Riekes Rückspiegel

Was war am 11. Oktober? Die Sturmflut, die eine Nordseeinsel zerfetzte

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Durch die Burchardiflut sind Tausende Leben zerstört worden.

(Foto: Wikimedia / gemeinfrei)

Die See ist rau, zu rau: Vor 385 Jahren wütet an der nordfriesischen Nordseeküste eine verheerende Sturmflut. Die Naturgewalt reißt Tausende Menschen in den Tod und prägt die Region bis heute.

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Wussten Sie, dass … eine gewaltige Sturmflut heute vor 385 Jahren an der nordfriesischen Nordseeküste gewütet und weite Teile der Region zerstört hat? Am 11. Oktober 1634 fegte die "Burchardiflut" über Nordfriesland hinweg und kostete mindestens 9000 Menschen das Leben.

Bis heute sind die Folgen der "Zweiten Groten Mandränke" (Großes Ertrinken), so ein weiterer Name der verheerenden Flut, im schleswig-holsteinischen Wattenmeer nachvollziehbar. So wurde etwa die Insel Strand auseinandergerissen, stattdessen existieren seither die Insel Pellworm, die Halligen Südfall und Nordstrandischmoor sowie die Halbinsel Nordstrand.

Mehr noch: Durch die Naturgewalt ist der bis zu 30 Meter tiefe Priel Norderhever entstanden, der heute bis kurz vor die Stadt Husum führt und eine stetige Gefahr für Pellworm und Nordstrand ist. Die einstigen Halligen Nübbel und Nieland hat die "Burchardiflut" bereits für immer verschlungen.

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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

Quelle: n-tv.de

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