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Zur Stillung des Fleischhungers Chinesische Klonkuh bringt Kalb zur Welt

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Chinas Fleischkonsum wächst rasant.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der weltweite Klontier-Zoo hat ein neues Mitglied: In China kommt das Kalb von Klonkuh Niu Niu auf die Welt. Diese verfügt über ein Gen, das für einen höheren Fettanteil der Muskeln sorgen soll.

Eine geklonte und genetisch veränderte Kuh hat in China ihr erstes Kalb zur Welt gebracht. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach ist der Nachwuchs, der vor zwei Wochen geboren wurde, Teil eines Forschungsprojektes, das die Qualität von chinesischem Rindfleisch verbessern soll.

Die Klonkuh mit dem Namen Niu Niu war mit einem Gen ausgestattet worden, das für einen höheren Fettanteil der Muskeln sorgen soll. Dieses Gen konnten die Wissenschaftler der Pekinger Landwirtschaftsuniversität nun auch beim Nachwuchs von Niu Niu nachweisen. Solche Kühe sollen den Forschern zufolge dabei helfen, in großen Mengen hochwertiges Rindfleisch herzustellen. Damit soll China unabhängiger von teuren Importen aus Südamerika werden. Der Fleischkonsum des Landes wächst seit Jahren rasant. Der aktuelle Fleischatlas der Böll-Stiftung listet für die Volksrepublik 46 Millionen geschlachtete Rinder auf. Noch deutlich größer ist der Hunger auf Schwein: 660 Millionen werden pro Jahr geschlachtet.

Inzwischen gibt es weltweit einen regelrechten Klontier-Zoo. Züchter vermehren auf diese Weise zum Beispiel die besten Milchkühe oder die besten Zuchtbullen. Bei der chinesischen Klonkuh Niu Niu war zudem die Genmanipulation vorgenommen worden.

Zur Schaffung des Klonschafs Dolly, des ersten Säugetiers ohne biologischen Vater, hatten Forscher einer Eizelle den Zellkern entnommen, in dem die Erbinformation steckt. An seine Stelle platzierten sie den Zellkern aus der Euterzelle eines Schafes. Die umfunktionierte Eizelle wurde in einer Nährlösung zur Teilung angeregt und dann in eine Ersatzmutter eingepflanzt. Dolly kam 1996 in Schottland auf die Welt, kränkelte und starb nach relativ kurzem Leben.

Quelle: n-tv.de, kbe/dpa

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