Freitag, 15. Januar 2021Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:41 Uhr

Das war Freitag, der 15. Januar 2021

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Pandemie-Verwilderungen könnte man auch selbst beseitigen.

Liebe Leserinnen und Leser,

während Kanzleramt und Länderchefs weiter daran arbeiten, den Lockdown in Deutschland noch härter zu verhärten und schärfer zu verschärfen, lassen sich einige Bürger zu immer neuen Verzweiflungstaten hinreißen. So müssen ein Friseur und sein Kunde in Nordenham bei Bremerhaven wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ein Bußgeld zahlen. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Inhaber eines Friseursalons im Kellerraum eines Wohnhauses mit dem nötigsten Friseurbedarf ausgerüstet. Nach einem anonymen Hinweis stattete die Polizei dem Mann einen Besuch ab und sah, dass er einem Kunden die Haare schnitt. Keiner der beiden Männer trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Polizei leitete ein Bußgeldverfahren ein und verwies auf die geltenden Corona-Regeln. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen Friseurläden wie viele andere Geschäfte derzeit geschlossen sein.

Ein Blick in die Runde meiner Kollegen, die ich wegen des großen Abstands kaum in der Ferne erkennen kann, beweist mir aber, dass von uns keiner in jüngster Zeit einen Friseur aufgesucht hat, geschweige denn einen im Keller. Im Grunde könnte es doch auch ganz einfach sein: Schere raus und selber machen. In solchen Zeiten sollte so ein Pilzkopf sogar für gehörige Sympathieschübe sorgen. Schließlich muss der Kampf gegen die Pandemie auch optisch überzeugend rüber kommen.

Und hier sind wir auch schon mittendrin in den wichtigen Meldungen des Tages:

Und dann lege ich Ihnen zum Tagesausklang noch zwei Abschiede ans Herz, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier mag man sich dann auch fragen, wie man selber wohl gerne abtreten würde:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, morgen ist ein neuer Tag.

22:31 Uhr

Lawine tötet Skitourengeher

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Naturschutzgebiet im Altvatergebirge in Tschechien: Zur Zeit sind die dortigen Skigebiete trotz Lawinenwarnung gut besucht.

(Foto: imago stock&people)

Ein Skitourengeher ist in Tschechien von einer Lawine erfasst und getötet worden. Die Einsatzkräfte der Bergwacht versuchten noch, den Mann zu retten, wie ein Sprecher mitteilte. Ein Hubschrauber habe einen Notarzt abgesetzt. Doch alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Zwei Begleiter des Mannes konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien und blieben den Angaben nach unverletzt. Zu dem Unglück kam es im Altvatergebirge in dem Tal Velka Kotlina (Großer Kessel) im Nordosten des Landes. Für die Gegend in einem Naturschutzgebiet galt wegen starken Neuschnees eine Lawinenwarnung. In den tschechischen Mittelgebirgen herrscht derzeit ein enormer Andrang, da viele Wintersportler aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie sonst üblich in die Alpen fahren. Die Bergretter appellierten an alle Besucher, keine unnötigen Risiken einzugehen.

22:15 Uhr

Moskau droht Nawalny-Anhängern mit Festnahme

Vor der geplanten Rückkehr des Kremlkritikers Alexej Nawalny von Berlin nach Moskau hat die russische Staatsanwaltschaft vor der Teilnahme an Demonstrationen für den Politiker gewarnt. Es gebe im Internet, etwa in den sozialen Netzwerken, Aufrufe zu nicht genehmigten Aktionen am Sonntag auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo, teilte die Behörde mit. Dort wird Nawalny nach fast fünfmonatiger Behandlung in Deutschland zurückerwartet - nachdem er im August in Russland Opfer eines Mordanschlages mit dem international geächteten Nervengift Nowitschok wurde. Dem 44 Jahre alten Oppositionsführer folgen in den sozialen Netzwerken Millionen Menschen.

  • Es gebe keine Genehmigung für Aktionen, warnte die Staatsanwaltschaft Moskau. Wer dennoch teilnehme, werde gemäß der Gesetze zur Verantwortung gezogen. Es drohen Festnahmen.
  • Unter Verweis auf die Corona-Pandemie werden in Russland seit Monaten keine Protestaktionen mehr erlaubt.
  • Weil Nawalny zur Fahndung ausgeschrieben ist, könnte er direkt nach seiner Landung festgenommen werden. Die Moskauer Justiz wirft ihm vor, in einem früheren Strafverfahren gegen die Bewährungsauflage, sich regelmäßig persönlich bei den Behörden vorzustellen, verstoßen zu haben.
21:40 Uhr

Deutscher knackt Eurojackpot mit 90 Millionen

Der mit 90 Millionen Euro maximal gefüllte Eurojackpot geht nach Nordrhein-Westfalen. Mit den Gewinnzahlen 10 19 32 36 46 und den beiden Zusatzzahlen 4 und 6 lag ein Spieler nach sechs Wochen ohne Hauptgewinn dieses Mal richtig. Das teilte Westlotto am Abend nach der Ziehung in Helsinki mit.  Der deutsche Lottorekord wurde damit erneut eingestellt. Zuletzt hatten sich im Februar 2020 ein Spieler aus dem Münsterland und im Mai ein Einzelsieger aus Bayern den Gewinn über 90 Millionen Euro gesichert. 2016 räumte ein Spieler aus Baden-Württemberg erstmals 90 Millionen Euro ab - damals der höchste Gewinn in der deutschen Lottogeschichte.

  • Zudem gab es nach Angaben von Westlotto 7 weitere "Lotto-Millionäre", 4 davon aus Deutschland.
  • Jeweils knapp 1,15 Millionen Euro streichen demnach Gewinner aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und Gewinner aus Schweden, Dänemark, und der Tschechischen Republik ein.
  • Zuvor war der Eurojackpot sechs Mal nicht geknackt worden.
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Ein Glückspilz in Nordrhein-Westfalen stellt bestimmt gerade den Sekt kalt.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

21:13 Uhr

Forscher reparieren Rückenmark: Gelähmte Mäuse können wieder laufen

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Den Tieren wird ein Protein zugeführt, das die Regeration des Rückenmarks stimuliert. (Symbolbild)

(Foto: imago/Westend61)

Lähmungen nach einer Verletzung des Rückenmarks sind bisher unheilbar. Doch Bochumer Forschern ist vielleicht ein Druchbruch gelungen. Bei Versuchen mit gelähmten Mäusen schaffte es ein Team am Lehrstuhl für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) erstmals, die Tiere wieder zum Laufen zu bringen. Die Schlüssel dazu sind das Protein Hyper-Interleukin-6, das Nervenzellen zur Regeneration anregt, und die Art und Weise wie es den Tieren zugeführt wird, berichten die Forscher im Journal Nature Communications. Ob Rollstuhlfahrer damit neue Hoffnung schöpfen können, muss sich noch erweisen.

  • Derzeit beschäftigt das Team unter Leitung von Dietmar Fischer die Frage, ob Hyper-Interleukin-6 bei Mäusen auch dann noch positive Effekte erzielt, wenn die Verletzung schon mehrere Wochen zurückliegt.
  • "Dieser Aspekt wäre für eine Anwendung am Menschen besonders relevant", unterstreicht Fischer.
  • "Wir betreten nun wissenschaftliches Neuland. Diese weiteren Untersuchungen werden unter anderem zeigen, ob die Übertragung dieser neuen Ansätze auch auf Menschen möglich sein wird."
20:39 Uhr

Irans Revolutionsgarden provozieren mit Raketentests

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Der Chef der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Salami.

(Foto: AP)

Wenige Tage vor dem Amtswechsel im Weißen Haus haben die iranischen Revolutionsgarden umfangreiche Militärübungen abgehalten. Es seien Boden-Boden-Raketen und im Iran hergestellte neue Drohnen getestet worden, meldete das Staatsfernsehen. Ein "hypothetischer feindlicher Raketenschild" sei bei der Übung von Drohnen aus allen Richtungen getroffen worden. Die Ziele seien vollständig zerstört. Eine "üppige Zahl an ballistischen Raketen einer neuen Generation" habe zudem Attrappen feindlicher Stützpunkte "tödliche Schläge" verpasst. Der Kommandeur der Garden, Generalmajor Hossein Salami, habe die Übungen in der zentralen Wüstenregion beaufsichtigt. Gleichzeitig verhängte die scheidende US-Regierung weitere Sanktionen gegen den Iran. Betroffen seien zwei dem iranischen Verteidigungsministerium untergeordnete Organisationen - die Marine Industries Organization (MIO) und die Aerospace Industries Organization (AIO) - sowie die staatliche Iran Aviation Industries Organization (IAIO), teilte der noch amtierende US-Außenminister Mike Pompeo mit.

20:09 Uhr

Zirkus lässt Ziegen in Hakenkreuzkostümen auftreten

Mit Tieren in Nazi-Kostümen hat sich ein Zirkus in Russland viel Empörung eingehandelt - und juristische Konsequenzen. Anfang Januar hatten Dompteure in sowjetischen Uniformen in der Stadt Ischewsk rund 970 Kilometer östlich von Moskau einen Affen und Ziegen durch die Manege geführt, die Hakenkreuz-Symbole Hitlerdeutschlands trugen. In einem Youtube-Video ist die Szene ab Minute 1:39  zu sehen. Es habe sich um eine einmalige Neujahrsvorführung gehandelt, um den Sieg über Hitlerdeutschland im Zweiten Weltkrieg zu illustrieren, erklärte der Zirkus auf Anfrage. Wegen der umstrittenen Vorführung ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

  • Die Veranstaltung sei im Auftrag der orthodoxen Kirche konzipiert worden, die sich einen "historischen Ausflug" über ihre Rolle in der russischen und sowjetischen Geschichte gewünscht habe, heißt es in einer zuvor veröffentlichten Stellungnahme.
  • In diesem Kontext sei auch der Zweite Weltkrieg thematisiert worden. Dompteure in sowjetischen Uniformen, die Ziegen in Nazi-Kostümen jagen, sollten demnach "den Effekt von Ansage und visueller Sequenz verstärken".
  • Der Zirkus beruft sich auf ein Gesetz, das die Verwendung faschistischer Symbole erlaubt, sofern sie nicht zu Propaganda-, sondern zu Bildungszwecken dient.
19:32 Uhr

Kurz vor Bidens Eid: Trump plant Abschiedsfeier für sich selbst

Der scheidende US-Präsident Donald Trump will die Hauptstadt Washington Medienberichten zufolge am Morgen der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden verlassen. Mehrere US-Medien, darunter die "Washington Post" und der Sender Fox News, meldeten unter Berufung auf Regierungskreise, Trump wolle das Weiße Haus und die Hauptstadt am Mittwochmorgen Richtung Florida verlassen - kurz bevor Biden vor dem Kapitol vereidigt werden soll. Trump hatte vor einigen Tagen auf Twitter angekündigt, dass er nicht an der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers Biden teilnehmen werde. Die "Washington Post" schrieb, Trump plane stattdessen eine Abschiedszeremonie für sich selbst auf dem Militärflugplatz außerhalb Washingtons, von wo aus der Regierungsflieger Air Force One startet. Das habe es in dieser Form noch nie gegeben, hieß es in dem Bericht. Fox News meldete, Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat.

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19:02 Uhr

Brandbrief an Johnson: Schottische Fischer wütend über Brexit

In einem Brandbrief an den britischen Premierminister Boris Johnson haben sich die schottischen Fischer über den Brexit-Handelspakt mit der EU beschwert. "Die Branche hat das Schlimmste von beiden Welten abbekommen", heißt es in einem Schreiben der Chefin des schottischen Fischereiverbandes SFF, Elspeth Macdonald. Der finanzielle Schaden sei immens, viele Boote blieben in den Häfen. Einige Fischer machten lieber einen großen Umweg und landeten ihren Fang in Dänemark an, um einen fairen Preis zu erzielen. "Ihr Deal hat die Branche kurzfristig im Stich gelassen", betonte Macdonald. "Viele in unserer Branche fürchten um ihre Zukunft, anstatt diese mit Optimismus und Ehrgeiz anzugehen." Die Quoten in der Nordsee seien viel niedriger als versprochen, andererseits hätten die EU-Flotten ungehinderten Zugang zu britischen Gewässern. Hinzu kämen Zollprobleme seit dem Brexit am 1. Januar, die die Lieferung von Fisch und Meeresfrüchten in die EU hemme.

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Als er zu Weihnachten den Durchbruch beim Brexit-Deal verkündet, trägt der britische Premier Johnson sogar eine Fisch-Krawatte. Das besänftigt die schottischen Fischer aber wenig.

(Foto: picture alliance/dpa/daily telegraph pool/AP)

18:30 Uhr

Nach Kapitolstrum: Trump stürzt in Umfragen ab

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Präsident Trump geht, das Kapitol bleibt.

(Foto: REUTERS)

Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt sind die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge auf einen negativen Rekordwert abgestürzt. Nach der Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger stellten Trump nur noch 29 Prozent der Befragten ein positives Zeugnis für seine Amtsführung aus. Das teilte das Institut Pew in Washington mit. 68 Prozent missbilligten, wie der Präsident seinen Job ausführt. Ebenfalls 68 Prozent sagten, dass sie sich nicht wünschten, dass der Republikaner in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in der US-Politik spielt.

  • Der künftige Präsident Joe Biden - der am Mittwoch vereidigt werden wird - bekommt für sein Verhalten seit der Wahl vom 3. November mehrheitlich positive Noten: 64 Prozent bewerteten es als gut oder hervorragend.
  • Bei Trump äußerten sich nur 23 Prozent entsprechend.
  • Das liegt auch daran, dass sich Unterstützer von ihm abwenden: In dieser Gruppe hat sich nach Angaben von Pew der Anteil derjenigen, die das Verhalten Trumps als mangelhaft bewerteten, innerhalb von zwei Monaten auf 20 Prozent verdoppelt.
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18:04 Uhr

Verletzungsgefahr: Milupa ruft Kindermüsli zurück

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Die betroffenen Müsli-Chargen wurden ab dem 11. September verkauft.

(Foto: Milupa)

Wegen möglicher Apfelstiele im Müsli ruft der Kindernahrungs-Hersteller Milupa Produkte zurück. Betroffen seien "Milupa Kindermüsli Früchte", "Milupa Kindermüsli Bircher" und "Milupa Kinder-Porridge Hafer & Früchte", erklärte das Unternehmen in Frankfurt am Main. Die Stiele könnten in Ausnahmefällen in die Atemwege gelangen und zu Verletzungen im Mundraum führen. Laut Milupa sind die Produkte für Kleinstkinder ab zehn Monaten beziehungsweise einem Jahr zugelassen. Die Müslis wurden ab dem 11. September ausgeliefert und seien in Drogeriemärkten und im Einzelhandel sowie online erhältlich. Betroffen seien nur Chargen mit Mindesthaltbarkeit: 28.12.2021 (Kindermüsli Früchte 400g); 26.10.2021, 19.12.2021, 18.01.2022 (Kindermüsli Bircher 400g); 20.10.2021, 01.12.2021, 16.01.2022 (Porridge Hafer & Früchte 400g). Kunden sollen sich den Milupa Elternservice wenden oder die Ware am Verkaufsort gegen Erstattung des Preises oder ein Ersatzprodukt zurückgegeben.

17:33 Uhr

Polizei löst illegale Feier in Iglu auf

Ein gegen Corona-Regeln verstoßendes Treffen in einem Iglu hat die Polizei in einem Park in Augsburg abrupt beendet. Fünf Menschen aus mehr als zwei Haushalten hatten die "arktische Unterkunft" nach andauernden Schneefällen am Donnerstag im Wittelsbacher Park selbst gebaut und für ein Treffen genutzt, das wegen der Pandemie so nicht erlaubt war. Als sie den Streifenwagen entdeckten, flüchteten die "Iglu-Bewohner" nach Angaben der Ermittler in verschiedene Richtungen. Einen 22-Jährigen konnten die Polizisten aber einholen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

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Auch eine solche Feierstätte ist zu Corona-Zeiten illegal. (Symbolbild)

(Foto: www.imago-images.de)

 

17:09 Uhr

Schäuble will Merz wählen

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Merz sei das beste Zugpferd für die CDU, meint Schäuble.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble will auf dem CDU-Bundesparteitag am Samstag für Friedrich Merz stimmen. Das kündigte er bei einer Vorbesprechung der Delegierten aus Baden-Württemberg an. Die Landtagswahl werde schwer, und die Südwest-CDU müsse wieder die Nummer eins werden, wird Schäuble von Teilnehmern zitiert. Er sei der Überzeugung, dass man die Wähler in Baden-Württemberg mit der Wahl von Merz zum Bundesparteichef am stärksten mobilisieren könne. Schäuble betonte aber auch, dass die CDU drei gute Kandidaten für den Parteivorsitz habe. Der Wahlkampf habe der Partei nicht geschadet und sei auch nicht selbstzerstörerisch gewesen.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:20 Uhr

Trump-Mitarbeiter räumen Weißes Haus leer

Bis zur feierlichen Amtseinführung des neugewählten US-Präsidenten Joe Biden sind es nur noch wenige Tage. Verständlich und sogar beruhigend, dass die Mitarbeiter des abgewählten Präsidenten Donald Trump ihre Siebensachen packen. CNN-Korrespondent Jim Acosta twitterte ein Foto, das einen Mann mit Abraham-Lincoln-Büste zeigt, wie er durch eine Seitentür das Weiße Haus verlässt. Eine Frau schleppt einen ausgestopften Fasan zu ihrem Auto.

Laut CNN zeigte sich die "Historische Gesellschaft" des Weißen Hauses inzwischen überzeugt, dass die mitgenommenen Objekte "angemessen" behandelt werden. Nach dem 20. Januar wird die Biden-Administration dann wohl Gelegenheit haben, in aller Ruhe das Tafelsilber nachzuzählen.

 

15:49 Uhr

Nach Krankenhausaufenthalt: Berlusconi schreibt an die CDU

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat gerade aus dem Krankenhaus in Monaco wieder verlassen. Dort war der Chef der konservativen Forza Italia diese Woche wegen Herzproblemen eingeliefert worden. Zugleich veröffentlichte der Forza-Gründer in der Zeitung "Il Giornale" einen Brief an die "Delegierten und Kandidaten" des CDU-Parteitags in Deutschland mit einem Appell zum europäischen Zusammenhalt in der Corona-Krise. "Angesichts der vielen Herausforderungen, die uns heute erwarten, müssen wir unsere gemeinsame Arbeit stärken", schrieb Berlusconi mit Blick auf die Zusammenarbeit seiner Partei mit der CDU/CSU in der Europäischen Volkspartei (EVP) in der EU. "Wir müssen den Bürgern ein Europa geben, auf das sie stolz sein können. Das ist das Wichtigste." Die Corona-Krise zeige, dass "nationale Selbstsucht" sicherlich kein Weg zu Lösungen sei. Die CDU will bei ihrem zweitägigen Online-Parteitag, der bis Samstag läuft, über einen neuen Vorsitzenden abstimmen. Zu den drei CDU-Kandidaten äußerte sich Berlusconi allerdings nicht, auch nicht zur aktuellen Regierungskrise in Italien.

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Forza-Gründer Berlusconi sorgt sich um Europa. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

15:21 Uhr

Schwangere erstochen - Freund festgenommen

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Fundort der Leiche: Ein Parkplatz in der Innenstadt von Hamm.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine 22 Jahre alte schwangere Frau aus dem westfälischen Hamm ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Tatverdächtig ist ein 23 Jahre alter Deutscher aus Bergkamen, der laut Staatsanwaltschaft mit der Frau liiert war. Die Leiche war am Donnerstagabend auf einem Parkplatz in der Hammer Innenstadt gefunden worden. Todesursache sei Verbluten durch massive Schnittverletzungen im Halsbereich, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen. Der Verdächtige soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

  • Als Polizisten am Fundort der Leiche eintrafen, habe der Mann angegeben, dass er seine Freundin umgebracht habe, sagte Giesenregen. Danach habe er keine weiteren Angaben gemacht. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar.
  • Die Tatwaffe sei bislang nicht gefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um ein Messer handelt.
  • Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der 23-Jährige Alkohol oder Drogen zu sich genommen habe. Ihm sei daher eine Blutprobe entnommen worden.
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14:49 Uhr

Markus Söder meldet flauschigen Nachwuchs

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist zurzeit der Mann fürs Harte: Lockdown, Ausgangssperren, Hightech-Masken, Impfpflichtdebatte. Umso erfreulicher, dass der CSU-Politiker zu Hause auch einmal seinen weichen Kern ausleben kann. Die "süße junge Hundedame" lässt ihm "das Herz aufgehen".

 

14:19 Uhr

Raser jagt über Berliner Autobahn und kracht gegen Ampel

Ein Raser hatte es auf der Berliner Stadtautobahn so eilig, dass er statt der erlaubten 80 mit bis zu 190 Kilometern pro Stunde vor der Polizei flüchtete. Als er von der A100 herunterfuhr, prallte er gegen einen Ampelmast. Anschließend rannte er in eine Kleingartenkolonie. Sein Beifahrer blieb unverletzt und sagte nichts über den Raser. Polizisten fanden in dem Auto ein Messer, eine Tüte mit rund 50 Kugeln mutmaßlicher Betäubungsmittel, zwei Mobiltelefone und mehr als 100 Euro. Die Gegenstände sowie der Wagen wurden beschlagnahmt.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Volker Petersen entschwindet gut eingepackt in den grauen Nachmittag und hat mir das Tagesgeschäft übergeben. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie nun bis zum späten Abend. Über direkte Ansprachen mit Lob, Kritik oder Anregungen freue ich mich: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:49 Uhr

EU-Parlamentarier fordern Nachbesserungen am Brexit-Vertrag

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Brantner.

(Foto: imago/Jens Jeske)

Dass der Vertrag zwischen der EU und Großbritannien eilig noch vor dem Jahreswechsel durchgepeitscht wurde, mag notwendig gewesen sein - aber das EU-Parlament wurde dabei übergangen. Das soll nun das Abkommen nachträglich noch eben schnell annehmen. Doch dagegen wehren sich die Parlamentarier. Sie verlangen Nachbesserungen.

  • "Die EU gestattet den Briten genau das Rosinenpicken, das sie immer verhindern wollte", sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner im Interview mit dem "Spiegel". Großbritannien dürfe an EU-Programmen seiner Wahl teilnehmen und müsse nur 4 Prozent des jeweiligen Jahresbeitrags bezahlen.
  • "Die britische Regierung könnte Dover zu einer Nullsteuerzone machen und von dort aus Waren in die EU exportieren lassen", warnte Bernd Lange, Chef des Außenhandelsausschusses des EU-Parlaments. Dies müsse man ändern und könne London im Gegenzug etwa bei den Ursprungsregeln entgegenkommen.
13:45 Uhr
Breaking News

Niederländische Regierung tritt zurück

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Mark Rutte.

(Foto: AP)

Wenige Wochen vor der Parlamentswahl im März ist die niederländische Regierung zurückgetreten. Das berichten Medien in Den Haag. Die Regierung von Premier Mark Rutte zieht damit die Konsequenzen aus einer Affäre um Kinderbeihilfen, bei der rund 20.000 Eltern fälschlicherweise als Betrüger dargestellt und in große finanzielle Not gestürzt worden waren.

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13:30 Uhr

Sir Simon Rattle will Deutscher werden

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Rattle lebt gern in Berlin.

(Foto: REUTERS)

Als jahrelanger Dirigent der Berliner Philharmonie wurde Sir Simon Rattle in der deutschen Hauptstadt heimisch - und möchte nun auch deutscher Staatsbürger werden. Der Pass sei bereits beantragt, sagte er. Zugleich wolle er aber Brite bleiben, sonst sei das "emotional unmöglich". Dabei dirigiert er für die kommenden zwei Jahre noch das Londoner Symphony Orchestra. Danach geht es aber beruflich zurück nach Deutschland, allerdings nicht nach Berlin, sondern nach München. Dort übernimmt er das Symphonieorchester und den Chor des Bayerischen Rundfunks. Das habe weniger mit dem Brexit zu tun. "Berlin ist meine Heimat", sagte er. Seine Kinder seien froh, wenn er zu Hause sei. Er will auch an der Spree bleiben, wenn er in München wirkt.

13:13 Uhr

Secret Service darf nicht bei Ivanka auf Toilette

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Ivanka Trump.

(Foto: imago images/MediaPunch)

In Washington muss sich Präsidententochter Ivanka Trump des Vorwurfs erwehren, sie lasse die zu ihrem Schutz abgestellten Secret-Service-Agenten nicht in ihrer Luxus-Wohnung auf Toilette gehen - obwohl es dort sechs Badezimmer gebe. Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, die Agenten hätten stattdessen in den nicht weit entfernten Häusern von Ex-Präsident Obama und Vizepräsident Pence ihre Notdurft verrichten dürfen. Auch eine portable Toilette habe es gegeben. Mittlerweile hätte der Secret Service aber ein Keller-Apartment mit eigenem Bad in der Nachbarschaft gemietet - für 3000 Dollar im Monat, die letztlich der Steuerzahler begleichen müsse. Aus dem Weißen Haus hieß es dazu, die Secret-Service-Agenten hätten gar nicht bei Ivanka auf Toilette gehen wollen.

12:44 Uhr

Rapper "Fler" steht vor Gericht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Rapper "Fler" muss sich ab sofort vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten verantworten. Angeklagt ist der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losenský heißt, unter anderem wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der erste Anlauf zu dem Prozess war Ende November wegen einer Erkrankung des Musikers geplatzt.

  • Losenský soll laut Anklage verschiedene Menschen teils wüst beschimpft haben, unter anderem eine Nachbarin und Polizeibeamte. Einen anderen Künstler soll er in einem Internetvideo als "Bastard" und "ekligen Hund" bezeichnet haben.
  • Um negative Berichterstattung zu verhindern, soll der 38-Jährige außerdem die private Wohnanschrift eines Journalisten herausgefunden und ihm per Twitter einen "Hausbesuch" versprochen haben. Gegenüber einer Kollegin des Journalisten habe er gedroht, ihm "die Zähne einzuschlagen".
12:19 Uhr

Moskau verlässt Vertrag über militärische Beobachtungsflüge

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag über militärische Beobachtungsflüge verlässt nun auch Russland das Abkommen. Damit wird es wertlos. Washington sei auf die Vorschläge Moskaus nicht eingegangen, teilte das russische Außenministerium mit. Deshalb beginne Russland nun mit dem Ausstiegsverfahren.

12:11 Uhr
Breaking News

Merkel will Corona-Gipfel vorziehen

Seit Tagen wird über eine Fortsetzung des Lockdowns diskutiert, etliche Politiker haben bereits gesagt, dass dieser wohl kaum Ende Januar vorbei sein wird. Nun wird schon mal der nächste Corona-Gipfel vorgezogen. Schon kommenden Dienstag wollen sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten treffen. Wegen des Gesetzes kann die Runde einen Lockdown immer nur für vier Wochen beschließen.

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12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:58 Uhr

Deutscher Dopingarzt muss lange ins Gefängnis

Der Mediziner Mark S. ist wegen Dopings zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 10 Monaten und einem Berufsverbot von drei Jahren verurteilt worden. In dem ersten großen Strafprozess in Deutschland seit Einführung des Anti-Doping-Gesetzes 2015 sprach das Landgericht München auch die vier Helfer des Erfurter Arztes schuldig.

Diese Meldung erschien zuerst im Sport-Tag.

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11:37 Uhr

Wetter: Sonne mischt wieder häufiger mit

Am Freitag lässt der Schneefall im Südwesten allmählich nach, im Osten flockt es nur noch wenig. Am Nachmittag setzt sich verbreitet freundliches Wetter durch, vor allem im Süden lässt sich die Sonne häufiger blicken. Die Temperaturen bleiben vorerst im Dauerfrostbereich.

11:25 Uhr

Krankenpfleger soll fünf Menschen ermordet haben

Auf den Intensivstationen Völklingen und Homburg im Saarland soll ein Krankenpfleger fünf Patienten ermordet haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage gegen den heute 29-Jährigen erhoben.

  • Der Deutsche soll Patienten nicht verordnete und medizinisch nicht indizierte herz- und kreislaufwirksame Medikamente verabreicht haben und ihren Tod in Kauf genommen haben.
  • Der Mann ist bereits wegen Betrugs in Haft. Ihm droht nun lebenslang Gefängnis mit Sicherheitsverwahrung.
  • Sein Motiv soll es gewesen sein, die Patienten wiederzubeleben, um dann gut vor den Kollegen dazustehen.
11:01 Uhr

Nächste Hinrichtung auf US-Bundesebene vollstreckt

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Gegen die Hinrichtung hatte es Proteste gegeben.

(Foto: AP)

Wenige Tage vor dem Amtsende von US-Präsident Donald Trump hat die US-Bundesjustiz eine weitere Todesstrafe vollstreckt: Der ehemalige Drogenhändler Corey Johnson wurde nach Behördenangaben am späten Donnerstagabend im Bundesgefängnis von Terre Haute im Bundesstaat Indiana durch eine Giftspritze hingerichtet. Er gehörte einer Drogenbande an, die für zehn Morde im Jahr 1992 verantwortlich gemacht wurde. Für seine Beteiligung an sieben von ihnen wurde er von einem US-Bundesgericht zum Tode verurteilt.

  • Noch am Freitag und damit fünf Tage vor Amtsantritt des Demokraten Joe Biden als Präsident soll der 48-jährige Afroamerikaner Dustin Higgs wegen der Entführung und Ermordung von drei jungen Frauen im Jahr 1996 exekutiert werden.
  • In der Nacht zum Mittwoch war erstmals seit fast 70 Jahren in Lisa Montgomery eine Frau durch die US-Bundesjustiz hingerichtet worden, am Freitag steht eine 13. und letzte Exekution auf Bundesebene unter Trump an.
10:29 Uhr

"Waldläufer" gesteht Flucht mit Polizeiwaffen

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Der "Waldläufer" im Gerichtssaal.

(Foto: dpa)

Im Prozess um seine spektakuläre Flucht mit gestohlenen Polizeiwaffen im Schwarzwald hat der als "Waldläufer von Oppenau" bekannt gewordene Angeklagte ein Geständnis abgelegt.

  • Er habe vier Polizisten entwaffnet und sei dann mit deren Waffen geflohen, heißt es in einem Statement, das der 32 Jahre alte Yves R. zum Prozessauftakt vor dem Offenburger Landgericht von seinen Anwälten verlesen ließ.
  • Er habe aber nie vorgehabt, damit jemanden zu verletzen. Ihn habe die Angst getrieben, verhaftet zu werden: "Ich bin ein freiheitsliebender Mensch", ließ der Angeklagte erklären.
09:57 Uhr

Nach Kapitol-Sturm nun auch Mord-Ermittlungen

Das FBI verschärft nach dem Kapitol-Sturm seine Vorwürfe - mittlerweile werden den Randalierern auch Mordabsichten vorgeworfen. Schließlich skandierten sie Dinge wie "Hängt Mike Pence", den Vizepräsidenten. Betroffen davon ist auch der kurzzeitig weltberühmt gewordene "Mann mit den Hörnern".

Jacob Chansley habe Pence laut FBI eine Notiz mit den Worten hinterlassen, es sei "nur eine Frage der Zeit, bis Gerechtigkeit" komme. "Starke Beweise, darunter Chansleys eigene Worte und Taten im Kapitol deuten darauf hin, dass es die Absicht der Kapitol-Randalierer war, gewählte Vertreter der US-Regierung gefangen zu nehmen und zu ermorden", so die Ermittler.

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09:43 Uhr

Computer löscht britische Polizeidaten

Wegen eines Computerfehlers sind zahlreiche Daten aus dem zentralen britischen Polizeirechner gelöscht worden. Die Londoner "Times" berichtet, es handele sich um mehr als 150.000 Festnahme-Protokolle mit DNA-Daten und Fingerabdrücken. Das Innenministerium räumte eine Panne ein, derzeit werde das Ausmaß ermittelt. Ganz so schlimm wie es klingt, ist der Lapsus aber offenbar nicht: Die Behörde betonte, es seien nur Daten von Menschen betroffen, die frei gelassen worden seien und bei denen keine weiteren Ermittlungen stattfanden. "Es wurden keine Aufzeichnungen über kriminelle oder gefährliche Personen gelöscht", teilte das Ministerium mit. Die "Times" berichtete, der Fehler beeinträchtige mindestens die Möglichkeit der Polizei, Verfahren wieder zu öffnen.

09:18 Uhr

Röttgen: CDU-Chef sollte auch Kanzlerkandidat werden

Norbert Röttgen, Kandidat für den Bundesvorsitz der CDU, nimmt an einer Diskussionsrunde im Konrad-Adenauer-Haus teil. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Norbert Röttgen.

(Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild)

Gestern sagte Norbert Röttgen noch, der neue Parteichef müsse nicht zwingend Kanzlerkandidat werden. Das konnte man als Wink an alle verstehen, die am liebsten mit CSU-Chef Markus Söder ins Rennen gehen würden, der in Umfragen gut da steht. Doch nun sagte Röttgen in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland", das wichtigste Ziel sei es, dass der Unions-Kandidat der Kanzler wird. Merz äußerte sich gestern übrigens ähnlich. Auch er dürfte wenig Neigung verspüren, die Kandidatur kampflos weiterzureichen.

 

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Laschet: Union kann "35 plus X" holen

*Datenschutz

Heute beginnt der Bundesparteitag der CDU und da hat sich noch einmal Armin Laschet zu Wort gemeldet. "Wir liegen derzeit bei 35 Prozent plus X. Wenn wir Kurs halten, können wir das Ergebnis auch bei der nächsten Bundestagswahl erreichen", sagte Laschet dem "Handelsblatt". Das derzeitige gute Ergebnis in den Umfragen sei auch der hohen Wertschätzung zu verdanken, die Bundeskanzlerin Angela Merkel genieße, sagte Laschet, der am Samstag CDU-Vorsitzender im Wettbewerb mit Friedrich Merz und Norbert Röttgen werden will.

 

08:28 Uhr

Dutzende Tote bei Erdbeben in Indonesien

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Aufräumarbeiten auf Sulawesi.

(Foto: AP)

Bei einem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer bei dem Beben der Stärke 6,2 habe es in der Provinzhauptstadt Mamuju gegeben, zitierte der Sender Metro TV den Chef des örtlichen Zivilschutzes, Darno Majid. Bereits zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass mehr als 600 Menschen bei dem Erdstoß verletzt worden seien, 200 von ihnen schwer. Unter den Trümmern eingestürzter Häuser wurden noch weitere Opfer vermutet.

08:02 Uhr

New Yorker Bus hängt von Brücke

Ein Ziehharmonikabus in New York ist auf Abwege geraten - er hängt halb von einer Brücke herab. Die Feuerwehr twitterte vor zwei Stunden ein entsprechendes Foto. Laut CBS wurden nach offiziellen Angaben acht Leute verletzt, der Fahrer schwer. Anfangs war von neun Verletzten die Rede gewesen. Laut Feuerwehr wurden die Passagiere aus dem Bus gerettet. Das Areal wurde gesperrt. Offenbar ereignete sich der Unfall am Ende der Washington-Bridge, die Manhattan mit dem Stadtbezirk Bronx verbindet - nicht zu verwechseln mit der größeren und bekannteren George-Washington-Bridge, die über den Hudson-River nach New Jersey führt. Die "New York Post" berichtet, der Unfall habe sich um 23:10 Uhr Ortszeit ereignet, also um 5:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Unter der Brücke befindet sich eine weitere Straße, den Angaben zufolge dürfte es sich um die University Avenue in der Bronx handeln.

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07:34 Uhr

Neue Migrantenkarawane auf Weg in die USA

In Honduras haben sich Berichten zufolge mehrere Tausend Menschen zu einer sogenannten Migrantenkarawane zusammengeschlossen. Sie versammelten sich am Donnerstagabend in der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten des mittelamerikanischen Landes. Es handelte sich nach Berichten örtlicher Medien um Honduraner, die vor Gewalt, Armut und den Folgen zweier verheerender Hurrikans im November flüchten und in den USA ein besseres Leben finden wollten.

07:10 Uhr

Kein Mundschutz - Mann schlägt Polizisten

Sieht man jemanden ohne Mundschutz in öffentlichen Verkehrsmitteln möchten viele von uns aufstehen und die Person schreiend auffordern, gefälligst eine Maske aufzusetzen. Man macht es meist aber doch nicht, auch aus Furcht vor dem, was nun in Halle passiert ist.

  • Ein 48-Jähriger weigerte sich dort, einen Mundschutz in der Straßenbahn zu tragen und hat einen Polizisten geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann ohne Mundschutz und Fahrkarte in der Straßenbahn in Halle unterwegs.
  • Als ihn andere Fahrgäste am Donnerstagabend auf den fehlenden Mundschutz hinwiesen, stieg er aus. An der Haltestelle traf er dann auf Kontrolleure und wurde aggressiv, sodass die Polizei hinzugerufen wurde.
  • Nachdem er einen der Polizeibeamten schlug, wurde er vorläufig festgenommen. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.
06:57 Uhr

Das wird heute wichtig

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Nach dem "Waldläufer von Oppenau" fahndete die Polizei im vergangenen Sommer auch mit einem Hubschrauber.

(Foto: dpa)

Das RKI meldet wieder weit mehr als 1000 Todesfälle an einem Tag, außerdem haben sich nun mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Ein kleiner Lichtblick ist, dass die Neuinfektionen unter denen der Vorwoche liegen. Mehr dazu lesen Sie im Corona-Ticker. Und sonst? Folgendes:

  • Im Internet treffen sich die CDU-Delegierten zu ihrem digitalen Parteitag und um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Das wird aber erst am Samstag passieren.
  • In den USA wird sich die noch ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi (Vorsitzende des Repräsentantenhauses) zum Impeachment gegen Präsident Trump äußern.
  • Die Arbeitgeberverbände stellen ihre Konjunkturerwartungen vor.
  • In Offenburg beginnt der Prozess gegen den "Waldläufer von Oppenau", der im vergangenen Jahr einen Polizisten entwaffnet und eine Großfahndung ausgelöst hatte.
  • In der Fußball-Bundesliga empfängt Union Berlin die Mannschaft aus Leverkusen.

Ich heiße Volker Petersen und begleite Sie an dieser Stelle bis zum frühen Nachmittag. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de

06:32 Uhr

Führungskräfte favorisieren Merz

Wer wird neuer CDU-Vorsitzender? Die Führungskräfte in den deutschen Unternehmen favorisieren Friedrich Merz, wie eine Forsa-Umfrage für das "Handelsblatt" zeigt. Demnach bevorzugen 39 Prozent den früheren Unions-Fraktionschef als Parteivorsitzenden, 27 Prozent sprechen sich für Norbert Röttgen aus, 18 Prozent votieren für Armin Laschet. 40 Prozent wollen den bayerischen Ministerpräsidenten und Chef der CSU Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union.

Auch der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, würde Merz gern an der Parteispitze sehen.

 

06:21 Uhr

Boom bei E-Autos - 140.000 Fahrzeuge bis Jahresende

Die zur Jahresmitte aufgestockte staatliche Förderung hat den Verkauf von Elektroautos in Deutschland stark angetrieben. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gingen im abgelaufenen Jahr Anträge für 255.039 Fahrzeuge ein, wie die Behörde am Freitag in Eschborn bei Frankfurt berichtete. Davon entfielen gut 140.000 auf Batterie-Fahrzeuge und knapp 115.000 auf die umstrittenen Plug-In-Hybride mit kombiniertem Elektro/Verbrenner-Antrieb. Die ebenfalls geförderten Autos mit Wasserstoff-Brennstoffzelle spielten mit 74 Exemplaren so gut wie keine Rolle.