Donnerstag, 27. Februar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Donnerstag, der 27. Februar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

das Coronavirus breitet sich weiter aus - es gibt 14 neue Fälle in Nordrhein-Westfalen und vier in Baden-Württemberg. Mehr lesen Sie in unserem Liveticker. Warum wir den überhaupt machen, warum wir so ausführlich über die Epidemie berichten und warum Sie trotzdem keine Panik haben sollten - das erklärt unser Chefredakteur Tilman Aretz hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:15 Uhr

Nemzow-Platz in Prag eingeweiht - vor russischer Botschaft

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Der Platz vor der russischen Botschaft in Prag heißt ab sofort Boris-Nemzow-Platz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 27. Februar 2015 wurde in Moskau der Oppositionspolitiker Boris Nemzow erschossen. Heute, nach genau fünf Jahren hat die tschechische Hauptstadt ausgerechnet den Platz vor der russischen Botschaft nach dem ermordeten Kremlkritiker umbenannt.

Der Prager Oberbürgermeister Zdenek Hrib enthüllte gemeinsam mit der Tochter des ehemaligen russischen Vizeministerpräsidenten, Schanna Nemzowa, das neue Straßenschild. Der neue Name erinnere daran, dass Menschenrechte auch heute nicht überall selbstverständlich seien, erklärte der Politiker von der tschechischen Piratenpartei.

"Ich habe mich entschlossen, nicht zu schweigen", sagte seine Tochter. Die Benennung des Platzes nach Boris Nemzow sei wichtig für sie selbst und wichtig für Russland.

21:44 Uhr

Sturm behindert Bahnverkehr - mehrere Strecken gesperrt

Auch in Deutschland ist es stürmisch: Starker Wind beeinträchtigt in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs den Bahnverkehr.

  • Zwischen Nürnberg und Stuttgart musste kurz vor 20 Uhr ein IC-Zug im mittelfränkischen Leutershausen auf freier Strecke anhalten. Wie viele Reisende darin mindestens eine Stunde ausharren mussten, war zunächst unklar. Grund war ein Baum, der ins Gleis gekracht war.
  • Im Fernverkehr war zudem am Abend die Strecke zwischen Offenburg und Freiburg gesperrt. Grund war der Bahn zufolge eine Plane, die der Sturm in die Oberleitung geweht hatte. Mehrere Züge warteten an verschiedenen Bahnhöfen vor dem abgesperrten Streckenabschnitt.
  • Auch die Strecke Nürnberg - Treuchtlingen - Augsburg ist derzeit gesperrt, teilt die Bahn via Twitter mit.

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Bayern und Baden-Württemberg vor schweren Sturm- und Orkanböen in der Nacht zu Freitag.

21:06 Uhr

Baum erschlägt Autofahrer mitten in Paris

Mitten in Paris ist ein Autofahrer wegen heftigen Windes von einem Baum erschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich am Museum Quai Branly ganz in der Nähe des Eiffelturms, wie die Pariser Feuerwehr mitteilte. Wegen des starken Windes schloss die Stadt vorsorglich schloss Parks und Friedhöfe.

20:18 Uhr

Leichenwagen gestohlen - samt Leiche

In Kalifornien ist ein Leichenwagen gestohlen worden - samt Leiche in einem Sarg. Das Auto stand auf dem Parkplatz vor einer Kirche in Pasadena, Bestatter brachten gerade eine zweite Leiche in die Kirche. Der Motor lief und der Schlüssel steckte in der Zündung.

Nach einer Verfolgungsjagd ging dann der Diebstahl mit einer Festnahme zu Ende. Der Tatverdächtige wurde am nächsten Tag auf einer Autobahn gestellt. Dort war der schwarze Leichenwagen - auf der Flucht des Fahrers vor der Polizei - in einen Unfall verwickelt.

Der Sarg mit einer Frauenleiche befand sich noch in dem Fahrzeug.

19:29 Uhr

Kanada will nicht mehr für Harrys und Meghans Sicherheit zahlen

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Bald keine Royals mehr: Maghan und Harry.

(Foto: imago images/i Images)

Ab dem 1. April sind Prinz Harry und Herzogin Meghan keine Repräsentanten von Queen Elizabeth II. Danach will Kanada keinen Cent mehr für die Sicherheit der beiden ausgeben.

  • Die kanadische Polizei gab heute bekannt, dass die Steuerzahler einen Teil der Sicherheitskosten für das Paar übernommen hatten, seitdem die Noch-Royals im November ihren Rücktritt angekündigt hatten. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien.  
  • Innerhalb weniger Wochen nachdem das Paar das britische Königshaus offiziell verlässt, werden die Ausgaben für die Sicherheit der jungen Familie gestrichen, teilte die Polizei laut Medienberichten mit.   
  • Dann werden Harry und Meghan wohl tief in die eigene Tasche greifen müssen.
19:27 Uhr
Breaking News

Thyssenkrupp verkauft Aufzugssparte an Finanzinvestoren

Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp verkauft seine Aufzugssparte für 17,2 Milliarden Euro vollständig an ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven und die Essener RAG-Stiftung. Das teilte Thyssenkrupp in Essen mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:18 Uhr
Breaking News

NRW meldet 14 neue Coronavirus-Fälle

In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Abend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:48 Uhr

Hanau-Täter lieh sich Pistole von Waffenhändler

Der mutmaßliche Attentäter von Hanau hat sich einem Medienbericht zufolge wenige Wochen vor seiner Tat eine Pistole von einem Hanauer Waffenhändler geliehen.

  • Es handele sich um eine Schusswaffe der Marke "CZ", Kaliber 9 Millimeter, berichtet der SWR. Der Waffenhändler wollte sich auf Anfrage des Senders nicht näher dazu äußern, bestätigte allerdings, dass Tobias R. einer seiner Kunden gewesen sei.
  • Die Entleihung der Waffe war dem Bericht zufolge möglich, weil R. Sportschütze war und seit 2013 zwei Waffenbesitzkarten besaß. Das Waffengesetz sehe vor, dass Schützen in diesem Fall etwa von einem Händler für bis zu einen Monat eine Waffe entleihen können, um diese zu testen.
  • Dem Vernehmen nach war die Monatsfrist noch nicht verstrichen, als R. den Anschlag beging.
  • Welche Rolle die entliehene Waffe spielte, ist offenbar noch unklar, wie der SWR weiter berichtete.
18:10 Uhr

Betrunkener parkt richtig - aber auf dem Dach

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Da ist doch was falsch ...

(Foto: Polizei )

Ein Autofahrer hat in Wolfenbüttel falsch herum eingeparkt - sein Auto landete bei einem Unfall zwar auf einem Parkstreifen, aber auf dem Dach.

  • Der 32-jährige Fahrer sei mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davongekommen, teilte die Polizei mit.
  • In einer eher engen Tempo-30-Straße in der Innenstadt war der Mann mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen, war dann auf ein stehendes Auto geprallt und hatte sich überschlagen. Sein Fahrzeug landete auf dem gegenüberliegenden Parkstreifen.
  • Ein Alkoholtest beim Fahrer ergab einen Wert von 1,09 Promille.
  • Zwei der betroffenen Autos mussten abgeschleppt und die Straße für etwa zwei Stunden gesperrt werden.
17:30 Uhr

Maas wirft Moskau und Damaskus Kriegsverbrechen vor

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Außenminister Maas fordert Konsequenzen für die Angriffe der syrischen Regierungstruppen und Russlands auf die Zivilbevölkerung in Idlib.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad und Russland Kriegsverbrechen im Nordwesten Syriens vorgeworfen.

  • Damaskus und Moskau hätten als Konfliktparteien in Syrien die Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schützen, sagte er im UN-Sicherheitsrat. "Stattdessen bombardieren sie zivile Infrastruktur" wie Krankenhäuser und Schulen.
  • "Willkürliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung sind Kriegsverbrechen."
  • Mit Blick auf die Argumentation Russlands, dass im Nordwesten Syriens gegen Terrorgruppen vorgegangen werden müsse, sagte Maas: "Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus sprechen niemanden von der Einhaltung des humanitären Völkerrechts frei." Die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen müssten "zur Rechenschaft gezogen werden".
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17:00 Uhr
16:47 Uhr

Riesige Rauchsäule über Berlin: Feuer im Volkspark Friedrichshain

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(Foto: uzh)

Eine riesige Rauchsäule ist gerade in weiten Teilen Berlins zu sehen. Wie die Feuerwehr auf Twitter berichtet, brennt im Volkspark Friedrichshain "ein leer stehendes Gebäude in ganzer Ausdehnung". 70 Einsatzkräfte seien vor Ort. Die Friedenstraße am Volkspark wurde gesperrt, eine Buslinie umgeleitet.

Update: Offenbar handelt es sich um den "Pavillon" - ein beliebter Biergarten und Veranstaltungsort. Das Gebäude ist wohl nicht mehr zu retten. Die Brandursache ist noch unklar.

16:26 Uhr

Gericht: Mann durfte Chebli "islamische Sprechpuppe" nennen

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Sawsan Chebli ist Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat einen 46-Jährigen vom Vorwurf der Beleidigung der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli freigesprochen. Die Äußerungen des Mannes im Internet seien noch von der Meinungsfreiheit gedeckt und daher nicht strafbar, urteilte das Gericht. In einem Video soll der Mann Chebli "Quotenmigrantin der SPD" und "islamische Sprechpuppe" genannt haben.

Die Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales hat palästinensische Wurzeln. Kürzlich hatte Chebli eine Morddrohung von mutmaßlichen Rechtsextremisten gegen sich öffentlich gemacht. Die 41-Jährige erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz und für eine offene Gesellschaft.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer die Äußerungen des Mannes als massiv abwertend und rassistisch eingeschätzt. Es sei um bewusste Diffamierung und nicht um politischen Diskurs gegangen.

16:00 Uhr

Polanski boykottiert César-Verleihung wegen "Lynchjustiz"

Roman Polanski will der Verleihung des höchsten französischen Filmpreises César am Freitag fernbleiben.

  • Polanski begründete dies mit der "Lynchjustiz" durch Frauenrechtlerinnen. Sie haben neue Proteste gegen den französisch-polnischen Filmemacher angekündigt, der mit seinem neuen Film "Intrige" in zwölf Kategorien nominiert ist.
  • Polanski verwies darauf, dass die Aktivistinnen vor dem Pariser Konzertsaal Pleyel demonstrieren wollen, wo die César-Gala stattfindet.
  • Vor wenigen Monaten hatte ein früheres Model Polanski vorgeworfen, sie vor 45 Jahren vergewaltigt zu haben.
  • Zudem gebe es Unruhe wegen der Akademieleitung, die nach Vorwürfen der Intransparenz und autoritärer Strukturen vor knapp zwei Wochen geschlossen zurückgetreten war.
15:54 Uhr
Breaking News

Slowene vertritt Deutschland beim ESC

Der Vorentscheid ist durch: Beim Eurovision Song Contest (ESC) tritt Benjamin Dolic, ein 22-jähriger junger Mann aus Slowenien, für Deutschland an.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:14 Uhr

Das ist das erste Land der Welt mit kostenlosem ÖPNV

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Bequem und kostenlos von A nach B: Läuft in Luxemburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als erstes Land der Welt macht Luxemburg von diesem Samstag an alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos.

"Im ganzen Land braucht man dann für Bus, Bahn und Tram keine Tickets mehr", sagte der luxemburgische Mobilitätsminister François Bausch. Mit diesem Schritt wolle man Menschen dazu bewegen, vom privaten Auto auf öffentlichen Transport umzusteigen.

Der kostenfreie ÖPNV bedeutet für den Luxemburger Staat Mehrausgaben von 41 Millionen Euro im Jahr. Nur die 1. Bahn-Klasse ist auch künftig kostenpflichtig.

14:56 Uhr

Merz: "Sanders ist 14 Jahre und einen Herzinfarkt älter als ich"

So antwortete der 64-jährige Ex-Unionsfraktionschef und Bewerber für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe auf die Frage, ob das Alter der Kandidaten eine Rolle spielt:

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Friedrich Merz

Wenn ich abends den Fernseher anmache, dann sehe ich, wie Amerikas Jugend einem Bernie Sanders zu Füßen liegt. Der ist 14 Jahre und einen Herzinfarkt älter als ich.

(Foto: picture alliance/dpa)
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner hat sich gerade in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet, ab sofort übernehme ich den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:23 Uhr

Die Erde hat einen neuen Mond - für begrenzte Zeit

Er ist gerade einmal so groß wie ein Auto und hört - im übertragenen Sinne - auf den Namen 2020 CD3: ein neuer Mini-Mond, der die Erde umkreist. "New Scientist" zufolge entdeckten Astronomen aus dem US-Bundesstaat Arizona das kosmische Objekt am 19. Februar. Seit drei Jahren soll der quasi Trabant der Gravitation der Erde unterliegen. Wissenschaftler vermuten, dass es sich um einen Asteroiden handelt.

Der Himmelskörper misst 1,9 mal 3,5 Meter. Er umrundet die Erde innerhalb von 47 Tagen. Da die Umlaufbahn nicht stabil ist, rechnen Beobachter damit, dass sich 2020 CD3 im April von der Erde verabschiedet und in die Weiten des Alls davonschwebt. Noch ist übrigens nicht zu 100 Produzent ausgeschlossen, dass es sich bei dem vermeintlichen Asteroiden nicht doch um Weltraumschrott handelt. Wir bleiben dran.

 

13:45 Uhr

Papst Franziskus pausiert aus gesundheitlichen Gründen

Noch ist nichts Genaues bekannt. Papst Franziskus klagt über "leichtes Unwohlsein" und blieb deshalb heute einem Treffen mit Priestern des Bistums Rom in der Lateranbasilika fern. Er verweile lieber in der Nähe seines Wohnorts im Vatikan, sagte Papstsprecher Matteo Bruni. Die anderen Termine würden aber wie geplant stattfinden. Was genau der Pontifex hat, gab der Vatikan nicht bekannt.

Franziskus erfreut sich generell guter Gesundheit. Er hat allerdings nur noch einen Lungenflügel und Beschwerden beim Gehen. Am Mittwoch hatte er wie üblich die Generalaudienz und die Feierlichkeiten zum Aschermittwoch gehalten. Dabei wurde beobachtet, wie er mehrmals hustete.

13:30 Uhr

Asphaltschaden im Elbtunnel: Verkehrschaos auf der A7

Am Vormittag mussten Autofahrer am Elbtunnel viel Geduld mitbringen. Wegen eines Asphaltschadens staute sich der Verkehr auf der A7 mehr als 20 Kilometer. Die Polizei teilte mit, dass über den gesamten Tag mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Bei dem Schaden handle es sich um eine ein Meter tiefe Absackung in der Fahrbahn, die nicht überfahren werden könne, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer. Die Reparaturmaßnahmen sollen in der Nacht stattfinden und die Spur ab Freitagfrüh wieder befahrbar sein.

 

13:10 Uhr

Todesschütze von Hanau vor der Tat wegen Falschparkens kontrolliert

In einer nicht-öffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses sind neue Details über den rassistischen Anschlag in Hanau ans Licht gekommen. Teilnehmer der Sitzung berichteten, dass der mutmaßliche Todesschütze etwa eine Stunde vor Abgabe des ersten Schusses wegen Falschparkens kontrolliert wurde. Sein Auto habe demnach in der Nähe des ersten Tatorts gestanden. Er habe bei der Kontrolle nicht aggressiv reagiert, sagte der Generalbundesanwalt aus.

  • Den Angaben zufolge erschoss der mutmaßliche Attentäter Tobias R. am Mittwoch vergangener Woche um 21.58 Uhr zuerst einen Menschen auf der Straße.
  • Dann floh er und tötete an mehreren Orten acht weitere Menschen, bevor er zur Wohnung seiner Eltern fuhr.
  • Dort soll sein Auto um 23.10 Uhr festgestellt worden sein.
  • Das Spezialeinsatzkommando sei um 3.03 Uhr in die Wohnung eingedrungen, berichteten Teilnehmer der Sitzung. Ihren Angaben zufolge lag seine Mutter tot im Wohnzimmer. Die Leiche von Tobias R. sei am Kellerabgang gefunden worden.
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12:41 Uhr

Bundesweit erhöhte Staugefahr am kommenden Wochenende

Reisende mit dem Auto müssen sich am bevorstehenden Wochenende bundesweit auf lebhaften Verkehr und volle Straßen einstellen. Nach Angaben des ADAC ist zwar vor allem im Süden mit Staus zu rechnen. Wegen des allgemein höheren Verkehrsaufkommens könne es jedoch auch im Norden, besonders im Großraum Hamburg sowie auf der A1, zu Staus und Behinderungen kommen.

Als Grund nannten die Verkehrsexperten das Ende der Winterferien in Süddeutschland und den Beginn der Ferien in Hamburg. Zusätzlich sind laut ADAC auch Wochenendausflügler und Urlauber unterwegs, die nicht an Ferientermine gebunden sind. Die größte Staugefahr wird für Freitag zwischen 14 und 18 Uhr sowie für Samstag zwischen 8 und 12 Uhr sowie 16 und 20 Uhr prognostiziert.

Eine detaillierte Übersicht über betroffene Strecken finden Sie hier.

12:18 Uhr

London lehnt nach Brexit EU-Regeln für künftige Beziehungen ab

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Geht seinen eigenen Weg: Boris Johnson.

(Foto: picture alliance/dpa)

Großbritannien will sich in den künftigen Beziehungen zur Europäischen Union nicht den EU-Regeln anpassen. Das geht aus dem veröffentlichten Verhandlungsmandat des Landes hervor. Großbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten; am nächsten Montag beginnen beide Seiten die schwierigen Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen - sie haben bis Ende des Jahres Zeit, um sich auf ein Freihandelsabkommen und die Kooperation in weiteren Bereichen zu einigen, bevor die Brexit-Übergangsphase ausläuft.

Eine ablehnende Haltung der Briten war erwartet worden. Premierminister Boris Johnson hatte bereits bei einer Rede Anfang Februar deutlich gemacht, dass er die Forderungen aus Brüssel nach einer Anpassung an europäische Wettbewerbsregeln nicht erfüllen will. EU-Chefunterhändler Michel Barnier machte seinem Ärger über die britische Haltung bereits am Dienstag bei der Vorstellung des EU-Mandats Luft. Er erwarte "sehr schwierige" Gespräche, sagte Barnier. Man sei bereit. "Aber wir werden diesen Vertrag nicht um jeden Preis schließen", so der Franzose.

11:39 Uhr

Linke stellt Strafanzeige gegen Merkel

Wegen des Verdachts, "Beihilfe durch Unterlassen zum Mord" geleistet zu haben, könnte Angela Merkel juristisches Ungemach drohen. Denn acht Bundestagsabgeordnete der Linken stellten im Zusammenhang mit der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani Strafanzeige gegen Merkel und einige Kabinettsmitglieder. Hintergrund sind Berichte und Erklärungen, wonach Datenströme für US-Drohnenangriffe über den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz laufen. Die Linken-Politiker sind der Überzeugung, die Bundesregierung hätte dies unterbinden müssen.

Soleimani war am 3. Januar in der Nähe des Flughafens Bagdad mit Raketen getötet worden, die von einer US-amerikanischen Reaper-Drohne aus abgefeuert worden waren. Er war Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden. Getötet wurde auch der Vizechef der irakischen Volksmobilisierungskräfte, Abu Mahdi Al-Muhandis. Genannt werden in der Anzeige auch die Tötung eines Flughafenmitarbeiters, der zufällig in der Nähe war, sowie vier weiterer Menschen in der Fahrzeugkolonne.

11:13 Uhr

Umfrage: Deutsche vertrauen Xi und Putin mehr als Trump

Irgendwie kaum überraschend: Russlands Präsident Wladimir Putin genießt bei den Deutschen mehr Vertrauen als US-Präsident Donald Trump - vor allem in Ostdeutschland. 82 Prozent der Befragten haben laut einer Forsa-Umfrage für die Zeitschrift "Internationale Politik" überhaupt kein Vertrauen in den US-Präsidenten. Bei Putin liegt der Wert bei 52 Prozent, bei Chinas Präsidenten Xi Jinping bei 62 Prozent.

  • Während in Westdeutschland der Wert für großes Vertrauen bei neun Prozent für Putin und sechs Prozent für Trump liegt, sind die Werte in Ostdeutschland und bei AfD-Anhängern deutlich verschieden.
  • So haben 23 Prozent der Ostdeutschen großes Vertrauen in Russlands Präsidenten - im Westen sind dies nur neun Prozent. Bei den AfD-Anhängern sind es sogar 42 Prozent.
  • Trump kann überhaupt fast nur bei AfD-Anhängern punkten: Ein Drittel vertraut ihm. Bei SPD und Grünen sind dies null Prozent, bei Union und FDP nur drei.
  • Forsa hat nach eigenen Angaben vom 6. bis 10. Februar 1007 Personen befragt.

 

10:22 Uhr

China entsendet Enten-Armee nach Pakistan

Nein, diese Überschrift ist kein Scherz. Wenn Sie bisher dachten, Enten sind einfach naiv quakende Seevögel, die den lieben langen Tag nichts anderes machen, als auf einem Teich abzuhängen und auf Brotstücke von Spaziergängern zu warten, dann haben Sie sich geirrt. Denn Enten können wahre Killermaschinen sein. China setzt 100.000 Exemplare der possierlichen Vögel nun als "biologische Waffe" ein. Sie sollen im Nachbarland Pakistan bei der Bekämpfung einer Heuschrecken-Plage helfen, berichten mehrere Medien.

"Bloomberg" zufolge sollen die Enten in der zweiten Hälfte des Jahres in den Einsatz geschickt werden. Das gefräßige Federvieh ist demnach effektiver als Pestizide. Eine einzelne Ente könne mehr als 200 Heuschrecken am Tag verzehren, wird eine Forscherin zitiert. Die pflanzenfressenden Insektenschwärme suchen seit Monaten Länder im Osten Afrikas sowie Süden Asiens heim und gefährden die dortigen Ernten. China will um jeden Preis eine Ausbreitung im eigenen Staatsgebiet verhindern.

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09:33 Uhr

Apple verhindert, dass Film-Bösewichte iPhones benutzen

Wollten Sie schon immer mal vor dem großen Finale eines Krimis wissen, wer der wahre Bösewicht ist? Dann achten Sie am besten darauf, welche Smartphones von den in Betracht kommenden Charakteren auf dem Bildschirm genutzt werden. Dem Regisseur Rian Johnson zufolge gibt es nämlich eine strikte Vorgabe von Apple, dass fiese Figuren kein iPhone benutzen dürfen.

Der Filmemacher verriet diesen scheinbar irrwitzigen Umstand nun in einem Interview mit "Vanity Fair". Wie der Sender CNBC berichtet, zögerte Johnson zunächst, die Richtlinie zu offenbaren. Doch dann platzte es aus ihm heraus. "Jeder einzelne Filmemacher, der einen Bösewicht in seinem Film hat, der geheim gehalten werden soll, wird mich jetzt ermorden wollen", resümierte er nach dem Geständnis. Von Apple fehlt bislang ein Statement. Interessierte Kinogänger können derweil die Probe aufs Exempel bei Johnsons jüngstem Werk machen. Wie CNBC schreibt, geht die Smartphone-Politik tatsächlich bei "Knives Out" auf.

09:30 Uhr
Breaking News

Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen verfassungsgemäß

Ein Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen ist verfassungsgemäß. Das Bundesverfassungsgericht wies in einem Beschluss die Verfassungsbeschwerde einer früheren Referendarin gegen die Vorschriften in Hessen zurück, die ihr das Tragen eines Kopftuchs bei bestimmten Tätigkeiten untersagten. Die Entscheidung des Gesetzgebers für eine Pflicht, sich im Rahmen dieser Ausbildung in weltanschaulich-religiöser Hinsicht neutral zu verhalten, ist demnach aus verfassungsrechtlicher Sicht zu respektieren.

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09:06 Uhr

Trump: "Wenn jemand niest, versuche ich zu verschwinden"

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Trumps Tipp: "Bleiben Sie sauber".

(Foto: REUTERS)

Das Coronavirus geht auch an Donald Trump nicht spurlos vorbei. Zwar sieht der US-Präsident durch die Ausbreitung des Erregers keine große Gefahr für seine Landsleute, dennoch gewährte er nun Journalisten einen Einblick in seine ganz persönliche Hygiene-Routine. Er wasche sich sehr häufig die Hände - "wie Sie wahrscheinlich gehört haben", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Auch für den Umgang mit Kranken hatte der Präsident Tipps. "Wenn jemand niest, versuche ich zu verschwinden", sagte Trump. Unlängst sei ihm ein Bekannter begegnet. "Er umarmt mich. Ich frage: 'Geht es dir gut?', er sagt: 'Nein, ich habe hohes Fieber und eine schlimme Grippe.' Und er umarmt und küsst mich", beschrieb Trump die Situation - und imitierte dabei seinen Bekannten. Angesichts der Ansteckungsgefahr habe er sich sofort verabschiedet, so Trump. "Ich habe gesagt: 'Entschuldige mich' und bin weggegangen, und habe begonnen, mir die Hände zu waschen." Den Journalisten empfahl Trump, sich ebenfalls möglichst oft die Hände zu waschen. "Bleiben Sie sauber", sagte der US-Präsident.

Mehr zum Thema Coronavirus können Sie unserem Liveticker entnehmen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Pavian flieht vor Sterilisation und wird einkassiert

Auch solche Meldungen verdienen einen kleinen Platz im Rampenlicht: In Sydney hat sich ein wahres Pavian-Drama abgespielt. Ein männliches Exemplar riss auf dem Weg zu seiner Sterilisation gemeinsam mit zwei Weibchen aus - der 15 Jahre alte Pavian wurde aber dann doch noch operiert. Die Affen waren am Dienstag entkommen, weil sie nach Behördenangaben ein Schloss auf dem Transport öffnen konnten. Nach zwei Stunden Freiheit wurden die drei Paviane von der Polizei und Tierschützern eingefangen.

Die Operation sei gut gelaufen, berichtete nun Brad Hazzard, Gesundheitsminister des australischen Bundesstaates New South Wales, etwas diabolisch. Der Pavian, den er nach dem Entfesslungskünstler "Houdini" benannte, schlafe und ruhe sich aus. "Seine zwei weiblichen Familienmitglieder sind entspannt und glücklich." Die beiden Weibchen waren als emotionale Unterstützung dabei. Die Paviane sind Teil eines Forschungsprojekts.

08:17 Uhr

Kinderarbeit bei Nespresso? George Clooney ist entsetzt

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Wird wie kaum ein anderer mit Nespresso verbunden: George Clooney.

(Foto: imago/Dean Pictures)

George Clooney genehmigt sich gerne mal einen Espresso. So suggeriert es jedenfalls seit Jahren die Werbung des Unternehmens Nespresso, für das er als Markenbotschafter auftritt. Doch offenbar geht es bei der Beschaffung der Bohnen für die koffeinhaltigen Getränke des Konzerns nicht überall mit rechten Dingen zu. Eine TV-Dokumentation enthüllt dem britischen Blatt "The Guardian" zufolge, dass Kinder als Arbeiter auf einigen Kaffeeplantagen in Guatemala eingesetzt werden. Aufnahmen zeigen, wie sie Bohnen sammeln und Säcke schleppen.

Auf den Bericht reagierte Clooney "überrascht und traurig". Er mahnte Nespresso, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Maßnahmen zu ergreifen. Der Kaffeeriese selbst kündigte dem Zeitungsbericht zufolge an, intensive Ermittlungen auf den besagten südamerikanischen Farmen in die Wege zu leiten. Bis auf Weiteres sei die Zusammenarbeit mit den beschuldigten Produzenten ausgesetzt worden. Die Vorgänge seien inakzeptabel. "Nespresso hat null Toleranz für Kinderarbeit", wird CEO Guillaume Le Cunff zitiert.

08:08 Uhr
Breaking News

Zahl der Verkehrstoten auf niedrigstem Stand seit mehr als 60 Jahren

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren zurückgegangen. Bei Unfällen im Straßenverkehr kamen 2019 insgesamt 3059 Menschen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das seien 6,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Verkehrstoten erreichte damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren.

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07:42 Uhr

"Sex and the City"-Star geht mit provokativem Video viral

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Cynthia Nixon (Text von Camille Rainville)

Sei keine Verführerin. Männer können sich nicht beherrschen. Männer haben Bedürfnisse. Du siehst frustriert aus. Mach dich locker. Zeig etwas Haut. Sieh sexy aus. Sieh heiß aus. Sei nicht so provokativ. Du willst es ja nicht anders. Trag Schwarz. Trag Absätze. Du bist overdressed. Du bist underdressed. Zieh nicht die Jogginghose an.

(Foto: REUTERS)

Als ich dieses Video gesehen habe, habe ich Gänsehaut bekommen: Cynthia Nixon - hierzulande vor allem bekannt aus der Serie "Sex and the City", in den USA auch bekannt als demokratische Politikerin - sitzt vor einen grauen Wand und redet sich in Rage. Der Start ist noch eher ruhig: "Sei eine Lady, haben sie gesagt. Dein Rock ist zu kurz, dein Top ist zu lang, zeig nicht so viel Haut, zieh dir was über!", sagt die 53-Jährige in dem knapp dreiminütigen Clip des "Girls Girls Girls"-Magazins. Trotz des Werbecharakters eindrücklich und sehenswert, wie ich finde.

Nixon macht auf widersprüchliche Anforderungen aufmerksam, die an Frauen gestellt werden. Während sie spricht, sind Sequenzen, die ihre Aussagen aufgreifen, zu sehen - etwa Ausschnitte von Fotoshootings mit Models oder einen Grimassen schneidenden Donald Trump. Im Laufe des Videos gewinnt die Botschaft an Dringlichkeit. Nicht nur, dass die Schnitte immer schneller werden, Nixon rezitiert die Sätze zusehends wütender. Am Ende blitzt ein Bild von Ex-Filmmogul Harvey Weinstein auf, der am Montag von einer Jury wegen Sexualverbrechen für schuldig befunden wurde. Der Text, den Nixon vorträgt, stammt von der 22-jährigen Autorin Camille Rainville, die ihn zuvor in ihrem Blog veröffentlichte. Allein auf Instagram hatte der Clip bislang knapp 2,5 Millionen Aufrufe und sammelte mehr als 13.000 Kommentare.

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07:20 Uhr

Studie: Vogelarten sterben viel schneller aus als gedacht

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Folmer Bokma und eines seiner Forschungsobjekte: ein Uhu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Derzeit gibt es knapp 11.000 Vogelarten auf dem Planeten. Glaubt man norwegischen Forschern wird das aber nicht mehr allzu lange so bleiben. Denn Vogelarten sterben fünfmal schneller aus als bislang angenommen. Die Wissenschaftler um Folmer Bokma von der Universität in Oslo kamen in einer Forschungsarbeit zu dem Schluss, dass die Arten heutzutage vor dem Aussterben nur noch knapp 3000 Jahre und damit deutlich kürzer als zuvor berechnet existierten.

Verglichen mit dem vormenschlichen Zeitalter verschwänden die Tiere gar 1000 Mal schneller, erklärte Bokma. Die Erkenntnisse stützten die Ansicht vieler Wissenschaftler, dass sich die Erde kurz vor einem sechsten Massenaussterben befindet, das vom Zutun der Menschen massiv beschleunigt wird. Der Klimawandel sei dabei nicht die größte Bedrohung für die globale Artenvielfalt, sondern die Zerstörung natürlicher Lebensräume durch menschliche Aktivitäten, erklärte Bokma. Ihre Ergebnisse hatten die Wissenschaftler in den "Biology Letters" der britischen Royal Society vorgestellt.

07:00 Uhr

Röttgen für längeren Stopp der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

Norbert Röttgen ist nicht nur Kandidat für den CDU-Vorsitz, sondern auch Experte für außenpolitische Fragen. In letzterer Funktion sprach er sich dafür aus, den vor 15 Monaten gegen Saudi-Arabien verhängten Rüstungsexportstopp zu verlängern. "So lange sich Saudi-Arabien an dem Vernichtungskrieg im Jemen beteiligt, kommen Waffenlieferungen nach Riad nicht infrage", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Daher bin ich dafür, das Embargo zu verlängern."

Das Königreich Saudi-Arabien erwartet von der Bundesregierung die Aufhebung und verweist dabei vor allem auf die Bedrohung durch den Iran. Wie Röttgen befürwortet aber auch die SPD eine Verlängerung der bis zum 31. März befristeten Sanktionen, und zwar bis Ende des Jahres.

06:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

ein Thema bestimmt derzeit die Schlagzeilen und wird uns wohl auch noch die kommenden Wochen beschäftigen: die Ausbreitung des Coronavirus. Meine Kollegen haben in den vergangenen Tagen einige wichtige Aspekte dazu in Artikeln festgehalten (etwa, was Sie an Vorräten bereithalten sollten, was ein Mundschutz wirklich bringt und was der deutsche Staat bei einem größeren Ausbruch unternehmen kann).

Auch heute halten wir Sie über neue Infektionen, Maßnahmen und Erkenntnisse auf dem Laufenden. Aktuelle Entwicklungen können Sie in unserem Liveticker lesen.

Ansonsten befassen wir uns mit folgenden Themen:

  • Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht seine Entscheidung über ein Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen. Die Klägerin, eine Deutsch-Marokkanerin, hatte Anfang 2017 in Hessen ihren juristischen Vorbereitungsdienst angetreten. Dort dürfen Referendarinnen mit Kopftuch unter anderem nicht auf der Richterbank sitzen.
  • Weniger Tote und weniger Verletzte auf Deutschlands Straßen: Ob sich der Trend der vergangenen Jahrzehnte auch 2019 bestätigt hat, werden die Zahlen zeigen, die das Statistische Bundesamt um 8 Uhr bekannt gibt.
  • Erstmals seit der offiziell verkündeten Bewerbung des nordrhein-westfälischen CDU-Chefs Armin Laschet für den Bundesvorsitz kommt der Landesverband um 19 Uhr zu einer Vorstandssitzung zusammen.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas nimmt in New York an Beratungen des UN-Sicherheitsrats über den Syrien-Konflikt teil. Dabei dürfte es vor allem um die katastrophale humanitäre Lage in Idlib gehen, dem letzten großen Rebellengebiet in Syrien.
  • Die Britische Regierung stellt ihr Verhandlungsmandat über künftige Beziehungen mit der EU nach dem Brexit vor. Der Ansatz werde die "wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit" Großbritanniens zum Jahresende wiederherstellen, so ein Regierungssprecher.
  • Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp entscheidet voraussichtlich über die Zukunft der Aufzugsparte. Der deutsche Konzern verhandelt mit zwei Gruppen von Finanzinvestoren über einen Verkauf, schließt aber auch einen Börsengang weiterhin nicht aus.
  • Der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen kämpfen in Schweden, Österreich und Portugal um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League.
  • Ab 21.30 Uhr lüftet Barbara Schöneberger das Geheimnis, wer für Deutschland am Eurovision Song Contest teilnehmen wird.

Ich versuche mich jetzt erst einmal bei einer Tasse Kaffee daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal den ESC geschaut habe und nicht enttäuscht war. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:42 Uhr

Gefrierende Nässe und Schneematsch sorgen für glatte Straßen

Der Tag startet verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost und damit kann es zum Teil sehr glatt sein. Einerseits durch gefrierende Nässe oder Schneematsch, andererseits durch Reif. Zudem sind vor allem im Osten anfangs noch ein paar Schnee- oder Schneeregenschauer unterwegs.

Im Tagesverlauf zieht dann von Frankreich und Belgien Tief "Bianca" heran. Damit setzt vor allem in der Mitte und im Süden mitunter kräftiger Schneefall ein. Das gilt insbesondere für die etwas höheren Lagen und die Berge. Hier sind gerne mal um die 10 bis an die 30 Zentimeter Neuschnee drin. Die größten Neuschneemengen sind von der Eifel und dem Hunsrück über das Sauerland und das Hessische Bergland über Nordbayern bis hin zum Thüringer Wald sowie in Richtung Schwarzwald zu erwarten. Gleichzeitig zieht ein Sturmfeld über den Süden hinweg, das vorübergehend etwas mildere Luft einbezieht und damit dort die Schneefallgrenze zwischenzeitlich ansteigen lässt. Das gilt besonders im Südwesten, wo Sie in den tieferen Lagen mit Spitzenböen von 70 bis 110 km/h rechnen müssen. Auf den Bergen werden es zwischen 110 und 140 km/h.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Wetterexperte Björn Alexander

Die Temperaturen zeigen sich im Flachland nach wie vor nasskalt und im Bergland winterlich mit Werten zwischen 0 Grad in der Eifel und 8 Grad am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Nach einer teilweise glatten Nacht und letzten Schneeschauern im Osten geht es morgen erst einmal freundlicher und ruhiger bei 1 bis 9 Grad weiter. Am Samstag folgt aber schon das nächste Tief mit Regen, einem teilweise stürmischen Wind und deutlich milderer Luft bei 7 bis 15 Grad. Der Sonntag wird dann erneut etwas kühler bei 6 bis 12 Grad und zeitweiligem Sonnenschein im Süden und Osten, während es in der Nordwesthälfte wechselhafter weitergeht. Ihr Björn Alexander

06:21 Uhr

Hindenburg ist nicht mehr Ehrenbürger Berlins

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Hitler und Hindenburg machten gemeinsame Sache.

(Foto: imago/UIG)

Am 30. Januar trifft das Berliner Abgeordnetenhaus eine wegweisende Entscheidung: Der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847-1934) soll nicht länger Ehrenbürger der Stadt sein. Der Grund: In seiner Amtszeit berief er am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler. Danach unterzeichnete er Notverordnungen und Gesetze, die den Reichstag entmachteten, die Grundrechte aufhoben und den Nazis neue Machtmittel in die Hand gaben. Was danach geschah, ist bekannt.

Nun, knapp 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, ist Hindenburg seine Ehrenbürgerwürde los. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller veranlasste nach dem Beschluss des Parlaments die Streichung aus der Ehrenbürgerliste. Das teilte die Senatskanzlei mit. Hindenburg war übrigens am 20. April 1933 Ehrenbürger Berlins geworden - am gleichen Tag wie Hitler. Dem Nazi-Diktator wurde die Ehrenbürgerschaft im Dezember 1948 aberkannt.