Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:39 Slowakei impft vorerst nicht mit russischem Sputnik V +++

Die Slowakei wird den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V entgegen dem Willen ihres Regierungschefs vorerst nicht bestellen. Die kleinste der vier Koalitionsparteien legte in einer Regierungssitzung am Abend ihr Veto dagegen ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASR meldete. Damit darf Sputnik V in der Slowakei erst eingesetzt werden, wenn die europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine - vom russischen Hersteller noch gar nicht beantragte - Zulassung erteilt hat. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic und die Mehrheit der Regierungsmitglieder sprachen sich für einen Ankauf des russischen Impfstoffs aus.

+++ 22:25 78 deutsche Regionen liegen unter Inzidenz-Grenze von 35 +++
In Deutschland befinden sich derzeit 78 Regionen unter der Obergrenze von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Angaben aus den Bundesländern hervor. Demnach liegen 111 von 412 Regionen über der Inzidenz von 35, aber unter der Obergrenze von 50. Das bedeutet, dass 223 Regionen und damit mehr als die Hälfte noch jenseits der erstrebten Marke liegen. Von den Landkreisen und kreisfeien Städten, die in die Statistik eingehen, liegen sechs über einem Inzidenzwert von 200. Spitzenreiter ist nach wie vor der bayerische Kreis Tirschenreuth mit 317,9.

+++ 22:04 Macron: Reiche Länder sollen Impfdosen an ärmere abgeben +++
Der französische Präsident setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Bundeskanzlerin Angela Merkel besprochen und sie unterstütze dies, sagt Emmanuel Macron in einem Interview mit der "Financial Times". Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf begrüßt diesen Vorstoß. "Sehr willkommen, eine fantastische Entwicklung", sagt der Covid-Berater der WHO, Bruce Alyward. Es könne dazu beitragen, dass Ziel zu erreichen, dass Gesundheitsmitarbeiter in aller Welt in den ersten 100 Tagen dieses Jahres geimpft werden.

+++ 21:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9933 neue Fälle gemeldet - R-Wert steigt +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.364.793 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9933 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 513 auf 66.915. Die Werte entsprechen etwa dem Niveau der Vorwoche, als 9895 neue Fälle und 631 Tote gemeldet wurden. Als aktuell infiziert gelten rund 129.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 87 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 0,85). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3177 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1806 davon werden beatmet. Rund 4578 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 21:19 Jeder Vierte will im Frühjahr oder Sommer innerhalb Deutschlands verreisen +++
27 Prozent der Deutschen planen für das Frühjahr oder den Sommer eine Urlaubsreise innerhalb Deutschlands. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv hervor. 13 Prozent der Befragten wollen demnach ungeachtet der Pandemie ins Ausland fahren und weitere 15 Prozent beabsichtigen, im In- und Ausland Urlaub zu machen. 39 Prozent gaben demnach an, sie wollten in diesem Frühjahr oder Sommer nicht verreisen. 25 Prozent derjenigen, die eine Reise innerhalb Deutschlands planen, haben diese nach eigenen Angaben auch bereits gebucht oder wollen dies demnächst tun. Von denjenigen, die ins Ausland reisen möchten, haben der Umfrage zufolge 34 Prozent bereits gebucht oder haben dies demnächst vor.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL am 16. und 17. Februar 2021 erhoben. Datenbasis: 1012 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

+++ 21:01 Scholz: Deutschland wird nach Krise aus Schulden herauswachsen +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagt "Focus Online", Deutschland werde mittelfristig aus der zuletzt in der Krise deutlich gestiegenen Verschuldung herauswachsen. "Vielleicht schon Ende der 20er Jahre werden wir wieder alle Kriterien des Maastricht-Vertrags erfüllen", so der SPD-Kanzlerkandidat mit Blick auf die europäischen Vorgaben zur Finanzpolitik. "Allein an Unterstützung für Unternehmen haben wir bis jetzt rund 110 Milliarden Euro aufgebracht. Insgesamt summieren sich unsere Unterstützungsleistungen auf fast 190 Milliarden Euro."

+++ 20:45 Anteil britischer Mutante in Frankreich bei 36 Prozent +++
Auch in Frankreich breitet sich die sogenannte britische Coronavirus-Variante schnell aus: 36 Prozent aller positiv Getesteten sind inzwischen damit infiziert, wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilt. Vor gut einem Monat lag der Anteil noch bei rund einem Prozent, allerdings wurden die Tests auch weniger auf Mutanten analysiert. In Deutschland liegt der Anteil der Mutante B.1.1.7 derzeit laut Bundesregierung bei über 22 Prozent. Die Infektionszahlen in Frankreich verharren derzeit auf einem hohen Niveau. Zuletzt meldeten die Behörden 22.501 Neuinfektionen. Vor einer Woche wurden 21.063 neue Fälle registriert.

+++ 20:21 Astrazeneca: Impfstoff schützt zu 100 Prozent vor schwerer Erkrankung +++
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca ist Darstellungen entgegengetreten, sein Impfstoff habe nur eine geringe Wirksamkeit. Das Vakzin schütze "tatsächlich zu mehr oder weniger 100 Prozent vor den schweren Verläufen der Erkrankung", sagt Klaus Hinterding, Vizepräsident bei Astrazeneca Deutschland, im rbb-Inforadio. Das habe man in den klinischen Studien sehr deutlich nachgewiesen. Der Impfstoff stößt auf Vorbehalte, weil seine Wirksamkeit beim Schutz vor einer Corona-Infektion mit rund 70 Prozent angegeben wird, diejenige der Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna dagegen mit deutlich über 90 Prozent. "Was oft verwirrend wirkt, ist der Unterschied zwischen dem Schutz vor schweren Verläufen und dem Schutz vor einer Ansteckung", sagt dazu Hinterding. Dies hänge jedoch auch davon ab, was genau in den Studien untersucht wurde. "Das wichtigste ist, jeder Impfstoff schützt besser als gar keine Impfung. Das schlechteste, was man tun kann, ist tatsächlich, sich gar nicht impfen zu lassen."

+++ 19:59 Thüringen verlängert Lockdown bis Mitte März +++
Die Menschen in Thüringen müssen sich auf noch wochenlang anhaltende Einschränkungen einstellen. Eine neue Verordnung, die am Freitag in Kraft tritt, sieht eine Verlängerung des Lockdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vor. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sei es aber jederzeit möglich, die Geltungsdauer bei Bedarf auch zu verkürzen. Die Verordnung enthält auch Lockerungen. So sollen unter anderem Fahrschulen wieder öffnen dürfen und auch Prüfungen durchführen können. Friseure können ab 1. März ihre Dienste wieder anbieten und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe können öffnen. Thüringen ist derzeit das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 100.

+++ 19:49 CTS Eventim soll Dortmund bei Impfterminvergabe helfen +++
Die Stadt Dortmund holt sich bei der Vergabe von Impfterminen Hilfe vom Ticket-Verkäufer CTS Eventim. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, die Details würden noch geklärt, sagt eine Sprecherin der Stadt. Das Land Schleswig-Holstein nutzt seit Ende vergangenen Jahres CTS Eventim für die Vergabe der Impftermine. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben zudem mit weiteren Kommunen in Nordrhein-Westfalen im Gespräch.

+++ 19:31 Experte: Britische Variante ab März in den USA vorherrschend +++
In den USA dürfte ab März die zuerst in Großbritannien nachgewiesene, ansteckendere Virus-Variante einem Experten zufolge vorherrschen. Der Leiter des US-Corona-Programms, Anthony Fauci, spricht zudem von mehreren Monaten Arbeit, bis ein neuer Impfstoff gegen die südafrikanische Variante bereitstehe. Auch diese ist hochansteckend.

+++ 19:17 Passagiere mit gefälschten Testnachweisen erwischt +++
In Estland hat die Polizei bei einer Kontrolle am Flughafen Tallinn fünf Personen mit gefälschten Testnachweisen aufgegriffen. Die Reisenden legten nach Angaben der Behörden Bescheinigungen vor, die angeblich von einem privaten Medizinlabor ausgestellt worden sein sollen. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass sie gefälscht waren. Nach Angaben von Innenminister Kristian Jaani hatten die Behörden einen Tipp von dem Labor bekommen und deshalb etwa 500 Personen am Flughafen überprüft.

+++ 19:00 Maas kennt keine Forderungen nach Schließung der Grenze zu Frankreich +++
Außenminister Heiko Maas will für Frankreich verschärfte Einreiseregeln wie an den Grenzen zu Tschechien und Tirol vermeiden. "Während die Grenzländer zu Österreich und zu Tschechien die Bundesregierung aufgefordert haben, die Grenzen zu schließen und zu kontrollieren, ist das bei den Bundesländern, die an der französischen Grenze liegen - Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz - komplett umgekehrt", sagt der SPD-Politiker. "Dort ist man gegen diese Grenzschließungen." Er hoffe nun, dass Deutschland aufgrund der Entwicklung in Frankreich und der Corona-Maßnahmen, die dort ergriffen worden seien, um entsprechende Maßnahmen an der Grenze zu Frankreich herumkommen werde.

+++ 18:43 Müller will wegen Astrazeneca-Stau die Impfreihenfolge überdenken +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kündigt an, vor dem Hintergrund verschmähter Astrazeneca-Dosen die Impfreihenfolge anzupassen. "Ich werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in unseren Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". Bislang biete man den Impfstoff den Gruppen an, die nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission an der Reihe seien. "Wer den Impfstoff aber nicht will, der hat damit erst einmal seine Chance vertan. Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten." In Berlin und anderen Bundesländern wurden Tausende zur Verfügung stehende Astrazeneca-Dosen bislang nicht verimpft, weil die Berechtigten ein anderes Präparat bevorzugten. Müller schlägt vor, diesen Impfstoff nun stattdessen Lehrern, Erzieherinnen oder Polizei und Feuerwehr anzubieten, die eigentlich erst später an der Reihe wären.

+++ 18:26 RKI-Chef: Haben Wettrennen zwischen Impfungen und Virusvarianten +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) vergleicht die derzeitige Lage in der Pandemie mit einem Wettrennen zwischen Impfungen und dem Auftreten neuer Virusvarianten. "Je schneller wir impfen, desto schneller können wir das natürlich eindämmen", sagt Lothar Wieler bei WDR5. Es sei davon auszugehen, dass das Coronavirus nicht mehr verschwinde, deshalb brauche man eine Immunität. Impfangebote sollten deshalb angenommen werden, bekräftigt er. "Wenn mir heute einer diesen Astrazeneca-Impfstoff anbieten würde, dann würde ich ihn natürlich nehmen", betont Wieler.

+++ 18:16 Impfzentrum erlebt mangelnde Nachfrage und zieht Verwaltungsmitarbeiter vor +++
Im Impfzentrum Kyritz im Nordwesten von Brandenburg sind neben den priorisierten ambulanten und stationären Pflegekräften auch Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises und der zugehörigen Städte und Gemeinden geimpft worden. Das teilt Landrat Ralf Reinhardt mit. Er habe auf einen Hilferuf aus dem Impfzentrum reagiert, das über eine geringe Nachfrage nach Impfterminen der prioritär Berechtigten mit dem Präparat Astrazeneca berichtet hatte. Daher sei kurzfristig interessierten Verwaltungsmitarbeitern, aber auch Feuerwehrleuten oder Kita-Mitarbeitern eine außerplanmäßige Impfung angeboten worden.

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+++ 18:05 Totenzahl in Pflegeheimen: New Yorks Gouverneur Cuomo unter Druck +++
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kommt wegen hoher Todeszahlen in Pflegeheimen unter Druck. Hintergrund ist, dass die Zahl der Todesfälle in den Heimen zuletzt stark nach oben korrigiert wurde - von 8500 auf mehr als 15.000. Mehrere Medien - darunter die "New York Times" - berichten, dass Abgeordnete des Staates eine Verschleierung der Ausmaße durch Cuomo vermuten. Als Konsequenz planten sie, seine Machtbefugnisse zum direkten Erlassen von Notfallmaßnahmen einschränken zu wollen. Ebenfalls wurde bekannt, dass die Bundespolizei FBI und Ermittler im Staat New York das Vorgehen der Regierung bezüglich der Pflegeheime untersuchten.

+++ 17:49 13.447 neue Infektionen in Russland gemeldet +++
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Russland steigt auf 4,125 Millionen. Allein heute meldeten die Behörden 13.447 neue Ansteckungen, 1950 davon in der Hauptstadt Moskau. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Erkrankung Covid-19 stieg um 480 auf 81.926. Russland gehört nach Daten der Johns-Hopkins-Universität zu den Ländern, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind.

+++ 17:31 Hamburger Forscher: Indizien sprechen dafür, dass Coronavirus aus Labor stammt +++
Der Hamburger Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger hat im Zeitraum von Januar bis Dezember vergangenen Jahres verschiedene Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, Artikeln, Berichten in sozialen Medien und anderen Quellen zusammengetragen und kommt zu dem Schluss: Der Erreger Sars-CoV-2 ist nicht eines natürlichen Ursprungs, sondern stammt aus einem Labor in Wuhan. Als Indizien für diese Theorien führt der Physiker etwa folgende Punkte an:

  • Bis heute konnte kein sogenanntes Zwischenwirtstier ermittelt werden, dass der "Zoonose-Theorie" entsprechend beweist, dass die Coronaviren von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurden.
  • Eine Forschungsgruppe am virologischen Institut der Stadt Wuhan hat über viele Jahre hinweg gentechnische Manipulationen an Coronaviren vorgenommen mit dem Ziel, diese für Menschen ansteckender, gefährlicher und tödlicher zu machen.
  • Es existierten erhebliche Sicherheitsmängel im virologischen Institut der Stadt Wuhan bereits vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie, welche dokumentiert sind.
  • Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Faktoren schreibt Wiesendanger: "Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sehr viele Indizien gibt, die einen Laborunfall im 'Wuhan Institute of Virology' als die mit Abstand wahrscheinlichste Ursache für die Corona-Pandemie erscheinen lassen."

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+++ 17:15 Bericht: Biontech/Pfizer verlangten 54 Euro pro Dosis von EU +++
In einem ursprünglichen Angebot sollen die Unternehmen Pfizer und Biontech mehr als 54 Euro pro Dosis ihres Corona-Vakzins von der EU verlangt haben. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein vertrauliches Angebot aus dem Juni 2020. Demnach hätte der Gesamtpreis bei der Abnahme von 500 Millionen Dosen rund 27 Milliarden Euro betragen. Damit wäre der Impfstoff 20-mal so teuer wie das Präparat von Astrazeneca gewesen, heißt es in dem Bericht. Erst im Spätherbst konnten sich die EU-Kommission und die beiden Unternehmen auf einen Vertragsabschluss einigen. Der Preis soll in der Zwischenzeit auf 15,50 Euro heruntergehandelt worden sein. Ob die unterschiedlichen Preisvorstellungen die Verhandlungen über Monate verlängerten, ist nicht bekannt. Konkrete Auskünfte zu dem Vorgang wollten die beiden Seiten demnach nicht erteilen.

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+++ 16:58 WHO startet neuen Milliarden-Spendenaufruf +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen neuen Spendenaufruf für ihre Aktivitäten im Kampf gegen das Coronavirus gestartet. Nötig seien in diesem Jahr 1,96 Milliarden Dollar (1,62 Mrd Euro), sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO wolle damit Gesundheitsmaßnahmen finanzieren, aber auch Kampagnen gegen Gerüchte und Falschinformationen. Im vergangenen Jahr hatte die WHO um 1,7 Milliarden Dollar zur Unterstützung ihrer Coronavirus-Aktivitäten gebeten. Davon seien 1,58 Milliarden Dollar zusammengekommen. Die WHO habe damit unter anderem 191 medizinische Nothilfeteams entsandt, epidemiologische Untersuchungen in 58 Ländern unterstützt und mehr als 150 Schulungen für Gesundheitspersonal über den Umgang mit dem Virus durchgeführt, an dem 4,7 Millionen Menschen teilgenommen hätten.

+++ 16:41 Lebenserwartung in den USA deutlich gesunken +++
Wegen der gegenwärtigen Pandemie ist die Lebenserwartung in den USA deutlich gesunken. Besonders betroffen sind Schwarze und Latinos. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zu 2019 um ein Jahr von 78,8 auf 77,8 Jahre. Das geht aus einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor. Damit fiel die zuletzt stetig angestiegene Lebenserwartung auf den niedrigsten Wert seit 2006. Für die von der Pandemie in den USA besonders betroffenen Minderheiten ging die Lebenserwartung noch stärker zurück: Für Schwarze um 2,7 Jahre von 74,7 auf 72 Jahre. Das ist der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten. Für Latinos ging sie um knapp zwei Jahre zurück, von 81,8 auf 79,9 Jahre, wie die CDC-Daten zeigen.

+++ 16:22 Grenze von 500.000 Todesfällen in der EU überschritten +++
Mehr als eine halbe Million Menschen in der Europäischen Union sind mittlerweile in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Wie aus den aktualisierten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorgeht, sind bislang rund 515.500 Menschen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Zusammenhang mit einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 verstorben. Zieht man die drei EWR-Länder Norwegen, Island und Liechtenstein davon ab, kommt man für die EU auf knapp 514.850 Todesfälle. Für ganz Europa (inklusive beispielsweise Großbritannien und Russland) liegt die Zahl bereits bei gut 809.000, wie eine Auswertung von ntv.de ergibt.

+++ 16:02 Deutsche Intensivstationen werden zusehends entlastet +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland geht weiter erkennbar zurück. In deutschen Kliniken werden derzeit 3177 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 74 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 1806 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 36 weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4578 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 15:46 Vatikan will Impfverweigerer notfalls feuern +++
Den rund 5000 Bediensteten des Vatikans droht künftig bei einer Verweigerung der Corona-Impfung die Entlassung. Das geht aus einem Dekret hervor, das vom Kirchenstaat veröffentlicht wurde. Wer keine medizinischen Gegen-Indikationen vorweise und die Impfung gegen das Coronavirus verweigere, müsse mit "mehr oder weniger schweren Konsequenzen" rechnen, die "bis zur Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses führen" könnten, heißt es in dem Dekret.

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+++ 15:33 UKE-Studie: Die meisten Patienten sterben "an" Covid-19 und nicht "mit" +++
Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat bei Hunderten Obduktionen von Corona-Toten regelmäßig mehrere Vorerkrankungen festgestellt. "Nur in einem Prozent der gesamten untersuchten Fälle konnte keine Vorerkrankung festgestellt werden", sagt Institutsdirektor Benjamin Ondruschka. Insgesamt wurden am UKE im vergangenen Jahr 735 Obduktionen von Todesfällen durchgeführt, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion standen. Bei den meisten Fällen stellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Covid-19-Erkrankung als Todesursache fest: "618 Fälle können wir sicher als Covid-Sterbefall einordnen", so Ondruschka.

  • In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit Sars-CoV-2 infiziert, die Infektion war aber nicht todesursächlich.
  • Zu den häufigsten Vorerkrankungen zählten Bluthochdruck, eine chronische Niereninsuffizienz oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
  • 20 Prozent der Verstorbenen wiesen ein krankhaftes Übergewicht auf.
  • 75 Prozent der Verstorbenen waren älter als 76 Jahre. Im Median waren die Betroffenen 83 Jahre alt.
  • Die verstorbenen Männer waren statistisch etwas jünger als die Frauen und es verstarben mehr Männer als Frauen.

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+++ 15:14 Vier von zehn Bundesbürgern befürworten Rücktritt Altmaiers +++
38 Prozent der befragten Bundesbürger halten die Forderung, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wegen der Verzögerungen bei den Corona-Hilfen zurücktreten sollte, für gerechtfertigt. Eine Mehrheit von 52 Prozent findet diese Forderung nicht gerechtfertigt. Das ergibt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv. Der Forderung, Altmaier solle zurücktreten, stimmen die Selbständigen (45 Prozent) und die Arbeiter (61 Prozent) häufiger als die übrigen Erwerbstätigen (Angestellte: 38 Prozent, Beamte: 27 Prozent) zu. Überdurchschnittlich häufig sind außerdem die Anhänger der FDP (43 Prozent) und der Linkspartei (40 Prozent) der Meinung, dass Altmaier wegen der Verzögerungen bei den Corona-Hilfen zurücktreten sollte. Von den Anhängern der AfD stimmt dieser Forderung eine Mehrheit von 75 Prozent zu.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL am 16. und 17. Februar 2021 erhoben. Datenbasis: 1012 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

+++ 15:04 Bayerische Landräte machen Druck auf Merkel und Söder +++
Vor einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder fordern mehrere bayerische Landräte und Oberbürgermeister Kurskorrekturen in der Anti-Corona-Politik: unter anderem klarere Öffnungsperspektiven und eine Orientierung nicht mehr nur an Sieben-Tage-Inzidenzwerten. Vor allem Kommunen mit konstant niedrigen Infektionszahlen wollen raschere Lockdown-Lockerungen insbesondere für den Einzelhandel. Die Videoschalte mit der Kanzlerin ist für diesen Freitag angesetzt. Niemand wolle das Erreichte allzu leichtfertig aufs Spiel setzen, gerade mit Blick auf die Ausbreitung der Virusmutationen, sagt etwa der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Kempten habe aber seit Tagen eine Inzidenz von etwa 20. Wenn sich dieser Trend verstetige und auch im Umland sichtbar sei, werde man langsame Öffnungen einfordern.

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+++ 14:48 Ausbruch in Leipziger Heim: fast jeder vierte Bewohner stirbt +++
Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Leipziger Pflegeheim ist fast ein Viertel der Bewohner gestorben. Der Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt mitteilt. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, ob sich die Menschen vor oder nach dem Impftermin angesteckt haben. Bei den Impfungen sind zwei Dosen nötig, damit sie ihren vollständigen Schutz entfalten. Der Ausbruch startete am 18. Januar, am 14. begannen die Erstimpfungen. 70 Menschen lebten laut Stadt in dem Pflegeheim. 46 Bewohner und 21 Beschäftigte steckten sich an. 16 Bewohner starben.

+++ 14:30 Drei Bundesländer sind unter 50er Grenze - in einem Bundesland steigt die Inzidenz deutlich +++
Den zweiten Tag in Folge bewegen sich drei Bundesländer mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge zählen dazu weiter die Südwest-Länder Baden-Württemberg (41,5|Vortag: 43,6) und Rheinland-Pfalz (45,6|45,3) sowie die Hauptstadt Berlin (47,9|48,5). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert sogar von 111,6 auf 119,5 gewachsen. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland noch über der 100er-Marke. Besser sieht es in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein aus, die sich im 50er-Bereich bewegen - obgleich Bayern, Hessen und NRW laut RKI leichte Anstiege aufweisen. Hamburg hat sich mit einem Zuwachs von 58,5 auf 60,3 wieder deutlicher von der 50er-Zielmarke entfernt.

+++ 14:12 Seehofer ordnet Grenzkontrollen zunächst für zehn Tage an +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer ordnet Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol für zehn Tage an. Nach ntv-Informationen wird erst dann geprüft, ob man wieder zur Normalität zurückkehren kann. Die Bundesregierung hatte am Sonntag Kontrollen zum österreichischen Bundesland Tirol und zu Tschechien eingeführt. Grund ist die dort starke Ausbreitung von Mutanten. Einreisen dürfen nur noch Deutsche und Ausländer mit einem Wohnsitz in Deutschland. Ausnahmen gelten für den Gütertransport und Gesundheitspersonal.

+++ 13:56 Russland will am Samstag dritten Impfstoff zulassen +++
Russland will am Samstag den dritten Corona-Impfstoff zulassen. Dann solle Covivac eine Genehmigung erhalten, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine Internetseite der Regierung. In Russland werden bereits die Impfstoffe Sputnik V und Epivaccorona eingesetzt.

+++ 13:39 Platzeck würde sich mit Sputnik V impfen lassen +++
Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck würde sich mit dem russischen Corona-Vakzin Sputnik V impfen lassen, wenn dies in Deutschland möglich wäre. Der "Berliner Zeitung" sagt er mit Blick auf die Haltung des Westens gegenüber Russland: "Unser Feindbild ist ebenso gefestigt wie unsere Überheblichkeit, und das bezieht eben den Impfstoff Sputnik V mit ein." Natürlich sei Russland mit der Anerkennung des Impfstoffs voreilig gewesen, sagt Platzeck, der seit 2014 Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums ist. "Wir waren im August noch von unserem eigenen Reinheitsgebot überzeugt. Das hat zu einer - man könnte fast sagen - Verteufelung von Sputnik V geführt." Auf die Frage, ob er sich mit Sputnik V impfen lassen würde, antwortete Platzeck: "Sofort und ohne Bedenken."

+++ 13:21 1,58 Millionen Bürger haben einen vollen Impfschutz +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 4,5 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 3,6 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 1,9 Prozent - das entspricht mehr als 1,58 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 2,8 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Hessen 1,5 Prozent.

+++ 13:07 Anteil britischer Mutante übersteigt in Düsseldorf 40 Prozent +++
Die Stadt Düsseldorf verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Infektionen mit der sogenannten britischen Variante. Der Anteil der offenbar hochansteckenden Mutation an den festgestellten Corona-Infektionen wuchs bis zum Donnerstag auf mehr als 40 Prozent, wie die Stadt mitteilt. Am Dienstag hatte er noch 27 Prozent und am Mittwoch 30 Prozent betragen. Parallel stieg auch die Sieben-Tage-Inzidenz von 33,8 auf zuletzt 44,9. Erst am Mittwoch waren in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Corona-Ausbrüche in einer Kita und in einem Pflegeheim gemeldet worden.

+++ 12:49 Studie: Blutverdünnung hat positiven Effekt +++
Umfangreiche Untersuchungen von Corona-Toten bestätigen nach Angaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die positive Wirkung von Blutverdünnungsmitteln. "Zwar haben unsere Obduktionen der Verstorbenen gezeigt, dass die Covid-19-Erkrankten trotz der Gabe von Blutverdünnungsmitteln noch Blutgerinnsel in den Lungenschlagadern aufweisen konnten", sagt der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Benjamin Ondruschka. In der statistischen Auswertung hätten sich aber längere Überlebenszeiten seit einer Therapieumstellung gezeigt.

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+++ 12:36 Brandenburg will Polizisten früher impfen +++
In Brandenburg sollen Polizisten eine Corona-Impfung bekommen, obwohl sie nicht in der ersten Gruppe der Impfreihenfolge stehen. Das Gesundheitsministerium habe das Innenministerium darüber informiert, dass mehr Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung stehe als erwartet und damit auch die zweite Prioritätengruppe einbezogen werden könne, sagt der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister. Es gehe zunächst um gut 1000 Polizisten im Streifendienst oder in Bereitschaft, die zum Beispiel auf Anti-Corona-Demonstrationen im Einsatz seien. Das verstoße nicht gegen die Impfreihenfolge.

+++ 12:19 Video: Infektionszahlen treten weiter auf der Stelle +++

+++ 11:52 Ärzte rufen Pfleger eindringlich zum Impfen auf +++
Die großen Organisationen der Ärzteschaft haben die Pflegerinnen und Pfleger eindringlich aufgerufen, sich impfen zu lassen. "Wer nicht geimpft ist, hat ein deutlich höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken." Alle zugelassenen Impfstoffe, auch der von Astrazeneca, "helfen, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden". Zunächst niedrige Zahlen bei den Astrazeneca-Impfungen waren am Donnerstag teilweise auch darauf zurückgeführt worden, dass Impfberechtigte Zweifel an der Wirksamkeit hätten.

+++ 11:39 England meldet zwei Drittel weniger Fälle +++
In England ist die Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus Getesteten seit Anfang Januar um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Imperial College London, für die Zehntausende zufällig ausgewählte Bürger regelmäßig getestet werden. Fiel der Test Anfang Januar noch bei mehr als 1,5 Prozent positiv aus, waren es Anfang bis Mitte Februar nur noch gut 0,5 Prozent. Im besonders stark betroffenen London ging der Anteil der positiven Tests sogar um 80 Prozent zurück. Beobachter führen die Entwicklung auf den seit Anfang Januar geltenden harten Lockdown zurück - und noch nicht auf die zunehmende Zahl der Geimpften.

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+++ 11:23 Tausende Impftermine in Sachsen frei +++
In Sachsen sind mehr als 2500 Impftermine in dieser Woche noch frei. Probleme bereiten die Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches und Pflegepersonal vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten-Kreuz Sachsen sagt. "Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt." Es sei eine Herausforderung, diejenigen zu finden, die jetzt an der Reihe seien und noch kein Angebot erhalten hätten.

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+++ 11:01 Nach Flensburg: Lauterbach fordert "strikten Lockdown" für Deutschland +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutanten in Flensburg einen "strikten Lockdown". Die schleswig-holsteinische Stadt zeige, was drohe, wenn sich die Mutante B.1.1.7 ausbreite, twittert er. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt bei 185. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für Flensburg deshalb eine nächtliche Ausgangssperre und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen. Lauterbach hält einen strikteren Kurs für ganz Deutschland für nötig, um die Ausbreitung der Mutationen zu unterbinden: "Verhindern kann das nur strikter Lockdown, bis wir klar unter Zielinzidenz von 35 liegen."

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+++ 10:32 Hotspot-Spitzenreiter Tirschenreuth steigt wieder über 300 +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands, der Wert steigt sogar wieder an. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (18. Februar, 0 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 317,9 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf (Vortag: 294,3). Somit ist Tirschenreuth wieder über die 300er-Schwelle geklettert - und ist dort der einzige deutsche Land- oder Stadtkreis.

Hinter Tirschenreuth folgen der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge (279,4) und die Stadt Hof (224,8), die beide wie Tirschenreuth in Bayern und unweit der tschechischen Grenze liegen. Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI weiterhin in Bayern und Rheinland-Pfalz sowie neu an der Ostsee. Demnach weist die unterfränkische Stadt Schweinfurt (5,6) die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf, dahinter folgen ebenfalls einstellig der holsteinische Kreis Plön (8,5) und die pfälzische Stadt Zweibrücken (8,8).

+++ 10:03 Virologe rechnet langfristig mit regelmäßigen Impfungen +++
Der Virologe Martin Stürmer rechnet angesichts der Mutation von Viren damit, dass sich künftig Menschen regelmäßig gegen Corona impfen lassen sollten. "Ich gehe mal davon aus, dass wir ein ähnliches Schema erleben werden, wie wir es von der klassischen Virus-Grippe kennen", sagt er in der ARD. Die vorhandenen Impfstoffe würden auf alle Virusvarianten derzeit gut reagieren. Es könne aber durchaus passieren, dass sich die Varianten weiter entwickelten und es dann in Deutschland eine ungeschützte Population geben könne. Dann müsste neu geimpft werden. Stürmer erwartet, "dass es über kurz oder lang in irgendeiner Form passieren wird". Das kenne man von der Virus-Grippe.

+++ 09:37 Todesfälle in USA steigen über 490.000 +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 2471 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 490.326. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 70.176 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 27,87 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich und deutlich ab.

+++ 09:13 Fast jedes dritte Unternehmen meldet Kurzarbeit an +++
Mittlerweile greift seit Jahresbeginn beinahe jede dritte Firma auf Kurzarbeit zurück, wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf Daten des Münchner Ifo-Instituts berichtet. Demnach haben im Januar 31 Prozent der Betriebe die staatlichen Lohnzuschüsse bei der Arbeitsagentur beantragt. Im Dezember waren es 28 Prozent.

+++ 08:42 Mehr als 190 Regionen unter 50er-Schwelle +++
In Deutschland wächst weiter die Anzahl der Regionen, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Demnach weisen bereits 194 Städte und Landkreise (Vortag: 184) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen noch 228 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.

+++ 08:18 Sieben-Tage-Inzidenz steigt minimal an +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) leicht angestiegen. Demnach nahm sie am Mittwoch von 57,0 auf 57,1 zu. Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl gibt die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

+++ 07:55 FDP fordert öffentliche Impfung von Merkel und Steinmeier +++
Die FDP fordert eine rasche Impfung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen das Coronavirus. Damit könne um Vertrauen in die Impfungen geworben werden, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der "Bild"-Zeitung. Eine öffentliche Impfung wäre ein "sehr positives Signal" für die Impfkampagne, betont der FDP-Politiker. Eine solche Aktion würde "vertrauensbildend" wirken.

+++ 07:28 RKI meldet mehr als 10.000 neue Fälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 10.207 Neuinfektionen. Das sind 30 Corona-Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der bislang registrierten Infektionen wächst damit auf 2.360.606. Nach RKI-Angaben starben 534 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus, 132 weniger als vor genau einer Woche. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 66.698. Als aktuell infiziert gelten derzeit etwa 128.000.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:38 Studie: Biontech-Impfstoff schützt vor Südafrika-Variante - aber wohl weniger effektiv +++
Der Impfstoff von Pfizer und Biontech bietet auch vor der erstmals in Südafrika entdeckten Variante des Coronavirus Schutz. Das habe eine Laborstudie gezeigt, teilen beide Unternehmen mit. Das Ergebnis der Studie wurde im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Es deutet allerdings darauf hin, dass der Impfstoff vor der südafrikanischen Mutante möglicherweise nicht so effektiv schützt wie erhofft. Der Wirkstoff ist demnach rund zwei Drittel weniger effektiv. Jedoch scheint das Vakzin dennoch in der Lage zu sein, das Virus zu neutralisieren.

+++ 06:05 Medizinethiker: Gezielte Infektionen nicht vertretbar +++
Der Medizinethiker Joerg Hasford hält die gezielte Infizierung freiwilliger Probanden mit dem Coronavirus in moralischer Hinsicht für nicht vertretbar. Bis heute kenne man keine Gruppe, bei der es kein Risiko von tödlichen Verläufen oder beunruhigenden Spätfolgen von Covid-19 gebe, schreibt Hasford, der dem Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen angehört, in einem noch unveröffentlichten Beitrag, der der dpa vorliegt. Zudem könne man es Ärzten nicht zumuten, Menschen gezielt zu infizieren, ohne die Folgen abschätzen zu können. Dies widerspreche auch dem Eid, den diese bei Eintritt in ihren Beruf geleistet hätten. Großbritannien hatte mitgeteilt, für ein besseres Verständnis des Coronavirus absichtlich Probanden infizieren zu wollen. Bis zu 90 Freiwillige zwischen 18 und 30 Jahren sollen in einer "sicheren und kontrollierten Umgebung" dem Virus ausgesetzt werden.

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+++ 05:01 Pflegeheime brauchen regelmäßige Impf-Einsätze +++
Patientenschützer rufen dazu auf, die Impfungen in Pflegeheimen nicht nach der ersten Impfrunde aus den Augen zu verlieren. "Mit den jetzt zwei aufsuchenden Impfterminen ist es noch lange nicht getan", sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Auch ohne das Virus versterbe etwa ein Drittel der Heimbewohner im ersten halben Jahr nach Einzug. Es zögen also kontinuierlich neue Pflegebedürftige ein, die oft noch kein Impfangebot erhalten hätten. In diesem Jahr brauche es einmal im Monat Einsätze mobiler Teams in den 12.000 Einrichtungen.

+++ 04:15 Astrazeneca: Immunologe schlägt weitere Nachimpfung vor +++
In der Diskussion um die Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs schlägt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, eine Nachimpfung mit einem anderen Mittel vor. "Man kann die Immunität, die man mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken", sagt Watzl der "Augsburger Allgemeinen". Spätestens ab dem vierten Quartal stünden mehr Impfdosen zur Verfügung, als für eine zweifache Impfung der Gesamtbevölkerung nötig wären.

+++ 03:48 Mittelstand dringt auf "Exit-Fahrplan" +++
Der Mittelstand dringt auf einen verbindlichen "Exit-Fahrplan", um den Lockdown zu beenden. In einem Schreiben des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) an Wirtschaftsminister Peter Altmaier heißt es, es sei "höchste Zeit", den bestehenden Zustand der Ungewissheit geregelt zu beenden. Der Lockdown in Deutschland richte "mittlerweile in weiten Teilen mehr wirtschaftlichen Schaden an, als er medizinischen Nutzen bringt." Eine Sieben-Tage Inzidenz von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner sei im Winter schwierig zu erreichen. Aufgrund der effizienteren Nachverfolgung könnten die Gesundheitsämter Werte in dieser Größenordnung inzwischen beherrschen, argumentiert der Verband.

+++ 02:43 Steuerentlastung für freiwillige Helfer in Impfzentren +++
Freiwillige Helfer in Impfzentren werden als Dank für ihr Engagement steuerlich entlastet. Sie könnten die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen nutzen, sagt Finanzstaatssekretär Rolf Bösinger. Bund und Länder hätten für 2020 und 2021 eine entsprechende steuerliche Sonderregelung beschlossen. Für Helfer, die direkt im Impfzentrum arbeiten, ist demnach der Freibetrag für Übungsleiter in Höhe von 3000 Euro pro Jahr anwendbar. Für alle, die nebenberuflich in der Verwaltung des Impfbereichs, in der Leitung eines Impfzentrums oder in der Infrastruktur tätig sind, gilt die Ehrenamtspauschale in Höhe von 840 Euro pro Jahr. Diese Pauschalen sind persönliche steuerliche Freibeträge. Honorare für die freiwillige Tätigkeit bleiben bis zu dieser Höhe steuerfrei.

+++ 01:54 New Yorks Vergnügungsparks dürfen bald wieder aufmachen +++
Die Vergnügungsparks im US-Bundesstaat New York dürfen trotz Corona-Pandemie im Frühjahr wieder öffnen. Masken, Abstand, Einhaltung von Hygieneregeln und Reduzierung der erlaubten Besucherzahlen auf rund ein Drittel seien dabei Pflicht, sagt Gouverneur Andrew Cuomo. So kann beispielsweise der berühmte Vergnügungspark Coney Island im New Yorker Stadtteil Brooklyn, der im vergangenen Jahr komplett geschlossen bleiben musste, ab 9. April wieder den Betrieb aufnehmen. New York - einst Epizentrum der Pandemie in den USA - hat die zweite Welle auch wegen streng durchgesetzter Maßnahmen bislang vergleichsweise gut überstanden.

+++ 01:08 Kommunen: Schnelltest-Organisation ist "Mammutaufgabe" +++
Kommunen und Ärzte warnen vor zu großen Hoffnungen bezüglich der von der Bundesregierung angekündigten Gratis-Schnelltests. Man solle nicht glauben, "ab 1. März stünden überall für alle Schnelltests in großer Zahl zur Verfügung", sagt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Impfstart habe gezeigt, dass die Organisation und die Verteilung "für viele Millionen Menschen gleichzeitig eine Mammutaufgabe darstellt". Landsberg plädiert für ein stufenweises Vorgehen. Solange nicht ausreichend Tests vorhanden seien, sollten sie zunächst in Kitas und Schulen eingesetzt werden.

+++ 00:30 Venezuela nimmt Impfungen mit Sputnik V auf +++
In Venezuela beginnen heute die Impfungen mit dem russischen Vakzin Sputnik V. Zunächst seien Pflegepersonal und Staatsbedienstete an der Reihe, kündigt Staatschef Nicolás Maduro an. Dazu gehörten Abgeordnete, Polizisten, Soldaten und Regierungsvertreter. Für sie sei "aufgrund ihrer Arbeit auf der Straße" ein "besonderer Schutz" gerechtfertigt. Die restliche Bevölkerung werde ab April geimpft. In Venezuela haben die Behörden bislang knapp 134.000 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Toten liegt bei fast 1300.

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Quelle: ntv.de, fzö/ino/chf/rts/dpa/AFP

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