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"Fett ist nicht okay" Plus-Size-Frauen werden zwangsgeschrumpft

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"Harpoon Project" macht aus einem Plus-Size-Model ein dünnes Ding - und muss dafür Kritik einstecken.

(Foto: Facebook/Project Harpoon)

Meghan Trainor hat eine tolle Stimme und Melissa McCarthy ist eine super Schauspielerin. Die Nörgler von "Harpoon Project" interessiert das wenig. Ihnen sind die Damen in erster Linie zu dick. Weil sie die kurvigen Frauen dünn basteln, hagelt es nun Kritik.

Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Eine neue Facebook-Seite mit dazugehörigem Instagram-Account glaubt allerdings, die Wahrheit gepachtet zu haben. Mit Bildbearbeitungsprogrammen schrumpft "Harpoon Project" bekannte Schauspielerinnen, Sängerinnen, Models & Co. knochig. Die Ergebnisse verbreitet die Gruppe dann neben den Originalbildern in sozialen Netzwerken.

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Auch Schauspielerin Rebel Wilson war "Harpoon Project" zu dick.

(Foto: Instagram/project_harpoon)

"Es ist falsch, Fett-Sein als okay zu akzeptieren", sagte Nick Baskins, Anführer der Kurven-Kritiker, gegenüber dem Magazin "People". "Harpoon Projects" wolle niemandem schaden, stattdessen würden täglich Dutzende Nachrichten von Menschen eintreffen, die die Bilder als inspirierend empfänden. Gesund sei man eben nicht mit jedem Gewicht.

Zu den Frauen, denen die zweifelhafte Photoshop-Ehre bereits zuteil wurde, gehören etwa die Schauspielerinnen Rebel Wilson und Melissa McCarthy, Sängerin Meghan Trainor oder das Plus-Size-Model Tess Holiday. Letztere dürfte sich ganz besonders über "Harpoon Project" ärgern. Sie hatte sich in der Vergangenheit bereits über den Begriff Bikini-Figur lustig gemacht. Wie man Holidays Meinung nach nämlich eine solche bekommt? Einen Bikini anziehen, fertig!

"Ihr seid ekelhaft"

Genau diese wachsende Anerkennung von verschiedenen Körperformen aber ist es, die Baskins und seinen Verbündeten aufstößt. Dadurch habe man "vielen Menschen den Weg geebnet, auf Training und Gesundheitsfürsorge zu verzichten".

Offenbar gehört es für "Harpoon Project" auch zur Fitnessmission, die Bilder der neuen Dünnen mit fiesen Bildunterschriften zu versehen. "Wenn du Feministin bist, solltest du wenigstens so in Form sein, dass du an Protesten teilnehmen kannst, statt in der Parkgarage stecken zu bleiben", steht beispielsweise unter einer Aufnahme.

Die Kritik an "Harpoon Project" ließ nicht auf sich warten. "Ihr seid ekelhaft, lasst diese Frauen in Ruhe", schrieb ein Instagram-Nutzer. "Ich hasse diesen Account", ein anderer. "Leute, die so etwas machen, werden es niemals verstehen", kommentierte die porträtierte Holiday gegenüber dem Magazin "Us Weekly". Vielleicht haben sie es ja aber doch verstanden. Weder auf die Facebook-Seite von "Harpoon Project" noch auf die Instagram-Seite kann derzeit zugegriffen werden.

Quelle: ntv.de, ame

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