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Noch viel härter als auf der Erde Astronaut will im All Marathon laufen

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Tim Peake im European Astronaut Centre in Köln.

(Foto: dpa)

Sport im Weltall ist schon wichtig, um den Körper in der Schwerelosigkeit fit zu halten. Aber einen Marathon laufen? Ein britischer Astronaut will das tun - es wäre das erste Mal. Und noch viel anstrengender als auf der Erde.

Der britische Astronaut Tim Peake will als erster Mensch in der Internationalen Raumstation (ISS) einen Marathon laufen. Die 42-Kilometer-Strecke möchte der 43-Jährige auf einem speziellen Laufband zurücklegen, elastische Kunststoffbänder sollen ihn trotz Schwerelosigkeit auf dem Band halten, wie die Europäische Weltraumagentur (Esa) mitteilte.

Der Start sei für den 24. April geplant - zeitgleich mit dem Startschuss des Londoner Marathons. "Der Londoner Marathon ist ein weltweites Ereignis, lass es uns aus dieser Welt herausheben", sagte Peake auf Youtube.

Täglich bis zu zwei Stunden Sport

Um den Körper in der Schwerelosigkeit des Alls fit zu halten, seien täglich bis zu zwei Stunden Sport wichtig, teilte die Esa weiter mit. "Aber einen Marathon im Weltall auf einem Laufband zu laufen, ist sehr schwierig", sagte ein Esa-Sprecher in Köln.

Allein das Tragen der Gurte werde nach einigen Stunden sehr unangenehm. Das Kölner Astronautenzentrum habe Peake auf den Lauf vorbereitet und werde ihn auch medizinisch begleiten. Der sportbegeisterte Brite habe bereits vor einigen Jahren den Londoner Marathon geschafft - in drei Stunden und 18 Minuten. Im All dürfte dies aber vermutlich länger dauern. "Wir wissen es aber nicht genau", sagte der Sprecher.

Peake startet am 15. Dezember vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu seiner ISS-Mission.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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