Fußball

So läuft der dritte Spieltag FC Bayern bricht um, BVB veräppelt Barça

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Trifft und trifft und trifft: Robert Lewandowski, hier mit den Kollegen Corentin Tolisso und Lucas Hernandez in Gelsenkirchen.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Oliver Kahn kommt, Robert Lewandowski bleibt und Niko Kovac gibt sich furchtlos. Läuft beim FC Bayern, oder? Am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga dürfte es kein Problem geben. Das haben die Dortmunder auch nicht mit dem FC Barcelona.

Was macht der FC Bayern?

Er bricht um, auf der Führungsebene. Oliver Kahn wird 2022 Chef der FC Bayern München AG, als Nachfolger Karl-Heinz Rummenigges. Vorher geht Kahn zwei Jahre in die Lehre, als Mitglied des Vorstands. Uli Hoeneß, der sich zumindest als Präsident und als Vorsitzender des Aufsichtsrats zurückziehen will, hat sich das so gewünscht. Bis es soweit ist, spielt die Mannschaft weiter Fußball, danach wohl auch. Und Robert Lewandowski schießt auch dann noch Tore, wenn Kahn längst der Boss ist. Der polnische Nationalspieler, also Lewandowski, hat nicht nur in dieser noch so jungen Saison alle fünf Bundesligatore der Münchner erzielt, sondern auch in dieser Woche seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert.

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Furchtlos: Niko Kovac.

(Foto: imago images / Horstmüller)

Ein wenig Kontinuität tut gut, zumal mit Lars Lukas Mai, Fiete Arp, Lucas Hernández, Benjamin Pavard, Michaël Cuisance, Ivan Perisic und Philippe Coutinho dann doch einige neue Kollegen an Bord sind. Den Umbruch auf der sportlichen Ebene soll Trainer Niko Kovac moderieren. Da trifft es sich gut, dass am dritten Spieltag mit dem punktlosen 1. FSV Mainz 05 am Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) eine Mannschaft zu Gast ist, die nicht als unschlagbar gilt. Müssen wir erwähnen, dass die Bayern nach dem Remis gegen Hertha BSC und dem Sieg beim FC Schalke 04 vier Zähler haben - zwei weniger als der BVB, der mutmaßlich stärkste Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft? Niemand hat die Absicht, künstlich Spannung zu erzeugen. Kovac sagt: "Ich bin nicht ängstlich, dass etwas in die falsche Richtung läuft." Und wir tippen: Der FC Bayern gewinnt mit 3:0.

Wie geht's Borussia Dortmund?

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Während die Münchner in der Gruppenphase der Champions League mit Tottenham Hotspur, Olympiakos Piräus und Roter Stern Belgrad zu tun bekommt, müssen sich die Dortmunder mit Inter Mailand und Slavia Prag auseinandersetzen. Und mit dem FC Barcelona. Beim BVB nehmen sie es mit Humor und twittern: "Es ist an der Zeit, unsere Eckbälle zu üben." Sie wissen schon, Halbfinale in der vergangenen Saison, Barça verliert in Liverpool mit 0:4. Dämmert's? Sonst hier entlang. In der nationalen Liga geht es am Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) zum Aufsteiger 1. FC Union Berlin nach Köpenick. "Ich habe mir viele Videos zu Union angesehen", sagt Trainer Lucien Favre. "Sie sind sehr gut organisiert und sehr, sehr athletisch. Damit haben wir ja manchmal auch ein Problem, wenn der Gegner sehr athletisch ist." Und die Berliner haben mit Neven Subotic einen Abwehrspieler in ihren Reihen, der einst 263 Mal für den BVB auflief. Er sagt: "Wir werden Dortmund nichts schenken. Ich will das Spiel gewinnen." Das mag sein, wird aber trotzdem eine klare Sache für den Tabellenführer aus Dortmund. Tipp: 0:3.

Und sonst so?

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig (Freitag, 20.30 Uhr): Apropos Champions League, die Leipziger spielen gegen Zenit St. Petersburg, Benfica und Olympique Lyon. Sie werden das mit dem deutschen Nationalspieler Timo Werner tun, der sich formal wie Lewandowski bis 2023 an seinen Klub gebunden hat. Und was passiert im Borussia-Park? Die Gastgeber haben bei sechs Versuchen noch nie gegen RB gewonnen. Nun sitzt Marco Rose auf der Gladbacher Bank, der stammt zumindest aus Leipzig. Tipp: 1:1.

FC Schalke 04 - Hertha BSC: Erst klauen die Berliner in München Punkte, dann scheitern sie "phasenweise kopflos" (Trainer Ante Covic) gegen Wolfsburg. Schalke verlor deutlich gegen den FC Bayern, holte aber zuvor einen Punkt gegen Gladbach. Schalkes Daniel Caligiuri ist vor dem zweiten Heimspiel optimistisch: "Wir haben die ersten beiden Brocken hinter uns, jetzt fängt die Saison erst so richtig an. Gegen die Hertha wollen wir den ersten Dreier holen", sagte er bei Amazon. Dafür bräuchte das Team von David Wagner das erste Tor der Saison - und würde als letztes Team der Liga treffen. Tipp: 1:2

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Freiburger Qualität: Luca Waldschmidt.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

SC Freiburg - 1. FC Köln: Luca Waldschmidt ist nicht der erste Freiburger, der es in die DFB-Elf schafft. Seine Vorgänger sind Jörg Heinrich, Sebastian Kehl, Max Kruse, Matthias Ginter und Nils Petersen. Auch sonst läuft es beim Sportclub, der mit zwei Siegen gestartet ist. Das ficht Trainer Christian Streich vor der Partie gegen den punktlosen Aufsteiger aus Köln und seine Kollegen Achim Beierlorzer nicht an: "Ob Favorit oder nicht - das hat keine Bedeutung. Tipp: 2:1.

VfL Wolfsburg - SC Paderborn: Auch Paderborn ist ein punkloser Aufsteiger, dabei lässt Trainer Steffen Baumgart sein Team doch so schön offensiv spielen. Er sieht aber keinen Grund zur Sorge. "Wir kegeln uns die Tore ja nicht jede Woche selber rein", sagte er in Anspielung auf individuelle Fehler beim 1:3 gegen Freiburg. "Wir werden auch in diesem Jahr wieder Stabilität reinbekommen." Aber noch nicht gegen die Sechs-Punkte-Wolfsburger. Tipp: 3:1.

Bayer 04 Leverkusen - TSG Hoffenheim (alle Samstag, 15.30 Uhr): Mit Peter Bosz und Alfred Schreuder treffen sich die beiden niederländischen Trainer der Liga. Anfang der 90er-Jahre waren sie Kollegen bei Feyenoord Rotterdam, Ende der 90er bei NAC Breda. Den besseren Saisonstart hat Bayer hingelegt, volle Punktzahl - wie vier weitere Klubs. Auch die saisonübergreifende Bilanz ist sehenswert: Das Team holte 22 von 24 Punkten. Tipp: 3:2

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Gegen Augsburg läuft es: Florian Kohfeldt.

(Foto: dpa)

SV Werder Bremen - FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr): Die Saison ist jung, aber: Beide Klubs müssen gewinnen, kommen zusammen auf einen mickrigen Punkt - für den Gast. Die Chancen, dass das Team von Florian Kohfeldt in der Tabelle am Gegner vorbeizieht, sind statistisch aber hoch: Mit ihm als Trainer gewann Werder immer gegen Augsburg. Für mehr Angriffskraft hätte Kohfeldt gerne Michael Gregoritsch verpflichtet, das aber scheiterte, der Österreicher läuft für Augsburg auf. Warum er kein Bekenntnis zum FCA abgab, erklärte er dem "Kicker": "Meiner Freundin sage ich auch nicht jeden Tag: Ich bleibe bei dir. Das ist ja selbstverständlich." Tipp: Der 25-Jährige schießt ein Tor, Bremen gewinnt aber 2:1.

SG Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 18 Uhr): Nach dem 3:0 gegen Straßburg dürfen die Frankfurter auch in diesem Jahr in der Europaliga spielen. "Ich bin happy", sagt Trainer Adi Hütter. Die Gegner in der Gruppenphase sind allerdings nicht von minderer Güte. Und das alles hat Kraft gekostet, die nun gegen die Fortuna fehlt. Tipp: 1:1.

Wer spielt das beste Phrasenschach?

"Ich wollte das selbst entscheiden. Ich wollte von niemandem auf der Welt aufgefordert werden, unten rechts meine Demission zu unterschreiben. Das ist mir meiner Ansicht nach großartig gelungen." Uli Hoeneß zu seinem sehr ausführlich angekündigten Rückzug als Präsident und Aufsichtsratschef beim FC Bayern.

Quelle: n-tv.de

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