Freitag, 25. September 2020Der Tag

mit Friederike Zörner
Friederike Zörner
22:44 Uhr

Das war Freitag, der 25. September 2020

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Tausende Menschen auf der ganzen Welt folgten heute dem ersten weltweiten Aufruf von Fridays for Future zu "realen" Protestaktionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie.

(Foto: imago images/Science Photo Library)

Heute Vormittag werden in Paris schlimme Erinnerungen wach. Mehr als fünf Jahre nach dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" kommt es in der Innenstadt der französischen Hauptstadt wieder zu einem islamistisch motivierten Attentat. Anti-Terror-Ermittler verdächtigen einen 18-Jährigen, am früheren Sitz der Satirezeitung zwei Journalisten einer Agentur attackiert und schwer verletzt zu haben.

Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen "Mordversuchs im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat" und "Bildung einer Terrorgruppe" ein. "Es ist die Straße, in der 'Charlie Hebdo' saß, es ist die Vorgehensweise der islamistischen Terroristen, eindeutig, es gibt wenig Zweifel, das ist eine neue blutige Attacke auf unser Land", sagte Innenminister Gérald Darmanin dem Sender France 2.

Diese Themen bestimmten heute außerdem die Schlagzeilen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:19 Uhr

Nach Urteil zu Sektenmord an Vierjährigem auch Mutter festgenommen

Einen Tag nach dem Mordurteil gegen eine mutmaßliche Sekten-Chefin ist die Mutter des vor mehr als 30 Jahren getöteten Kindes verhaftet worden. Die 59-Jährige sei in Leipzig festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Hanau und das Polizeipräsidium Südosthessen gemeinsam mit.

  • Die Staatsanwaltschaft hatte nach der Urteilsverkündung einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts der Beihilfe zum Mord gestellt, dieser sei von der zuständigen Ermittlungsrichterin erlassen worden.
  • Am Donnerstag hatte das Hanauer Landgericht eine 73-jährige mutmaßliche Sekten-Chefin wegen Mordes an dem damals vierjährigen Kind der Frau im Jahr 1988 zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Die Angeklagte hat demnach den Jungen in einen Leinensack eingeschnürt und in ein Badezimmer gelegt. Das Kind soll ohnmächtig geworden und an seinem Erbrochenen erstickt sein.
  • Ermittler hielten den Tod des Jungen lange Jahre für einen Unfall. Erst 2015 wurde der Fall nach Hinweisen von Sekten-Aussteigern wieder aufgerollt.
22:01 Uhr

Handgranate gefunden: Mehrfamilienhaus in Berlin geräumt

Die Hintergründe sind noch vollkommen unklar: In einem Mehrfamilienhaus in Berlin ist im Laufe des Tages eine scharfe Splitterhandgranate entdeckt worden. Alle Bewohner wurden aus dem Gebäude im Stadtteil Wedding gebracht. Dann sicherten Kriminaltechniker des Landeskriminalamts die Granate und transportierten sie auf einen Sprengplatz, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Bewohner konnten anschließend in ihre Wohnungen zurück. Wo die Splittergranate herkam und wo in dem Haus sie gefunden wurde, ist bislang nicht öffentlich bekannt.

21:38 Uhr

Rückruf von Kümmelkäse wegen Plastikstücken

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Dieses Produkt ist betroffen.

(Foto: DMK Group)

Bei Kümmel hört bei mir der Spaß auf. Es soll aber durchaus Menschen geben, die das Gewürz mögen (wurde mir von meinen Kollegen jedenfalls versichert). Sollten Sie auch zu Letzteren gehören, möchte ich Ihnen folgende Warnung nicht vorenthalten: Wegen Plastikstücken ruft die Firma Deutsches Milchkontor GmbH einen Kümmelkäse zurück. "In der betroffenen Charge können sich im Einzelfall kleine Hartplastikteilchen im Produkt befinden, von denen beim Verzehr eine Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann", heißt es in einer Mitteilung. Betroffen sei das Produkt "Milram Kümmelkäse Scheiben 45 Prozent 150g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16.12.2020.

Verkauft wurde die betroffene Charge demnach in Real-Märkten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Der Käse kann im Geschäft zurückgegeben werden, auch ohne Kassenbon werde der Kaufpreis erstattet, hieß es.

21:28 Uhr
Breaking News

Militärflugzeug in der Ukraine abgestürzt: Tote und Verletzte

Beim Absturz eines Militärflugzeugs vom Typ Antonow AN-26 sind im Osten der Ukraine mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Zivilschutz in Kiew mit. Demnach gab es auch Überlebende bei der Katastrophe in Tschuhujiw in der Region Charkow. An Bord sollen auch Studenten der Universität der Luftstreitkräfte gewesen sein. Es soll sich um einen Ausbildungsflug gehandelt haben. Das Flugzeug sei im Anflug auf die Landebahn abgestürzt. Auf Bildern in sozialen Netzwerken war ein im Dunkeln brennendes Wrack zu sehen. Die Absturzursache ist noch nicht ermittelt.

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21:00 Uhr

Fäkalbakterien im Trinkwasser: Abkoch-Gebot in mehreren Gemeinden

Doch keine Entwarnung für das Trinkwasser in Clausthal-Zellerfeld, Wildemann und Buntenbock: Ab sofort gelte bis auf Weiteres wieder ein Abkoch-Gebot für die genannten Ortschaften, teilte der niedersächsische Landkreis Goslar mit. In einer neuen Probe seien wieder Fäkalbakterien (Enterokokken) im Trinkwasser nachgewiesen worden. Die Darmbakterien können bei immungeschwächten Menschen schwere Erkrankungen hervorrufen. Am Donnerstag hatte der Landkreis nach vier unauffälligen Proben mitgeteilt, das Wasser müsse nicht mehr abgekocht werden. Diese Einschätzung revidierte die Behörde keine 24 Stunden später.

20:40 Uhr

Brandenburger AfD-Abgeordneter von Neonazi "gesteuert"?

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Berndt verwahrte sich bereits in der Vergangenheit gegen den Vorwurf, Rechtsextremist oder Neonazi zu sein. 

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Brandenburger Verfassungsschutz hält einen einflussreichen AfD-Landtagsabgeordneten einem Bericht zufolge für von einem Neonazi "gesteuert". Der Parlamentarier Hans-Christoph Berndt nutze sein Vorsitzmandat beim rechten Cottbuser Verein "Zukunft Heimat" "offensiv zur Verbreitung seiner extremistischen Agenda", zitierte der "Spiegel" aus Unterlagen des Landesverfassungsschutzes. Berndt gilt als Anwärter auf den AfD-Fraktionsvorsitz im Potsdamer Landtag, der wegen des Ausscheidens von Andreas Kalbitz aus der Partei derzeit unbesetzt ist.

In "Zukunft Heimat" sehen die Verfassungsschützer eine "Scharnierfunktion" zur "gewaltbereiten rechtsextremistischen Mischszene", wie der "Spiegel" aus dem 112-seitigen Einstufungsvermerk zur Brandenburger AfD weiter berichtet. Demnach soll der Cottbuser Verein von der verbotenen Neonazi-Gruppe "Spreelichter" unterwandert sein. "Insbesondere der ehemalige Kopf der Spreelichter, Marcel Forstmeier, ist offensichtlich im Hintergrund für den Verein tätig und nimmt Einfluss auf diesen", hieß es weiter. Der AfD-Politiker Berndt werde "in Teilen von Forstmeier massiv beeinflusst bzw. sogar gesteuert". Berndt weist die Vorwürfe zurück. In einer früheren Erklärung von ihm heißt es: "Nur weil ich Menschen kenne, bin ich noch lange nicht deren Werkzeug."

20:14 Uhr

Frankreichs meist tätowierter Mann ist Grundschullehrer

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Die Blümchen sind ja ganz schön ...

(Foto: picture alliance/dpa)

"Niemand sollte ihn wegen seines Aussehens verurteilen", sagt die neunjährige Gayane. "Nur seine Augen sind unheimlich - er selbst ist sehr nett." Wenn Sylvain Hélaine zum ersten Mal als Lehrer vor eine neue Klasse tritt, herrscht oft ungläubige Stille. "Aber wenn ich mich vorstelle und sie sehen, dass ich ein Lehrer wie alle anderen bin, ist es cool", sagt der 35-Jährige. Hélaine ist Grundschullehrer in Palaiseau bei Paris - und Frankreichs meist tätowierter Mann. Praktisch kein Teil an seinem Körper ist natürlich belassen; selbst die Zunge und das Weiße in seinen Augen hat er mit der Nadel traktieren lassen.

Für das Körper-Gesamtkunstwerk hat Hélaine nicht nur Schmerzen auf sich genommen: In den vergangenen acht Jahren hat er sich das Tätowieren auch rund 57.000 Euro kosten lassen - und bis vor drei Jahren bei seiner Mutter gelebt, weil er sich mehr von seinem Lehrergehalt nicht leisten konnte. Inzwischen aber ist "Freaky Hoody", wie sein Künstlername lautet, in der Tattoo-Szene eine Berühmtheit, und auch finanziell scheint sich seine Passion langsam auszuzahlen: "Model-Agenturen haben mich für Filme und Fernsehserien engagiert."

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20:00 Uhr

Videos des Tages

19:46 Uhr

Umstrittener See könnte bald nach Trump benannt werden

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Ein Banner auf der serbischen Seite des Sees dankt dem US-Präsidenten dafür, "Frieden" in die Region gebracht zu haben.

(Foto: TWITTER/lazrakic via REUTERS)

Was als Scherz gemeint war, könnte nun tatsächlich Realität werden. Ein zwischen dem Kosovo und Serbien umstrittener Stausee könnte bald den Namen von US-Präsident Donald Trump tragen: Der kosovarische Ministerpräsident Avdullah Hoti schrieb auf Twitter, er befürworte einen Vorschlag des US-Diplomaten Richard Grenell, den See nach Trump zu benennen - als Dank für dessen Vermittlung im Konflikt mit Belgrad.

  • Unter der Vermittlung des US-Sondergesandten für Serbien und das Kosovo, Grenell, war kürzlich ein Abkommen zur wirtschaftlichen Annäherung zustande gekommen, das Anfang September im Weißen Haus unterzeichnet wurde.
  • Grenell sagte unlängst in einer US-Talkshow, sein Vorschlag, den See nach Trump zu benennen, sei ursprünglich ein Witz gewesen. "Es gab diesen unglaublichen Streit über den Namen (des Sees), weshalb ich scherzhaft sagte: 'Ich werde einfach vom Trump-See sprechen'", so der frühere US-Botschafter in Berlin.
  • Darauf seien der serbische und der kosovarische Regierungschef sofort angesprungen und hätten erklärt, dass sie mit einer solchen Umbenennung einverstanden seien.
  • Um den Stausee, der im Kosovo Ujman und in Serbien Gasiwode heißt, gibt es seit Jahren Streit. Das 24 Kilometer große Gewässer liegt zu drei Vierteln auf kosovarischem Gebiet.
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19:14 Uhr

Michael Wendler hatte Vorurteile über Dieter Bohlen

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Das Jury-Quartett bei DSDS: Michael Wendler, Mike Singer, Maite Kelly und Dieter Bohlen (v.l.n.r.).

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Egal, auch solche Meldungen muss es zwischendurch mal geben: Michael Wendler ist bekanntermaßen einer der Neuzugänge in der Jury von "Deutschland sucht den Superstar". Gegen das Urgestein der Casting-Show, Dieter Bohlen, hatte der Schlagersänger anfangs durchaus Vorbehalte, gab er nun zu. "Dass der Mensch voller Vorurteile ist, das brauch ich nicht erwähnen. Die hat man mir gegenüber, die hab ich aber auch anderen Menschen gegenüber", sagte der 48-Jährige in Köln. "Und als dann die Anfrage kam zu 'DSDS', hab ich natürlich sofort an Dieter gedacht. Und dachte: Oh Gott, oh Gott, oh Gott, hoffentlich geht das gut. Hoffentlich mag ich ihn, hoffentlich mag er mich."

Er habe sich dann noch am Abend, bevor es mit der RTL-Show losging, mit Bohlen zum Abendessen getroffen. "Und dann ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen, weil er eben sehr freundlich und kompetent auf mich wirkte. Ich muss wirklich sagen, dass Dieter ein ganz, ganz lieber Mensch ist, den ich sehr mag und sehr schätze. Vor allen Dingen seine Kompetenz, die wir alle nicht erreichen, das muss man mal ganz klar sagen. Dieter hat eine Musikkompetenz, das ist echt unfassbar."

19:11 Uhr
Breaking News

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert-Koch-Instituts wurde entsprechend aktualisiert.

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18:49 Uhr

Leipziger Polizist unter Rechtsextremismus-Verdacht

Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze ist "sehr enttäuscht". Gegen einen Polizisten seiner Stadt wird wegen rechtsextremistischer und rassistischer Äußerungen in einem Chat ermittelt. Der Beamte sei mit sofortiger Wirkung von den Dienstgeschäften ausgeschlossen worden, teilte die Polizei mit. Es bestehe ein "dringender Verdacht". Die Polizeidirektion sei am Donnerstag vom Landeskriminalamt in Baden-Württemberg über Erkenntnisse aus dem Chatverlauf informiert worden. Nähere Angaben zu dem Beamten machte die Polizei nicht.

Schultze erklärte, das Handeln eines Einzelnen wirke sich einmal mehr auf das Ansehen der gesamten Polizei aus. "Rechtsextremistisches Gedankengut hat in unserer Polizei nichts zu suchen. Dessen Existenz darf daher nicht kleingeredet werden und wird in unseren Reihen nicht toleriert." Der Polizeivollzugsbeamte müsse nun mit strafrechtlichen und disziplinarischen Konsequenzen rechnen. Die "Soko Rex" des Landeskriminalamtes habe die Ermittlungen übernommen.

18:20 Uhr

Ginsburgs Fitnesstrainer sorgt mit Liegestütze an Sarg für Aufsehen

Ruth Bader Ginsburg hat auch im hohen Alter eisern Sport getrieben. Die kürzlich an den Folgen einer Krebserkrankung gestorbene US-Verfassungsrichterin sagte im Jahr 2016, sie mache in ihrem Training stets zehn Liegestütze, "dann atme ich, dann mache ich zehn weitere". Damals war sie 83 Jahre alt. Vermutlich vor diesem Hintergrund entschloss sich ihr früherer Fitnesstrainer nun dazu, ihr auf spezielle Weise zu gedenken.

In einen Anzug gekleidet kniete sich Bryant Johnson nach einer Trauerzeremonie für die Richterin vor den im US-Kapitol aufgebahrten Sarg und machte drei Liegestütze. Dann sprang er wieder auf und ging weiter. Das Video von der sportlichen Trauerbezeugung machte schnell in den sozialen Netzwerken die Runde. Johnson trainierte die hoch angesehene und beliebte Verfassungsrichterin rund 20 Jahre lang. Er schrieb sogar ein Buch über ihr Fitnessprogramm, das nach Ginsburgs Kürzel "Das RBG Workout" heißt.

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17:52 Uhr

Merz über Aussagen zu Homosexualität: "Da dichtet man mir etwas an"

Vor einigen Tagen antwortet Friedrich Merz auf die Frage eines Reporters, ob er etwas gegen einen homosexuellen Bundeskanzler hat: "Nein". Auf die Nachfrage, ob er das "normal" fände, antwortet er: "Über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft - an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht - ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion." Für diese Aussagen musste sich der Kandidat für den CDU-Vorsitz einige Kritik gefallen lassen (Disclaimer: auch von mir).

In einem Interview mit "t-online.de" sagte Merz nun, dass er "offensichtlich" und "teilweise bösartig" missverstanden worden sei und er auf keinen Fall einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie herstellen wollte. Es sei nicht seine Absicht gewesen, irgendjemanden persönlich herabzusetzen. "Ich verstehe aber, dass man sie (die Aussage, Anm.) missverstehen kann. Deswegen will ich nochmal ausdrücklich sagen, wenn sich irgendjemand davon persönlich getroffen gefühlt hat, bedauere ich das wirklich sehr. Das war nicht meine Absicht." Die sexuelle Orientierung sei eine Privatangelegenheit. Er selbst habe nichts gegen Homosexuelle. "Da dichtet man mir etwas an, was mit mir nichts zu tun hat." Frühere Aussagen, unter anderem zum Coming-out von Klaus Wowereit (sinngemäß: Wenn er mir nicht zu nah kommt, ist das okay) würde er so heute nicht mehr wiederholen, sagte Merz. Und er schob hinterher: "Die Bereitschaft für Humor und Ironie in dieser Gesellschaft ist unterentwickelt."

17:26 Uhr

Bolsonaro schon wieder im Krankenhaus

Seit einem Messerangriff im Wahlkampf 2018 wurde Jair Bolsonaro bereits mehrfach im Krankenhaus ärztlich behandelt. Das Attentat überlebte der heutige brasilianische Präsident damals nur knapp. Er musste viermal operiert werden. In der Folge kam es auch immer wieder zu Komplikationen.

Nun wurde der 65-Jährige erneut ins Krankenhaus eingeliefert. Diesmal muss er sich einer Nierenstein-OP unterziehen. Bolsonaro kam am Morgen ins Albert-Einstein-Krankenhaus in São Paulo, wie die Klinik mitteilte. Der Nierenstein könne bei einem minimalinvasiven Eingriff entfernt werden. Medienberichten zufolge kann Bolsonaro wahrscheinlich schon ab kommender Woche wieder arbeiten.

16:53 Uhr

Militärflugzeug abgestürzt - zwei Tote, ein Schwerverletzter

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Flugzeuge des Typs MiG-21 sind seit einigen Jahrzehnten im Einsatz.

(Foto: imago/StockTrek Images)

In Serbien ist im Grenzgebiet zu Bosnien-Herzegowina ein Militärflugzeug des Typs MiG-21 abgestürzt. Beide Piloten kamen bei dem Unglück in der Nähe der Ortschaft Mali Zvornik ums Leben, wie das Verteidigungsministerium in Belgrad mitteilte. Ein Bauer, auf dessen Grund das Flugzeug aufschlug, wurde schwer verletzt, wie ein Staatsanwalt in der Bezirkshauptstadt Sabac berichtete.

  • Die Ursache des Absturzes ist bislang unklar. Nach Angaben des Ministeriums befanden sich die beiden Piloten auf einem Flug im Rahmen ihres Auftrags. Näher wurde das nicht ausgeführt.
  • Die MiG-21 wurde seit 1962 im damaligen Jugoslawien verwendet, die letzten Maschine dieses Typs wurden 1983 in Dienst gestellt. Die in Serbien verbliebenen MiG-21-Flugzeuge dienen hauptsächlich Übungszwecken.
16:37 Uhr

Brandenburg tötet alle Wildschweine in einer "weißen Zone"

In Brandenburg wird vor einigen Tagen erstmals in Deutschland die Afrikanische Schweinepest (ASP) an einem toten Wildschwein nachgewiesen. Das Bundesland reagiert umgehend und errichtet einen Sperrkreis. Doch nachdem daraufhin Dutzende weitere Kadaver gefunden wurden, folgt nun eine noch drastischere Maßnahme: Alle Wildschweine in der Nähe jener "Kernzone", in der die infizierten Tierfe entdeckt wurden, sollen getötet werden. Dies teilte der brandenburgische Agrarminister Axel Vogel mit.

Der Krisenstab zur Bekämpfung der Tierseuche habe einen entsprechenden Beschluss gefasst. Eine Kommission von EU-Veterinären habe empfohlen, eine "weiße Zone" in einem Umkreis von fünf Kilometern um die bereits bestehende Kernzone herum auszuweisen. In dieser weißen Zone, die durch feste "wildschweindichte" Zäune umgrenzt werde, seien alle Wildschweine zu töten. "Heute hat der Krisenstab beschlossen, dieser Empfehlung zu folgen", sagte Vogel.

16:08 Uhr

Kuss auf Brüste seiner Frau hat Folgen für Abgeordneten

Zu früherer Stunde berichteten wir an dieser Stelle bereits über den argentinischen Abgeordneten, der während eines Online-Meetings des Parlaments vor laufender Kamera die Brüste seiner Frau küsste. Nun wurden dem Politiker die Liebkosungen zum Verhängnis: Noch in der Nacht trat der Abgeordnete aus der Provinz Salta im Nordwesten des Landes zurück, wie die Zeitung "La Nación" berichtete.

"Es war nie meine Absicht, mich respektlos gegenüber dem Hohen Haus, meinen Abgeordneten-Kollegen und dem Volk von Salta zu zeigen", sagte der Parlamentarier der Regierungspartei Frente de Todos. Zu der Situation sei es gekommen, weil seine Partnerin ihm ihre neuen Brustimplantate zeigen wollte. Er sei in diesem Moment davon ausgegangen, dass die Internetverbindung unterbrochen und er nicht zu sehen sei.

15:41 Uhr

Bei Parkplatzsuche 50 Kilometer verfahren - Frau wartet im Lokal

Er wollte nur schnell einen Parkplatz suchen. Doch die abendliche Autofahrt mündete für einen 89-Jährigen in einer Odyssee. Nachdem der Senior am Donnerstagabend seine Frau vor einem Restaurant abgesetzt hatte, verfuhr er sich rund 50 Kilometer. Wie die Polizei mitteilte, suchte er im Fürther Stadtgebiet nach einem Parkplatz, landete aber aus bisher ungeklärter Ursache in Obernzenn bei Bad Windsheim.

Aufmerksame Anwohner beobachteten ein "verdächtiges" Fahrzeug, berichtete die Polizei. Da das Auto in einen Wald steuerte, rief ein Nachbar die Beamten und verfolgte das Auto. Auch die Frau meldete ihren Ehemann in der Zwischenzeit als vermisst. Gegen Mitternacht fanden die Beamten den Mann orientierungs- und hilflos, denn das Auto hatte sich festgefahren. Die Polizei organisierte eine Rückfahrt für den in Fürth lebenden Senior. Mit seiner Frau wollte er am Abend eigentlich seinen 89. Geburtstag feiern.

15:17 Uhr

Ratte bekommt höchsten Tierorden verliehen

Sie ist eine der erfolgreichsten Ratten, die die gemeinnützige Organisation Apopo jemals für die Suche nach Landminen ausbildet hat: Magawa. Für seine lebensrettende Arbeit ist das possierliche Tierchen nun mit dem höchsten britischen Tierorden ausgezeichnet worden. Die Riesenhamsterratte hat bislang 9 Landminen aufgespürt und 28 nicht explodierte Sprengkörper in Kambodscha entdeckt.

  • Die Auszeichnung kommt von Großbritanniens führender gemeinnütziger Tierorganisation PDSA. Der Tierorden ist vergleichbar mit dem Georgs-Kreuz, der höchsten zivilen Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich.
  • Der Einsatz von Magawa und anderer ausgebildeter Ratten hat den Angaben zufolge das Leben vieler Einwohner Kambodschas verändert. Das Land im Südosten Asiens hat immer noch mit den Folgen jahrzehntelanger interner Konflikte zu kämpfen.
  • Magawa half dabei, Land von mehr als 141.000 Quadratmetern - etwa 20 Fußballfelder - von Minen zu befreien und wieder sicher zum Wohnen und Arbeiten zu machen, wie die britische Nachrichtenagentur PA schrieb.

14:46 Uhr

BER-Terminal 2 ist pünktlich fertig, aber ...

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Fertig, aber derzeit unbrauchbar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Also, eigentlich kann doch jetzt nichts mehr schiefgehen, oder? Am 31. Oktober soll der Hauptstadtflughafen BER endlich eröffnen. Und tatsächlich ist dazu auch pünktlich dessen Terminal 2 (T2) fertig geworden. Aber äußere Umstände machen den Verantwortlichen nun einen Strich durch die Rechnung. T2 wird erst im nächsten Jahr gebraucht. Schuld ist - wie könnte es anders sein - das Coronavirus. Die Passagierzahlen sind momentan einfach zu gering. "Die FBB wird das T2 daher voraussichtlich erst zum Sommerflugplan 2021 in Betrieb nehmen", teilte der Chef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), Engelbert Lütke Daldrup, mit. "Bis dahin können wir eine halbe Million Euro pro Monat einsparen. Bei wieder steigenden Passagierzahlen ist das Terminal 2 innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit."

Anders als beim pannenreichen Hauptterminal T1 (Brandschutz ...) wurde der Bau des T2 nicht von der Flughafengesellschaft selbst, sondern von einem Generalunternehmer, der Firma Zech Bau, durchgeführt. Bis zuletzt war unklar, ob das für die Abfertigung von rund sechs Millionen zusätzlichen Fluggästen im Jahr ausgelegte Gebäude rechtzeitig zur Eröffnung fertig wird.

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14:23 Uhr

Putin appelliert an USA: Nichteinmischung in Wahlen gegenseitig garantieren

Wladimir Putin möchte einen "Neustart" wagen. Nachdem sein Land mutmaßlich 2016 massiv Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf in den USA genommen hat (zum Leidwesen von Hillary Clinton), verlangt er nun, genau solche Vorgänge zu unterlassen. In einer vom Kreml verbreiteten Erklärung rief er die Vereinigten Staaten dazu auf, "gegenseitig Garantien der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, einschließlich Wahlen" zu geben und sich gemeinsam auf "praktische Maßnahmen" zu einigen. Außerdem sollte insgesamt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie enger zusammengearbeitet werden. Wie das genau aussehen soll und ob der Staatschef tatsächlich glaubt, so etwas umsetzen zu können, steht noch in den Sternen.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Judith Görs hat sich ins Wochenende verabschiedet und mir das Ruder übergeben. Bis in den späten Abend hinein versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

13:45 Uhr

Maas allein in Quarantäne - aus "Rücksicht auf Partnerin"

Noch bis zum 4. Oktober muss Bundesaußenminister Heiko Maas wegen der Corona-Infektion eines Personenschützers in Quarantäne bleiben - und es dürften recht einsame Tage werden. Denn der SPD-Politiker hat sich laut "Bild"-Zeitung nicht etwa in seinem Berliner Refugium, sondern in einem Haus in Brandenburg in die Isolation begeben. "Die Entscheidung, die Quarantäne woanders zu verbringen, habe ich getroffen, weil ich das Infektionsrisiko zu Hause so gering wie möglich halten möchte", sagte Maas der Zeitung. "Auch mit Rücksicht auf die Arbeit meiner Partnerin."

Der Minister ist mit der Schauspielerin Natalia Wörner liiert, die derzeit mitten in Dreharbeiten steckt. Damit überhaupt wieder gedreht werden darf, hat sich die Filmbranche zur Einhaltung strenger Hygieneregeln verpflichtet. Einen ersten Corona-Test hat der Minister bereits gemacht. Er war negativ.

13:26 Uhr

Bundesweit Tausende Teilnehmer bei Klimademos

In deutschen Großstädten sind bereits Tausende Menschen auf der Straße, und auch weltweit sind mehr als 3000 Aktionen geplant: Fridays for Future ist nach der Corona-Pause wieder da. "Wir müssen die Klimakrise wie eine Krise behandeln, so einfach ist das", sagte die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Die 17-Jährige trug wegen der Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz.

Thunberg demonstrierte zusammen mit einem dutzend Mitstreitern vor dem schwedischen Parlament in Stockholm. In Berlin und Hamburg rechneten die Veranstalter mit jeweils 10.000 Teilnehmern. Ob die aber tatsächlich zusammenkommen, ist wegen des schlechten Wetters unsicher. In Köln schätzten die Organisatoren kurz nach dem Start zur Mittagszeit die Teilnehmerzahl bereits auf rund 7000. In Bonn berichteten sie von 3000 Teilnehmern.

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Greta Thunberg in Stockholm.

(Foto: via REUTERS)

 

13:07 Uhr

Jan Hofer verlässt die "Tagesschau" - Riewa übernimmt

Jan Hofer nimmt Abschied von der "Tagesschau" in der ARD. Ende des Jahres geht er als Chefsprecher von Deutschlands quotenstärkster Nachrichtensendung in den Ruhestand. Seine Nachfolge soll Jens Riewa antreten. "Irgendwann muss ja mal Schluss sein, ich kann nicht ewig weitermachen", hatte Hofer im vergangenen Mai der "Bild am Sonntag" gesagt.

Er mache seine Arbeit schon mindestens drei Jahre länger, als es eigentlich geplant gewesen sei. Über sein Alter kursieren verschiedene Angaben, denen zufolge er entweder 68 oder 70 ist. Hofer war 1985 zum "Tagesschau"-Team in Hamburg gestoßen. Seit 2004 ist er dort Chefsprecher.

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12:49 Uhr

Messerangriff nahe des früheren "Charlie Hebdo"-Büros

Zwei Männer haben in Paris mehrere Passanten mit einem Messer verletzt, berichten französische Medien - zwei von ihnen erlitten demnach lebensgefährliche Verletzungen. Der Angriff habe sich in der Rue Nicolas-Appert ereignet, ganz in der Nähe des früheren Büros der Satirezeitung "Charlie Hebdo". Unter den Verletzten sei auch ein Angestellter der Produktionsfirma Première Lignes, die in einem benachbarten Büro der Zeitschrift sitzt. Die Angreifer sollen geflüchtet sein.

Bei einem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung 2015 waren zwölf Menschen getötet worden; seit September läuft ein Prozess gegen mutmaßliche Helfer der islamistischen Attentäter.

Update 13:01 Uhr: Dem französischen Nachrichtensender BFMTV zufolge wurde am Place de la Bastille inzwischen eine Person festgenommen.

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12:32 Uhr

AfD Schleswig-Holstein verliert Fraktionsstatus

Der schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete Frank Brodehl verlässt die AfD. Das hat Brodehl überraschend in einer Debatte um die Angebote in Ganztagsschulen angekündigt. Damit verliert die AfD ihren Fraktionsstatus.

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12:09 Uhr

"So aufgeregt" - Prinzessin Eugenie ist schwanger

Schon wieder Nachrichten aus dem britischen Königshaus: Prinzessin Eugenie, eine der beiden Töchter von Prinz Andrew und Enkelin der Queen, und ihr Mann Jack Brooksbank bekommen ein Baby. Das Paar verkünde mit großer Freude, "früh im Jahr 2021 ein Baby zu erwarten", teilte der Palast auf Twitter mit.

Auf Instagram teilte die Queen-Enkelin ein Foto von zwei Baby-Schuhen in Form von kleinen Bären. "Jack und ich sind so aufgeregt", schrieb die 30-Jährige dazu. Eugenie und ihre Schwester Beatrice stammen aus der geschiedenen Ehe Andrews mit Sarah Ferguson (Fergie).

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11:52 Uhr

Feuer in Huawei-Entwicklungszentrum ausgebrochen

In einem Entwicklungszentrum des chinesischen Telekomriesen Huawei in Südchina ist ein Feuer ausgebrochen. Dichter dunkler Rauch quoll am Morgen aus dem großen Gebäudekomplex am Songshan See in der Stadt Dongguan (Provinz Guangdong). Die Feuerwehr schickte nach Medienberichten mehrere Löschzüge zum Brandort. Augenzeugen berichteten zudem von Explosionen.

Inzwischen sei der Brand "unter Kontrolle" gebracht worden, berichtete das Unternehmen nach Angaben der Sina-Technologie-Webseite. Er sei in einem Labor ausgebrochen. Über Opfer und Schäden ist noch nichts bekannt. Auch über die Ursache gibt es bisher keine konkreten Erkenntnisse. 

11:23 Uhr

Feuerwehr holt Leiche aus Klever Spoykanal

In einem zentralen Kanal in Kleve ist bei Reinigungsarbeiten eine Leiche entdeckt worden. Der männliche Tote sei an der Überführung eines Radschnellweges von der Feuerwehr geborgen worden, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Todesursache und zur Identität des Toten auf. Der vor 600 Jahren angelegte Spoykanal führt mitten durch die niederrheinische Stadt.

11:04 Uhr

Insasse erschießt Polizist in Londoner Haftanstalt

Ein Polizist ist während seines Dienstes in einer Haftanstalt in London von einem Inhaftierten erschossen worden. Der Beamte sei in der Nacht angeschossen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Metropolitan Police mit. Dort sei er seinen Verletzungen erlegen. Der 23-jährige mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden - ebenfalls mit Schusswunden.

Er befinde sich im Krankenhaus, sein Zustand sei kritisch. Ermittlungen wegen Mordes wurden eingeleitet. Nach Angaben der Polizei sollen während des Vorfalls keine Polizeiwaffen zum Einsatz gekommen sein. Die Frage ist, wie der Schütze an die Waffe kam.

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10:45 Uhr

Pferd rettet Reiterin vor übergriffigem Mann

Dafür gab's bestimmt ein Möhrchen extra: Mit einem Biss hat ein Pferd seine junge Reiterin gegen einen aufdringlichen Mann verteidigt. Die 16-Jährige ritt laut Polizei nahe des Ehndorfer Moors bei Neumünster in Schleswig-Holstein einen im Wald gelegenen Trampelpfad entlang, als sie im Schritttempo einen Mann passierte.

Als beide auf gleicher Höhe waren, packte er das Mädchen demnach am Oberschenkel. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er die 16-Jährige nicht losgelassen. Erst als das Pferd dem Mann in den Arm biss, ließ er mit einem Schrei von der Reiterin ab, sodass sie davonreiten konnte. Die Polizei bittet um Hinweise bei der Suche nach dem Mann.

10:29 Uhr

Verdi ruft für Dienstag zu Warnstreiks im ÖPNV auf

Pendler aufgepasst: Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag bundesweit zu Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr auf, um Tarifverhandlungen für die 87.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst durchzusetzen.

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10:26 Uhr

Im Krankenhaus - Sorge um Norwegens König Harald

Der norwegische König Harald V. ist offenbar krank. Der 83-jährige Monarch wurde am Morgen ins Reichskrankenhaus in Oslo eingeliefert. Er sei krankgeschrieben worden, heißt es. An welchen gesundheitlichen Problemen er leidet, geht aus der Mitteilung des Hofes nicht hervor.

Eigentlich steht für heute ein Treffen mit Ministerpräsidentin Erna Solberg und ihrem Kabinett auf Haralds Tagesordnung. Vertreten werden soll er nun von seinem Sohn, Kronprinz Haakon. Bereits Anfang des Jahres hatte Harald ein paar Tage im Krankenhaus gelegen. Damals hatte er über Schwindelgefühle geklagt.

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Haakon und sein Vater, König Harald V.

(Foto: picture alliance / dpa)


10:07 Uhr

Niederlande wollen zurück zu mehr Kernenergie

Nicht nur in Deutschland, auch in den Niederlanden wurde die Energiegewinnung durch Atomkraft lange diskutiert - aber nie abgeschafft. Nun plant die Regierung einem "Welt"-Bericht zufolge die Renaissance der Kernenergie, auch um damit die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimavertrag einhalten zu können. Nach den Vorschlägen eines niederländischen VVD-Abgeordneten könnten bis zu zehn neue Kraftwerke gebaut werden.

In einem offiziellen Schreiben des Wirtschaftsministers Eric Wiebers heißt es, "dass Kernenergie für die Zeit nach 2030 eine der kosteneffizientesten Optionen bei CO-freier, regelbarer Kraftwerksleistung darstellt". Bisher plant China nach Angaben der World Nuclear Association bis 2030 mit Abstand die meisten neuen AKWs (44), danach kommt Russland (24) und schließlich Indien (14). 

09:48 Uhr

Prinz Harry muss in England jetzt Miete zahlen

Die Corona-Krise macht auch vor Monarchen nicht Halt. Deshalb muss selbst Queen Elizabeth II. den Gürtel enger schnallen - und das trifft die ganze Familie. Laut des jüngsten Finanzberichts über den königlichen Haushat müssen selbst der Queen-Enkel Prinz Harry und seiner Frau Meghan nach ihrem Umzug nach Kalifornien Miete für ihren Zweitwohnsitz Frogmore Cottage auf dem Gelände von Schloss Windsor zahlen.

Große Löcher rissen hingegen die Royals der älteren Generation in den Geldbeutel: So kostete ein Charterflug von Prinz Andrew, mit dem er im Juli 2019 zu einem Golfclub nach Nordirland jettete, stolze 15.848 Pfund. Und mit weiteren 16.440 Pfund schlug ein Charterflug zu Buche, mit dem Prinzessin Anne zu einem Rugby-Match zwischen Schottland und Italien nach Rom flog.

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09:29 Uhr

Altmaier: Pipeline "nicht alle paar Monate infrage stellen"

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist dagegen, den Bau der deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 wegen des Giftanschlags auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny zu stoppen. Er sei schon immer der Auffassung gewesen, "dass es problematisch ist, Projekte, die auf mehrere Jahrzehnte angelegt sind, alle paar Monate infrage zu stellen", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". "Sonst werden private Investoren nicht mehr zum Engagement bereit sein."

Das solle aber nicht heißen, "dass man den Mordversuch an Nawalny in irgendeiner Weise relativieren kann". Das Gas sei aber nicht nur für Deutschland, sondern für viele Länder in der EU bestimmt, deshalb müsse man mit den Partnern über mögliche Konsequenzen beraten.

09:10 Uhr

Neffe von Escobar findet Millionen in Hauswand

Es klingt ein bisschen windig, aber zum Leben und Wirken von Pablo Escobar passt es eigentlich ganz gut: Der Neffe des Drogenbarons, Nicolas Escobar, behauptet im Interview mit einem kolumbianischen TV-Sender, dass er in der Hauswand eines früheren Anwesens seines Onkels 20 Millionen Dollar gefunden hat. Das Geld sei in eine Plastiktüte eingewickelt gewesen - allerdings schon halb vergammelt.

Nicolas Escobar gibt an, er habe eine Vision gehabt, wo in dem Haus in Medellin er nach dem Geld suchen muss. Und es sei zudem nicht das erste Mal gewesen, dass er solch einen Fund getätigt hat. Escobar soll zu Lebzeiten einer der reichsten Menschen weltweit gewesen sein, er starb mit 44 Jahren im Kugelhagel der Polizei. 

 

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08:51 Uhr

Weitreichende Störung bei Cloud-Diensten von Google

Die viel genutzten Cloud-Dienste von Google sind in der Nacht von einer weitreichenden Störung erfasst worden. Nutzer beklagten sich im Netz unter anderem über Ausfälle beim Speicherdienst Google Cloud, der Fotoplattform Google Photos und dem Videochat-Angebot Google Meet. Google selbst zeigte auf der Webseite zur Verfügbarkeit seiner Dienste eine Störung in der sogenannten Cloud Console an, die Online-Infrastruktur für Apps zur Verfügung stellt.

08:32 Uhr

Kim entschuldigt sich für erschossenen Südkoreaner

Liebe Leser, vielleicht haben sie es gestern mitbekommen: In Nordkorea haben Grenzsoldaten offenbar einen südkoreanischen Minsteriumsbeamten zuerst erschossen und seine Leiche dann verbrannt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nun hat sich Machthaber Kim Jong Un höchstselbst für den Vorfall entschuldigt. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Präsidialamt.

In der Mitteilung Kims an Seoul hieß es demnach, er bedaure sehr, Präsident Moon Jae In enttäuscht zu haben. Die Soldaten hätten auf den Mann in der Annahme geschossen, es handele sich um einen Eindringling. Zunächst war auch nicht ausgeschlossen worden, dass sich der Beamte nach Nordkorea abgesetzt haben könnte.

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08:13 Uhr

Dschungelcamp kommt diesmal nicht aus Dschungel

Wegen der Corona-Pandemie kann das Dschungelcamp im kommenden Jahr nicht wie in den letzten 14 Staffeln aus dem australischen Urwald senden. Die Macher der Show haben sich deshalb in Europa nach einer Alternative umgeschaut - und sie ausgerechnet in North Wales gefunden.

"In einer Zeit, in der so vieles anders ist, als wir alle es gewohnt sind, küren wir den Dschungelkönig eben einmal anders", sagt RTL-Geschäftsführer Jörg Graf. "Wir wollen unbedingt im Januar mit 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' wieder On-Air sein und sind der Überzeugung, dass wir dies in der aktuellen Situation in Wales sehr gut umsetzen können."

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07:54 Uhr

Abgeordneter küsst Brüste seiner Frau während Sitzung

Dass Sitzungen, Meetings und Interviews wegen der Corona-Pandemie verstärkt online stattfinden, hat auch Tücken. Das musste nun auch der argentinische Abgeordnete Juan Emilio Ameri am eigenen Leib erfahren. Während einer Sitzung im Parlament wurde er auf dem Großbildschirm aus dem Homeoffice gezeigt - und zwar während des Vorspiels mit seiner Frau.

Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Sergio Massa, brach die Sitzung deshalb ab. Zu seiner Entschuldigung sagte Ameri, er habe nicht gewusst, dass er online gewesen sei. Der Abgeordnete ist nun für mindestens fünf Tage von weiteren Sitzungen ausgeschlossen - und hat mehr Zeit für seine Frau ...

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07:35 Uhr

Auschwitz Komitee kritisiert Geraer AfD-Stadtrat

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Wahl eines AfD-Politikers an die Spitze des Geraer Stadtrates scharf kritisiert. "Für die Menschen in Gera und für Geras Wirkung nach außen ist dies ein verheerendes Signal", erklärte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner.

Die Wahl des AfD-Repräsentanten Reinhard Etzrodt müsse "Überlebenden von Auschwitz wie Hohn in den Ohren klingen". Wenn Stadtverordnete einen Vertreter der AfD zu ihrem obersten Repräsentanten wählten, sei das "ein Zusammenbruch an Glaubwürdigkeit und eine Destabilisierung der Demokratie", sagte der Exekutiv-Vizepräsident. Es sei für Überlebende des Holocausts "schlichtweg unvorstellbar."

07:16 Uhr

Schranken umfahren - Autofahrerin von Zug überrollt

An einem Bahnübergang nahe Uelzen hat sich ein tödlicher Unfall ereignet. Eine Autofahrerin ist mit ihrem Wagen von einer Regionalbahn erfasst worden und noch im Fahrzeug gestorben. Sie wurde mehrere Hundert Meter mitgeschleift. Laut Polizei ist sie mit ihrem Auto an den geschlossenen Halbschranken des Übergangs vorbeigefahren.

Das Fahrzeug wurde von der Bahn gerammt und vollständig zerstört. Der Lokführer erlitt einen Schock. In dem Zug befanden sich nach ersten Erkenntnissen mehr als 20 Fahrgäste, die zum Glück unverletzt blieben. Wegen der Bergungsarbeiten ist der Bahnverkehr auf der Strecke eingestellt. Die Sperrung dauert voraussichtlich noch Stunden.

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06:57 Uhr

Trump: "Demokraten manipulieren unsere Wahl!"

Weniger als sechs Wochen vor der US-Präsidentenwahl schürt Donald Trump weiter Zweifel an ihrem möglichen Ergebnis. "Wir müssen sicherstellen, dass die Wahl ehrlich ist. Aber ich weiß nicht, ob sie es sein kann", sagte Trump mit Blick auf die von ihm kritisierte Briefwahl.

Trump behauptet bereits seit Wochen, dass millionenfach an US-Bürger verschickte Wahlunterlagen die Gefahr von Wahlfälschung drastisch erhöhten. Experten und Wahlverantwortliche bestreiten dies. "Die Demokraten manipulieren unsere Wahl 2020!", legte Trump jetzt bei Twitter nach. Der Präsident ist überzeugt davon, dass er die Wahl nur durch Betrug verlieren kann.

06:39 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser, es regnet. Aus Eimern. Und weil das so ist, musste ich heute das erste Mal seit März wieder mit den Öffentlichen zur Arbeit fahren. Das Erste, was ich sehe, wenn ich einsteige: ein Jugendlicher ohne Maske, aber mit Kopfhörern im Ohr. Meinen Impuls, mich vor ihm aufzubauen, unterdrückend, habe ich mich die komplette Fahrt geärgert - vor allem über mich selbst. Wie hätten Sie reagiert? Lassen Sie es mich gern wissen. Ansonsten kommt hier der Blick auf den heutigen Nachrichtentag:

  • Fridays for Future hat die ersten Großdemos seit Beginn der Pandemie angekündigt
  • In Bonn steht ein Unternehmer vor Gericht, der 60.000 Schrottmasken für 10 Euro pro Stück verkaufen wollte
  • Neue Warnstreiks des öffentlichen Dienstes - vor allem im Harburger Binnenhafen
  • AKK besucht die Heeresflieger vor dem bevorstehenden Einsatz in Afghanistan.

Durch die erste Tageshälfte werde ich Sie heute begleiten. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir gern: judith.goers[at]nama.de oder via Twitter. Kommen Sie gut in den Tag!

06:19 Uhr

Im Osten wird's nass, im Westen kühler

Heute kommt in der Osthälfte teils kräftiger Regen runter, von der Mitte bis in den Nordwesten gibt es aber nach Schauern Aufheiterungen - von der Eifel bis in den Schwarzwald später neue Schauer, bei kühlen sieben bis 17 Grad. Nass wird es vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und im Berchtesgadener Land, dort sind innerhalb von 12 Stunden stellenweise mehr als 30 Liter pro Quadratmeter möglich. Besser ergeht es dem Westen und Nordwesten, wo die Schauer bald abziehen und sich auch mal die Sonne zeigt.

In den Alpen gehen die Temperaturen auf sieben Grad zurück und die Schneefallgrenze sinkt auf 1200 Meter. Oberhalb von 1500 Metern fällt reichlich Neuschnee. An der polnischen Grenze werden 17 Grad erreicht. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest bis West, im Südwesten später mit starken, auf den Bergen stürmischen Böen.

05:54 Uhr

Schlagzeilen aus Nacht