Freitag, 08. Mai 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:54 Uhr

Das war Freitag, der 8. Mai

Liebe Leserinnen und Leser,

noch regiert der Frühsommer und die Eisheiligen sind noch fern. Während Sie also hoffentlich einen milden Abend genießen, gebe ich Ihnen hier einen knappen Überblick über spannende Meldungen des Tages:

Die Euro-Länder haben inzwischen das Hilfspaket für besonders Corona-geplagte Länder geschnürt: Sie sollen zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts an Hilfen beantragen können.

Dass die USA noch lange nicht über den Berg sind, beleuchten meine Kollegen Martin Morcinek und Christoph Wolf in ihrem globalen Pandemie-Lagebericht. Auch die offiziellen Arbeitslosendaten zeigen, dass dem Land noch Schlimmes bevorsteht.

Für Deutschland bewertet Nikolaus Blome die Corona-Lockerungsübungen im Wechselspiel zwischen Bund und Ländern. Für ihn ist Bundeskanzlerin Merkel keineswegs entmachtet.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kommt derweil zu einem beunruhigenden Befund: Überraschend viele Corona-Patienten sterben an Thrombosen und letztlich tödlichen Lungenembolien.

Und die Grünen hadern weiter mit dem Tübinger OB Boris Palmer, der die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sehr umfassend kritisiert hatte. Obwohl das eigentlich zum Aufgabenbereich der Opposition gehört, wird dem Mann jetzt der Parteiaustritt nahegelegt.

Damit schließt "der Tag" für heute und ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

22:31 Uhr

Seniorin legt Betrüger mit alten Socken rein

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Vor allem Ältere werden Opfer von Trickbetrügern. (Symbolbild.)

Trickbetrüger in Mülheim an der Ruhr sind an eine äußerst wehrhafte Seniorin geraten: Bereits zum dritten Mal drehte die 77-Jährige den Spieß um und sorgte für Festnahmen. In ihrem jüngsten Fall hatte ein Mann angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Er sagte der alten Dame, dass gerade gefährliche Einbrecher in der Nähe unterwegs seien. Seine Kollegen würden gleich kommen, um ihre Wertsachen in Sicherheit zu bringen. Routiniert sei die Frau auf die Fragen des Betrügers eingegangen und habe dabei vorgetäuscht, dass sie viele tausend Euro in ihrer Küche versteckt halte, berichtete die Polizei Essen.

  • Noch während sie telefonierte, signalisierte sie ihrem Enkel, dass sie wieder mit einem Betrüger telefoniere. Der rief sofort die echte Polizei. Dem Abholer stellte die Frau dann einen Karton mit alten Socken hin.
  • Die Polizei konnte schließlich drei Männer (30, 32 und 38 Jahre) aus Kroatien festnehmen. Sie sollen nun einem Haftrichter vorgeführt werden.
  • Warum die 77-Jährige so häufig von Betrügern heimgesucht wird - zuvor erst im September 2019 und im März 2020 - blieb allerdings ein Rätsel.   
22:07 Uhr

Gewaltige Zuwächse: Handel mit Hanteln boomt

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300 Prozent Zuwachs: Noch sind die Fitnessstudios geschlossen.

(Foto: imago images/photothek)

Wenn das Fitnessstudio wegen der Corona-Auflagen geschlossen ist, müssen Hanteln für zuhause her: Die Fitnessbranche hat mit Sportgeräten für den Heimgebrauch im April fast doppelt so viel Umsatz gemacht wie im Jahr zuvor. Waren es im April 2019 noch 23 Millionen Euro, stieg dieser Betrag nun im gleichen Zeitraum auf 44 Millionen Euro, teilte der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit mit. Bei großen Geräten wie Ergometern stieg der Umsatz im April-Vergleich um 80 Prozent, bei kleineren Utensilien wie Matten oder Hanteln sogar um 300 Prozent.

21:41 Uhr

Altenheim ermöglicht Besuche per Kran

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Weil die Angehörigen ihre Lieben wegen der Corona-Krise nicht mehr besuchen dürfen, setzt ein Pflegeheim in Portugal einen Kran ein, um Treffen trotzdem zu ermöglichen.

  • "Wie geht es dir?" fragt Cremilde Pereira ihren älteren Bruder Jose von der Hebebühne des Krans aus, der sie auf der Höhe seines Fensters im ersten Stock gebracht hat.
  • "Wie ein Vogel im Käfig", antwortet der 79-Jährige in seinem Rollstuhl am Fenster sitzend.
  • In Joses Pflegeheim in der Küstenstadt Figueira da Foz auf halbem Weg zwischen Lissabon und Porto gab es bislang noch keinen Ansteckungsfall.
20:58 Uhr

Jede zweite Bank kassiert beim Zahlen mit EC-Karte

Von wegen Hygiene in der Corona-Krise: Eine Auswertung des Finazportals Biallo zeigt, dass fast die Hälfte aller Volksbanken und Sparkassen für EC-Kartenzahlungen Gebühren kassiert. Bis zu 0,70 Euro je Bezahlvorgang kann das kosten. Die meisten Kunden ahnen allerdings nicht, dass sie übers Jahr gesehen Hunderte von Euro ausgeben. Auf den Belegen verstecken sich solche Gebühren hinter Begriffen wie "beleglose Buchung" oder "Transaktionsgebühr". Hier finden Sie – nach Bundesländern geordnet – eine Liste aller Banken, die solche Gebühren verlangen.

20:23 Uhr

NDR muss sparen - sogar beim "Tatort"

Der öffentlich-rechtliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist so arg in der Klemme, dass es auch den heiligen Krimi-Formaten an den Kragen geht. In den kommenden vier Jahren muss der Sender rund 300 Millionen Euro einsparen und damit 60 Millionen Euro mehr als bislang geplant. Über die Einzelheiten des Sparprogramms informierte Intendant Joachim Knuth den Verwaltungsrat. Demnach sind auch bei den Zulieferungen für das Erste der ARD Einsparungen geplant. Zukünftig werde es weniger "Tatorte", Unterhaltungsshows und Fernsehspiele vom NDR geben, hieß es in Hamburg. Wie genau beim "Tatort" gespart wird, blieb zunächst unklar. Wie schlimm das ist, ebenfalls. Eine eher düstere Einschätzung zur Qualität der Schweiger-"Tatorte" lesen Sie hier aus der Feder meines Kollegen Julian Vetten.

20:03 Uhr

Bob Dylan meldet sich mit neuem Album zurück

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Seit dem Literatur-Nobelpreis verstummt: Jetzt ist Bob Dylan wieder da.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Erstmals seit acht Jahren meldet sich Altmeister Bob Dylan mit einem Album zurück, auf dem ausnahmslos neue Lieder zu hören sind. Ab dem 19. Juni wird "Rough And Rowdy Ways" erhältlich sein, eine Single-Auskopplung daraus, "False Prophet", ist gerade erschienen. Dylans 39. Studioalbum "Rough And Rowdy Ways" wird zehn Lieder enthalten, darunter das 17 Minuten lange "Murder Most Foul" und den Song "I Contain Multitudes", die beide schon als Singles ausgekoppelt wurden. In den vergangenen vier Jahren, also seit er 2016 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat Dylan keine Eigenkompositionen mehr veröffentlicht.

 

19:43 Uhr

LKA fahndet nach Opfer in Vergewaltigungsprozess

Im Prozess gegen zwei Polizisten, die im Dienst eine Frau vergewaltigt haben sollen, schalten sich Zielfahnder des Landeskriminalamts ein. Das Landgericht Erfurt braucht deren Hilfe, um den Wohnort des Opfers ausfindig zu machen.

  • Die Richter müssen in dem Prozess klären, ob die suspendierten Polizisten im Alter von 23 und 28 Jahren bei einem Diensteinsatz im September gegen den Willen der Frau mit ihr Sex hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftliche Vergewaltigung im besonders schweren Fall vor.
  • Die Angeklagten haben den Sex ohne Kondome mit der damals 32-Jährigen eingeräumt, betonen aber, dass dieser einvernehmlich gewesen sei. Nach Angaben ihres Vertreters hatte sich die Frau kurz nach der Tat an die Behörden gewandt.
  • Zuletzt lebte die 32-Jährige in den Niederlanden, doch seit Prozessbeginn ist sie über die Kontaktdaten nicht mehr zu erreichen.
19:05 Uhr

FDP will Grundrente kippen

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In Corona-Zeiten kein Freund der Grundrente: FDP-Politiker Dürr.

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Angesichts der erwarteten Steuerausfälle wegen der Corona-Krise hat die FDP die Bundesregierung zum Stopp der Grundrente und anderer Ausgabenprogramme aufgefordert. FDP-Fraktionsvize Christian Dürr verwies auf Schätzungen, denen zufolge dem Fiskus in Deutschland in diesem Jahr 100 Milliarden Euro weniger an Steuereinnahmen zur Verfügung stehen werden. "Angesichts dieser Zahlen müssen Union und SPD teure Projekte wie die Grundrente sofort stoppen", sagte der Finanzexperte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:08 Uhr

"Tag der Befreiung" für die AfD: Merkels Rücktritt

Mit einem Facebook-Beitrag zum 75. Jahrestag des Kriegsendes hat der AfD-Landesverband Bayern für Empörung gesorgt. Nicht der 8. Mai sei der Tag der Befreiung, sondern "Merkels endgültiger Rückzug wird einst als Tag der Befreiung in die Geschichte eingehen", schrieb der Landesverband in dem sozialen Netzwerk. "Hoffen wir, dass dieser neue 'Tag der Befreiung' nicht in allzu ferner Zukunft liegt", hieß es weiter. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wies auf Twitter auf den AfD-Beitrag hin, den er als einen Beleg für die "moralische Verwahrlosung der AfD" wertete und postete einen Screenshot davon.

17:25 Uhr

"Großes Problem": Trump denkt über seine Mutter nach

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Trump am Donnerstag im Weißen Haus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

"Der beste Freund eines Mannes ist seine Mutter", sagt der Psychopath Norman Bates in Alfred Hitchcocks Klassiker "Psycho". Zum Muttertag am Sonntag denkt auch US-Präsident Donald Trump über sein Verhältnis zu seiner Mom nach. "Ich hatte eine großartige Mutter. Ich habe meine Mutter geliebt. Und sie hat mich geliebt, was - das muss ich Ihnen sagen - wahrscheinlich nicht einfach ist", sagte Trump dem US-Sender Fox News über seine vor 20 Jahren gestorbene Mutter. Auch die eigene Psychoanalyse liefert Trump gleich mit: "Sie war so gut zu mir. Ich konnte nichts falsch machen in ihren Augen, was ein großes Problem ist. Vielleicht bin ich deshalb so geworden wie ich bin."

17:07 Uhr

Angeklagter nannte Lübcke "Volksschädling"

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Stephan E. bei der Haftprüfung im Juli.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll den CDU-Politiker als "Volksschädling" bezeichnet haben. Diesen Begriff habe der Hauptverdächtige Stephan E. gegenüber seinem damaligen Rechtsanwalt Dirk Waldschmidt verwendet. Waldschmidt hatte den Beschuldigten zu Beginn des Ermittlungsverfahrens vertreten. "Er hat mir das gesagt, nachdem er gegen meinen Rat ein Geständnis bei der Polizei abgelegt hat", erklärte Waldschmidt. Dabei habe Stephan E. in einem Gespräch eingeräumt, dass er bereits zu einem früherem Zeitpunkt Lübcke wegen seiner Äußerungen zur Asylpolitik habe töten wollen. Walter Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden.

16:48 Uhr

Nach Hamsterkäufen: Butter wird günstiger

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Erst mal aufessen.

(Foto: imago/Panthermedia)

Nun profitiert die Gemeinschaft besonnener Konsumenten von den lästigen und vielbespöttelten Hamsterkäufen. Weil Menschen mit übervollen Kühlschränken nämlich gerade ihre Vorräte verzehren, fällt der Butterpreis. Mehrere Handelsketten senken ihre Preise für ein Stück Butter (250 Gramm) um bis zu 20 Cent. Das teilten Aldi Nord, Aldi Süd und der Discounter Norma mit. So sank der Preis bei mehreren gängigen Produkten von 1,45 auf 1,25 Euro. Von Rewe und Penny hieß es, man werde zeitnah auf die Entwicklung reagieren. Häufig orientieren sich Supermarktketten in ihrer untersten Preislage an den Preisen von Aldi.

16:19 Uhr

Queen-Gitarrist mit verletztem Hintern in Klinik

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Da war noch alles gut: May im September in den USA.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Gitarrist Brian May von der britischen Rockband Queen ("We Are The Champions") will sich für eine Weile aus den sozialen Medien zurückziehen. Den wenig erfreulichen Grund dafür verrät er wo? In den sozialen Medien. Er müsse sich von einer schmerzhaften Verletzung am Hintern erholen, die er sich in seinem Garten zugezogen habe, schrieb May auf Instagram. "Ich hab es geschafft, meinen Gluteus Maximus (Gesäßmuskel) in einem Moment übereifriger Gartenarbeit in Stücke zu reißen", schrieb der 72-jährige Musiker zu einem Selfie mit Mundschutz aus dem Krankenhaus. "Nein, das Virus hat mich bisher nicht gekriegt, Gott sei Dank", betonte er. Aber: "Ich werde für eine Weile nicht in der Lage sein, ohne sehr viel Unterstützung zu gehen oder zu schlafen, denn die Schmerzen sind erbarmungslos." Statt Mitgefühl wünschte er sich von seinen Fans "heilende Stille".

*Datenschutz

15:48 Uhr

Lufthansa hebt wieder ab: 106 Ziele ab Juni geplant

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Auf dem Sprung: Ein Airbus A380 der Lufthansa.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lufthansa reaktiviert einen Teil ihrer Flotte und nimmt im Juni wieder zusätzliche Flüge ins Programm: Gemeinsam mit den Konzern-Airlines Eurowings und Swiss fliegt die Lufthansa dann insgesamt 106 Ziele in Deutschland und Europa mit 160 Flugzeugen an, teilte das Unternehmen mit. Den entsprechenden Monatsflugplan will der Konzern kommende Woche veröffentlichen und damit auf erste Lockerungen von Reisebeschränkungen reagieren.

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14:57 Uhr

Erdbeben im Iran: Panik in Teheran

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In Teheran wird gerade der Fastenmonat Ramadan gefeiert.

(Foto: VIA REUTERS)

Ein Erdbeben im Iran hat Panik in Teilen der Bevölkerung ausgelöst. In der Hauptstadt Teheran stürmten zahlreiche Einwohner aus ihren Häusern und verbrachten die Nacht in ihren Autos, berichteten Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP. Das mehrere Sekunden dauernde Beben hatte allerdings nur eine mittlere Stärke von 4,6, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurde ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Damawand getötet. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden 23 weitere Menschen verletzt. Sechs Menschen wurden im Krankenhaus behandelt, sagte ein Vertreter des Roten Kreuzes. Die Menschen wurden während des abendlichen Fastenbrechens während des Ramadan von dem Beben überrascht.

14:45 Uhr
Breaking News

US-Arbeitsmarkt bricht ein: 14 Prozent Arbeitslose

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April infolge der Coronavirus-Pandemie auf 14,7 Prozent angestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die US-Regierung mitteilte. Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen.

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14:30 Uhr

Japan gründet Luftwaffen-Einheit für Satellitenschutz

Satelliten sind das Rückgrat der internationalen Kommunikationsinfrastruktur. Ein Angriff auf sie wäre verheerend, aber den braucht es gar nicht: Auch Weltraumschrott und Meteoriten könnten die Flugkörper zerstören oder außer Gefecht setzen. Zum Schutz gründet Japan deshalb eine eigene Weltraum-Einheit.

  • Die rund 20 Mann starke Einheit soll am Luftwaffenstützpunkt Fuchu am Rande Tokios Weltraumschrott und Meteoriten verfolgen, die eigene Satelliten treffen könnten, sagt Verteidigungsminister Taro Kono.
  • Die neue Einheit soll a 18. Mai mit der Arbeit beginnen und 2023 voll einsatzfähig sein.
  • Bei dem Projekt arbeitet die japanische Luftwaffe mit der Weltraumagentur Japan Aerospace Exploration Agency sowie den verbündeten US-Streitkräften zusammen.
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Schon jetzt wichtige Sicherheitspartner: US-amerikanische und japanische Kampfflugzeuge kontrollieren gemeinsam den Pazifik.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

14:05 Uhr

Spionage-Verdacht: Frankfurt stellt Inder vor Gericht

In Frankfurt am Main beginnt am 25. August ein Spionage-Prozess: Angeklagt ist ein 54-jähriger Inder, der in Deutschland für den indischen Geheimdienst Informationen gesammelt haben soll.  

  • Dem Mann wird vorgeworfen, seit Januar 2015 Informationen über die oppositionelle Sikhszene und die Kaschmirbewegung in Deutschland sowie deren Angehörige beschafft zu haben.
  • Es soll sein Wissen an seine Führungsoffiziere weitergegeben haben, die als Konsuln am indischen Generalkonsulat in Frankfurt tätig waren.
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Kaschmir ist ein umkämpftes Gebiet.

(Foto: imago images/Hindustan Times)

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Christian Herrmann wird jetzt auf einem eleganten Rennrad in seinen freien Nachmittag entschwinden. Mein Name ist Barbara Mauersberg, ich übernehme nun den Tag und werde Sie bis zum späten Abend begleiten. Themenvorschläge? Kritik? Gerne direkt an mich: Barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:44 Uhr

Lebenswichtig: US-Gericht erlaubt Öffnung von Waffenläden

Es liegt immer im Auge des Betrachters, welche Wirtschaftsbereiche lebensnotwendig sind und welche nicht. Im US-Bundesstaat Massachussetts gehören nun auch Waffenläden zur ersteren Kategorie. Ein Bundesrichter gab einer Klage von Waffenverbänden statt.

  • Die Waffenläden dürfen in Massachussetts ab morgen trotz der Corona-Einschränkungen wieder öffnen.
  • Die Waffenlobby verweist als Begründung auf den zweiten Zusatz der US-Verfassung, der das Recht auf Waffentragen garantiert.
  • Allerdings ist das Gericht in Massachussetts das erste, das einer Klage dieser Art stattgegeben hat. In Kalifornien wies der zuständige Richter sie ab, in anderen Bundesstaaten steht die Entscheidung noch aus.
  • Die laxen Waffengesetze führen in den USA immer wieder zu katastrophalen Todesfällen: Erst vor kurzem haben Vater und Sohn (weiß) im Bundesstaat Georgia einen Jogger (schwarz) augenscheinlich grundlos erschossen.

13:16 Uhr

Selbstzensur für China: EU gesteht Fehler ein

In der chinesischen Zeitung "China Daily" veröffentlichen die EU-Botschafter gemeinsam einen Gastbeitrag. Was darin fehlte: Die Information, dass das Coronavirus aus China stammt und sich von dort aus in der Welt verbreitet hat. Denn diese Info hat der federführende EU-Vertreter in Peking auf Druck des chinesischen Außenministeriums vor der Veröffentlichung gestrichen. Die falsche Entscheidung, heißt es nun vom Auswärtigen Dienst der EU.

  • Die Entscheidung, den Gastbeitrag ohne den Halbsatz freizugeben, sei unter großem Zeitdruck und vor Ort ohne Rücksprache mit Brüssel getroffen worden, sagt eine EU-Sprecherin.
  • Demnach hat sich der EU-Botschafter in Peking dagegen entschieden, den Text zurückzuziehen, weil er der Meinung war, der weitere Inhalt des Beitrags rechtfertige die Veröffentlichung auch ohne Verweis auf die Herkunft des Coronavirus.
  • Daran hatte es unter anderem aus Deutschland scharfe Kritik gegeben: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, war nach eigenen Angaben entsetzt darüber, dass ein EU-Text großzügig die chinesische Darstellung übernehme und der Zensur durch die EU-Vertretung zugestimmt worden sei.

12:56 Uhr

Temperaturkontrolle und Gesichtsmaske: Apple öffnet deutsche Stores

Die Corona-bedingte Auszeit von Apple in Deutschland ist vorbei: Der iPhone-Hersteller macht am Montag seine deutschen Stores wieder auf - mit Vorsichtsmaßnahmen und verkürzten Öffnungszeiten.

  • Bei Kunden soll am Eingang die Temperatur gemessen werden und sie müssen Gesichtsmasken tragen, teilt Apple mit. Wer keine Mund-Nase-Bedeckung dabei habe, bekomme eine gestellt.
  • Apple will außerdem die Zahl der Kunden, die den Laden betreten dürfen, begrenzen. Deshalb kann es zu Wartezeiten kommen.
  • Generell empfiehlt Apple seinen Kunden, weiterhin online einzukaufen. Die Öffnung soll demnach vor allem Kunden mit technischen Problemen helfen.
  • Der iPhone-Hersteller betreibt weltweit rund 500 Stores, die wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden mussten. Bisher wurden sie nur in China, Südkorea, Australien und Österreich wieder geöffnet.

12:20 Uhr

Randalierer zerkratzen mehr als 80 Windschutzscheiben

In Schleswig haben Unbekannte ihren Frust vergangene Nacht an mehr als 80 Autos ausgelassen. Sie hätten jeweils die Windschutzscheiben auf der Fahrerseite zerkratzt, sagt die schleswig-holsteinische Polizei in Flensburg. Die Fahrzeuge standen demnach in mehreren Straßen am Straßenrand, teils aber auch auf Privatgrundstücken. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Russischer Geheimdienst soll Merkel-E-Mails erbeutet haben

2015 greifen Hacker des russischen Militärgeheimdienstes GRU den Bundestag an. Eines der Ziele: Der Computer im Abgeordnetenbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel, von dem Hacker anscheinend im großen Stil E-Mails erbeuten.

  • Der "Spiegel" berichtet, Experten des Bundeskriminalamts (BKA), des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und privater Unternehmen hätten den Angriff inzwischen teilweise rekonstruiert.
  • Ziel des Angriffs waren demnach zwei E-Mail-Postfächer in Merkels Abgeordnetenbüro, mit Korrespondenz von 2012 bis 2015.
  • Offenbar sei es den Hackern gelungen, beide Postfächer komplett auf einen anderen Rechner zu kopieren, heißt es laut "Spiegel" in dem Bericht.
  • Das Bundeskanzleramt wollte keine Stellungnahme abgeben.
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Die Zentrale des GRU in Moskau.

(Foto: picture alliance/dpa)

11:29 Uhr

Lockdown vorbei: Bierkonvoi rollt durch Australien

Nirgends in Australien trinken die Menschen pro Kopf mehr Alkohol als im nördlichen Bundesstaat Northern Territory. Aber wegen des Coronavirus mussten auch dort Bars und Pubs schließen. Nach insgesamt nur 30 Infektionsfällen und keinem Toten, ist die Fastenzeit nun vorbei.

  • Eine Ladung Bierfässer mit 175.000 Litern sei auf der Autobahn in Richtung Darwin unterwegs, der Hauptstadt des Territoriums, hat Premierminister Scott Morrison verkündet. Dort werde das Bier sicherlich schon "mit Spannung erwartet".
  • Ab 15. Mai dürfen Pubs, Bars, Restaurants und Cafés in der Region wieder Getränke anbieten.
  • Alkohol darf aber nur zusammen mit einer Mahlzeit serviert werden. Die Abstandsregeln gelten weiter. Nach zwei Stunden muss man das Lokal wieder verlassen.
  • Auch die Brauereien jubeln, dass ihnen von drei Absatzmärkten - Privathaushalte, Gastronomie, Großveranstaltungen - wieder zwei zur Verfügung stehen.

10:54 Uhr

Israels größte Wasserquelle nach Jahren wieder fast voll

Der See Genezareth liegt gut 200 Meter unter dem Meeresspiegel, ist damit der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Erde, ein Anziehungspunkt für christliche Pilger und Israels wichtigste natürliche Wasserquelle. Allerdings bereitet der Wasserstand durch Hitze und Dürren seit vielen Jahren Sorgen. Ausnahmsweise gibt es nun gute Nachrichten.

  • Nach starken Regenfällen in den letzten Monaten ist das Wasserreservoir im Norden Israels fast voll.
  • Es sei ein Pegel von 208,90 Metern unter dem Meeresspiegel gemessen worden, sagt die israelische Wasserbehörde.
  • Damit fehlen nur noch knapp zehn Zentimeter bis zum Höchststand.
  • Vor drei Jahren lag der Pegel nach jahrelanger Dürre noch bei einem Rekordtief von 214 Meter unter dem Meeresspiegel.
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Traumhafte Landschaft: An den Ufern von See Genezareth soll Jesus seine Jugendjahre verbracht haben.

(Foto: imago images/Schöning)

10:32 Uhr

Chinas Raumschiff-Prototyp landet sicher auf der Erde

China will auch im Weltraum eine Großmacht werden. Unter anderem soll 2022 eine eigene Weltraumstation namens "Himmelspalast" in Betrieb gehen, auch zum Mond möchte die Volksrepublik fliegen. Dafür braucht es Trägerraketen, Kapseln und Raumschiffe. Eines davon ist nach Angaben aus Peking nun erfolgreich zur Erde zurückgekehrt.

  • China hatte die Rakete "Langer Marsch 5B" mit dem unbemannten Raumschiff am Dienstag vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ins All geschossen.
  • Minuten später entkoppelte sich das Raumschiff den Angaben zufolge planmäßig und erreichte die vorgesehene Umlaufbahn.
  • Nach 2 Tagen, 19 Stunden und einer Reihe von Experimenten im All kehrte es zurück.
  • Das Raumschiff sei sicher an vorgesehener Stelle gelandet, die Kabinenstruktur sei intakt, teilt die chinesische Raumfahrtagentur mit.
  • Bilder von dem Schiff gibt es bisher nicht.

10:08 Uhr

Verschwundene Millionärsfrau: Norwegen meldet neue Festnahme

Seit mehr als anderthalb Jahren ist Millionärsgattin Anne-Elisabeth Hagen nun schon verschwunden. Die norwegische Polizei hat aber noch nicht aufgegeben: Sie meldet eine weitere Festnahme.

  • Der Verdächtige ist laut Polizei zwischen 30 und 40 Jahre alt. Ihm wird vorgeworfen, die Frau getötet zu haben oder an ihrer Tötung beteiligt gewesen zu sein.
  • Unter demselben Verdacht war letzte Woche bereits der 70-jährige Ehemann der Frau in Untersuchungshaft genommen worden.
  • Die Polizei ging in dem Fall erst von einer Entführung aus, ist mittlerweile aber überzeugt, dass Anne-Elisabeth Hagen getötet worden ist.
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Anne-Elisabeth Hagen verschwand spurlos aus ihrem Haus.

(Foto: picture alliance/dpa)

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09:50 Uhr

Geöffnete Schranke: Regionalbahn tötet 16-Jährige

Eine defekte oder fehlerhafte Bahnschranke hat in Frankfurt-Nied einer 16-Jährigen das Leben gekostet. Der Lokführer einer Regionalbahn hatte gestern Abend noch eine Notbremsung eingeleitet, konnte den Zusammenstoß mit der Jugendlichen, einem Radfahrer und einem Auto aber nicht mehr verhindern.

  • "Heute Morgen werden die Ermittler der Bundespolizei die Unfallstelle anschauen und Befragungen von Zeugen sowie technische Überprüfungen durchführen, um festzustellen, warum die Schranke offen war", sagte Polizeisprecher Ralf Ströher.
  • Die Unfallstelle sei weiterhin gesperrt.
  • Die 50 Jahre alte Autofahrerin und der 52 Jahre alte Radfahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt.
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Feuerwehrleute begutachten an der Unfallstelle die Überreste des Autos.

(Foto: picture alliance/dpa)

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09:23 Uhr

Unbezahlte Skihütte: Millionenklage gegen Prinz Andrew

Prinz Andrew hat anscheinend neuen juristischen Ärger am Hals: Wie die französische Zeitung "Le Temps" berichtet, liegt in der Schweiz eine Millionenklage gegen ihn vor. Streitpunkt ist ein üppiges Ferienhaus im Luxus-Skiort Verbier, das er nicht abbezahlt haben soll.

  • Andrew und seine damalige Ehefrau Sarah Ferguson sollen das Anwesen mit sieben Schlafzimmern und Innenpool 2014 gekauft haben. Der damalige Marktwert: etwa 22 Millionen Schweizer Franken, also etwas mehr als 20 Millionen Euro.
  • Allerdings steht mehr als fünf Jahre später immer noch die letzte Rate von 6 Millionen Franken aus. Inklusive Verzugszinsen hat der frühere Eigentümer den Prinzen nun laut Bericht auf 8 Millionen Franken verklagt.
  • Eine Sprecherin des Prinzen hat dem "Guardian" bestätigt, dass es eine gerichtliche Auseinandersetzung in dem Fall gibt, aber keine weiteren Einzelheiten genannt.
  • Andrew war öffentlich in Ungnade gefallen, als herauskam, dass er (zu) engen Kontakt zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein pflegte.

08:56 Uhr

Kopf an Kopf: Fieser Unfall bei "Let's Dance"-Training

Schrecksekunde bei den Proben für das Viertelfinale von "Let's Dance" 2020: Massimo Sinató und Lili-Paul Roncalli sind beim Training heftig mit den Köpfen zusammengekracht. Um sich auszuruhen und den Schreck zu verarbeiten, ist Sinató nach dem Unfall nach Hause gegangen. Dies ist jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagt Dr. Volker Gilbert. Es handle sich nur um eine Prellung, nicht um eine Gehirnerschütterung. Massimos Tanzeinsatz stehe vermutlich also nichts im Wege.

Glück gehabt, denn das Viertelfinale beginnt in wenigen Stunden. RTL zeigt ab 20.15 Uhr, welche Paare ins Halbfinale einziehen. Parallel zur Ausstrahlung im TV läuft "Let's Dance" im Livestream. Komplette Folgen finden Sie auch auf TVNOW.

Sie wollen wissen, wie wir hierhin gekommen sind? Verena Maria Dittrich hat hier für Sie aufgeschrieben, was letzte Woche bei "Let's Dance" passiert ist.

 

08:20 Uhr

Zug überrollt 20 schlafende Wanderarbeiter

In Indien haben 20 Wanderarbeiter auf Zugschienen geschlafen und sind von einem Güterzug überfahren worden. Mindestens 16 von ihnen starben nach Angaben der Polizei. Einer wurde in ein Krankenhaus gebracht.

  • Der Unfall passierte rund 390 Kilometer von der Millionenmetropole Mumbai entfernt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Männer seien den Schienen entlang in Richtung ihrer Dörfer gelaufen.
  • "Wahrscheinlich dachten sie, dass während der Ausgangssperre keine Züge fahren", sagte er. Das gelte aber lediglich für reguläre Passagierzüge.
  • Wegen der Ausgangssperre haben Hunderttausende Wanderarbeiter ihre Arbeit in den indischen Großstädten verloren. Aus Angst, in der Stadt zu verhungern, versuchen viele zu Fuß nach Hause aufs Land zu kommen.
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Sicher sieht der indische Bahnverkehr auch in normalen Zeiten nicht aus.

(Foto: REUTERS)

08:14 Uhr
Breaking News

Exporte brechen so stark ein wie seit 30 Jahren nicht

Die deutschen Exporte sind wegen der Corona-Krise so drastisch eingebrochen wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Die Ausfuhren sanken im März um 11,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistikamt mitteilt. Dies sei der "größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990". Bei den Importen gab es mit 5,1 Prozent das größte Minus zum Vormonat seit Januar 2009.

Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro in die Welt. Das ist ein Rückgang von 7,9 Prozent zum März 2019.

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07:48 Uhr

X Æ A-12: Musk erklärt Aussprache seines Baybnamens

So smart er ist, so exzentrisch ist er auch: Tesla-Chef Elon Musk und seine Freundin, die Sängerin Grimes, möchten ihrem neugeborenen Sohn den eher ausgefallenen Namen X Æ A-12 geben. Was er bedeuten soll, hat der Milliardär schon versucht, zu erklären. Nun wissen Fans des Milliardärs auch, wie sie ihn aussprechen müssen.

  • Elon Musk war zu Gast im Podcast des Entertainers Joe Rogan. Der zögerte keine Sekunde, zu fragen: Wie spricht man diesen Namen aus?
  • "Zuerst einmal war es meine Freundin, die auf den Namen gekommen ist", erklärt der Milliardär. "Das X ist einfach der Buchstabe X. Das AE wird (im Englischen) wie 'ash' gesprochen. Und A-12 ist mein Beitrag."
  • "Warum A-12?", fragt Moderator Rogan. "Das ist eine Anspielung auf das Flugzeug Archangel (Erzengel) 12, das coolste Flugzeug aller Zeiten", antwortet Musk, und fasst zusammen: "X-ash-A-zwölf."

Ob das Paar den Namen behalten darf, scheint aber fraglich. Das amerikanische Promiportal TMZ berichtet, dass die Behörden in Los Angeles ihr Veto eingelegt haben. Es sei gegen das Gesetz, in Namen Nummern und Symbole zu verwenden, heißt es.

07:34 Uhr

Der Muttertag wird kalt und nass

Unser Schönwetterhoch "Paul" hat sich inzwischen schon bis runter ans Mittelmeer verlagert. Die Folgen davon bekommen wir spätestens am Wochenende zu spüren. Denn ab Sonntag setzt sich von Norden her spürbar kühlere Luft mit Schauern und Gewittern durch. Leider keine guten Aussichten also für den Muttertag, und auch der Start in die neue Woche wird unterkühlt mit Schnee im Bergland. Die Eisheiligen landen in diesem Jahr nämlich punktgenau.

Zuvor können wir heute aber noch das schöne und frühlingshafte bis frühsommerlich Wetter genießen. Dazu gehören zumeist nur harmlose Wolken, reichlich Sonnenschein und sehr angenehme Temperaturen. Zwar geht es zu Beginn teils mit leichtem Frost oder Bodenfrost los. Dafür erleben wir anschließend den wärmsten Tag der Wetterwoche mit Höchstwerten zwischen 17 Grad im Norden und 27 Grad am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Samstag in der Nordhälfte sehr schön mit viel Sonne. Richtung Süden wird es hingegen schon wechselhafter mit teilweise gewittrigen Regengüssen. Dabei bleibt es nach wie vor warm mit 18 bis 26 Grad.

Am Sonntag kommt dann der große Wetterwechsel, der wiederholt mit Schauern und örtlichen Gewittern einhergehen kann. Zuvor werden es im Breisgau nochmals bis zu 26 Grad, während an der windigen Nordsee maximal noch 12 Grad drin sind. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

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07:11 Uhr

"Harry Potter"-Star ist Vater geworden

Erfreuliche Nachrichten aus der "Harry Potter"-Welt: Rupert Grint, Darsteller des sympathischen Ron Weasly, ist zum ersten Mal Vater geworden. Der 31-Jährige und seine langjährige Partnerin Georgia Groome haben ein kleines Mädchen bekommen.

  • Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt. "Wir bitten um Wahrung ihrer Privatsphäre in dieser ganz besonderen Zeit", sagte ein Sprecher des Paares zur US-Promi-Zeitschrift "People".
  • Das Paar ist dafür bekannt, dass es sein Privatleben für gewöhnlich unter Verschluss hält. Die Schwangerschaft hatte es erst vor wenigen Wochen offiziell bestätigt.
  • Grint ist durch seine Rolle von Ron Weasley, dem besten Freund von Harry Potter bekannt geworden. Georgia Groome spielte als Jugendliche ebenfalls schon in Fernsehproduktionen und Spielfilmen mit.
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Scheues Paar: Gemeinsame Bilder von Rupert Grint und Georgia Groome sind selten.

(Foto: imago images/Landmark Media)

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06:44 Uhr

EZB-Urteil: Schäuble fürchtet um Fortbestand des Euro

Etwas überraschend hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstag verkündet, dass der billionenschwere Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) teilweise verfassungswidrig ist. Der ehemalige Bundesfinanzminister und heutige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht darin Gefahren für den Fortbestand des Euro.

  • "Es kann gut sein, dass in anderen EU-Mitgliedstaaten nun auch der Bestand des Euro infrage gestellt wird - weil ja jedes nationale Verfassungsgericht für sich urteilen könne", sagt Schäuble in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Diese Situation macht niemandem Freude."
  • Es ist bekannt, dass ich als Finanzminister auch nicht immer einverstanden war mit Entscheidungen der EZB - bei allem Respekt für deren Unabhängigkeit", sagt er.
  • Dennoch sei es "auch schwierig, wenn das deutsche Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs nicht als verbindlich anerkennen kann".

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06:38 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich heute zum 75. Mal. Aus diesem Anlass ist der 8. Mai in Berlin einmalig ein Feiertag, die Hauptstadt-Straßen sind also etwas stiller als gewöhnlich. Am Mittag legen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft einen Kranz wieder.

Aber auch in Berlin ist das bestimmende Thema an diesem wichtigen Gedenktag natürlich die Corona-Krise. Unter anderem ist für den Nachmittag eine sogenannte Hygiene-Demo gegen die geltenden Bestimmungen angekündigt. Die ist bei der Berliner Polizei nicht angemeldet, im Internet wird aber dazu aufgerufen. In den letzten Wochen haben daran verstärkt Rechtspopulisten und Anhänger von Verschwörungstheorien teilgenommen.

Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besucht den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans. Um 11 Uhr informieren sie auf einer Pressekonferenz über ihr Gespräch.
  • Eine Stunde später, um 12 Uhr, gibt der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow im Landtag eine Regierungserklärung zur aktuellen Corona-Lage im Freistaat ab.
  • In der Türkei tritt um Mitternacht eine weitreichende Ausgangssperre in 24 Städten und Provinzen in Kraft. Sie endet am Sonntag um dieselbe Zeit.
  • Die USA veröffentlichen ihre Arbeitslosenquote für den Monat April. Experten befürchten einen dramatischen Anstieg.
  • Ein Umschuldungsangebot von Argentinien an private Gläubiger läuft aus. Buenos Aires möchte gerne Kredite in Höhe von 68 Milliarden US-Dollar umstrukturieren. Kommt es zu keiner Einigung, droht Argentinien eine erneute Staatspleite.

Soweit der kurze Überblick. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an christian.herrmann[at]nachrichtenmanufaktur.de schicken. Alternativ bin ich auch bei Twitter @chrherrmann zu erreichen.

Kommen Sie gut in den Tag!

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Ein Gedenkstein am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow. Die im Mai 1949 fertiggestellte Anlage wurde im Auftrag der sowjetischen Truppen errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee zu ehren.

(Foto: picture alliance/dpa)

06:11 Uhr

Klingbeil: "Gefährliche Nähe" zwischen AfD und Verschwörungstheoretikern

Je länger die Corona-Krise andauert, desto schneller scheinen Verschwörungstheorien zu verbreiten. Die stammen vor allem aus dem rechten Spektrum, meint SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Er sieht eine "gefährliche Nähe" zwischen der AfD und den Menschen, die sie verbreiten.

  • "Das ist die gleiche Tonspur, in der die Leute unterwegs sind", sagt Klingbeil. Derzeit versuchten vor allem rechte Gruppen das Land durch Verschwörungstheorien zu destabilisieren, indem sie mit professionellen Videos und Tonnachrichten nachweislich Lügen verbreiteten.
  • "Das ist der organisierte Versuch, zu spalten und zu hetzen", warnt Klingbeil. Er rief die Bürger auf, sich stärker als bisher dagegen zu wehren.
  • "Wir brauchen einen Widerstand der normalen Leute, das fängt im Bekanntenkreis, in den eigenen Whatsapp-Gruppen an."

 

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05:48 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht