Montag, 29. Juni 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:41 Uhr

Das war Montag, der 29. Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht jedes Twitter-Video schafft einen gefühlvollen Spannungsbogen, aber dieses hier schon.

Kopf im Plastikkübel: Wie Fischer einen kleinen Bären retten

Brian, Tricia und Brady Hurt fischen an einem See im Norden des US-Bundesstaates Wisconsin. Da sehen sie vor sich im Wasser einen Baby-Bären schwimmen. Sein Kopf steckt in einer Plastiktonne fest. Sie fahren an das Tier heran, versuchen, die Tonne abzustreifen, aber der Kleine hat natürlich Angst. Er dreht ab und flüchtet. Also versuchen es die drei im Boot noch einmal: Wenden das Boot, verfolgen den Schwimmer und …. (Spannung steigt) … greifen nach der Tonne. Schwupp. Es ist gelungen. Frei und glücklich schwimmt der kleine Bär in den Sonnenuntergang hinein.

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Das trägt doch locker durch den Abend, oder? Zumal der Mensch, der den Planeten sonst vor allem vollmüllt, hier mit eigener Hand Abhilfe schafft. Das verdient schon ein feierliches Innehalten.

(Pause)

Allerdings brachte der Nachrichtentag noch viele weitere spannende Dinge, über die wir ausführlich berichtet haben. Das war heute wichtig:

Kanzlerin erneut ohne Maske: Merkel und Macron verteidigen Milliardenplan

Nordkorea, Israel, Iran: An diesen Pulverfässern zündelt Trump

EU verlängert Beschränkungen: Viele Ausländer dürfen weiter nicht einreisen

Epidemie-Schutz in Deutschland: "Erhebliche Mängel" bei Sterblichkeitsdaten

Er war der "Golden State Killer": Ex-Polizist gesteht 13 Morde

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend. Morgen geht es an dieser Stelle weiter.

22:15 Uhr

Iran lässt Trump mit Haftbefehl suchen

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In diesem Auto saß der iranische General Soleimani, als es von einer US-Drohne getroffen wurde. Präsident Trump gab den Befehl dazu.

(Foto: AP)

Der Iran hat sich nach eigenen Angaben an die internationale Polizeibehörde Interpol gewandt, um eine Festnahme von US-Präsident Donald Trump sowie dutzender weiterer US-Regierungsvertreter zu erreichen. Die iranische Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, in den tödlichen Drohnenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani involviert gewesen zu sein. "Diese Menschen werden des Mordes beschuldigt", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna Staatsanwalt Ali Kassi Mehr. An der Spitze der Liste stehe Trump. "Die Strafverfolgung gegen ihn wird auch nach seiner Amtszeit noch fortgeführt", sagte Kassi Mehr.

22:05 Uhr

Mathe-Abitur zu schlecht: Bremen hebt Noten an

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Manche Rechenaufgaben sind zu schwer.

(Foto: imago/Thomas Eisenhuth)

Auch so kann man als Bundesland seinen Abischnitt verbessern: Weil der Notendurchschnitt bei den Abiturprüfungen im Fach Mathematik schlechter ist als üblich, hebt die Bremer Schulsenatorin die Noten um jeweils zwei Punkte an. Die Aufgaben aus dem zentralen Abitur-Pool der Bundesländer seien offenbar wegen des Aufbaus und der Verständlichkeit der Texte sehr schwierig gewesen. "Wir gehen davon aus, dass es sich weniger um ein Corona-bedingtes Phänomen handelt, als vielmehr um die Schwere der Aufgaben", sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan von der SPD. In vielen anderen Bundesländern seien diese Aufgaben entweder nicht ausgewählt oder sprachlich erheblich modifiziert worden. Die Maßgabe, vom kommenden Schuljahr an die Pool-Aufgaben des Berliner Instituts für Bildungswesen nehmen zu müssen, werde ausgesetzt. Schon im vergangenen Jahr seien die Noten angehoben worden.

21:40 Uhr

Schlappe für Trump: Gericht kippt Louisianas Abtreibungsgesetz

Das höchste US-Gericht hat ein umstrittenes Gesetz für strengere Regeln bei Abtreibungen im Bundesstaat Louisiana kassiert. Der Oberste Richter John Roberts schloss sich bei der Entscheidung der Linie von vier liberaleren Richtern an, wonach das Gesetz verfassungswidrig sei. Das Gesetz in Louisiana sah vor, dass nur noch Ärzte Schwangerschaftsabbrüche durchführen dürfen, die eine Zulassung in einer nicht mehr als 30 Meilen von ihrer Einrichtung entfernten Klinik haben.

  • Kritiker befürchteten, dass zahlreiche Abtreibungskliniken in der Folge hätten schließen müssen.
  • Der Supreme Court hatte 2016 ein fast identisches Gesetz in Texas kassiert.
  • Die Entscheidung über das Gesetz in Louisiana war mit Spannung erwartet worden, da im Supreme Court mittlerweile vier liberale Richter fünf konservativen gegenüberstehen. US-Präsident Donald Trump hat in seiner Amtszeit zwei der neun Richter ernannt und dem Gericht damit eine konservative Mehrheit verschafft.
20:54 Uhr

BMW in zwei Teile zerrissen: Tödlicher Unfall auf der A8

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Der BMW geriet aus bisher ungeklärter Ursache ins Schleudern, zwei weitere Autos wurden in den Unfall verwickelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A8 sind eine Frau getötet und vier Menschen verletzt worden. Ein BMW wurde bei dem Unfall in zwei Teile gerissen: Das eine Teil des Wracks schleuderte durch die Wucht des Aufpralls über die Fahrspurbegrenzung auf die Gegenfahrbahn. Der Fahrer des BMW war bei Adelsried im Landkreis Augsburg auf die Autobahn gefahren und kurz darauf ins Schleudern geraten. Nach Angaben der Polizei stand das Fahrzeug dann quer zur Fahrtrichtung, ein nachfolgendes Auto fuhr hinein. Später kollidierte noch ein weiterer Wagen. Für den Rettungseinsatz musste die A8 zeitweise in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Für eine Frau, die in dem schleudernden Fahrzeug saß, kam jede Hilfe zu spät. Ein Mann und eine Frau, die ebenfalls in diesem Auto saßen, wurden schwer verletzt. In den beiden anderen Fahrzeugen wurden eine Frau und ein Mann mittelschwer verletzt.

20:32 Uhr

"Golden State Killer": Ex-Polizist gesteht 13 Morde

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Mit dem Geständnis entgeht der 74-Jährige der Todesstrafe.

(Foto: AP)

Vier Jahrzehnte nach Beginn einer Mord- und Vergewaltigungsserie in Kalifornien hat ein 74-jähriger Ex-Polizist seine Schuld eingeräumt. Joseph James DeAngelo, der sogenannte "Golden State Killer", bekannte sich vor Gericht in Sacramento wegen 13 Morden und anderer Gewalttaten schuldig. Der Anhörung wohnten Opfer und Angehörige bei, berichtete der "San Francisco Chronicle". Durch das Geständnis bleibt dem Täter ein Prozess mit einer möglichen Todesstrafe erspart. DeAngelo soll eine lebenslange Haftstrafe erhalten. Nach einer Mord- und Vergewaltigungsserie in den 70er und 80er Jahren in verschiedenen Teilen Kaliforniens war DeAngelo im April 2018 in einem Vorort im nordkalifornischen Sacramento festgenommen worden. Dort soll der Ex-Polizist 1978 ein junges Paar ermordet haben.

  • Weitere Bezirke erhoben in lange ungeklärten Fällen Anklage.
  • Ermittler hatten sich bei ihrer langen Suche nach dem Verbrecher auf Plattformen für Ahnenforschung gestützt, die genetische Informationen eines Verwandten enthielten.
  • Mit seiner Kaltblütigkeit versetzte der Täter den Westküstenstaat zehn Jahre lang in Angst und Schrecken.
Mehr dazu lesen Sie hier.
20:12 Uhr

Boeing 737 Max startet zum Testflug

15 Monate nach Inkrafttreten eines weltweiten Flugverbots für die Boeing 737 Max ist ein erster Testflug für eine Neuzertifizierung gestartet. Eine Maschine des Flugzeugtyps hob in Seattle an der US-Westküste ab, teilte die US-Flugaufsichtsbehörde FAA mit. In den kommenden Tagen sind mehrere weitere Testflüge geplant. Nach zwei Abstürzen von Maschinen des Typs in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Todesopfern darf die 737 Max seit März 2019 weltweit nicht mehr fliegen. Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Abstürze durch ein Softwareproblem in einem Stabilisierungssystem verursacht wurden.

19:54 Uhr

Zweiter Reaktor des AKW Fessenheim fährt runter

Mehrere Stunden früher als erwartet hat am Nachmittag die Abschaltung des zweiten und letzten Reaktors im französischen Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der deutschen Grenze begonnen. Das älteste französische Akw soll nach dem erfolgreichen Herunterfahren des Reaktors gegen 23.30 Uhr nach 43 Jahren endgültig den Betrieb einstellen, teilte der Betreiber Electricité de France (EDF) mit. Der erste Reaktor des störanfälligen Atomkraftwerks war bereits im Februar vom Netz genommen worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommt mit dem Aus für das rund 30 Kilometer südwestlich von Freiburg gelegenen elsässischen Atomkraftwerks langjährigen Forderungen aus Deutschland und der Schweiz nach. Beide Länder waren besorgt über häufige Störfälle und das Erdbebenrisiko am Oberrhein.

 

19:39 Uhr

MAD findet Promi-Liste bei rechtsextremem Reservisten

Der Bundeswehrgeheimdienst MAD hat nach "Spiegel"-Informationen bei einem rechtsextremen Reservisten Informationen über 17 Politiker und Prominente gefunden. Wie das Magazin berichtete, wurde gegen den Unteroffizier aus Niedersachsen umgehend ein Uniformtrage- und Dienstverbot verhängt. Die Ermittler stufen den Mann demnach als rechtsextrem ein.

  • Der MAD sei dem Unteroffizier auf die Spur gekommen, da er sich an zwei rechtsextremen Chatgruppen beteiligt habe.
  • Auf der Liste sollen laut "Spiegel" neben Außenminister Heiko Maas und seinem Vorgänger Sigmar Gabriel aus der SPD auch Familienministerin Franziska Giffey, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Vizekanzler Olaf Scholz und Ex-Parteichef Martin Schulz aufgeführt sein.
  • Von den Grünen finden sich demnach die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck auf der Liste sowie Ex-Parteichef Cem Özdemir. Auch die Linken-Politiker Katja Kipping, Gregor Gysi und Dietmar Bartsch sowie FDP-Chef Christian Lindner seien verzeichnet, zudem der Schauspieler Til Schweiger.

 

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19:19 Uhr

Paar in Bayern getötet: Ex-Partner der Frau gesucht

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Kriminaltechniker suchen nach Spuren in dem Haus im bayerischen Schwandorf.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Einfamilienhaus im bayerischen Schwandorf hat die Polizei zwei Leichen entdeckt. Bei den Toten handelt es sich um die 57-Jährige Hausbewohnerin und ihren 69-jährigen Lebensgefährten. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Dringend tatverdächtig sei der frühere Lebenspartner der Frau, ein 57 Jahre alter Mann, sagte ein Polizeisprecher. Nach ihm werde gesucht.

  • Als der 69-Jährige nicht zur Arbeit erschien, fuhren Polizisten am Vormittag zu dem Wohnhaus der Frau und fand die beiden Toten.
  • Zur Frage, wie genau der Verdacht auf den nun gesuchten Tatverdächtigen fiel und ob er bewaffnet ist, gab es keine Angaben.
  • Sollten Zeugen den Mann sehen, bittet die Ermittler darum, ihn nicht anzusprechen, sondern die Polizei zu alarmieren.
18:44 Uhr

Ehepaar bedroht Demonstranten mit Waffen

Filmaufnahmen eines bewaffneten Juristen-Ehepaars aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri erreichen derzeit Millionen US-Amerikaner. Sogar US-Präsident Donald Trump retweetete die verstörenden Bilder, allerdings ohne sie zu kommentieren. Die Aufnahmen zeigen, wie Mark und Patricia McCloskey mit Waffen auf ihrer Terrasse herumlaufen, brüllen und ihre Schusswaffen dann auf Demonstranten von der Black-Lives-Matter-Bewegung richten. Hunderte Protestler zogen am Sonntagabend an dem Grundstück der beiden Zivilanwälte in St. Louis vorbei. Sie waren auf dem Weg zum Haus von Bürgermeisterin Lyda Krewson. 

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Laut einem Bericht von CNN riefen die Demonstranten an die Adresse der Bürgermeisterin: "Lyda zurücktreten, Polizei mitnehmen." Krewson hatte zuvor in einem Facebook-Live-Video die Namen und Adressen von Menschen vorgelesen, die eine Polizeireform fordern. Kritiker werfen ihr Einschüchterungsversuche vor und verlangen ihren Rücktritt.

18:20 Uhr

Zecken-Alarm: Rheinland-Pfalz verzeichnet mehr Borreliose-Fälle

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Diese Zecke hat sich bereits mit Blut vollgesogen: Auch beim Entfernen der Tiere kann es zu Infektionen kommen.

(Foto: imago images/Gottfried Czepluch)

In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankten Menschen gestiegen. In diesem Jahr habe es bisher 377 Fälle gegeben, teilte das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 316; im Gesamtjahr 2019 wurden insgesamt 1185 Fälle gezählt. Borreliose ist eine Bakterienkrankheit, die Rötungen und grippeähnliche Symptome verursachen, aber auch Herz oder Hirn schädigen kann. Mit den Temperaturen steige auch die Aktivität der Zecken, teilte das LUA weiter mit. Da die Tiere mehrere Infektionskrankheiten übertragen könnten, sei ein Schutz beim Aufenthalt in der Natur empfehlenswert. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht.

 

17:38 Uhr

Betten aus Karton: Indien kämpft gegen Corona

10.000 Betten aus Karton sollen Indien helfen, mit den rasch zunehmenden Corona-Infektionen zurechtzukommen. Sie stehen in einem ungenutzten Gebäude einer religiösen Sekte in der Hauptstadt Neu Delhi - dem Epizentrum der Pandemie in Indien. Von der zuständigen Behörde hieß es, dass Kartonbetten leicht seien, dass man sie schnell aufbauen könne und dass sie jeweils umgerechnet 14 Euro kosteten. Außerdem würden Chemikalien auf der Oberfläche der Kartonbetten diese wasserfest und somit gut waschbar machen. Laut Hersteller überlebt das Virus dort nur 24 Stunden. Indien ist auf Platz vier der am meisten von Corona betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA. Inzwischen gibt es dort mehr als eine halbe Million Corona-Fälle, und mehr als 16.000 Menschen sind an dem Virus gestorben.

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Das Zentrum der Pandemie ist Neu Delhi.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

17:07 Uhr

Badeunfall: Leiche aus Ludwigshafener Weiher wird obduziert

Spaziergänger haben einen toten Mann in einem Weiher in Ludwigshafen entdeckt. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Suizid, sagte ein Polizeisprecher. "Deshalb gehen wir von einem Badeunfall aus." Eine Obduktion im Laufe der Woche soll die genauen Todesumstände klären. Die Leiche des 56-Jährigen aus Ludwigshafen war am Sonntagmittag gefunden worden.

17:00 Uhr
16:45 Uhr

Nach Ölpest und Gift: Mülldeponie in Norilsk brennt

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Hochgiftige Abfälle entsorgt: Der Nickelproduzent Nornickel räumte "Fehler" ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der russischen Industrieregion Norilsk in der Nähe des Nordpolarmeeres mehren sich die Umweltskandale. Nach der Katastrophe mit 21.000 Tonnen ausgelaufenem Öl und der Entsorgung hochgiftiger Flüssigabfälle fing dort eine Kippe für Industriemüll Feuer. Es brannte eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern nahe der Großstadt, wie der russische Zivilschutz der Agentur Tass zufolge mitteilte. Am Sonntag war bekannt geworden, dass der Nickel-Hersteller Nornickel in Flüsse der russischen Tundra Tausende Liter hochgiftiger Flüssigabfälle entsorgt hatte. Die regierungskritische Zeitung "Nowaja Gaseta" veröffentlichte Videos von den mit Schwermetallen und Säure belasteten Ableitungen. Die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk leitete Ermittlungen wegen des illegalen Entsorgens giftiger flüssiger Abfälle ein. Das Unternehmen Nornickel räumte in einer Mitteilung Fehler ein.

16:19 Uhr

Rassismusdebatte: L'Oréal benennt Aufheller um

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Aufheller: Die Sache soll es noch geben, aber manche Pflegeprodukte heißen künftig anders.

(Foto: imago/Panthermedia)

Wer sich seine Haare heller färben will, muss im Drogerieregal künftig möglicherweise länger nach dem passenden Produkt suchen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Rassismusdebatte verzichtet der französische Kosmetikgigant L'Oréal künftig auf Begriffe wie "Aufheller" oder "Bleichen". Worte wie diese sollten von Hautpflegeprodukten entfernt werden, teilte das Unternehmen in Paris mit.

  • In einer knappen Mitteilung wurde allerdings kein Grund für die Entscheidung genannt.
  • Offen blieb auch, von welchem Zeitpunkt an die neue Regelung gilt und ob möglicherweise Produkte zurückgezogen werden sollen.
  • Zuvor hatte der Konsumgüterkonzern Unilever mitgeteilt, dass er seiner Gesichtscreme "Fair & Lovely" angesichts der Rassismusdebatte einen anderen Namen geben möchte. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen.
15:18 Uhr

Premier Johnson: "Die Briten sind zu fett"

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Auf Nachfrage Liegestütze: Bei einem Interview am Sonntag demonstrierte Johnson seine wiedererlangte Fitness.

(Foto: Twitter/DailyMail)

Der britische Premierminister Boris Johnson ist der Ansicht, die Briten seien deutlich dicker als die Menschen in den meisten anderen Teilen Europas. Er selbst habe nach der Ansteckung mit dem Coronavirus abgenommen. Im Gespräch mit Times Radio sagte Johnson: "Ich bin beim Thema Fettleibigkeit sehr liberal, aber wenn Sie sich die Zahlen ansehen, ist das ein Problem. Wir sind aus irgendeinem Grund deutlich dicker als die meisten anderen." Er fügte hinzu, für einen Politiker sei das ein schwieriges Feld, "aber ich denke, wir müssen uns alle damit befassen". Er wolle die Briten glücklicher, fitter und widerstandsfähiger etwa gegen Krankheiten wie das Corona-Virus machen, sagte Johnson.

Zugleich kündigte der Premier an, die von der Pandemie gebeutelte Wirtschaft in seinem Land mit einem großen Investitionspaket wieder in Schwung zu bringen. Eine Milliarde Pfund solle in den kommenden zehn Jahren ins Schulwesen fließen. Mehr Details wollte Johnson in einer Rede am Dienstag vorstellen.

15:18 Uhr

"Freundschaft abgekühlt": Söder schlägt Trump Wiederbelebung vor

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"Eine emotionale Freundschaft" diagnostiziert Söder zwischen den USA und Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hilft zwischen Washington und Berlin vielleicht eine Paartherapie? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich beziehungspsychologisch mit US-Präsident Donald Trump beschäftigt und eine Wiederbelebung der deutsch-amerikanischen Freundschaft gefordert. "Wir erhoffen uns sehr, dass in Stil und Inhalt in den nächsten Monaten eine Verbesserung eintritt: Weniger Überraschungen, vielmehr Planbarkeit. Mehr Gemeinsames statt Einsames", sagte der CSU-Chef am Montag bei der Wiedereröffnung des umgebauten Amerikahauses in München. Er betonte insbesondere: "Respekt ist keine Einbahnstraße." Söder nannte die Beziehungen zu den USA eine "emotionale Freundschaft". Es gebe einen engen Austausch in Wirtschaft und Wissenschaft und zwischen den Streitkräften. Das Verhältnis müsse aber wieder stabilisiert werden. Die Freundschaft sei "etwas abgekühlt" und müsse wiederbelebt werden. "Es gilt schon: Alte Liebe rostet nicht. Aber wir können noch ein bisschen mehr dafür tun, dass es wieder zu einem neuen Honeymoon wird."

14:49 Uhr

Frankreichs Ex-Premier muss ins Gefängnis

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Der frühere Hoffnungsträger der Konservativen: Ex-Premier Fillon mit seiner Frau Penelope nach der Urteilsverkündung.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Der ehemalige französische Präsidentschaftskandidat François Fillon ist wegen einer Scheinbeschäftigung seiner Frau zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Pariser Gericht verhängte fünf Jahre Gefängnis, davon drei auf Bewährung. Auch seine Ehefrau Penelope ist für schuldig befunden worden, sie wurde zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Beide müssen außerdem eine Geldstrafe zahlen. Fillon, Regierungschef unter Präsident Nicolas Sarkozy, hatte jahrelang seine Frau Penelope als Mitarbeiterin angestellt. Die Richterin erklärte, dass Penelope Fillons Vergütung in keinem Verhältnis zu ihren Aktivitäten gestanden habe, berichtete der Sender Franceinfo. Sie habe hauptsächlich Post übermittelt.

14:15 Uhr

AfD-Politiker Chrupalla bei Unfall auf der A4 verletzt

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Tino Chrupalla muss vorerst im Krankenhaus bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tino Chrupalla, Bundessprecher der AfD, ist bei einem Unfall auf der A4 verletzt worden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte der Fahrer von Chrupallas Dienstwagen nach der Auffahrt Chemnitz-Ost die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Offenbar wegen Aquaplanings schlug das Auto mehrfach in die Leitplanken.

Chrupalla zog sich nach Angaben der Zeitung einen Splitterbruch im linken Arm zu und verbleibt den Tag über im Krankenhaus. Der Fahrer blieb demnach unverletzt. Weitere Fahrzeuge waren in den Unfall nicht verwickelt.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch ist gerade in seinen freien Nachmittag entschwunden. Ab sofort begleite ich Sie durch den Tag. Mein Name ist Barbara Mauersberg, schreiben Sie mich gerne direkt an: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:39 Uhr

Starbucks-Mitarbeiter streitet mit Kundin ohne Maske - und erhält fast 90.000 Dollar

Für seine Standhaftigkeit erhält ein Starbucks-Mitarbeiter einer Filiale in der US-Stadt San Diego einen unerwarteten Geldsegen. Wie mehrere Medien berichten, war der Barista Lenin Gutierrez gerade im Dienst, als eine Kundin den Laden ohne Mundschutz betrat. Gutierrez wies die Frau nach eigenen Angaben auf die fehlende Maske hin, die ihm daraufhin eine Szene machte und das Geschäft wutentbrannt verließ.

Später veröffentlichte die Frau ein Bild von Gutierrez, welches sie in der Filiale aufgenommen hatte, auf Facebook. Dazu schrieb sie: "Lernt lenen von Starbucks kennen, der sich weigerte, mich zu bedienen, weil ich keine Maske trage. Nächstes Mal werde ich auf die Polizei warten und ein medizinische Ausnahmebescheinigung vorlegen."

Doch anders als von der Frau erhofft, stärkten viele Nutzer Gutierrez den Rücken und sprachen ihm Mut zu. Ein Unterstützer von Gutierrez rief sogar eine Spendenkampagne ins Leben. Bislang kamen knapp 90.000 Dollar zusammen.

12:58 Uhr
Breaking News

Mehr als 30.000 Verdächtige im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind die Ermittler auf Spuren von insgesamt mehr als 30 000 Verdächtigen gestoßen. Das teilt der NRW-Justizminister Biesenbach mit. Es gehe sowohl um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie als auch um konkrete Missbrauchstaten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:45 Uhr

Angeklagter gesteht Sechsfachmord in Rot am See

Die Tat löst bundesweit Entsetzen aus: Ein junger Mann soll Ende Januar in Rot am See sechs Familienangehörige erschossen und zwei weitere teils schwer verletzt haben. Seit heute muss er sich dafür vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. Er gesteht die Tat und nennt sein Motiv.

12:33 Uhr
Breaking News

Bundestag beschließt Mehrwertsteuer-Senkung und Familienbonus

Die Mehrwertsteuer wird nach einem Beschluss des Bundestags für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent gesenkt, der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 Prozent. Außerdem sollen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind bekommen.

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12:05 Uhr

US-Polizeiwagen rammt Demonstranten bei Kundgebung

Es begann als friedliche Demonstration und endete mit chaotischen Szenen: Am späten Sonntagabend hat ein Streifenwagen in der US-Stadt Detroit am Rande eines Protestzuges gegen Polizeigewalt mehrere Menschen gerammt. Wie die "Detroit News" berichtet, hatten mehrere Demonstranten zuvor das Auto umringt.

Die Behörden teilten mit, dass die Heckscheibe des Polizeiwagens eingeschlagen worden sei. "Der Beamte versuchte zu fliehen", hieß es als Begründung. Der Vorfall solle nun genauer untersucht werden. Ein Augenzeuge berichtete, dass sich mehrere beteiligte Personen nach dem Zwischenfall in eine Klinik begaben.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:29 Uhr

Wespenstich verursacht Verkehrsunfall

Ausgerechnet der Stich eines kleinen Insekts hat am Wochenende in Rheinland-Pfalz einen Unfall ausgelöst. Nach Angaben der Polizei war ein Autofahrer am Samstagabend auf der L255 im Kreis Neuwied unterwegs, als er im Wagen von einer Wespe gestochen wurde.

Der Stich löste bei dem 51-Jährigen eine allergische Reaktion aus, wodurch er in einer Linkskurve kurzfristig das Bewusstsein verlor und von der Fahrbahn abkam. Der Mann fuhr mehrere Hundert Meter über eine Wiese, bevor er in einem angrenzenden Waldstück mit einem Baum kollidierte und zum Stehen kam.

Der 51-Jährige blieb unverletzt, wurde aber zur ambulanten Behandlung des Wespenstichs in ein Krankenhaus gebracht.

10:42 Uhr

Mann stirbt bei Polizeieinsatz in Berlin

In Berlin ist ein Mann bei einem Polizeieinsatz gestorben. Ein 63-Jähriger habe die Polizei am Wochenende wegen eines mutmaßlich aggressiv gewordenen Freundes gerufen, teilte die Polizei mit. Beim Eintreffen der Beamten befand sich der offenbar unter Drogeneinfluss stehende 41-jährige Freund nackt und brüllend im obersten Geschoss des Mehrfamilienhauses.

Ein Polizist habe den Mann zu Boden ziehen können und ihm Handschellen angelegt. Zur Behandlung einer Augenverletzung sollte der Mann dann in einen Krankenwagen gebracht werden. Bei der Umlagerung für den Transport kollabierte er jedoch plötzlich.

Eine Reanimation blieb erfolglos, und der Mann starb. Zur Todesursache machte die Polizei zunächst keine Angaben.

09:53 Uhr

Rassismusdebatte: John-Wayne-Flughafen soll umbenannt werden

Als Western-Held personifizierte Schauspieler John Wayne wie kein anderer die traditionellen Wertvorstellungen der US-Pionierzeit. Der Oscar-Preisträger war zeitlebens für seine konservativen politischen Ansichten bekannt.

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John Wayne spielte in zahlreichen Western mit.

(Foto: imago stock&people)

Im Zuge der Rassismusdebatte in den Vereinigten Staaten wollen nun die Demokraten in Kalifornien den John-Wayne-Flughafen im Orange County umbenennen. Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN berichtete.

Der Orange County gab dem schon 1923 eröffneten Flughafen gleich nach dem Tod Waynes den Namen des Schauspielers. Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks entscheiden muss, soll der Flughafen einfach Orange County Airport heißen.

09:12 Uhr

Sechs Tote bei Angriff auf Börse in Karatschi

Bei einer bewaffneten Attacke auf die Börse in Karatschi sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Vier davon seien Terroristen gewesen, sagte der örtliche Polizeichef Muqaddas Haider. Mit Schnellfeuergewehren bewaffnet hätten die Angreifer versucht, in das Gebäude einzudringen. Als sie am Eingang auf Sicherheitskräfte trafen, hätten sie auch eine Granate gezündet.

Auf Videos örtlicher Medien war zu sehen, wie Sicherheitskräfte das Gebiet rund um das Börsengebäude räumten. Immer wieder waren Schüsse und Explosionen zu hören. Den Berichten zufolge waren zu dem Zeitpunkt rund 1000 Händler und Angestellte in dem Gebäude. Die Behörden machten eine Miliz aus der Provinz Baluchistan für den Angriff verantwortlich.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:26 Uhr

Brandanschlag auf Berliner Reichstag

Auf das Reichstagsgebäude in Berlin ist in der vergangenen Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen Unbekannte eine Spanplatte, die ein Fenster ersetzt, in Brand gesetzt haben. Demnach gossen sie eine brennbare Flüssigkeit über die Platte und zündeten sie an.

Der Vorfall ereignete sich um kurz nach Mitternacht. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus, musste aber nicht mehr eingreifen, da das Feuer bereits von der Bundespolizei gelöscht worden war. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

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07:42 Uhr

Eichenprozessionsspinner im Nordwesten auf dem Vormarsch

Der wegen seiner giftigen Haare oft gefährliche Eichenprozessionsspinner breitet sich immer weiter im Nordwesten Deutschlands aus. "In diesem Jahr gab es erstmals bestätige Fälle aus den Landkreisen Leer, Cloppenburg, Oldenburg-Land, Diepholz und der Stadt Oldenburg", sagte Thomas Brand von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg. Schon im vergangenen Jahr sei über Vorkommen im Landkreis Vechta berichtet worden.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine heimische Raupenart, die an den Eichen Blätter und Triebe frisst. Die Härchen der Raupen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Beim Einatmen oder Hautkontakt kann es zum Teil zu heftigen allergischen Reaktionen kommen.

Seit etwa 1990 breitet sich die Raupenart immer weiter in Niedersachsen aus, sagte Brand. Der Klimawandel begünstige die Ausbreitung, denn die unter Hitzestress stehenden Eichen könnten nicht mehr so viel Abwehrkraft aufwenden, so der Baum-Experte.

07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

"man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar" - dieses Zitat stammt aus dem Buch "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Der französische Autor erblickte heute vor 120 Jahren das Licht der Welt. Zudem feiert die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter ihren 57. Geburtstag.

Abseits dieser zwei Ereignisse stehen zum Wochenstart folgende Termine auf dem Programm:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt in Schloss Meseberg Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Bei dem Treffen wird der wirtschaftliche Wiederaufbau in Europa nach der Corona-Krise ein zentrales Thema sein.
  • Bundestag und Bundesrat wollen in Sondersitzungen das Konjunkturpaket verabschieden, das Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder ankurbeln soll.
  • Die Chefs der drei Nachrichtendienste des Bundes stehen in einer öffentlichen Anhörung im Bundestag Rede und Antwort.
  • Im elsässischen Fessenheim wird das betriebsälteste Atomkraftwerk Frankreichs endgültig abgeschaltet. Der zweite Druckwasserreaktor soll am späten Abend heruntergefahren werden.
  • Die Gespräche zwischen den Unterhändlern Großbritanniens und der EU über ein Anschlussabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase gehen in eine neue Runde.

Ich versorge Sie bis 14 Uhr im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

07:02 Uhr

Im Norden herrscht Herbstwetter

Während sich die Sommerluft in dieser Wetterwoche am ehesten im Süden und Südosten hält, fühlt es sich bei den Nordlichtern fast schon ein bisschen wie Herbst an. Denn die Werte bringen es zum Teil kaum auf 20 Grad und außerdem weht ein teilweise starker bis stürmischer Wind.

Grund für den nachhaltigen Wetterwechsel ist Tief "Sylvia", dessen Kaltfront heute noch an den Alpen hängt und dort zu Beginn für weiteren, teils kräftigen Regen mit lokalen Gewittern und Überflutungsgefahr sorgt. Später wird es aber auch hier langsam trockener.

Sonst erwartet uns ein Wechsel aus Sonne und Quellwolken, der ganz gelegentlich von einzelnen Schauern oder lokalen Gewitter begleitet sein kann. Die Temperaturen laden zum Durchlüften ein und erreichen maximal noch windige 18 Grad in der Eifel und 25 Grad im Osten.

Die weiteren Aussichten bringen im Süden auch mal Spitzenwerte um die 30 Grad. Insgesamt zeigt sich der Sommer aber in dieser Woche eher verhalten. Hier gibts die Übersicht bis zum nächsten Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:13 Uhr

US-Bundesstaat Mississippi verbannt umstrittene Flagge

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Die Flagge von Mississippi erinnert an die Konföderierten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Anti-Rassismus-Proteste in den USA haben in den vergangenen Wochen auch die Debatte um die Erinnerung an den amerikanischen Bürgerkrieg neu entfacht. In Mississippi stimmten nun beide Kammern des Parlaments mit großer Mehrheit für eine Änderung der Flagge des südlichen Bundesstaates.

Der lokale Fernsehsender WLBT 3 berichtete, die Flagge über dem Parlament sei nur Minuten nach der Abstimmung am Sonntagabend eingeholt worden - trotz Demonstranten, die vor dem Gebäude für den Erhalt der Fahne warben.

Die seit 1894 gültige Fahne erinnert an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden, die sogenannten Konföderierten. Sie hat oben links eine Abbildung der Kriegsflagge der Konföderierten, die im Bürgerkrieg für den Erhalt der Sklaverei kämpften.

Der republikanische Gouverneur Tate Reeves hatte bereits am Samstag angekündigt, dass nun eine Kommission bis Mitte September eine neue Flagge ausarbeiten soll.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht