Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:02 Lauterbach: Disko-Besuche nur mit Maske +++

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Corona-Fälle in Diskotheken strenge Maßnahmen. "Derzeit haben wir die Herdenimmunität noch nicht erreicht, deshalb rate ich, weiter vorsichtig zu sein", sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das bedeute auch: "Diskothekenbesuche nur für Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind und nur mit Maske." Lauterbach mahnt zudem schnelle Entscheidungen an, welche Lockerungen zurückgenommen werden sollten. Er unterstütze Bemühungen, die Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage mit Kanzlerin Angela Merkel vorzuziehen: "Je eher die Ministerpräsidenten-Runde zusammenkommt, desto besser.

+++ 23:05 In England infizieren sich vor allem junge Erwachsene +++
Junge Erwachsene sind in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus neuen Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor. Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe bei zuletzt knapp 1155 - der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien zuletzt mit 488 angegeben. Grund für die hohe Ansteckungsrate dürfte unter anderem sein, dass die Impfrate bei jüngeren Menschen niedriger ist als bei den Älteren.

+++ 22:18 Behörde gibt nach Infektion im Hamburger Club "Molotow" Entwarnung +++
Nach einem Corona-Fall im Hamburger Musikclub "Molotow" auf St. Pauli hat die Gesundheitsbehörde Entwarnung gegeben. Bei den 56 Konzertbesuchern, die zur Reihentestung erschienen seien, habe es keinen weiteren positiven Befund gegeben, sagte Behördensprecher Martin Helfrich. Anfang der Woche hatten die Gesundheitsämter wegen eines möglichen Kontakts mit einer Corona-infizierten Person für 90 Besucher des "Molotows" Quarantäne angeordnet. Zuvor war eine Person, die in der vergangenen Woche ein Konzert in dem Club am Nobistor besucht hatte, positiv getestet worden. Die Vielzahl der Quarantäne-Anordnungen war der Behörde zufolge wegen einer "unübersichtlichen Kontaktsituation" in dem Lokal nötig gewesen.

+++ 21:50 Neuinfektionen in Türkei erreichen höchsten Stand seit Mai +++
In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet 11.094 neue Fälle - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft.

+++ 21:26 Impfgegner belagern slowakisches Parlament +++
In der slowakischen Hauptstadt Bratislava haben Impfgegner das Parlament belagert, um gegen ein Gesetz zu protestieren, das Nachteile für Ungeimpfte vorsieht. Berichten zufolge skandierten sie "Verrat" und bewarfen das Gebäude mit Eiern, als die Abgeordneten im Plenum die Gesetzesvorlage diskutierten. Diese sieht unter anderem vor, dass der Einlass in Restaurants und andere gastronomische Einrichtungen nur noch geimpft oder mit einem negativen PCR-Test erlaubt ist. Mehrere Oppositionsparteien sind gegen die Regelung, darunter die Partei des früheren slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, der bereits angekündigt hat, sich nicht impfen zu lassen.

+++ 21:02 Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen springt auf 67,8 +++
Angesichts der steigenden Infektionszahlen weisen mehr und mehr Landkreise eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 auf. An der Spitze liegt die kreisfreie nordrhein-westfälische Stadt Solingen mit 67,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 20:46 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1968 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.753.324 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1968 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 18 auf 91.500. Als aktuell infiziert gelten 18.888 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,26 angegeben (Vortag: 1,23). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 356 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 198 davon werden beatmet. Rund 4372 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:32 Krankenhäuser in Florida melden mehr Covid-Patienten als je zuvor +++
Im US-Bundesstaat Florida füllen sich die Intensivstationen. Nach Angaben der "New York Times" so sehr, dass zwei Krankenhäuser der Universität von Florida in der Stadt Jacksonville derzeit so viele Covid-Patienten behandeln wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Demnach handelt es sich aktuell um mehr als 140 in den beiden Kliniken - "zehnmal mehr als noch vor fünf Wochen", schreibt die Zeitung. Auch in den USA sind die Fallzahlen zuletzt wieder stark angestiegen, wie in Europa droht eine "Pandemie der Nicht-Geimpften". Vor allem in den republikanisch geprägten Südstaaten ist der Widerstand gegen die Corona-Impfung groß.

+++ 20:10 Inzidenz von 0: Mehr Besucher bei Hersfelder Festspielen erlaubt +++
Aufgrund der Corona-Lockerungen in Hessen sind wieder Karten für die laufenden Bad Hersfelder Festspiele zu haben. Es könnten fortan pro Aufführung 300 Menschen mehr in die Stiftsruine, teilen die Veranstalter mit. Insgesamt sind nun jeweils rund 900 zugelassen, bisher waren es lediglich 600 gewesen. Rein dürfen Personen mit vollständigem Impfschutz, Genesenen-Nachweis oder Nachweis eines tagesaktuellen negativen Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden sein soll. Am Donnerstag trat in Hessen eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft, die in Kreisen mit einer Inzidenz unter 35 auch gelockerte Vorgaben für Veranstaltungen vorsieht. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hersfeld-Rotenburg liegt laut Robert Koch-Institut bei 0.

+++ 19:44 Demo von Corona-Gegnern in Kassel bleibt verboten +++
Eine geplante Demonstration von Gegnern der Corona-Politik an diesem Samstag in Kassel bleibt verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat einen Eilantrag des Anmelders der geplanten Veranstaltung "Für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und für eine geschlossene Gesellschaft" mit etwa 3000 erwarteten Teilnehmern abgelehnt und somit entsprechende Entscheidungen des Verwaltungsgerichts sowie der Stadt bestätigt. Der Gerichtshof begründet seine Entscheidung vor allem mit den Erfahrungen vorheriger "Querdenker"-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel. Damals hatten an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mehr als 20.000 Menschen teilgenommen, von denen sich viele nicht an gerichtliche Auflagen wie die Maskenpflicht hielten. Teils kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

+++ 19:15 Italiens Inzidenz verdoppelt sich binnen einer Woche +++
In Italien sind die Corona-Infektionszahlen deutlich gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt landesweit auf 41, vor einer Woche lag sie noch bei 19. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, heißt es im wöchentlichen Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen befinde sich aber noch auf ähnlich niedrigem Niveau wie in der Vorwoche. Auch in Italien breitet sich die ansteckendere Delta-Variante zunehmend aus und ist inzwischen vorherrschend. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Donnerstagabend bereits mit strengeren Maßnahmen reagiert.

+++ 18:56 Neuseeland stoppt Flüge nach Australien +++
Nach einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Australien wegen der hochansteckenden Delta-Variante setzt Neuseeland das quarantänefreie Reisen zwischen beiden Ländern vorerst aus. Die Regelung gelte für mindestens zwei Monate, kündigt die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. "Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Sicherheit der Neuseeländer zu gewährleisten." In Australien sind die Corona-Zahlen zuletzt gestiegen, etwa die Hälfte der Bevölkerung befindet sich im Lockdown. Beide Länder hatten Mitte April erstmals wieder quarantänefreies Reisen zwischen beiden Ländern erlaubt. Ansonsten sind die Grenzen seit März 2020 weitgehend geschlossen.

+++ 18:40 Apotheken stellen ab nächster Woche wieder Impfzertifikate aus +++
Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilt mit, dass Apotheken in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab. Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien.

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+++ 18:27 Studie: Schnelltests erkennen Infektionen nur zu 42 Prozent +++
Die gängigen Antigen-Schnelltests erkennen eine Infektion mit dem Coronavirus offenbar deutlich seltener als bisher angenommen. Das berichtet der "Business Insider" unter Berufung auf eine neue Studie von Forschenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Demnach führt ein Antigen-Schnelltest bei nur 42,6 Prozent der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, auch zu einem positiven Ergebnis. Die Hersteller versprechen dagegen eine Trefferquote von mehr als 90 Prozent. Für diese Erkenntnis haben die Wissenschaftler mehr als 5000 Testergebnisse von Menschen miteinander verglichen, die sowohl einen Schnelltest als auch einen hochwertigen, aber teuren PCR-Test gemacht hatten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "EBioMedicine" veröffentlicht worden.

+++ 18:13 Kroatien verschärft Regeln an Adria-Küste +++
Angesichts steigender Inzidenzen verschärft Kroatien seine Regeln in den beliebten Urlaubsgebieten an der Adria. Versammlungen von mehr als 1000 Menschen sind ab kommendem Montag verboten - unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Covid-Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen. EU-Bürger dürfen weiterhin nach Kroatien einreisen, wenn sie das EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorlegen.

+++ 17:41 Britische Statistiker: Mehr als 800.000 Infizierte pro Woche +++
Die nationale Statistikbehörde des Vereinigten Königreichs schätzt, dass sich in der Woche bis zum 17. Juli mehr als 800.000 Menschen in England, Nordirland, Schottland und Wales mit dem Coronavirus infiziert haben. In seinem wöchentlichen Bericht schreibt das ONS (Office for National Statistics), dass derzeit etwa eine von 75 Personen in England infiziert sei. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei einem Fall von 95 Menschen. Allein in England gab es somit etwa 741.000 aktive Corona-Fälle – Tendenz steigend. Das ONS nutzt für seine Schätzung riesige Stichproben und Versuchsreihen aus dem ganzen Land, um die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus zu bestimmen.

+++ 17:24 Vietnam verzeichnet fünf Mal so viele Neuinfektionen wie 2020 - täglich +++
Vietnam hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 7300 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der Wert sei außerdem fünf Mal so hoch wie die Zahl aller Infektionen im Jahr 2020, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Am schlimmsten betroffen ist demnach die Großstadt Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort gelten wie auch in der Hauptstadt Hanoi strenge Einschränkungen. Im vergangenen Jahr galt Vietnam mit 98 Millionen Einwohnern noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit April sind die Zahlen wegen der hochansteckenden Delta-Variante immer weiter gestiegen. Insgesamt wurden bisher rund 78.000 Infektionen bestätigt.

+++ 16:59 Niederlage vor Gericht: 18-Jähriger muss nach Clubbesuch in Quarantäne +++
Das Verwaltungsgericht Hannover hat den Eilantrag eines 18-Jährigen gegen eine Quarantäne-Anordnung nach seinem Besuch einer Diskothek abgelehnt. Nach Aktenlage müsse davon ausgegangen werden, dass er sich zeitgleich mit einer infizierten Person in der Diskothek aufgehalten habe, es sei "sehr voll und eng gewesen", steht in dem Beschluss (Az. 15 B 4604/21). Die Kammer sah die Quarantäne-Begründung als "noch ausreichend" an, selbst wenn Zeitpunkt und Ort des Ansteckungsverdachts fehlten. Dies sei ein "heilbarer" formeller Fehler.

Der weder geimpfte noch genesene 18-Jährige hatte sich den Daten der Luca-App zufolge in der Nacht zum 10. Juli in der Diskothek aufgehalten. Dort war auch eine infizierte Person anwesend. Aus der Quarantäne-Anordnung ging allerdings nicht hervor, wann und wo sie in Kontakt gekommen sein sollen.

+++ 16:37 Epidemiologe: "Infektion heißt nicht, dass man erkrankt" +++

+++ 16:19 Bundesregierung will Curevac-Anteile behalten +++
Die Bundesregierung will ihre Anteile an Curevac behalten, obwohl das Unternehmen bislang keinen wirksamen Corona-Impfstoff entwickeln konnte. Das "wichtige Bundesinteresse" an der Beteiligung bestehe gegenwärtig fort, berichtet der "Spiegel". Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf eine Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Curevac hatte noch im April auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) im Mai gehofft. Ende Juni teilte das Unternehmen mit, dass sein Impfstoff nur eine 48-prozentige Wirksamkeit erreicht habe.

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+++ 15:59 Deutschland erklärt Spanien und Niederlande zu Hochinzidenzgebieten +++
Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande wegen hoher Infektionszahlen von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Das gibt das Robert Koch-Institut bekannt. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

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+++ 15:38 Britische Mediziner: Johnson "muss aufwachen" +++
Führende Mediziner rufen den britischen Premier Boris Johnson zu einer Umkehr in der Corona-Politik auf. "Die Regierung muss aufwachen", zitiert der "Guardian" den Vorsitzenden der British Medical Association, Chaand Nagpaul. Die aktuelle Strategie führe zu "explodierenden Fallzahlen" und deutlich mehr Patienten in den Krankenhäusern oder in Quarantäne. Die medizinische Versorgung sei gefährdet und nicht-dringende Behandlungen müssten verschoben werden. Trotz massiv steigender Infektionszahlen gelten seit Montag in England fast keine Corona-Beschränkungen mehr, sogar Abstandhalten und Masken sind an vielen Orten freiwillig.

+++ 15:22 Bars und Kneipen in Bayern dürfen wieder innen öffnen +++
In Bayern dürfen reine Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars ab sofort auch innen wieder öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften gekippt. Er gab dem Eilantrag einer Wirtin aus Unterfranken statt. Die entsprechende Regelung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werde vorläufig außer Vollzug gesetzt, schreiben die Richter in ihrer Entscheidung (Az. 25 NE 21.1832). Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

+++ 15:09 EMA lässt Moderna für Jugendliche zu +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegeben. Der zuständige EMA-Ausschuss empfiehlt eine Erweiterung der Zulassung. Die Entscheidung muss von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt als Formsache.

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+++ 14:55 Söder drängt auf Impfprogramm für Schüler - auch ohne Segen der STIKO +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schlägt ein gemeinsames Impfprogramm der 16 Bundesländer für Schüler vor. Wenn man sich darauf einlasse, könne man auch über eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche reden, für die er offen sei, sagt der CSU-Chef. Er wisse, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) skeptisch sei bei der Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren. Man könne aber nicht warten, bis die STIKO ihre Meinung ändere. Die Impfquote müsse auf jeden Fall steigen.

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+++ 14:34 71 von 100 Teilnehmern infizieren sich bei Ferienfreizeit +++
71 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - stammten größtenteils aus Hamburg, sagt Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde. Die Freizeit fand in Dänemark statt. "Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet", sagt Helfrich. "Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren." Auch für negativ getestete Kontaktpersonen und die mit den positiven Rückkehrern in einem Haushalt lebenden Personen werde Quarantäne angeordnet. "Die nach Wohnort örtlich zuständigen Gesundheitsämter in den Hamburger Bezirken und umliegenden Kommunen übernehmen die weitere Betreuung", hieß es.

+++ 14:17 Infizierter besucht Osnabrücker Diskothek - 400 Menschen in Quarantäne? +++
Weil ein mit Corona infizierter Mann vergangenen Samstag eine Osnabrücker Diskothek besucht hat, droht mehr als 400 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück Quarantäne. Das hänge davon ab, welche Virus-Variante der Disko-Besucher gehabt habe, sagt eine Stadtsprecherin. Bei der Delta-Variante seien die Geimpften und Genesenen von der Quarantäne ausgenommen, bei der ansteckenderen Gamma-Variante müssten auch sie in Quarantäne. Die Bestimmung des Virustyps sei vom Labor noch nicht abgeschlossen. Insgesamt hatten den Angaben zufolge etwa 405 Menschen aus der Region Osnabrück mit dem aus dem Landkreis Vechta stammenden Besucher Kontakt. Bei ihm wurde inzwischen eine Infektion nachgewiesen, er zeige auch Krankheitssymptome, heißt es.

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+++ 13:57 Pfizer und Biontech erhalten weiteren Großauftrag der USA +++
Die US-Regierung kauft weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech. Davon sollen 110 Millionen bis Ende Dezember und die übrigen 90 Millionen bis Ende April kommenden Jahres geliefert werden, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Damit summiert sich die Gesamtzahl der von den USA bestellten Dosen auf 500 Millionen. Die USA sichern sich außerdem eine Option auf eine mögliche aktualisierte Fassung des Impfstoffs, um auch gegen neue Virusvarianten gewappnet zu sein. In den USA haben nach Behördenangaben bisher rund 162 Millionen Menschen den vollen Impfschutz erhalten.

+++ 13:32 Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca auslaufen +++
Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Wie die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mitteilt, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre - die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat - mittlerweile vollständig geimpft. Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

+++ 13:01 Regierungschef verteidigt Impfpflicht in Griechenland +++
Impfungen gegen Corona können in Griechenland laut Regierungschef Kyriakos Mitsotakis verpflichtend gemacht werden. Dies sei nicht verfassungswidrig, wie Impfgegner immer wieder behaupteten, sagt Mitsotakis. "Der Staat ist berechtigt, von allen Bürgern die Erfüllung ihrer Pflicht zu gesellschaftlicher und nationaler Solidarität zu fordern." Dies stehe im Artikel 25 der griechischen Verfassung und damit sei die Impfpflicht im Einklang mit der Verfassung, so der Regierungschef. Die konservative Regierung hatte am Donnerstag gesetzlich durchgesetzt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen. Zudem müssen sich Arbeitende im Bereich Gesundheit impfen lassen. Anderenfalls können sie vom Dienst suspendiert werden. Sie würden dann so lange kein Geld bekommen, wie sie nicht geimpft sind. Zudem dürfen in der Privatwirtschaft Arbeitgeber von ihren Angestellten fordern, dass sie sich impfen lassen. Anderenfalls können auch sie entlassen werden.

+++ 12:37 Virologe Drosten besorgt über geringen Impffortschritt +++
Das Impfen gegen das Coronavirus in Deutschland geht dem Virologen Christian Drosten derzeit nicht rasch genug. Er sei "zunehmend besorgt über den Impffortschritt", sagt der Leiter der Virologie der Berliner Charité in einem schriftlich geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Hier kommen wir nicht schnell genug voran, obwohl genug Impfstoff zur Verfügung steht." Viele Menschen wähnten sich angesichts einer niedrigen Inzidenz in Deutschland in einem falschen Sicherheitsgefühl. "Es ist wichtig, jetzt sehr viel mehr Informationsarbeit zu leisten - auch im privaten Umfeld, damit die Impfquote schneller ansteigt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von erneuten schmerzhaften Eingriffen im Winter", erklärt Drosten. Auch er wünsche sich, dass nicht noch einmal Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens notwendig werden.

+++ 12:07 Söder fordert neue Maßstäbe für Corona-Auflagen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strebt neue Bewertungsmaßstäbe für künftige Corona-Auflagen an. "Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um die Frage zu klären: ab wann greift man ein", sagt der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern bei der Klausur des Parteivorstands am Freitag in Gmund am Tegernsee. Für die Entscheidungen müssten neben der Inzidenz auch die erfolgten Impfungen und die Krankenhauszahlen zugrunde gelegt werden. Weiter: "Wir wollen keinen weiteren Lockdown, aber wir müssen die Denkaufgabe für den Herbst lösen." Söder kündigt an, sich in der kommenden Woche mit den sogenannten B-Ländern, also den unionsgeführten Bundesländern, und dem von den Grünen regierten Baden-Württemberg, darüber abstimmen zu wollen.

+++ 11:37 Bayern: Ungeeignete Schutzmasken wurden teilweise verwendet +++
Die rund zehn Millionen OP-Masken mit mutmaßlich gefälschter Qualitätsbestätigung, die der Freistaat zu Beginn der Corona-Pandemie gekauft hat, sind offenbar teilweise verwendet worden. Das geht aus der Antwort des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Unterdessen zeichnet sich im Landtag ein Untersuchungsausschuss zu Maskenkäufen ab, bei dem es aber auch um die Affäre um mögliche Provisionszahlungen an Politiker geht. Die zehn Millionen ungeeigneten Masken hatte das LGL im April 2020 für rund neun Millionen Euro von zwei Unternehmern aus der Oberpfalz gekauft. Einer der beiden ist Kommunalpolitiker der Freien Wähler.

+++ 11:09 Virologe Schmidt-Chanasit: Datenschutz hemmt Pandemie-Abwehr +++
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist davon überzeugt, dass die Pandemie mit einem weniger strengen Datenschutz in Deutschland leichter bewältigt werden könnte. "Wir haben eine Datenerhebungskatastrophe", sagt er im Podcast "Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)". Deshalb fehle in der Corona-Krise eine Grundlage für wirksame Maßnahmen. "Das hat uns die letzten anderthalb Jahre begleitet und ist meines Erachtens nur in homöopathischen Dosen besser geworden", so der Forscher vom Bernhard-Nocht-Institut. Dies betreffe etwa die Frage, wer nachgeimpft werden müsse. Die Frage nach der Impf-Auffrischung müsse ohnehin in den kommenden Wochen und Monaten dringend beantwortet werden, betont er erneut. Denn: "Das Virus wird uns unser ganzes Leben weiter beschäftigen."

+++ 10:30 Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland mit vollem Impfschutz +++
Erstmals haben über 40 Millionen (48,5 Prozent) Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einen vollen Impfschutz. 50,4 Millionen (60,6 Prozent) sind mindestens einmal geimpft. Das geht aus dem Impfmonitoring des RKI hervor. "Doppelt geimpft schützt vor Delta. Wir entscheiden durchs Impfen im Sommer, wie wir durch Herbst und Winter kommen", twittert Gesundheitsminister Jens Spahn und bezeichnet die Marke auf Twitter als "Meilenstein".

+++ 09:45 Italien will landesweite Impfpasspflicht einführen +++
Italien plant offenbar eine Impfpasspflicht für Gastronomie und Veranstaltungen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Besucher von Restaurants, Cafés und Bars benötigen demnach ab Montag in ganz Italien den Impfnachweis. Der sogenannte Grüne Pass wird in Italien bereits nach der ersten Impfdosis ausgestellt. Bis Ende August reiche dem Bericht zufolge die einfache Impfung, ab September werde der grüne Pass nur noch bei vollständiger Immunisierung ausgestellt. Den grünen Pass bekommt außerdem jeder, der in den letzten sechs Monaten von einer Corona-Erkrankung genesen ist. Die Passpflicht gilt neben gastronomischen Betrieben auch für Sportevents und kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theater. Das Gleiche gilt für Diskotheken, Kinos, auf Messen. Bei Missachtung der Kontrollpflicht durch die Betreiber wird die jeweilige Einrichtung für fünf Tage geschlossen. Bei gefälschten Pässen oder Zutritt ohne grünen Pass drohen Bußgelder bis zu 400 Euro.

+++ 09:05 Spanien auf dem Weg zum Hochinzidenzgebiet - Sorge auf Mallorca +++
Berichte, wonach die Bundesregierung den Corona-Hotspot Spanien womöglich als Hochinzidenzgebiet einstufen will, lassen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen die Alarmglocken schrillen. "Diese Entscheidung wird vor allem Mallorca und den Rest der Inseln (Balearen) treffen", schreibt die Zeitung "Última Hora". "Das wäre ein weiterer Schlag für den Tourismus", fürchtet auch die Zeitung "Diario de Mallorca". Denn wer nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen ist, muss bei der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die erst nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzt werden kann. Seit Ende Juni sind die Corona-Zahlen praktisch überall in Spanien rapide in die Höhe geschossen. Das Land hat mit die schlechtesten Werte in ganz Europa. Binnen eines Monats wurden rund 475.000 Neuinfektionen gezählt, die Sieben-Tagen-Inzidenz stieg von 42 im Juni auf jetzt 333, weit über der Marke von 200, ab der Deutschland ein Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Auf Mallorca lag der Wert zuletzt sogar bei 365.

+++ 08:33 Sechs Bundesländer überschreiten bereits Inzidenz von 15 +++
Mit Berlin, dem Saarland, Hamburg, Hessen, NRW und RP melden mittlerweile sechs Bundesländer eine 7-Tage-Inzidenz jenseits der 15. Das war gestern nur bei Berlin, dem Saarland und Hamburg der Fall. Die Aufwärtsbewegung zeigt sich im Nordosten. Hier lag die Inzidenz aller Flächenländer lange unter 5. Schleswig-Holstein hat diesen illustren Kreis schon vor über einer Woche in Richtung Bundesinzidenz verlassen (heute 11,7). Brandenburg lag in den vergangenen 10 Tagen nur 2 Mal unter der 5er-Schwelle. MV, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen seit Monatsbeginn durchgängig unter der Marke von 5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen, pendeln aber seit einer Weile gemächlich aufwärts. Spitzenreiter dieser Gruppe ist Thüringen mit 4,8 - die niedrigste Inzidenz hat momentan Sachsen-Anhalt zu verzeichnen (2,9).

+++ 08:06 BVG: Mehr als 10.000 Bußgelder wegen Maskenverstößen +++
Verstöße gegen die seit Juli 2020 geltende Maskenpflicht in Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben seitdem in 10.455 Fällen ein Bußgeld von 50 Euro zur Folge gehabt. Fast 170.000 Mal seien BVG-Kunden darauf hingewiesen worden, eine Maske aufzusetzen, berichtet der "Tagesspiegel" mit Berufung auf einen BVG-Sprecher. In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Bußgelder nicht gestiegen. Im April kam es 533 Mal dazu, im Mai 1156, im Juni 554 und im Juli bisher 225 Mal. Ein Grund für den Ausreißer nach oben im Mai könnte die Einführung der FFP2-Maskenpflicht im Monat davor gewesen sein. Ein Nachlassen der Disziplin bei den Passagieren hat die BVG nicht beobachtet: Nach deren Angaben tragen weiterhin zwischen 97 und 99 Prozent der Passagiere wie vorgeschrieben eine Maske. Für die Kontrollen seien rund 200 Mitarbeiter im Einsatz.

+++ 07:38 FDP: Spahn für Impfzertifikat-Stopp der Apotheken mitverantwortlich +++
Die FDP macht CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den bundesweiten Zwangsstopp der Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten in Apotheken mitverantwortlich. "Wir hätten uns das heutige Chaos und jede Menge Geld sparen können, wenn die Bundesregierung rechtzeitig gehandelt hätte", sagt die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus der "Augsburger Allgemeinen". Spahn habe es trotz Warnungen versäumt, die Voraussetzungen für einen digitalen Impfpass zu schaffen. Der Deutsche Apothekerverband hatte am Mittwoch für Tausende Apotheken das Internetportal zur Erstellung von digitalen Impfzertifikaten wegen einer Sicherheitslücke gesperrt.

+++ 06:45 US-Immunologe Fauci wird von New Yorker Museum geehrt +++
Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci wird von der New Yorker Historical Society für seine Verdienste um das amerikanische Gesundheitswesen ausgezeichnet. Fauci solle bei einer Gala im Oktober mit dem "History Maker Award" ausgezeichnet werden, teilt das Museum in Manhattan mit. "Es ist uns eine große Ehre, Dr. Fauci für seine jahrzehntelange Arbeit auszuzeichnen und unsere Dankbarkeit für einen Mann auszudrücken, der unserer Nation in einigen ihrer dunkelsten Stunden Hoffnung gegeben hat", sagte die Vorsitzende des Museumskuratoriums, Pam Schafler. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderem die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton und der frühere New Yorker Polizeichef William Bratton.

+++ 05:52 Ärztepräsident fordert tägliche Corona-Tests an Schulen +++
Angesichts steigender Corona-Inzidenzen und der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, mehr Schutzmaßnahmen für Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres. Wie Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht sagt, müsse es Ziel sein, tägliche Testungen vor dem Unterrichtsbeginn zu ermöglichen. So könne man die Infektionsdynamik verringern und Wechselunterricht vermeiden. Reinhardt schlägt dafür die Nutzung von leicht durchführbaren, sogenannten Lolli-Tests vor. Diese sollten flächendeckend für alle Schüler zur Verfügung gestellt werden.

+++ 04:46 RKI meldet 2089 Neuinfektionen, Inzidenz bei 13,2 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2089 neue Positiv-Tests. Das sind 633 mehr als am Freitag vor einer Woche, als 1456 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,2 von 12,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.492. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

+++ 03:59 Intensivmediziner besorgt wegen Impfstatus +++
Intensivmediziner äußern sich besorgt über die stockende Impfkampagne. "Es ist das Wichtigste, dass sich möglichst viele vollständig impfen lassen. Das ist unsere effektivstes Mittel gegen die Pandemie. Nur so lässt sich die vierte Welle abschwächen", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Um gegen die Delta-Welle gerüstet zu sein, sei eine Impfrate von 85 Prozent nötig. Noch seien etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland nicht vollständig und 32 Millionen gar nicht geimpft.

+++ 03:15 Infektionszahlen in der Türkei steigen schnell +++
Auch in der Türkei breitet sich das Coronavirus wieder verstärkt aus. Die Zahl der Neuinfektionen habe sich am Donnerstag mit 9586 Fällen in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das sei der höchste Stand seit dem 19. Mai. Die Zahlen bleiben damit aber weit unter einem Rekord von mehr als 60.000 Neuinfektionen pro Tag, die das Land in einer Welle im April/Mai registrierte.

+++ 02:56 Spanien startet Impf-Spende +++
Spanien will diese Woche damit beginnen, 7,5 Millionen Impfdosen zu spenden. Laut Regierungschef Pedro Sanchez sollen die Vakzine vor allem nach Lateinamerika gehen. Verteilt werden sie über die internationale Impfallianz Covax.

+++ 02:11 Ethikratvorsitzende: "Impfpflicht-Debatte ganz unangemessen" +++
Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, hält die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in Deutschland derzeit für "ganz unangemessen". Eine Herdenimmunität sei ohnehin nicht erreichbar, "weil auch doppelt Geimpfte das Virus weitergeben, erkranken und sterben können, wenn auch mit erheblich niedrigerem Risiko", sagte Woopen der "Rheinischen Post". "Eine Impfpflicht wäre nur im alleräußersten Notfall gerechtfertigt, wenn die gesundheitliche Situation völlig aus dem Ruder läuft. Und dann auch nur für bestimmte Berufsgruppen."

+++ 01:29 Lehrerverband dringt auf Maskenpflicht zum Schuljahresstart +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, fordert zu Beginn des neuen Schuljahrs "eine Phase mit besonderen erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen ". In den ersten ein bis zwei Monaten des neuen Schuljahrs solle etwa "eine vollständige Maskenpflicht auch während des Unterrichts für alle Altersstufen gelten", sagte Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem sollten seiner Meinung nach die regelmäßigen Schnelltests fortgeführt werden, und zwar "am besten dreimal pro Woche".

+++ 00:19 Versorgungsengpässe: UK plant tägliche Tests in Lebensmittelbranche +++
Nachdem hunderttausende Mitarbeiter im Lebensmittelsektor in Großbritannien als Kontaktpersonen in Quarantäne sitzen, will die Regierung tägliche Corona-Tests für die Branche einführen. Mit einem negativen Testergebnis könnten Angestellte weiterarbeiten, auch wenn sie vorher von einer App-Warnung aufgefordert worden seien, sich in Quarantäne zu begeben, teilt die Regierung mit. Zuletzt waren in Supermärkten Regale leergeblieben, weil so viele Angestellte im Einzel- und Großhandel ausfallen. Die mit der Warnung zusammenhängenden Probleme haben in England bereits einen Namen: Pingdemic.

+++ 23:12 NFL setzt Teams unter Impf-Druck +++
Die amerikanische Football-Liga NFL will härtere Corona-Regeln einführen, um die kommende Saison in den anvisierten 18 Wochen durchziehen zu können. Der Focus liegt darauf, die Impfquote in den Teams zu steigern. Laut Medienberichten ist geplant, dass ein größerer Corona-Ausbruch unter nichtgeimpften Spielern im schlimmsten Fall mit einer Niederlage für das betroffene Team gewertet wird, wenn die Austragung eines Spiels gefährdet ist. Sollte ein Spiel ausfallen, bekommt kein Spieler für diesen Spieltag sein Gehalt - das gelte sowohl für das Team, das den Ausfall verursacht, als auch den "unschuldigen" Gegner, heißt es. Für angefallene Kosten komme das Verursacherteam auf. Bei geimpften Spielern will die NFL anders vorgehen.

+++ 22:25 Immer mehr Fälle nach EM-Partys: Italien setzt wie Israel auf "Grünen Pass" +++
Italien will zur Eindämmung der zuletzt wieder stark zunehmenden Corona-Infektionen Immunitätsnachweise bei zahlreichen Einrichtungen und Veranstaltungen verlangen. Gesundheitsminister Roberto Speranza teilt mit, dass ab 6. August der "Grüne Pass" benötigt werde, um beispielsweise Sportstadien, Fitnesscenter, Museen, Kinos, Schwimmbäder und Handelsmessen zu besuchen. Auch für den Innenbereich von Restaurants müssten die Gäste das Zertifikat vorweisen. Es bescheinigt in Italien, dass eine Person mindestens einmal geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Die ausgelassenen EM-Feierei hat vor allem in Rom die Neuinfektionen wieder in die Höhe getrieben.

+++ 22:02 Anstieg der Neuinfektionen in Spanien verlangsamt sich +++
Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht. Die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Abend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag. Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert der Neuinfektionen mit 365 angegeben - eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch. Damit liegen Spanien insgesamt und auch 16 seiner 17 Regionen über dem Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklären kann.

+++ 21:43 Laumann kündigt Verschärfung der Corona-Maßnahmen in NRW an +++
Nordrhein-Westfalens CDU-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen angekündigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 14,4 mit steigender Tendenz. "Ab Montag gilt daher vermutlich für das Land wieder die Inzidenzstufe 1 mit ersten zusätzlichen Schutzmaßnahmen", sagte Laumann dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Während es in der Inzidenzstufe Null keine Kontaktbeschränkungen gibt, treten in der Stufe 1 erste Vorsichtsmaßnahmen in Kraft. So sind Treffen im öffentlichen Raum ohne Test für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt. In einzelnen Städten und Kreisen gilt Stufe 1 bereits, weitere Kommunen folgen ab Freitag.

+++ 21:15 RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen +++
Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau (unter 5 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. Das geht aus einem wöchentlichen Covid-19-Lagebericht hervor. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen demnach die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. In der Altersgruppe der Kinder (0 bis 14 Jahre) steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bisher nur langsam an.

+++ 20:53 Delta-Variante bei mehr als 80 Prozent der Proben nachgewiesen +++
Laut den RKI-Daten aus der Kalenderwoche 27, also bis Sonntag 11. Juli ist die Delta-Variante in 83,8 Prozent der überprüften Corona-Proben entdeckt worden. In der Vorwoche (KW 26) lag der Wert noch bei 76 Prozent. Außerdem ist im Hintergrund zugleich der Gamma-Anteil auf 2,3 Prozent angestiegen. In der Vorwoche lag dieser noch bei 1,8 Prozent.

+++ 20:32 Kaiserslautern und Solingen verzeichnen höchste Inzidenzen +++
Ein weiterer roter Fleck ist auf der Deutschlandkarte im Vergleich zum Vortag dazu gekommen. Kaiserslautern (57) sowie nun auch Solingen (54) weisen eine Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner über 50 aus. Neue Einschränkungen werden für Kaiserslautern immer wahrscheinlicher, denn liegt der Wert drei Tage über der Marke von 35, sind gemäß der Corona-Verordnung des Landes etwa keine Großveranstaltungen im Freien mit mehr als 500 Zuschauern erlaubt.

+++ 20:09 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1956 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.751.356 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1956 neue Fälle hinzu. Das ist ein Plus von gut 31 Prozent gegenüber Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 50 auf 91.472. Als aktuell infiziert gelten rund 17.693 Personen.

Update: Zuvor waren 1953 Neuinfektionen vermeldet worden, da jedoch Schleswig-Holstein seine Zahlen um 3 nach oben korrigiert hat, sind die Zahlen angepasst worden.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,23 angegeben (Vortag: 1,19). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 354 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 199 davon werden beatmet. Rund 4471 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des Vortags finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, chr/mba/ino/dpa/AFP/rts

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