Freitag, 30. Juli 2021Der Tag

Heute mit Susanna Bloß und Johanna Ohlau
22:33 Uhr

Das war Freitag, der 30. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Satellitenaufnahme von einem Waldbrand in der Nähe des Oymapinar-Damms in der Türkei.

(Foto: picture alliance/dpa/Maxar Image/AP)

ich hoffe, Sie hatten einen schönen Freitag. Für den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet könnte es - milde ausgedrückt - besser laufen. Wo es hakt und klemmt, erfahren Sie von meinem Kollegen Markus Lippold hier.

Zudem beschäftigen uns erneut an allen möglichen Ecken der Welt Waldbrände - in Europa vor allem Feuer in Griechenland, Italien und in der Türkei.

Was war heute sonst wichtig:

Wahllisten von Grünen im Saarland und von der AfD in Bremen abgelehnt

Deutsche Banken schlechter als der Durchschnitt

Olympia: Zverev toppt und widerlegt Boris Becker

Testpflicht ab 1. August: Das müssen Reiserückkehrer aus dem Ausland wissen

Den besten Überblick rund um die Pandemie bietet unser Corona-Ticker.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht,

Ihre Johanna Ohlau

22:03 Uhr

"Querdenken"-Kundgebung in Berlin bleibt verboten

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Es bleibt abzuwarten, ob "Querdenken"-Anhänger trotz Verbots wie im Mai nach Berlin kommen und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die für Sonntag geplante Kundgebung der Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart auf der Straße des 17. Juni in Berlin bleibt verboten. Das Berliner Verwaltungsgericht hat den Eilantrag gegen das entsprechende Demonstrationsverbot abgelehnt, wie ein Sprecher der Justizbehörde mitteilte. Zu der Kundgebung waren für Sonntagnachmittag 22.500 Teilnehmer angemeldet. Auch eine weitere für Sonntag geplante Demonstration in der Bundeshauptstadt bleibe verboten. Die Berliner Polizei hatte für das Wochenende insgesamt zwölf geplante Versammlungen in der Stadt untersagt.

Am Nachmittag war von den Verwaltungsrichtern bereits ein Eilantrag gegen das Verbot einer geplanten Demo von Gegnern der Corona-Politik abgelehnt worden. Zu der für Sonntagvormittag geplanten Demo unter dem Motto "Friede, Freiheit, Wahrheit" waren 3500 Teilnehmer angemeldet worden.

21:26 Uhr

Amal und George Clooney dementieren Schwangerschaftsgerüchte

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Kein Nachwuchs: George Clooneys Ehefrau Amal erwartet kein Baby.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

"Bist du schwanger?" - eine heikle Frage an eine Frau. Im Falle von Amal Clooney, der Ehefrau von Hollywoodstar George Clooney, ist die Antwort wohl: Nein. Das Paar erwarte keinen Nachwuchs, wie ein Sprecher erklärte laut dem Promiportal "JustJared": "Geschichten, die besagen, dass Amal Clooney schwanger sei, sind nicht wahr." Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, die beiden würden wieder Eltern von Zwillingen werden.

Einem Bericht der US-amerikanischen Ausgabe des "OK!"-Magazins, der sich auf einen Insider beruft, würden die Clooneys "wieder Zwillinge bekommen". Angeblich hätte Amal Clooney die ersten drei Monate bereits hinter sich. Dieser Insider scheint nicht wirklich dran zu sein am Leben des Glamour-Paars. Doch einen großen Zuwachs anderer Art können die Clooneys schon vermelden: Neben Immobilien in London, Los Angeles und am Comer See in Italien besitzt das Paar nun auch ein Landgut in der Provence. Genug Platz wäre also da für weitere Kinder ...

20:26 Uhr

Polizei macht bei Verkehrskontrolle grausige Entdeckung

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Polizisten aus Baltimore bot sich ein schreckliches Bild beim Blick in den Kofferraum.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Manche Meldungen sind so grausam, dass sie kaum zu fassen sind, wie diese hier aus den USA: Dort ist eine Frau monatelang mit den Leichen ihres Neffen und ihrer Nichte im Kofferraum Auto gefahren. Nur zufällig wurden die toten Kinder bei einer Verkehrskontrolle entdeckt. Polizisten hatten die Frau laut einem Bericht der "Baltimore Sun" wegen überhöhter Geschwindigkeit gestoppt. Die 33-Jährige sei festgenommen worden, erklärte die Polizei von Baltimore. Ihr werde Kindesmisshandlung mit Todesfolge vorgeworfen. Der Junge wurde nur fünf Jahre alt, seine Schwester sieben Jahre.

Diese Kinder hatten offenbar niemanden, der sie beschützt: Das Mädchen und der Junge waren der Frau den Angaben zufolge 2019 von ihrer Schwester anvertraut worden. Die 33-Jährige habe im Verhör zugegeben, ihre, so dass diese auf den Boden fiel und sich den Kopf eingeschlagen habe. Zu den Todesumständen des Jungen habe sie keine Angaben gemacht.

20:09 Uhr

Gericht: Britischer IS-Anhängerin zu Unrecht Pass aberkannt

Sollte Menschen, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschließen, die Staatsbürgerschaft aberkannt werden? So könnten diejenigen nicht wieder in ihre Heimatländer zurückkehren oder Hilfen in Anspruch nehmen. Großbritannien hat die Regeln 2018 dahingehend verändert, dass das den Betreffenden - sofern sie nicht kontaktiert werden können oder keinen Anwalt haben - nicht mitgeteilt werden muss, sondern ein Vermerk in den Akten der Behörden ausreicht. Doch da muss die Regierung wohl nochmal ran: Ein Richter in London ließ die Regelung nicht gelten. Dem Gericht zufolge sei einer Britin, die sich der Terrormiliz in Syrien angeschlossen hat, zu Unrecht 2019 die Staatsbürgerschaft aberkannt worden. "Im Allgemeinen kündigt man niemandem etwas an, indem man eine Notiz in die Schreibtischschublade legt und abschließt", sagte er zum Vergleich. Staatsbürgerschaft sei ein zu grundlegendes Recht für solch eine Behandlung. Die lediglich als D4 bekannte Frau ist nicht die einzige britische IS-Sympathisantin, die um ihre Staatsbürgerschaft kämpft. Bekannt ist vor allem der Fall Shamina Begum. Ihr war untersagt worden, nach Großbritannien zu reisen, um den Entzug anzufechten.

19:39 Uhr

Bericht: Trump wollte Wahl für "korrupt" erklären lassen

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Hat Nachhilfe in Sachen Demokratie vom US-Justizministerium bekommen: Donald Trump.

(Foto: picture alliance / Alex Brandon/AP/dpa)

Gut ein halbes Jahr ist er nicht mehr US-Präsident, aber für Schlagzeilen sorgt Donald Trump weiterhin verlässlich: Er soll das Justizministerium einem Bericht zufolge gedrängt haben, die von ihm verlorene Wahl für "korrupt" erklären zu lassen, um das Ergebnis mit Hilfe seiner Verbündeten im Kongress noch kippen zu können. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf eine Gesprächsmitschrift aus dem Justizministerium, die einem Ausschuss des Repräsentantenhauses zur Verfügung gestellt worden war. Der Kontrollausschuss veröffentlichte die Mitschrift wenig später. Trump soll demnach Ende Dezember in einem Telefonat mit dem damaligen amtierenden Justizminister Jeffrey Rosen und dessen Stellvertreter Richard Donoghue gesagt haben: "Sagt einfach, die Wahl war korrupt und überlasst mir den Rest." Donoghue, um dessen Gesprächsnotizen es sich handelt, soll Trump demnach gesagt haben, dass es nicht in der Macht des Ministeriums liege, den Ausgang der Wahl zu verändern. Für gewöhnlich stellt die Regierung dem Kongress keine Notizen zu Gesprächen des Präsidenten mit Kabinettsmitgliedern zur Verfügung. In diesem Fall verzichtet das Justizministerium der Regierung des demokratischen Präsidenten Joe Biden der "New York Times" zufolge auf die Geheimhaltung, weil es sich um mögliche Vergehen eines Ex-Präsidenten als Person handelt, nicht um schutzwürdiges Regierungshandeln.

18:55 Uhr

Teenagerinnen bauen Unfall mit Auto der Eltern - und stehlen noch ein Auto

Das Auto der Eltern klauen und damit rumdüsen. Das allein wird den Erziehungsberechtigten von drei Teenagern bereits wenig Freude bereitet haben. Doch die 13, 15 und 16 Jahre alten Mädchen haben mit dem Fahrzeug, das den Eltern der 15- und 16-Jährigen gehört, sogar noch einen Unfall gebaut und sind vom Unfallort abgehauen, wie die Polizei mitteilt. Doch da war es mit der bösen Überraschung für die Eltern noch nicht vorbei: Danach entwendeten die Mädchen laut Mitteilung auch noch das Auto der Eltern der 13-Jährigen und fuhren damit von Ludwigshafen nach Frankfurt am Main. Dort setzte eine Polizeikontrolle dem Ausflug der Minderjährigen ein Ende. Denn das Trio war zu dem Zeitpunkt bereits als vermisst gemeldet und das Auto zur Fahndung ausgeschrieben. Und als ob der ganze Ärger nicht schon groß genug ist, stand das eine Elternpaar vor einem Problem: Wie die eigenen Kinder ohne Auto vom Revier im rund 90 Kilometer entfernten Frankfurt am Main abholen? Mit den Eltern will man gerade nicht tauschen, oder?

18:29 Uhr

Polizei enttarnt riesiges Crystal-Meth-Labor in den Niederlanden

Mehr als 100 Kilogramm Chrystal Meth konnten Kriminelle in einem Labor in den Niederlanden pro Tag herstellen - bis die Polizei die professionelle Produktionsstätte aufspürte. Da Unbeteiligte in der Regel keine Relation zu diesen Mengenangaben kennen: Das entspricht nach Angaben der niederländischen Ermittler dem Handelswert von etwa ein Millionen Euro. Der Polizei ist mit dem Aufdecken des Drogenlabors in der Provinz Limburg also ein richtig großer Fisch ins Netz gegangen. Es handele sich um "die größte und professionellste Produktionsstätte für Crystal Meth, die jemals in den Niederlanden gefunden wurde", teilte die Polizei in Nederweert im Südosten des Landes mit. Apropos Netz: Mit dem hat der Ermittlungserfolg maßgeblich zu tun: Wieder ist es Behörden gelungen, den Kriminellen auf die Spur zu kommen, indem sie verschlüsselte Chat-Berichte geknackt hat. Ein 62-jähriger Mann aus Polen sei festgenommen worden. Die Polizei schließt weitere Festnahmen nicht aus. Unklar ist, wie lange in den Lagerräumen Drogen produziert worden waren.

17:20 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Polizei entdeckt illegale Bitcoin-Mine in eigenem Hauptquartier

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(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Die Polizei erlebt sicherlich so einiges, aber das ist wohl auch für Ordnungshüter alles andere als alltäglich: Die polnische Polizei hat eine illegale Operation zum Erschaffen von Bitcoin aufgedeckt - in ihrem eigenen Hauptquartier in Warschau. Ein "ziviler Angestellter" habe Strom für das Bitcoin-Schürfen abgezweigt, sagte Polizeisprecher Mariusz Ciarka dem Fernsehsender TN256. "Leider hat sich das in den Räumen der Polizei abgespielt." Das Vorgehen des Mannes sei "ziemlich schnell" aufgedeckt worden. Dem Fernsehsender zufolge wurde der fragliche Angestellte entlassen. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen gegen ihn aufgenommen. Auch eine weitere Person stehe wegen des Vorfalls vor der Kündigung.

16:08 Uhr

"Katzenmörder von Brighton" muss mehr als fünf Jahre hinter Gitter

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Warum der Mann die Katzen attackierte, ist unklar. (Themenbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Neun Katzen getötet und sieben weitere Samtpfoten verletzt - ein 54-jähriger Brite muss fünf Jahre und drei Monaten ins Gefängnis. Doch er wurde rechtlich nicht wegen "Tiermordes" oder wenigstens Tierquälerei verurteilt: Ein Gericht im Stadtkreis Brighton and Hove am Ärmelkanal verhängte die Strafe gegen den als "Katzenmörder von Brighton" bezeichneten Mann wegen "krimineller Sachbeschädigung". Unter diesen Straftatbestand fallen auch Morde an Haustieren. Schuldig gesprochen worden war der 54-Jährige, der für eine Sicherheitsfirma arbeitete, bereits vor einem Monat.

Er hatte die Katzen zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 mit einem Messer attackiert. Die Verbrechen sorgten nicht nur bei den tierlieben Briten für Aufsehen und Empörung. Das Motiv des Mannes ist noch immer unklar. Ohne das entschlossene Handeln eines Katzenbesitzers hätte der "Katzenmörder" womöglich noch länger sein Unwesen getrieben: Überführt wurde er letztlich über Aufnahmen einer privaten Überwachungskamera, die ein Mann nach einem tödlichen Angriff auf sein eigenes Tier aufgestellt hatte. Darauf ist der 54-Jährige zu sehen, wie er offensichtlich eine Katze angreift. Er wies die Vorwürfe im Verhör zurück, doch die Polizei fand auf seinem Handy unter anderem ein Foto einer getöteten Katze.

15:38 Uhr

Tennis-Rüpel Kyrgios provoziert Gegner

Nick Kyrgios ist sowas wie der Bad Boy der Tennis-Szene. Der Australier ist bekannt für unorthodoxe Variationen und Aufschläge. Jüngstes Opfer seiner Tricks auf dem Platz war der Südafrikaner Kevin Anderson. Beim ATP-Tour-250-Hartplatzturnier in Atlanta überraschte der 26-jährige Kyrgios seinen Gegner mit einem Aufschlag von unten - durch seine Beine - dem sogenannten Tweener-Service.

Wie das Spiel ausgegangen ist, können Sie im Sport-Tag nachlesen.

15:10 Uhr

Zwei Tote nach Angriff auf Schiff im Indischen Ozean - Verdacht auf Piraten

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Das Schiff M/T Mercer Street habe sich auf dem Weg von Tansania in das Emirat Fudschaira befunden. (Archivbild im Hafen von Rotterdam)

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein japanisches Schiff ist nach Angaben der zuständigen britischen Firma im Norden des Indischen Ozeans angegriffen worden. Es gebe den Verdacht eines Vorfalls mit Piraten an Bord des Tankers M/T Mercer Street, teilte das britische Unternehmen Zodiac Maritime auf Twitter mit. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer. Das Schiff sei in japanischem Besitz und werde von der Firma mit Sitz in Großbritannien verwaltet, hieß es in der Mitteilung. Auf die Fracht am Bord haben es die Angreifer wohl nicht abgesehen, denn das Handelsschiff hatte keine geladen. Im Indischen Ozean und dem Golf von Oman sind in den vergangenen Monaten immer wieder Schiffe mit Verbindungen zu Israelis angegriffen worden.

14:22 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Susanna Bloß verabschiedet sich in den verdienten Feierabend, aber "Der Tag" ist noch längst nicht vorbei. Ich begleite Sie ab sofort weiter durch den Nachrichten-Tag. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gern eine Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

13:55 Uhr

Kupferknäuel soll Klimawandel-Mahnmal werden

Ein starkes Unwetter ist Ende Juni über weite Teile Baden-Württembergs hinweggezogen und hat dabei große Schäden angerichtet. So auch in der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort wurde durch die schweren Regenfälle und heftigen Böen das Kupferdach der Oper demoliert. Die Frage war nun: Was soll mit den heruntergestürzten Kupferteilen geschehen? Beim Finanzministerium seien viele Ideen eingegangen, was man mit dem Dach machen könne, sagt Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz in einer Videobotschaft auf Twitter. "Eine die immer wieder kam, war, dass Dach einfach liegen zu lassen als Mahnmal gegen die Klimakrise." Er finde die Idee richtig gut, denn sie habe eine starke Symbolkraft.

Laut Bayaz soll das Kupferknäuel nun neben dem Opernhaus als Skulptur platziert werden. Das Dach stammt aus dem Jahr 1911 und galt bereits vor dem Sturm als marode. Das Opernhaus, auch bekannt als Littmann-Bau, soll für einen Milliardenbetrag saniert werden.

13:25 Uhr

Das geheime Geld der Bundesbank an der Mosel

In Cochem an der Mosel lagerte gut 25 Jahre lang ein Milliardenschatz. 15 Milliarden D-Mark waren im sogenannten Bundesbank-Bunker versteckt. Kaum jemand wusste davon, das Geld wurde auch nie gebraucht. Seit fünf Jahren ist die Luftschutzanlage ein Museum und kann besichtigt werden. Was gibt es dort zu sehen, wie sah es früher dort aus und warum lagerten ausgerechnet in Cochem 15 Milliarden D-Mark? Kunsthistorikerin und Museumsleiterin Antonia Mentel klärt in der neuen Folge "Wieder was gelernt" auf.

"Wieder was gelernt"-Podcast

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Bekommt die Deutsche Bank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld für ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nach Westafrika? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. "Wieder was gelernt" ist auch bei Amazon Music und Google Podcasts verfügbar. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

13:00 Uhr

Söder geht auf Distanz zu Aiwanger

Das hat sich Markus Söder sicherlich auch anders vorgestellt. Nach den jüngsten Äußerungen von Hubert Aiwanger zu Corona-Impfungen geht Bayerns Ministerpräsident nun auf Distanz zu seinem Stellvertreter. "Ich mache mir Sorgen um ihn", sagt Söder dem "Spiegel". "Er wandelt auf einem schmalen Grat." Aiwanger lehnt seit Monaten eine eigene Corona-Impfung ab, trotz Drucks durch Söder. Nachdem er dies zunächst noch mit Abwarten erklärt hat, begründete der 50-Jährige seinen Verzicht zuletzt mit massiven Nebenwirkungen in seinem Bekanntenkreis durch die Impfung, ohne dies allerdings konkret zu untermauern.

Söder sieht bewusstes Kalkül hinter den Aussagen des mit den Freien Wählern auf einen Einzug in den Bundestag hoffenden Aiwangers. "Wer glaubt, sich bei rechten Gruppen und Querdenkern anbiedern zu können, verlässt die bürgerliche Mitte und nimmt am Ende selbst Schaden." Deutschland stehe auf der höchsten Stufe der menschlichen Zivilisation und sei beim Impfen "zum Teil mit Argumenten aus dem Mittelalter konfrontiert", sagte Söder. "Wer meint, in einem solchen Becken fischen zu können, der riskiert, darin zu ertrinken."

12:35 Uhr

Feuerwehrmann als Brandstifter verurteilt

Immer wieder brennt es im Kreis Heilbronn, die Verunsicherung ist groß, bis die Polizei einen Verdächtigen fasst. Der Mann ist bei der Feuerwehr. Nun wurde der Feuerwehrmann zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht zeigte sich überzeugt davon, dass der 32-Jährige sieben Brände im Zeitraum von April 2019 bis November 2020 gelegt und damit auch Menschenleben gefährdet hat. Denn in einem Fall stand ein Schuppen in der Nähe eines Wohnhauses, in dem eine vierköpfige Familie schlief. Deshalb musste sich der Deutsche auch unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten.

Unter anderem setzte er nach Überzeugung des Gerichts weitere Autos, Heustapel, eine weitere Scheune und ein Gasthaus sowie ein Vereinsheim in Brand. Der Schaden betrug damals insgesamt rund eine halbe Million Euro. Der Mann hatte im Prozess die meisten Taten eingeräumt und mit einer depressiven Störung erklärt. "Sie hatten sehr, sehr viel Glück, dass nicht noch mehr passiert ist", sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 1 Ks 9 Js 32834/20)

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:40 Uhr

Donaulimes ist Welterbe

Die Kurorte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen sowie die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt sind es bereits, nun zeichnet die UNESCO auch den Donaulimes als Teil der Grenze des antiken Römischen Reiches als neues Welterbe aus. Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation gab die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung im chinesischen Fuzhou bekannt.

In seinem bayerischen Abschnitt erstreckt sich der Donaulimes von Bad Gögging im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:25 Uhr

Schmuggelzigaretten hinter Auto-Felgen versteckt

Mit technischem Gerät gelingt dem Hamburger Zoll ein Schlag gegen den Zigarettenschmuggel: Trotz originellem Versteck haben Fahnder im Hafen der Hansestadt knapp vier Millionen Glimmstängel in einem Container entdeckt. Sie seien hinter einer Tarnladung Auto-Felgen versteckt gewesen, teilt das Zollfahndungsamt Hamburg mit. Es handele sich um eine "der größten Sicherstellungen von unversteuerten Zigaretten in diesem Jahr in Hamburg".

Der Seecontainer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war den Ermittlern Ende der vergangenen Woche aufgefallen. Bei einer Röntgenkontrolle entdeckten sie das Versteck von 3,86 Millionen Zigaretten. Der Steuerschaden liege bei 770.000 Euro, heißt es.

11:00 Uhr

Streit um falschen Senf auf Leberkäs-Semmel

Süßer oder mittelscharfer Senf zum Leberkäse? Ein Streit über den richtigen Senf auf einer Leberkäs-Semmel kann in Bayern schon mal die Gemüter erhitzen und am Ende vor der Polizei landen. Ein Mann bestellte auf dem berühmten Viktualienmarkt in München eine Semmel mit mittelscharfem Senf. Die Verkäuferin habe dem 61-Jährigen dann allerdings süßen Senf auf den Leberkäse geschmiert, sagt ein Polizeisprecher.

"Er wollte das nicht annehmen, weil er den süßen Senf nicht verträgt", sagt der Sprecher. Die Marktfrau habe den süßen Senf abgekratzt und mittelscharfen darauf gegeben, der Mann habe aber eine ganz neue Semmel verlangt, weil es noch "Anhaftungen von süßem Senf" gebe. Weil die Frau "den Austausch verweigerte", meldete der Mann den Fall bei der Polizei. Die Beamten hätten ihn darauf hingewiesen, dass der falsche Senf auf der Semmel kein Grund für eine Anzeige sei, weil es keine Straftat, sondern eine Zivilstreitigkeit sei, so der Sprecher.

10:40 Uhr

Hongkonger Aktivist muss für neun Jahre in Haft

Seit gut einem Jahr gilt das vage und umstrittene Sicherheitsgesetz in Hongkong. Ein erstes Urteil demonstriert, mit welcher Härte die Justiz in Chinas Sonderverwaltungsregion das Gesetz einsetzen will. Ein Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungsregion verkündete das Strafmaß für Tong Ying-kit, nachdem der 24-Jährige am Dienstag wegen Terrorismus und der Anstiftung zum Separatismus verurteilt worden war. Der Aktivist wurde zu neun Jahren Haft verurteilt.

Der frühere Restaurantmitarbeiter war wenige Stunden nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Juli vergangenen Jahres bei Protesten mit seinem Motorrad in eine Polizeisperre gefahren. Er hatte eine Flagge mit dem Slogan der Protestbewegung "Befreit Hongkong - Revolution unserer Zeit" dabei. Besonders die Interpretation des Slogans über die Befreiung Hongkongs nahm breiten Raum in dem Prozess ein und dürfte weitreichende Folgen auch für weitere Gerichtsverfahren nach dem Sicherheitsgesetz haben. Mehr als 100 Menschen sind unter Berufung auf das Gesetz bislang festgenommen worden.

10:15 Uhr

Hitzewelle in Griechenland erreicht Höhepunkt

Rekordtemperaturen in Kanada und den USA, nun auch in Griechenland. Seit Anfang der Woche ächzt das Land unter einer Hitzewelle, die jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Die Thermometer sollen von heute an und am Wochenende Werte um die 40 Grad zeigen. Wie das griechische Wetteramt mitteilt, soll es in der neuen Woche dann noch heißer werden. Die Meteorologen rechnen mit Temperaturen in Mittelgriechenland bis zu 45 Grad. Nachts werden die Werte in den Ballungszentren nicht unter 30 Grad fallen.

Diese Hitzewelle sei eine der längsten seit Jahrzehnten, sagen Wetterexperten im Staatsfernsehen. Die Temperaturen sollen tagsüber erst nach dem 8. August wieder unter 40 Grad fallen. Der Zivilschutz ordnete an, Arbeiten im Freien einzustellen oder so weit wie möglich zu reduzieren. Städte haben klimatisierte Hallen aufgemacht, in denen Menschen Zuflucht finden können, die keine Klimaanlage zu Hause haben. Ärzte rieten Einwohnern und auch Touristen, sich nicht in der prallen Sonne aufzuhalten und keinen Alkohol zu trinken. Man sollte öfter duschen und helle weite Baumwollkleidung tragen.

09:50 Uhr

Bierkonsum in Deutschland gesunken

Abends gemütlich ein Feierabendbier in der Kneipe um die Ecke trinken, ging durch die Corona-Beschränkungen lange Zeit nicht. Das hat sich bemerkbar gemacht. Der Absatz von Bier in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2021 weiter eingebrochen. Zunehmende Exporte konnten die Einbußen im Inland durch die Corona-Einschränkungen nicht ausgleichen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Insgesamt setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager in den sechs Monaten 4,2 Milliarden Liter Bier ab. Das waren 2,7 Prozent weniger als in der ersten Hälfte des Vorjahres. Im Inland wurden 3,3 Milliarden Liter und damit 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum verkauft. Die Exporte in die EU (+3,5 Prozent) und in die Staaten außerhalb der Gemeinschaft (+11,9 Prozent) legten hingegen zu.

Der Deutsche Brauer-Bund sprach von einer enttäuschenden Bilanz. "Nach sieben Monaten Lockdown ist die Wiedereröffnung der Außengastronomie und der Innengastronomie nur schleppend angelaufen. Der Stotterstart im Gastgewerbe schlägt voll auf Brauereien und das Fassbiergeschäft durch", erklärt der Verband in Berlin. Vor allem kleinere Brauereien seien abhängig von Gastronomie und Veranstaltungsgeschäft, wo es derzeit wieder Absagen hagele.

09:25 Uhr

Vulkanausbruch löst Waldbrand aus

Indonesien hat etwa 130 aktive Vulkane. Einer davon ist nun auf der Insel Lembata im Osten des Landes ausgebrochen und hat einen Waldbrand ausgelöst. Die Versuche, das Feuer an den Hängen des Lewotolo zu löschen, seien bisher erfolglos verlaufen, sagt ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde. Der Lewotolo hatte bei einer Eruption am Donnerstag eine 800 Meter hohe Aschewolke ausgestoßen, wie die Vulkanologiebehörde mitteilte. "Die Brandherde befinden sich in schwer zugänglichen und gefährlichen Gebieten, und die Ausrüstung zur Brandbekämpfung ist nicht ausreichend", sagt Abdul Muhari vom Katastrophenschutz. Unter anderem sei dort ein Löschhubschrauber im Einsatz.

Im April waren Dutzende von Menschen in der Nähe des 1423 Meter hohen Vulkans ums Leben gekommen. Damals hatte der Zyklon "Seroja" mit heftigem Regen eine Lawine vulkanischen Materials ausgelöst, die Dörfer unter sich begrub. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gebiet, das für seismische Erschütterungen bekannt ist und die geologisch aktivste Zone der Erde darstellt.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

"Ja, jetzt bin ich Berufsmuslim"

In der neuen Folge "heute wichtig" richtet Michel Abdollahi einen dringenden Appell gegen Rassismus an alle Zuhörerinnen und Zuhörer: "Wenn Sie nicht mit mir aufstehen, wird aus der schweigenden Mehrheit irgendwann die schweigende Minderheit", sagt der Podcast-Host. "Jedes Wort ist zu jeder Zeit das Richtige, wenn es sich gegen Menschenverachtung und Hass richtet."

Außerdem spricht Abdollahi über die "unfreiwillige Aufgabe", Tag für Tag gegen Rassismus und Hass einzustehen: "Ja, jetzt bin ich Berufsmuslim. Mein Schaffen dreht sich nicht mehr um das, was ich eigentlich kann und will, sondern um das, was ich soll und muss."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

08:35 Uhr

Buch nach mehr als 50 Jahren zurückgegeben

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Besser spät als nie: Dieses Kochbuch wurde nach fünf Jahrzehnten zurückgegeben.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Da hat jemanden wohl doch das schlechte Gewissen geplagt: Mehr als 50 Jahre nach seiner Ausleihe ist ein Kochbuch in einer Bücherei im schottischen Paisley zurückgegeben worden. Zusammen mit einem 20-Pfund-Schein und einem Entschuldigungsbrief, weil die Rückgabe schon so lange überfällig war, hatte es jemand anonym an die Paisley Central Library geschickt, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet.

Das Buch namens "Mrs Balbir Singh's Indian Cookery" soll im Jahr 1968 entliehen worden sein. Wer es sich damals mit nach Hause nahm, ist jedoch unklar. "Man kann sehen, dass das Buch viel benutzt worden ist und ein paar Spuren auf den Seiten lassen vermuten, dass jemand ein paar gute Abendessen damit gekocht hat", erzählt Linda Flynn von der Bücherei. Da die Bücherei keine Gebühren für zu spät abgegebene Bücher verlangt, sollen die 20 Pfund für einen guten Zweck gespendet werden.

08:10 Uhr

Sommerwetter verabschiedet sich erst mal

Die bedrohliche Unwettergefahr scheint überstanden. Ein Blick auf das bevorstehende Wochenende zeigt jedoch, dass das Sommerwetter erst mal vorbei ist. Während der Freitag noch recht sonnig und angenehm verläuft, kündigen sich am Samstag und Sonntag Niederschläge und Temperaturstürze an.

07:50 Uhr

Auto von Thomas Anders geht in Flammen auf

Sänger Thomas Anders und sein Sohn Alexander sind auf Ibiza nur knapp einem Unglück entgangen. Ihr Geländewagen ging in Flammen auf und brannte komplett aus. Beide kamen mit einem Schock davon. Auf Instagram postete der 58-Jährige Bilder, auf denen das Unglück zu sehen ist. "Großes Glück gehabt", schreibt der Sänger. Die Motorhaube habe auf ihrer Vater-Sohn-Tour plötzlich angefangen, heftig zu qualmen und auch das Gaspedal sei defekt gewesen. "Geistesgegenwärtig ließen wir den Wagen von der Fahrbahn rechts ausrollen und verließen das bereits heftig qualmende Auto schnellstmöglich. Das Auto stand innerhalb weniger Minuten in Flammen und wir mussten zusehen, wie unser Auto vor unseren Augen bis auf die Grundkarosserie niederbrannte", so Anders weiter. Was den Brand ausgelöst hat, ist momentan noch unklar.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen schönen guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

sind Europas Banken krisenfest? Diese Frage wird heute beantwortet. Ein Jahr später als ursprünglich geplant, haben Europas Aufseher die Institute auf dem Kontinent wieder einem großen Check unterzogen. Sind die Banken ausreichend gerüstet, falls sich die Corona-Pandemie noch einmal verschärft? Und reichen die Kapitalpuffer gegen einen herben Wirtschaftseinbruch? Die Ergebnisse dazu werden am Abend veröffentlicht.

Außerdem widmen wir uns heute noch diesen wichtigen Themen:

  • Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Corona-Tief zu Jahresbeginn Ökonomen zufolge im Frühjahr wieder auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Wie stark das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zugelegt hat, gibt das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung bekannt.
  • Darf Patienten im sogenannten Maßregelvollzug gegen den in einer Patientenverfügung geäußerten Willen ein Medikament verabreicht werden? Zu der Frage will sich das Bundesverfassungsgericht äußern.
  • Im Münchner Prozess gegen eine mutmaßliche Rechtsterroristin aus Franken, die Grußkarten mit Todesdrohungen an Lokalpolitiker und zwei Vereine verschickt haben soll, wird das Urteil erwartet.

Mein Name ist Susanna Bloß und ich halte Sie in den nächsten Stunden mit Nachrichten aus aller Welt auf dem Laufenden. Sollten Sie Fragen, Hinweise oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gerne eine Mail an susanna.bloss@nachrichtenmanufaktur.de.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:50 Uhr

Scholz überholt Laschet bei Kanzlerfrage

In weniger als zwei Monaten ist Bundestagswahl. Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Laut einer aktuellen Umfrage hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz momentan Unions-Kandidat Armin Laschet in der Wählergunst überholt. Wenn der oder die Kanzlerin in Deutschland direkt wählbar wäre, würden sich 20 Prozent der Teilnehmer einer zwischen dem 23. und dem 26. Juli durchgeführten Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov für den aktuellen Finanzminister Scholz entscheiden. 15 Prozent würden NRW-Ministerpräsident Laschet wählen, 13 Prozent Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.

Damit haben sich die Positionen von Laschet und Scholz verkehrt. Einen Monat zuvor hatte der Unionskandidat bei 21 Prozent gelegen, sein Konkurrent von der SPD bei 16 Prozent. Baerbock sackte um 2 Prozentpunkte ab. Eine mögliche Erklärung ist das Agieren Laschets nach den verheerenden Überschwemmungen Mitte Juli auch in Nordrhein-Westfalen, wo er Kritik für einen missglückten Auftritt auf sich zog.

06:30 Uhr

Richterin weist Harvey Weinsteins Antrag ab

Harvey Weinstein scheitert vor Gericht: In Los Angeles lehnt eine Richterin es ab, zwei Klagen wegen sexueller Nötigung gegen den ehemaligen Hollywood-Produzenten fallen zu lassen. Zudem sei eine dritte Klage, die ebenfalls von Weinsteins Anwälten angefochten wurde, von der Staatsanwaltschaft geändert und erneut eingereicht worden. Die Anwälte des Ex-Hollywoodproduzenten erklärten, dass die Anklagepunkte verworfen werden sollten, weil die Verjährungsfrist in Kalifornien bereits abgelaufen sei.

Weinstein, der vergangenes Jahr in einem Prozess in New York wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, sieht sich mit insgesamt elf neuen Klagen konfrontiert, die fünf Frauen gegen ihn unter anderem wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in der Gegend von Beverly Hills und Los Angeles zwischen 2004 und 2013 erheben. Er hatte sich nach dem Vorwurf der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung in Los Angeles bereits als nicht schuldig bekannt und ist gegen seine Verurteilung in New York und die gegen ihn verhängte 23-jährige Haftstrafe bereits in Berufung gegangen. Weinstein muss im Falle einer Verurteilung in allen elf Fällen mit bis zu 140 Jahren Gefängnis rechnen. Ein Termin für den Prozess steht bisher noch nicht fest.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:15 Uhr

Scarlett Johansson verklagt Disney

Scarlett Johansson hat ein Problem mit Disney. Im Streit um ihren neuen Film "Black Widow" verklagt sie den US-Unterhaltungsriesen. Nach Informationen der Zeitung "Wall Street Journal" reichte die Schauspielerin in Los Angeles eine Klage wegen Vertragsbruchs ein. Sie richtet sich gegen die gleichzeitige Veröffentlichung des Marvel-Films "Black Widow" im Kino und bei der Streamingplattform Disney+. Dieser zeitgleiche Start habe gegen Vertragsabsprachen verstoßen, machte der Hollywood-Star geltend. Ihr sei eine exklusive Filmveröffentlichung auf der Leinwand zugesagt worden, ihr Verdienst basiere auf den Kinoeinnahmen.

"Black Widow" war am 9. Juli in den US-Kinos und gleichzeitig bei Disney+ erschienen. Johansson hatte zuvor die "Black Widow"-Figur aus dem Marvel-Universum mehrere Male verkörpert, doch dies war ihr erster Solo-Film um die kämpferische Agentin. Der Film unter der Regie der Australierin Cate Shortland erzählt die Vorgeschichte der als Schwarze Witwe bekannten Spionin Natasha Romanoff. Immer mehr Studios schlagen die neue Vermarktungsstrategie ein, Filme zeitgleich auf der Leinwand und per Streaming herauszubringen. Früher dauerte es Wochen oder Monate, bis ein Film nach dem Kinostart auch auf heimischen Bildschirmen verfügbar war.

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