Erfolg.

Der "Schleim-Gummi" in Form von vergorenen Sojabohnen ist indes wieder für Thomas bestimmt. Wagemutig versucht er, die klebrige Masse zu verschlingen, scheitert daran jedoch und muss sich zwischenzeitlich sogar übergeben.

imageCA7VX1IB.jpg

Den "Augenschmaus" aus einem Krokodils-, einem Schafs- und einem Fischauge kann sich Thomas nicht geben. Jay springt für ihn ein und kaut die Teile mit angewidertem Gesichtsausdruck, seinem Teamkollegen im Arm und Faustschlägen auf den Tisch herunter.

Beim "Studentenfutter" langt Thomas hingegen kräftig zu und verputzt sogar mehr lebende Kakerlaken, Grillen und Mehlwürmer als eigentlich nötig.

image79.jpg

Den "Fleisch-Lolli", bei dem es sich um nichts anderes handelt als einen Krokodil-Penis, tritt Jay an Thomas ab, obwohl der Sänger erstaunt feststellt: "Was? Der hat so 'nen Kleinen?" Thomas verspachtelt das Fleischstück am Stiel, ist jedoch entsetzt über sich selbst: "Wow, war das schlimm, ey. Meine Fresse, ich hatte 'nen Penis im Mund."

Den als "Knabber-Spaß" titulierten Kamel-Schweif muss indes abermals Jay abkauen. "Na, Dirk auch 'nen Happen?", fragt er Dirk Bach, doch der lehnt seltsamerweise dankend ab.

image78.jpg

Auch das letzte "Leckerli" übernimmt Jay: "Gemischte Nüsse" alias Hirsch- und Schafshoden. Nachdem Sonja Zietlow ihm versichert hat, dass diese nicht krank, sondern "sehr potent" machen würden, haut der Sänger sie sich rein. Das Ergebnis der Prüfung beläuft sich damit am Ende auf sieben von neun möglichen Sternen und Jays Fazit: "Ja, ich fühl' mich definitiv potenter."

Wir dürfen also gespannt sein, ob die Viagra-Produktion demnächst zusammenbricht. Genauso gespannt wie auf die kommende Dschungel-Prüfung "Raus aus den Mulden". Die kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, da es sich wieder einmal um eine Prüfung handelt, die Sarah Knappik vor wenigen Tagen verweigert hat. Das Camp-Schnucki wurde unterdessen von Indira zur neuen Teamchefin ernannt und sah ihre Hauptaufgabe wohl darin, alle mit ihren Rap-Künsten zu beglücken. Beispiel gefällig? Na, dann passen Sie mal auf:

imageCACPLLN4.jpg

"Hammerhartes Ghetto-Schwein": Sarah K.

"Ich geb' nichts auf 'Zack die Bohne',
dieser Spruch,
der war mal nicht ohne,
doch er ging verloren,
an einer ekligen Frau,
deswegen hau' ich sie
irgendwann grün und blau,
brutal wie ich bin,
immer in die Fresse rein,
Sarah K. ist ein
hammerhartes Ghetto-Schwein."

Weil die Zuschauer bestimmt auch weiterhin nicht auf diese lyrischen Ergüsse verzichten wollen, dürfte Sarah wohl noch ein bisschen im Camp bleiben. Eng werden könnte es indes für jemand anderen, der irgendwie wohl noch erleuchtet werden muss, dass Nahtod-Experimente vielleicht, eventuell und möglicherweise nicht ganz das Richtige fürs Unterhaltungsfernsehen sind. Ach, lassen Sie es uns einfach im Sarah-Style sagen:

Boah, krass, ey,
was für ein Schock,
als nächsten erwischt's
den Rainer aus dem Block,
yo, krass, genau,
wir meinen Rainer L.,
er muss nun gehen
und zwar aus dem Dschung-el.

Zaxx die Bohne, da lehnen wir uns doch abermals weit aus dem Fenster. Vergackeiern Sie uns nicht wieder! Sonst kippen wir Ihnen eine Saxxkarre voll mit Schafshoden vor die Füße. Aber, yo, krass, ehrlich ey.

Dschungelcamp, Tag 1: Und er hat gar nicht gebohrt
Dschungelcamp, Tag 2: "Wir waren Gott"
Dschungelcamp, Tag 3: Deep from the Dickdarm
Dschungelcamp, Tag 4: "Leck es alles ab!"
Dschungelcamp, Tag 5: Wo die Liebe hinfällt
Dschungelcamp, Tag 6: From Sarah with Love
Dschungelcamp, Tag 7: "Vielleicht wollen die mich brechen sehen"
Dschungelcamp, Tag 8: Sechs, setzen!
Dschungelcamp, Tag 9: "Wie ein Versarah"
Dschungelcamp, Tag 10: "Was? Der hat so 'nen Kleinen?"
Dschungelcamp, Tag 11: Einfach nur unfassbar

 

Quelle: ntv.de