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Erster Brite auf ISS Esa serviert Weihnachtspudding im All

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Tim Peake freut sich auf traditionelle britische Weihnachtspezialitäten im Alll.

(Foto: dpa)

Tim Peake wird als erster britischer Astronaut mehrere Monate auf der ISS leben. In knapp vier Wochen fliegt er zur Internationalen Raumstation. Damit er Weihnachten standesgemäß im All verbringen kann, lässt sich die Esa etwas Besonderes einfallen.

Bei seiner ersten Mission auf der Internationalen Raumstation ISS darf sich der Brite Tim Peake auf Verpflegung fast wie daheim freuen - traditionelle britische Weihnachtsspeisen inklusive. "Ich habe gehört, dass ein Christmas Pudding zur Raumstation gebracht wird", sagte Peake in Vorfreude auf die traditionelle mit Trockenobst verfeinerte Mehlspeise. Er freue sich darauf, dass für seinen fünfmonatigen Aufenthalt im All Schulkinder mit dem britischen Sternekoch Heston Blumenthal einige Gerichte für ihn vorkochten.

Tim Peake wird im Dezember als erster Brite zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Er will mit der Reise junge Menschen für naturwissenschaftliche und technische Fächer begeistern. "Wir haben einen Fachkräftemangel derzeit, und wir brauchen unbedingt mehr Absolventen mit diesen Hintergründen", sagte der 43-Jährige der BBC.

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Der Kosmonaut Mikhail Korniyenko während eines Außeneinsatzes an der ISS.

(Foto: dpa)

Sein für den 15. Dezember geplanter Flug mit einer russischen Sojus-Rakete ins All mache ihm "gar keine Angst", sagte Peake. "Ich war 18 Jahre lang Testpilot für Hubschrauber und das bringt im Alltag mehr Risiken mit sich", führte der Armeeangehörige aus. Außerdem sei er in seinem Training für die ISS auf alle Eventualitäten vorbereitet worden. "Ich habe in keiner Sojus-Simulation gesessen, in der es nicht irgendwann eine katastrophale Panne gegeben hat", witzelte der Brite. Zudem fühle er sich privilegiert, ein Teil dieses "unglaublichen Abenteuers von internationaler Zusammenarbeit" zu sein.

Der Brite soll für die Europäische Weltraumagentur (ESA) zusammen mit dem US-Astronauten Tim Kopra und dem russischen Kosmonauten Juri Malenschenko zur ISS fliegen. Ihre Sojus-Rakete startet am kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur. Peake hofft, auch mit einem Außeneinsatz im All betraut zu werden.

Außeneinsatz für US-Astronauten

Ihren Außeneinsatz haben Scott Kelly und Kjell Lindgren bereits hinter sich. Die zwei US-Astronauten sind zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen zu mehrstündigen Außenarbeiten an der ISS ins All ausgestiegen. Sie schwebten planmäßig durch die Schleuse ins Freie, wie in einer Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war.

Sie sollten unter anderem Arbeiten an einem Kühlsystem vornehmen. Die Mission sollte etwa sechseinhalb Stunden dauern. Dabei stießen die zwei Astronauten auf ein Leck, aus dem flüssiges Ammoniak austrat. Der Vorfall verlängerte des Außenbordeinsatz im fast zwei Stunden, weil Kelly und Lindgren zunächst sicherstellen mussten, dass sie auf ihren Raumanzügen kein giftiges Ammoniak mit zurück in die ISS bringen. Vorfälle mit Ammoniak gelten als eine der größten Gefahren für die Besatzung der ISS.

Nach Nasa-Angaben war es der 190. Außeneinsatz seit dem Beginn der ISS-Mission 1998. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/AFP

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