Samstag, 05. September 2020Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:52 Uhr

Das war Samstag, der 5. September 2020

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Falls wer nach kreativen Möglichkeiten sucht, Möwen zu füttern, kann man es so wie dieser Herr heute im britischen Blackpool machen.

(Foto: REUTERS)

So, der Tag geht, Johnny Walker bleibt im Schrank und ich verabschiede mich so langsam! Diese Meldungen stießen heute auf gesteigertes Interesse:

Ich wünsche Ihnen noch eine gute Nacht und werde mich nun über das Angebot an Zwölf-Zylinder-Fahrzeugen informieren.

 

22:19 Uhr

Zwei französische Soldaten in Mali getötet

In Mali sind zwei französische Soldaten getötet worden. Das gepanzerte Fahrzeug der Soldaten, die der französischen Anti-Terror-Mission Barkhane in der Sahelzone angehörten, sei in der nordmalischen Region Tessalit von einem Sprengsatz zerstört worden, teilte das Präsidialamt in Paris am Abend mit. Ein dritter Soldat sei bei der Detonation verletzt worden. Frankreich hat für seine Anti-Terror-Mission Barkhane mehr als 5000 Soldaten in der Sahelzone stationiert. Bei dem Einsatz und bei der Vorgängermission Serval wurden bereits 45 französische Soldaten getötet. Auch die Bundeswehr ist in Mali im Einsatz.

21:58 Uhr

Wieder heftige Krawalle in Leipzig

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Schon nach wenigen Hundert Metern lief die Demo aus dem Ruder.

(Foto: dpa)

Nun ist es schon die dritte Nacht in Folge, in der Leipzig Krawalle erlebt. Am Abend läuft im Stadtteil Connewitz eine Demo gegen Gentrifizierung und Verdrängung schon nach wenigen Hundert Metern aus dem Ruder.

  • Steinwürfe auf die Fenster von Neubauten rufen die Polizei auf den Plan, die den Aufzug auflöst.
  • Danach gab es Jagdszenen zwischen Vermummten und den Ermittlern. Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen.
  • Der Straßenbahnverkehr in dem südlichen Stadtteil wurde gestoppt. Nach ersten Polizeischätzungen hatten sich rund 500 Menschen zu der angemeldeten Demo versammelt. Trotz Verbots zündeten die Teilnehmer Böller und Bengalos.
21:36 Uhr

Kanye West pumpt Millionen in den Wahlkampf

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Wird mit Sicherheit nicht Präsident: Kanye West.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rapper Kanye West (43, "Stronger") hat in seine Wahlkampagne um das US-Präsidentenamt ordentlich Geld gepumpt. Bei einer Offenlegung seiner Wahlkampfkosten vor der US-Wahlkommission kam laut "Deadline" zum Vorschein, dass West rund 6,8 Millionen US-Dollar (5,74 Millionen Euro) der Kampagne zur Verfügung gestellt hat. An Spenden konnte er lediglich 11.000 Dollar sammeln. Dem Rapper werden bei der kommenden Präsidentschaftswahl (3. November 2020) keine Chancen auf den Sieg ausgerechnet, da er in zu wenigen Bundesstaaten antritt. Manche Beobachter glauben aber, er könnte Trumps Herausforderer Biden Stimmen von jüngeren Afro-Amerikanern abjagen.

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20:58 Uhr

US-Truppen landen für Manöver in Litauen

Inmitten der Krise in Belarus sind hunderte US-Soldaten für ein Manöver im Nachbarland Litauen eingetroffen. Mehr als ein Dutzend US-Kampfpanzer überquerten aus Polen kommend die Grenze zu Litauen. Die US-Soldaten sollen bis November in Litauen bleiben, die Übung soll nahe der Grenze zu Belarus stattfinden. Wie das Verteidigungsministerium in Vilnius mitteilte, war die Militärübung schon länger geplant. Einen Zusammenhang mit "Ereignissen in der Region" gebe es nicht.

20:34 Uhr

Trump verlangt Entlassung von TV-Moderatorin

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Trump im Briefing Room des Weißen Hauses.

(Foto: AP)

Weil sie sich angeblich abfällig über US-Soldaten geäußert hat, verlangt Präsident Trump nun die Entlassung der TV-Moderatorin Jennifer Griffin, die immerhin in Diensten des sehr Trump-freundlichen Senders Fox News steht.  Das Magazin "The Atlantic" hatte am Donnerstag berichtet, Trump habe während einer Frankreich-Reise im November 2018 im Ersten Weltkrieg gefallene US-Soldaten als "Verlierer" und "Trottel" bezeichnet. Laut dem "Atlantic"-Artikel hatte Trump bei der Frankreich-Reise einen geplanten Besuch des US-Militärfriedhofs Aisne-Marne bei Paris mit den Worten abgelehnt: "Warum sollte ich diesen Friedhof besuchen? Er ist voller Verlierer." Trump bestreitet die Vorwürfe. Am Freitag sagte der Republikaner, der sich im November für eine zweite Amtszeit wiederwählen lassen will, es handle sich um eine "Fake-Geschichte". Für ihn seien gefallene Soldaten "absolute Helden".

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20:09 Uhr

Videos des Tages

19:49 Uhr

Kretschmer: Nord Stream 2 weiterbauen

Michael Kretschmer (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Michael Kretschmer (CDU).

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich gegen Forderungen nach einem Baustopp für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gewandt. "Nord Stream 2 muss weitergebaut werden", sagte der CDU-Politiker. "Wir sind aufeinander angewiesen, wir brauchen diese Zusammenarbeit." Zur Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny sagte der CDU-Politiker bei einem Termin bei Schwarzenberg (Erzgebirgskreis): "Das ist eine furchtbare Tat, die aufgeklärt werden muss. Aber erst muss sie aufgeklärt werden, bevor jetzt Konsequenzen gefordert werden."

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18:54 Uhr

Laschet verteidigt Sachsen-Besuch

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Laschet besuchte das Erzgebirge.

(Foto: dpa)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verteidigt seinen Besuch in Sachsen anlässlich der 30-Jahr-Feier des Freistaats - das begründet er mit dem Föderalismus.

  • Die Corona-Regeln in Sachsen seien anders als in Nordrhein-Westfalen. "Die Infektionszahlen in Sachsen sind aber auch andere als in Nordrhein-Westfalen", sagte er beim Besuch eines Schaubergwerks mit seinem sächsischen CDU-Amtskollegen Michael Kretschmer bei Schwarzenberg (Erzgebirgskreis).
  • Am Abend will Laschet bei einer Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Bundeslandes Sachsens seit der Wiedergründung 1990 vor 2000 Gästen sprechen. Das hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt, weil in NRW noch sehr viel strengere Corona-Regeln für Großveranstaltungen gelten.
18:06 Uhr

Vater sticht auf erwachsene Tochter ein

Ein 60-Jähriger soll im Südosten Baden-Württembergs mit einem Messer auf seine erwachsene Tochter eingestochen und sie schwer verletzt haben. Sie war zunächst in Lebensgefahr, ihr Zustand stabilisierte sich aber nach Informationen der Polizei.

  • Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Wie die Ermittler mitteilten, fanden Beamte die 31-Jährige am späten Freitagabend in einer Grünanlage in der Nähe des Bahnhofs in Ehingen.
  • Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen nach einem Streit auf die 31-Jährige losgegangen.
  • Die 31-Jährige sei inzwischen ansprechbar und habe bereits vernommen werden können, sagte ein Polizeisprecher. Auch der tatverdächtige Vater, der von der Polizei in der Nähe des Tatorts widerstandslos festgenommen wurde, sei verhört worden.
17:54 Uhr

Franzose holt Etappensieg bei Tour

Heimsieg bei der Tour der France: Der Franzose Nans Peters hat die erste Pyrenäen-Etappe des Rad-Rennens gewonnen.

  • Der Fahrer vom Team AG2R siegte auf dem achten Teilstück nach 141 Kilometern von Cazères-sur-Garonne nach Loudenvielle vor dem Letten Toms Skujins und dem Spanier Carlos Verona.
  • Peters war kurz nach dem Start zusammen mit zwölf weiteren Fahrern ausgerissen. Die Top-Favoriten erreichten mit über sechs Minuten Rückstand das Ziel.
  • Das Gelbe Trikot verteidigte der Brite Adam Yates erfolgreich vor dem Slowenen Primoz Roglic, der drei Sekunden zurückliegt. Der Vorjahresvierte Emanuel Buchmann verlor indes mehr als eine Minute auf seine Rivalen.
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17:34 Uhr

Belarus: Maskierte nehmen Studenten fest

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Demonstrantin in Minsk.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

In Belarus gehen die Menschen weiter auf die Straße - jetzt ist es zu einem Vorfall gekommen, der typisch für eine Diktatur anmutet: Sicherheitskräfte haben protestierende Studenten von Straßen abgedrängt und in Kleinbusse gepfercht.

  • Die maskierten Männer ergriffen die Studenten im Zentrum von Minsk. An mehreren Stellen der Hauptstadt hatten sich Studierende, die sich rot-weiße Oppositionsflaggen umgeworfen hatten, zu Protesten gegen die umstrittenen Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko versammelt.
  • Rund 30 Personen seien wegen Teilnahme an nicht genehmigten Kundgebungen festgenommen worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS.
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17:10 Uhr

Ex-Botschafter: Boris Johnson von Trump "fasziniert"

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Trump, Johnson.

(Foto: imago images/i Images)

Beide machen Schlagzeilen mit ihrem blondem Haar, beide gelten ihren Gegnern als verrückt oder gefährlich, beide pflegen einen lockeren Umgang mit der Wahrheit - Boris Johnson und Donald Trump. Und der Brite, der auch einen US-Pass hat und wie Trump in New York geboren wurde, bewundert insbesondere Trumps kreatives Verhältnis "zu Fakten und Wahrheit", wie nun ein Insider ausplauderte - wie wiederum beim "Guardian" zu lesen ist. Der frühere Botschafter Großbritanniens in den Vereinigten Staaten, Kim Darroch, schreibt in seinem neuen Buch, Johnson sei fasziniert von Trump gewesen, als er als Außenminister Washington besuchte. Insbeondere Trumps Sprache habe es ihm angetan, etwa das "begrenzte Vokabular, die Einfachheit der Botschaft, die Verachtung für politische Korrektheit, die manchmal aufwiegelnde Bildsprache und die bestenfalls lückenhafte Beziehung zu Fakten und Wahrheit."

16:44 Uhr

Kater mit drei Schüssen getötet

Es heute sicher nicht die wichtigste Nachricht, aber man fragt sich schon, was das soll: In Niedersachsen hat ein Unbekannter einen Kater erschossen. Drei Kugeln töteten das Tier in Schwanewede im Landkreis Osterholz. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter ein Luftgewehr benutzte. Sie ermitteln wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

16:15 Uhr

Feuerwehr befreit Kälbchen aus Pool

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Das Jungtier hielt sich über Wasser und wurde schließlich aus dem Pool gezogen.

Ein von einer Weide ausgebüxtes Kälbchen hat im osthessischen Schlitzenhausen unfreiwillig seine Schwimmkünste unter Beweis gestellt. Die junge Kuh wurde heute Morgen in einem Swimmingpool im Garten entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Vermutlich hatte sich das Tier auf die Poolabdeckung gewagt und war dann ins Wasser gestürzt. Das Kalb habe sich jedoch "geschickt über einen längeren Zeitraum über Wasser halten" können, erklärte die Polizei. Hilfe benötigte das Tier demnach lediglich beim Ausstieg: Die Ortsfeuerwehr pumpte einen Großteil des Wassers aus dem Pool, zog die Kuh mit Seilen heraus und brachte sie zu ihrem Besitzer. Dieser habe dem Jungtier mit Streicheleinheiten zum bestandenen "Freischwimmer" gratuliert, erklärte die Polizei.

15:31 Uhr

Wegen Quarantäne - Altkanzer Schröder von Frau getrennt

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Schröder-Kim und ihr Mann Gerhard sind gerade räumlich getrennt - "bedauerlich", wie der Altkanzler meint.

(Foto: imago images/Future Image)

Auch Altkanzler Gerhard Schröder bekommt die Folgen der Corona-Krise zu spüren - sogar mehr als viele andere. "Bedauerlich ist für mich, dass ich nicht zu meiner Frau kann", sagte er in seinem Podcast "Die Agenda". Denn Soyeon Schröder-Kim arbeitet gerade in ihrer südkoreanischen Heimat und lebt daher von ihm getrennt. Warum er nicht einfach hinfliegt? "Zweimal Quarantäne, das wäre mir dann doch ein bisschen viel", so der einstige SPD-Chef. Denn er müsste in Südkorea und nach der Rückkehr auch hierzulande in Quarantäne. Schröder: "Ich hoffe, sie kommt zurück".

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15:13 Uhr

Solingen organisiert Spendenkonto und Lichterkette

Nach dem gewaltsamen Tod von fünf Kindern in Solingen will die Stadt ein Spendenkonto einrichten, mit dem unter anderem die Beerdigung bezahlt werden soll. Über die sozialen Medien hätten sich zahlreiche Spendenwillige gemeldet, sagt ein Stadtsprecher. Die Nachbarn der Familie wollen derweil am Samstagabend mit einer Lichterkette und einer Schweigeminute Abschied nehmen. Alle Anwohner seien gebeten, um 18.50 Uhr vor die Tür zu treten und eine Lichterkette zu bilden. "Der Tod von fünf Kindern trifft unsere Nachbarn, uns und die Hasseldelle ins Herz", heißt es in einem Aufruf zur Lichterkette in dem Solinger Stadtteil.

Eine Mutter soll ihre ein bis acht Jahre alten Kinder erst betäubt und dann erstickt haben, wie die Ermittler vermuten. Nur das sechste Kind, ihr elfjähriger Sohn überlebte. Er ist jetzt bei seiner Großmutter in Mönchengladbach.

14:58 Uhr

Grüne und IG Metall fordern staatlichen Auto-Fonds

Grüne und IG Metall fordern vor dem Spitzentreffen zur Autobranche an diesem Dienstag einen staatlichen Fonds, der sich mit einer Beteiligung bei Krisenfirmen engagiert. "Wir müssen Mittelständlern und Zulieferern Zeit verschaffen", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Angesichts von mehr als 800.000 Beschäftigten in der Automobilindustrie könne "keine Politikerin sagen: Die sind mir egal, sollen sie doch schauen, wie sie über die Runden kommen". Der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann plädierte für einen staatlichen "Mittelstands- und Transformationsfonds", der sich an Unternehmen in Not beteiligt. Am Dienstag treffen sich die Spitzenmanager der Autoindustrie bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Autogipfel.

An dieser Stelle auch noch ein Hinweis auf jemanden, der bald in Deutschland Autos bauen will: Elon Musk.

14:33 Uhr

Deutscher stürzt an der Sulzfluh 100 Meter tief

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unbekannt, aber in den Schweizer Bergen ist ein deutscher Wanderer in den Tod gestürzt. Der 52-Jährige fiel bei einem Aufstieg an der Sulzfluh, einem 2818 Meter hohem Gipfel im Kanton Graubünden, rund 100 Meter in die Tiefe. Er war gemeinsam mit seiner Frau und Familienangehörigen im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Österreich unterwegs. Woher aus Deutschland der Wanderer kam, wusste die Polizei nicht, die über den Unfall informierte.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Markus Lippold schlendert gemächlich in den demnächst um diese Uhrzeit nicht mehr lang auf sich warten lassen werdenden Sonnenuntergang und genießt den Feierabend. Volker Petersen haut ab sofort in die Tasten. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.

13:53 Uhr

"El Chapo" legt Berufung gegen lebenslange Haft ein

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"El Chapo" im Februar 2019.

(Foto: dpa)

Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán sitzt in einem US-Hochsicherheitsgefängnis in der Bergwüste des Bundesstaates Colorado. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das will er nicht akzeptieren.

  • Guzmán legt Berufung gegen die Strafe ein. "Chapo Guzmáns Strafverfolgung wurde durch ungezügelte Exzesse und Übertreibungen sowohl der Regierung als auch der Justiz beeinträchtigt", schreibt sein Anwalt Marc Fernich im Berufungsantrag.
  • "Wir sind sehr optimistisch, dass sich daraus etwas Positives ergeben wird", sagt die Anwältin Mariel Colon Miro. Sie hoffe, dass das Urteil gegen den Ex-Chef des mächtigen mexikanischen Sinaloa-Kartells aufgehoben werde, da es Prozessfehler gegeben habe.
  • Miro zufolge sagte einer der Geschworenen dem Sender Vice News, dass er und andere während des Prozesses über Medien und Onlinenetzwerke Informationen zu dem Fall gefunden hätten - was jedoch verboten sei. Außerdem habe Guzmán wegen der vollständigen Isolationshaft nicht an seiner Verteidigung mitarbeiten können.
13:28 Uhr

Türkei kündigt Militärübung "Mittelmeer-Sturm" an

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Erst Ende August veranstalteten Kriegsschiffe aus Griechenland, Italien, Zypern und Frankreich eine Militärübung südlich der Türkei im östlichen Mittelmeer.

(Foto: dpa)

Derzeit streiten Griechenland, Zypern und die Türkei um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Da wird diese Ankündigung aus Ankara nicht gerade für Beruhigung sorgen:

  • Die Türkei kündigte eine Militärübung vor Zypern an - unter dem Namen "Mittelmeer-Sturm" soll sie am Sonntag beginnen und bis Donnerstag dauern, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilt.
  • Es sollen auch Einheiten aus dem türkisch kontrollierten Nordzypern teilnehmen. Ziel sei es, "wechselseitiges Training, Kooperation und Interoperabilität" zwischen dem türkischen Festland und dem Truppenkommando auf der geteilten Mittelmeerinsel zu verbessern, heißt es.
  • Im östlichen Mittelmeer eskaliert seit Wochen der Streit zwischen den Nato-Partnern Griechenland und Türkei um Erdgas in dem Seegebiet. Griechenland bezichtigt die Türkei, vor griechischen Inseln illegal Vorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara weist die Vorwürfe zurück.

12:34 Uhr

Buffett verkauft Wells-Fargo-Anteile für 2,5 Milliarden

Wells Fargo
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US-Investors Warren Buffett ist gerade 90 geworden. Umtriebig ist er aber wie eh und je:

  • Seine Berkshire Hathaway Holding baut ihre Beteiligung an der Bank Wells Fargo ab - insgesamt werden 100 Millionen Aktien verkauft, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.
  • Nach dem Schlusskurs vom Freitag wäre das Paket knapp 2,5 Milliarden US-Dollar (etwa 2,1 Milliarden Euro) wert. Berkshire reduziert damit den eigenen Anteil an der Bank um mehr als 40 Prozent und hält jetzt noch 3,3 Prozent des Aktienkapitals.
  • Wells Fargo hatte im zweiten Quartal den ersten Vierteljahresverlust seit 2008 verzeichnen müssen. Neben hohen Kreditausfällen machen der Bank Affären um fingierte Konten und andere dubiose Geschäftspraktiken zu schaffen.

12:10 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:56 Uhr

Katja Suding verlässt die Politik

Katja Suding, Landesvorsitzende der Freien Demokraten (FDP). Foto: Daniel Bockwoldt

Katja Suding

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Vor gut einem halben Jahr erlebte die FDP in Hamburg eine Wahlschlappe - die Partei scheitere an der Fünfprozenthürde und ist dort nur mit einer Direktkandidatin vertreten. Die Landesvorsitzende Katja Suding zieht nun Konsequenzen:

  • Sie kündigt ihr Ausscheiden aus der Politik an. "Für mich ist im nächsten Jahr Schluss", sagt die 44-jährige Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Bundesvorsitzende beim Landesparteitag.
  • Sie werde weder bei der Bundestagswahl antreten noch erneut für den Landesvorsitz kandidieren. Auch als stellvertretende Bundesvorsitzende stehe sie nicht erneut zur Verfügung.
  • Die Entscheidung sei aus persönlichen Gründen gefallen. "Mir war immer klar, dass ich mein Berufsleben nicht mit der Politik beenden werde."
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11:22 Uhr

Zwölf Verletzte bei Unfall auf Festivalgelände

Bei einem Unfall mit einem von einem Kleinbus gezogenen Anhänger werden auf einem Festivalgelände in Mecklenburg-Vorpommern zwölf Menschen verletzt, sechs davon schwer. Der Anhänger stürzte laut Polizei bei dem Unglück in Pütnitz in einer Kurve um. Nach ersten Erkenntnissen sei die 27-jährige Fahrerin des Kleinbusses zu schnell gefahren, sie erlitt einen Schock. Die zwölf Verletzten hatten auf Bänken auf dem Anhänger gesessen.

11:02 Uhr

Erneut protestieren Tausende gegen Putin

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Ex-Gouverneur Furgal sitzt derzeit in Moskau in U-Haft.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

In Deutschland dürfte die Großstadt Chabarowsk im Fernen Osten Russlands wenigen Menschen ein Begriff gewesen sein. Das änderte sich mit den Protesten gegen die Regierung in Moskau, die auch an diesem Wochenende anhalten:

  • Aus Protest gegen die Festnahme des Ex-Gouverneurs Sergej Furgal gehen in Chabarowsk nach Berichten rund 8000 Menschen auf die Straßen. Die Behörden sprechen von weniger als tausend Teilnehmern.
  • "Putins Bande muss vor Gericht" und "Putin hat unseren Gouverneur gestohlen" skandieren die Menschen.
  • Die Proteste in der Stadt dauern seit fast zwei Monaten an und richten sich vor allem gegen den Einfluss Moskaus auf die lokale Politik. Konkret geht es um Anschuldigungen gegen den ehemaligen Gouverneur. Gegen ihn wird wegen angeblicher Beteiligung an Auftragsmorden vor 15 Jahren ermittelt.
  • Furgal streitet dies ab und betont, die Ermittlungen gegen ihn seien politisch motiviert. Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDPR) des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski an. Er wurde vor knapp zwei Jahren zum Gouverneur gewählt.

10:29 Uhr

Nordkorea bestraft nach Taifun Lokalpolitiker

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Diktator Kim Jong Un herrscht uneingeschränkt in Nordkorea.

(Foto: AP)

In dieser Woche wütete Taifun "Maysak" in Ostasien. Auch in Nordkorea, wo die Naturkatastrophe politische Folgen hat:

  • Das Land verhängt harte Strafen gegen Lokalpolitiker, wie die Zeitung der herrschenden Partei der Arbeit Koreas schreibt.
  • Der Grund: Die Politiker hätten - entgegen der Anweisungen der Parteiführung - dabei versagt, die Anwohner vor dem Sturm zu schützen, der einen "ernsten Vorfall" mit Dutzenden Opfern verursacht habe. Wie viele Menschen genau gestorben, verletzt oder vermisst sind, wird nicht mitgeteilt.
  • Angekündigt werden "schwere Strafen" auf Partei-, Verwaltungs- und juristischer Ebene - ohne freilich ins Detail zu gehen.
  • Bilder hatten heftige Regenfälle in dem Land gezeigt sowie Überschwemmungen etwa in der Hafenstadt Wonsan an der Ostküste des Landes.
  • Nach Meinung von Experten sollen solche Strafen gegen Lokalpolitiker von der Verantwortung der Macht-Elite ablenken.
09:52 Uhr

Deutscher Wanderer stürzt in Tirol in den Tod

Ein deutscher Wanderer stirbt bei einer Wanderung in den Tiroler Alpen. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen sei am Freitagnachmittag auf 1770 Metern Seehöhe zunächst über eine steile Böschung und anschließend über eine annähernd senkrechte Felswand gestürzt, teilte die Polizei mit. Der 74-Jährige war gemeinsam mit seiner Frau und einer Bekannten in Tannheim nahe der deutschen Grenze talwärts in Richtung Traualpe unterwegs. Der Steig ist rot markiert, was eine "mittelschwierige" Einstufung des Bergweges bedeutet. Die Passagen sind dort oft schmal und steil.

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09:25 Uhr

Polizei sichert Spuren nach Ausschreitungen in Leipzig

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Ein Polizist sichert Steine.

(Foto: dpa)

Etwa 100 Menschen demonstrierten am Freitagabend teils gewalttätig im Leipziger Stadtteil Connewitz. Nun beginnen die Ermittlungen:

  • Polizeibeamte sammeln Steine ein, mit denen Demonstranten Polizeifahrzeuge beworfen hatten. Die Steine wurden in Plastiktüten verpackt und zur Auswertung mitgenommen.
  • Polizeiangaben zufolge waren bei der Demonstration acht Beamte leicht verletzt worden.
  • Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung verurteilt die Krawalle nach Hausbesetzungen "aufs Schärfste". Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum habe mit den Besetzungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen einen schweren Rückschlag erlitten, erklärt der SPD-Politiker. "Man schafft keinen Wohnraum, indem man Polizisten angreift und Barrikaden anzündet."
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09:10 Uhr

Hersteller von Karnevalsorden erwartet Einbrüche

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Den Einbruch bei den Orden könne die Firma auffangen, weil sie breit aufgestellt sei, sagt Küster.

(Foto: dpa)

Wegen der Corona-Pandemie dürfte auch die Karnevals-Saison anders ausfallen als gewohnt. Ganz konkrete Auswirkungen meldet bereits die Firma Stuco in Speicher in der Eifel. Denn das Unternehmen stellt Karnevalsorden her:

  • "Einbrüche wird es auf jeden Fall geben", sagt der Projektleiter Karneval bei der Stuco Metall GmbH, Edmar Küster. Das Geschäft werde mengenmäßig "reduzierter" ausfallen.
  • Normalerweise fertigt Stuco rund 150.000 Orden pro Jahr für Hunderte Kunden in ganz Deutschland, darunter Vereine in den Hochburgen Mainz, Köln, Düsseldorf und Fulda. Die klassischen "Tollitäten" werde es bis auf die größeren Städte kaum geben, sagt Küster. "Die meisten haben abgesagt."
  • Somit fallen auch etliche Orden für Prinzen und Prinzessinnen weg. Aufträge gebe es derzeit von Gesellschaften. Sie fielen aber oft kleiner aus - da, wenn überhaupt, überall reduzierte Veranstaltungen geplant würden. "Alle haben die Handbremse angezogen. Es gibt immer noch viele Fragezeichen."
  • Manche Auftraggeber entschieden sich für kleine Modelle: Statt größerer Orden zum Umhängen wählten sie beispielsweise jetzt auch mal "Steckvarianten".
08:43 Uhr

Bolivien ruft wegen Ex-Präsident Morales Strafgerichtshof an

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Morales floh nach seinem Rücktritt zunächst nach Mexiko, danach ließ er sich in Argentinien nieder.

(Foto: dpa)

Die bolivianische Generalstaatsanwaltschaft ruft den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag an - es geht um Ex-Präsident Evo Morales:

  • Das Land beantragt, Untersuchungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. Morales habe im August seine Anhänger dazu angestiftet, Straßensperren zu errichten, die das ganze Land lahmlegten, teilt Übergangspräsidentin Jeanine Áñez bei Twitter mit. Mehr als 40 Menschen seien deshalb wegen fehlender Versorgung mit medizinischem Sauerstoff in der Corona-Pandemie gestorben.
  • Morales bestreitet die Vorwürfe: Damit solle vor den Wahlen nur "die Aufmerksamkeit der bolivianischen Bevölkerung von der wirtschaftlichen, gesundheitlichen und humanitären Katastrophe" im Land abgelenkt werden.
  • Morales war 2019 nach Massenprotesten zurückgetreten. Derzeit ist eine konservative Übergangsregierung an der Macht, die Morales bereits wegen Volksverhetzung, Terrorismus und Genozid für seine Rolle bei der Gewalt nach den Wahlen 2019 angeklagt hat.
08:16 Uhr

Dem Süden steht eine gute Pilzsaison bevor

Zumindest im Süden Deutschlands können sich Pilzfreunde in diesem Jahr voraussichtlich über gut gefüllte Körbe freuen. "Es schaut richtig gut aus", sagt Andreas Kunze von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie im schwäbischen Donauwörth. "Die Pilzsaison geht jetzt langsam los, weil es feuchter ist", ergänzt Götz von Bülow, Leiter des Forstbezirks Schönbuch in Dettenhausen im Kreis Tübingen. Dann entfalteten die Pilze ihr Leben. In den beiden vergangenen Jahren hatte die Pilzsaison wegen der Trockenheit deutlich später angefangen.

Im Wald darf zwar jeder Pilze sammeln, doch die Behörden warnen vor zu großer Sammelleidenschaft. Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes gelten zudem Obergrenzen, sagt eine Sprecherin des Hauptzollamtes Lörrach. Gesammelt werden dürfe in der Regel maximal ein Kilogramm pro Tag und Person. Auch sollten nur Exemplare gesammelt werden, die auch bestimmt werden können.

07:37 Uhr

Trump kürzt Mittel für Anti-Rassismus-Trainings

In den USA wird derzeit heftig über Rassismus diskutiert. Da platzt Präsident Donald Trump mit dieser Entscheidung herein:

  • Der Staatschef will den Bundesbehörden die Gelder für interkulturelles Training kürzen.
  • Der Präsident habe ihn angewiesen, dafür zu sorgen, dass keine Steuergelder mehr genutzt würden, um "spaltende, unamerikanische Propaganda-Trainingseinheiten" zu finanzieren, heißt es laut "Washington Post" in einer Aktennotiz des Direktors des Amtes für Verwaltung und Haushalt, Russell Vought.
  • Alle Behörden sollten nun Ausgaben in Verbindung mit Kursen identifizieren, die sich etwa mit "weißen Privilegien" befassten oder suggerierten, die USA seien "von Natur aus ein rassistisches oder schlechtes Land". Verträge für solche Anti-Rassismus-Trainings sollten aufgehoben werden.
07:19 Uhr

Explosion in Moschee in Bangladesch

Offenbar wegen eines Gaslecks kommt es in einer Moschee in Bangladesch zu einer Explosion und einem Feuer:

  • Dabei sterben mindestens elf Menschen. Von den insgesamt 40 Verletzten seien zehn in der Nacht in einem Krankenhaus in Dhaka gestorben, teilen Ärzte und die Polizei mit.
  • Bereits am Freitag war ein siebenjähriger Junge ums Leben gekommen. Er hatte sich rund 95 Prozent seiner Hautoberfläche verbrannt.
  • Ein Feuerwehrsprecher berichtet, dass sechs Klimaanlagen in der Moschee im Narayanganj-Distrikt rund 25 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka ebenfalls explodiert seien.
06:37 Uhr

Sitcom "Mom" verliert die Hauptdarstellerin

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Sieben Staffeln lang drehte Farris "Mom".

(Foto: dpa)

US-Schauspielerin Anna Faris steigt kurz vor dem geplanten Drehstart zur achten Staffel der Sitcom "Mom" aus. Sie wolle neue Möglichkeiten verfolgen, zitieren der Sender CNN und der "Hollywood Reporter" aus einer Mitteilung der 43-jährigen Schauspielerin. Die vergangenen sieben Jahre bei der Comedy-Show zählten mit zu den "erfüllendsten" ihrer Karriere, sagt Faris. Sie bedankt sich bei ihren Kollegen und bei Serienschöpfer Chuck Lorre. Zu möglichen neuen Plänen machte sie keine Angaben. In "Mom" spielt Faris die Hauptrolle der alleinerziehenden Christy Plunkett, die zu ihrer eigenen Mutter Bonnie (Allison Janney) ein chaotisch-kompliziertes Verhältnis hat.

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06:23 Uhr

Steinmeier zu Corona: "Verstehe, dass die Sorgen zunehmen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert Verständnis für die zunehmende Kritik an den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Die Belastungen der Menschen sind real, und ich verstehe, dass die Sorgen zunehmen", sagt er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Wichtig seien deshalb die "Diskussionen über die Maßnahmen, die für uns alle belastend sind, über deren Sinn wir offen reden und die wir mit immer besserem Wissen auch immer präziser fassen müssen". Der Rückgang der Neuinfektionen und die deshalb möglichen Lockerungen seien allerdings "überzeugende Argumente, auf dem Weg der Vorsicht zu bleiben". Mit einem weiteren Corona-Lockdown rechnet Steinmeier nicht.

Für die bislang mehr als 9300 Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland will sich der Bundespräsident für eine Trauerveranstaltung einsetzen. Er werde einen entsprechenden Vorschlag mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht besprechen, sagt er. "Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen ist, darüber muss man sprechen", fügt Steinmeier hinzu.

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