Dienstag, 26. März 2019Der Tag bei n-tv

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Friederike Zörner
22:49 Uhr

Das war Dienstag, der 26. März 2019

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In Brandenburg ist es schön. Das weiß auch Simon Vaut. Dennoch gab er nur vor, in dem Bundesland zu leben - und kommt deswegen mit seiner Kandidatur für die Brandenburger SPD bei der Europawahl in die Bredouille.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das beschauliche Straßburg hat heute die Europapolitik geprägt. In einer der wegweisenden Entscheidungen des dort ansässigen Europaparlaments ging es darum, zukünftig nicht mehr jährlich an der Uhr drehen zu müssen. In einer anderen wurden aus Sicht vieler dagegen die Zeichen der Zeit ignoriert. Mit der verabschiedeten Urheberrechtsreform werden zukünftig Plattformen wie Youtube stärker für hochgeladene Inhalte in die Pflicht genommen.

Kritiker befürchten durch drohende Instrumente wie Upload-Filter eine Zensur. In mehreren deutschen Städten kam es nach der Abstimmung des Parlaments zu Spontandemonstrationen. Mehrere hundert Menschen folgten dem Aufruf der Kampagne "Save the Internet" in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Leipzig, Dresden und Kassel. Die EU-Staaten müssen dem nun gebilligten Kompromiss noch einmal zustimmen. Als Termin ist der 9. April im Gespräch.

Diese Themen waren außerdem heute wichtig:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:13 Uhr

Boeing 737 Max muss in Florida notlanden

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Im kalifornischen Victorville werden die Boeing-Maschinen der Reihe 737 Max zurzeit beherbergt.

(Foto: AP)

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Die Pannenserie bei Boeing reißt nicht ab. Medienberichten zufolge musste nun eine Maschine des Typs 737 Max 8 im US-Bundesstaat Florida kurz nach dem Start notlanden. Der Flieger war auf dem Weg von Orlando nach Victorville in Kalifornien und hatte keine Passagiere an Bord. Nach zwei Abstürzen in den vergangenen Monaten hatte die Behörde FAA zuvor verboten, Passagiere mit Fliegern dieses Typs zu transportieren.

Im Gegensatz zu den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien, die mutmaßlich mit einem Softwareproblem im Zusammenhang stehen, sollen es nun Motorenprobleme gewesen sein, die die Piloten zur Landung zwangen. Die Maschine gehört demnach zu der Fluglinie Southwest Airlines, die derzeit ihre 34 Maschinen des Typs 737 Max nach Kalifornien überführt, schreibt "Focus Online". An Bord sollen sich lediglich Pilot und Co-Pilot befunden haben.

21:46 Uhr

Frau bringt Zwillinge von verschiedenen Vätern zur Welt

Die Wahrscheinlichkeit, dass Zwillinge unterschiedliche Väter haben, ist sehr gering. In einem Land wie China mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern ist dieses Szenario nun aber offenbar eingetreten. Wie die britische Seite "Metro.co.uk" berichtet, hat eine Frau zwei Jungen zur Welt gebracht. Eines der Kinder stammt demnach von ihrem Ehemann - das andere ist das Resultat eines Seitensprungs.

Ihr Mann hatte zuvor Verdacht geschöpft, weil eines der Babys keine Ähnlichkeiten zu ihm aufwies. Er bestand dem Bericht zufolge auf einen DNA-Test. In dessen Folge gestand seine Frau ihre Untreue. Der Mann wolle sich nun ausschließlich um seinen biologischen Sohn kümmern.

21:22 Uhr

Dieser General soll die "Space Force" leiten

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General John Raymond

(Foto: U.S. Air Force)

Die USA wollen nicht nur in absehbarer Zukunft einen Fußabdruck auf der Mondoberfläche hinterlassen, sondern auch ihre Streitkräfte im All ausbauen. Mit General John Raymond steht nun der Befehlshaber für dieses neue Weltraum-Führungskommando fest. Präsident Donald Trump hatte im Dezember die Bildung des "United States Space Command" angeordnet, das bisherige Weltraum-Aktivitäten anderer Kommandos unter einem Dach bündeln soll. Ziel ist es, bis Ende 2020 eine "United States Space Force" zu gründen.

Die "Space Force" soll neben Heer, Marine, Luftwaffe, Marineinfanteriekorps und Küstenwache die sechste eigenständige Teilstreitkraft der USA werden. Raymond führt bislang das "Space Command" der US-Luftwaffe auf der Peterson Air Force Base im US-Bundesstaat Colorado. Der US-Senat muss der Ernennung Raymonds noch zustimmen.

20:59 Uhr

Kokain für 300 Millionen Euro sichergestellt

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Kokain so weit das Auge reicht.

(Foto: AP)

Es ist einer der größten Drogenfunde der vergangenen Jahre: Rumäniens Behörden haben fast eine Tonne Kokain sichergestellt, das Ermittler in einem umgekippten Boot an einem Schwarzmeerstrand gefunden haben. Zwei Serben seien im Zusammenhang mit der Aktion festgenommen worden, erklärte die für Organisiertes Verbrechen zuständige Sondereinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft.

Den Angaben zufolge stammt das Kokain aus Südamerika und ist zu 90 Prozent rein, sagte der Leiter der Einheit. Er schätzte den Marktwert auf mehr als 300 Millionen Euro. Auf die Spur der Drogen, die in Kautschuksäcken verpackt in dem Boot entdeckt wurden, waren die Ermittler durch einen Zufall gekommen: Ein Sack Kokain war zwei Tage vorher in der Nähe zufällig aus einem Kleinlaster gefallen und von den Behörden entdeckt worden.

20:29 Uhr

Getränkedose explodiert auf Schulhof

Mit einem gewaltigen Schrecken und leichten Blessuren sind sechs Schüler eines Berufskollegs davon gekommen. Vor ihren Füßen war eine präparierte Getränkedose explodiert. Unbekannte hatten die mit Papier umwickelte und qualmende Dose mitten in die Gruppe auf dem Vorplatz der Schule im münsterländischen Ahaus gerollt. Sie wurde mit einem lauten Knall in Kleinteile zerfetzt.

  • Die sechs Schüler im Alter von 21 bis 28 Jahren klagten anschließend über Kopfschmerzen und Ohrgeräusche, konnten aber weiter am Unterricht teilnehmen.
  • "Für uns ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um einen äußerst üblen und aus den Fugen geratenen Streich eines Mitschülers oder einer Mitschülerin handelt", sagte ein Sprecher der Polizei.
  • Welches Sprengmittel benutzt wurde, müsse noch untersucht werden. Zum Glück sei durch umherfliegende Blechstücke niemand verletzt worden. Die Dosenfetzen flogen im Umkreis von fünf Metern.
19:52 Uhr

Demokraten scheitern mit Widerstand gegen Trump-Veto

Mitte Februar erklärt US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand. Damit kann er ohne parlamentarische Zustimmung eine Mauer an der Grenze zu Mexiko aus staatlichen Geldtöpfen finanzieren. Die Demokraten bringen daraufhin eine Resolution in den Kongress ein, um den Notstand wieder zu beenden. Die Resolution bekommt sowohl im Repräsentantenhaus als auch später im Senat die nötige Mehrheit, weil sich auch aus den Reihen von Trumps Republikanern mehrere Politiker in dieser Frage gegen den Kurs des Präsidenten stellen. Trump legt schließlich Mitte März das erste Veto seiner Amtszeit ein, um die vom Kongress beschlossene Aufhebung des Notstandes zu verhindern.

Und dabei bleibt es jetzt auch: Denn der Versuch der oppositionellen Demokraten, das Veto zu überstimmen, ist im Repräsentantenhaus gescheitert. Bei der Abstimmung kam die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit wie erwartet nicht zustande. Die Demokraten haben 235 der 450 Sitze im Abgeordnetenhaus - also eine einfache Mehrheit.

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19:27 Uhr

USA kündigen Mondlandung binnen fünf Jahren an

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Neil Armstrong hat es 1969 vorgemacht. Nun sollen ihm weitere Amerikaner folgen.

(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

Ein kleiner Schritt für eine Astronautin, ein großer Schritt für die USA. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump wollen die Vereinigten Staaten binnen fünf Jahren die erste Frau und den nächsten Mann zum Mond schicken. Das kündigte Vizepräsident Mike Pence in einer Rede an.

Die Raumfahrenden würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten. Washington hatte sein Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus.

19:07 Uhr

Passagier reist mit Viper, Schildkröten, Fröschen und mehr

Indische Beamte haben einen Mann am Flughafen Chennai gestoppt, der ungewöhnliche "Mitreisende" dabei hatte. Demnach wurden eine gehörnte Viper, fünf Leguane, vier Blauzungen-Skinke, drei grüne Laubfrösche und 22 ägyptische Schildkröten in seinem Gepäck gefunden. Letztere gelten als extrem bedrohte Tierart. Der Mann wurde festgenommen. Wie die BBC berichtet, sollen die beschlagnahmten Tiere nun nach Thailand zurückgebracht werden. Von dort waren sie angereist.

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18:37 Uhr

Unfallflucht endet nach einem Jahr in Köln

An der Containerwache der Bundespolizei vor dem Kölner Hauptbahnhof klingelt am Montagabend ein 65-jähriger Mann. Er offenbart den Beamten: "Ich bin seit einem Jahr auf der Flucht und werde gesucht." Tatsächlich liegt ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort gegen den Mann vor. Der 65-Jährige, der keinen festen Wohnsitz hat, sagt zudem, seit einem Jahr einen Mietwagen nicht zurückgegeben zu haben.

Weil er eine Geldstrafe von 2075 Euro für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort nicht zahlen kann, muss er nun für 40 Tage ins Gefängnis. Zusätzlich erhält er eine Anzeige wegen Unterschlagung des Mietwagens, der in Overath bei Köln stand.

18:22 Uhr

Bundesländer: "Therapien" gegen Homosexualität verbieten

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"Es ist die Aufgabe des Staates, junge Menschen vor Therapien oder anderen Behandlungsformen zu schützen, die ihr verfassungsrechtlich geschütztes Persönlichkeitsrecht verletzen." Mit diesen Worten erklärt der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt eine Initiative, die die Länder Berlin und Hessen in den Bundesrat einbringen wollen. Das Ziel: Sogenannte Konversionstherapien gegen Homosexualität sollen verboten werden.

  • Es gebe immer noch Organisationen, die die Überzeugung verbreiteten, Homo- oder Bisexualität seien heilbare Erkrankungen oder psychische Störungen, so Behrendt.
  • Dies könne vor allem bei jungen Menschen zur Ablehnung der eigenen Sexualität führen und schwere psychische Belastungen nach sich ziehen.
  • Konversionstherapien trügen dazu bei, die Diskriminierung und Stigmatisierung homo- und bisexueller Menschen zu verstärken.
  • Der Entschließungsantrag der beiden Bundesländer fordere die Bundesregierung dazu auf, die Aufklärungsarbeit zu stärken und die gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern.
17:53 Uhr

Vermisste 15-Jährige aus Langwedel wieder da

Die Familie von Katharina B. aus Langwedel kann aufatmen. Die 15-Jährige, die seit dem 12. Februar vermisst wurde, ist wieder da. Nach Angaben der Polizei nahm sie am Nachmittag Kontakt zu ihrer Mutter und zwei Freundinnen auf und gab ihren Aufenthaltsort im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein preis. Ersten Befragungen zufolge hat sie sich freiwillig in der Familie eines neuen Freundes aufgehalten. Katharina wurde in polizeiliche Obhut genommen.

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17:28 Uhr

SPD-Europakandidat räumt erfundene Biografie ein

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Brandenburgs Ministerpräsident und SPD-Landeschef Dietmar Woidke ist "persönlich schwer enttäuscht". Der Grund: Der SPD-Europakandidat aus seinem Bundesland ist diesem gar nicht so verbunden, wie er vorgegeben hat. Im Gespräch mit dem "Spiegel" gab Simon Vaut nun zu, Teile seiner Biografie für den Wahlkampf erfunden zu haben. "Im Laufe der Kandidatur habe ich mich in Unwahrheiten verstrickt." Er kündigte an, seine Wahlkampfaktivitäten einzustellen.

Vaut hatte zuvor für sich geworben, indem er behauptete, seit Jahren in Brandenburg an der Havel zu leben und dort seinen Lebensmittelpunkt zu haben. Tatsächlich lebt der 40-Jährige in Berlin und ist Beamter im Bundeswirtschaftsministerium. Im Wahlkampf soll er auch eine Freundin erfunden haben, bei der es sich um eine Bekannte aus Berlin handelte, die Vaut als seine Lebensgefährtin ausgab.

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17:04 Uhr

Mitarbeiterin legt mit Mail Hamburger Verwaltung lahm

Weil sie eine E-Mail an einen falschen Verteiler schickte, hat eine Frau in Hamburg offenbar einen wichtigen Server lahmgelegt. Tausende Angestellte der Stadtverwaltung konnten deswegen zeitweise nicht mehr auf ihre E-Mails zugreifen, berichtet die "Hamburger Morgenpost". Demnach soll eine Administratorin des Informations- und Kommunikations-Dienstleisters Dataport Änderungen am Gesamt-Mailverteiler vorgenommen haben. Im Anschluss seien fälschlicherweise sämtliche Kontakte der Hansestadt mit einer Mail über diese Änderung informiert worden.

Die Nachricht ging dem Bericht zufolge an 65.000 Personen heraus. Daraufhin klickten zahlreiche irritierte Angestellte auf "Antworten", um sich zu beschweren (frei nach dem Motto: Warum bekomme ich das? Ich will nicht in diesem Verteiler sein). Diese E-Mails gingen ebenfalls an sämtliche städtische Stellen heraus. Die Nachrichten liefen im Sekundentakt ein und führten schließlich zu einer Überlastung des Servers. Und die Moral von der Geschicht'? Auf Info-Mails antwortet man besser nicht.

16:37 Uhr

Schleuser schließt Familie eine Woche in Lkw ein

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24.000 Euro zahlt eine Familie aus Syrien nach eigenen Angaben an einen Schleuser, um von der Türkei nach Deutschland zu gelangen. Eine Woche lang werden sie von dem Mann auf einem Lastwagen eingepfercht. Die Eltern und ihre zwei Kinder müssen nur mit einigen Decken und einem kleinen Nahrungsmittelvorrat auf einer etwa zwei bis drei Meter langen Fläche ausharren, wie die Bundespolizei in Rosenheim mitteilt.

Während eines Halts an einer Tankstelle gelingt es ihnen schließlich, die Plane der Lastwagenladefläche von innen aufzuschneiden. Mit einem Taxi fahren sie anschließend zur Polizei in Rosenheim und beantragen Asyl. Die Beamten ermitteln nun gegen den unbekannten Fahrer.

16:09 Uhr

Raser mit Tempo 231 geblitzt - erlaubt war 120

Seinen 600 PS starken Wagen stellt ein Mann aus Sachsen wohl vorerst in der Garage ab: Weil er mit rekordverdächtigem Tempo 231 in der Oberpfalz geblitzt wurde, muss der Autofahrer für drei Monate seinen Führerschein abgeben, 1200 Euro Geldbuße zahlen und zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei hinnehmen. Erlaubt waren auf dem Streckenabschnitt der Autobahn 93 bei Weiden lediglich 120 Kilometer pro Stunde, wie die Polizei mitteilte.

16:03 Uhr

Armeechef will Bouteflika für amtsunfähig erklären lassen

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Auch am vergangenen Freitag kam es zu Massenprotesten gegen Bouteflika.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Wochen gehen die Menschen in Algerien gegen ihren Präsidenten Abdelaziz Bouteflika auf die Straße. Dessen angekündigter Rückzug und versprochene Reformen gehen vielen nicht weit genug. Nun verkündet der Armeechef des Landes "einen Ausweg aus der Krise". Demnach will General Ahmed Gaid Salah den 82-jährigen Bouteflika für amtsunfähig erklären lassen. Dafür solle Artikel 102 der algerischen Verfassung angewandt werden, wonach der Staatschef "wegen schwerer und dauerhafter Krankheit völlig unfähig ist, seine Funktionen auszuüben", sagte Salah in einer Fernsehansprache.

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15:44 Uhr

Spahn für Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen

Ab kommender Woche wird die Große Koalition in Berlin über eine Impfpflicht diskutieren. Wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht, sollte diese für Masern in Einrichtungen wie Kitas und Schulen auf jeden Fall umgesetzt werden. "Aus meiner Sicht macht es bei Gemeinschaftseinrichtungen Sinn", sagte Spahn am Rande einer CDU-Landtagsfraktionssitzung in Düsseldorf.

Zudem solle "idealerweise auch medizinisches Personal" gegen Masern geimpft sein. Rechtlich halte er es für möglich, eine Impfpflicht in Gemeinschaftseinrichtungen umzusetzen. Es handele sich zwar um einen Eingriff in die Freiheit, aber die Aufklärungskampagnen in den vergangenen Jahren hätten nicht so gefruchtet wie erwartet. Immer noch sei die Zahl der Masern-Neuerkrankungen zu hoch. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen gehe es um Verantwortung nicht nur für das eigene Kind, sondern für alle. Und: Masern seien nicht nur eine Gefährdung für Kinder. "Ich würde gern eine Regelung haben, dass ungeimpfte Eltern sich freiwillig gleich mitimpfen lassen", so Spahn.

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15:19 Uhr

Trump beschimpft "Mainstream-Medien" als "Volksfeinde"

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Er kann es nicht lassen: Nachdem die aus seiner Sicht veranstaltete "Hexenjagd" mit den Erkenntnissen aus dem Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller nun vorerst beendet scheint, greift Donald Trump zu seiner zweitliebsten Vokabel: "Volksfeinde". So beschreibt der amtierende US-Präsident sogenannte "Mainstream-Medien" in einem Tweet. Diese spielten sich als "wirkliche Oppositionspartei" auf.

"Die Mainstream- Medien sind unter Beschuss und werden weltweit als korrupt und verlogen verachtet", schrieb der Republikaner weiter. Sie hätten immer gewusst, dass es keine Verschwörung gegeben habe, und dennoch zwei Jahre lang "die Russland-Connection gepuscht".

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Dass Trump mit seinen regelmäßigen Tweets über die Angelegenheit ebenfalls die Berichterstattung befeuerte, sei mal dahin gestellt. Hier eine kleine Auswahl:

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14:56 Uhr

Wohnung von Mitbegründer der "Identitären" durchsucht

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Martin Sellner

(Foto: imago/IPON)

Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch sterben 50 Menschen. Der mutmaßliche Täter, Brenton Tarrant, begründet den Terrorakt mit einem fremdenfeindlichen Manifest. Seine Tat bringt nun den Mitbegründer der "Identitären Bewegung Österreich" (IBÖ), Martin Sellner, in Bedrängnis. Denn dessen Gruppe hatte zuvor von Tarrant 1500 Euro als Spende erhalten.

  • Die Polizei durchsuchte deswegen am Montagabend Sellners Wohnung in Wien. Ein Computer und ein Telefon wurden beschlagnahmt.
  • Nach Angaben der Grazer Staatsanwaltschaft ging es bei der Durchsuchung um den "Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation."
  • Tarrants Spende war den Behörden schon länger bekannt. Da sie deutlich höher ausfiel als sonstige Spenden an die IBÖ, sei sie überprüft worden.

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14:27 Uhr

Snowden kritisiert Urheberrechtsreform - auf Deutsch

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Die Entscheidung des EU-Parlaments, die Urheberrechtsreform durchzuwinken, löst über Europas Grenzen hinaus Kritik aus. Nun meldete sich auch Whistleblower Edward Snowden zu Wort. "Vergiss nie, was sie hier gemacht haben", twitterte der 35-Jährige auf Deutsch. Dabei richtete er sich besonders gegen die Unionsfraktion im Straßburger Parlament. Snowden, der 2013 die ausufernde Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA öffentlich gemacht hatte, lebt nach wie vor im russischen Exil.

Nutzer kommentierten das holprige und fehlerhafte Deutsch in Snowdens Tweet - worauf dieser auf Englisch schrieb: "Mein Deutsch würde besser sein, wenn ich dort leben könnte ;)" Die Bundesregierung verweigert dem früheren NSA-Mitarbeiter Asyl, auch um die Beziehungen zu den USA nicht zu belasten. Die US-Justiz will Snowden wegen Spionage und Diebstahl von Regierungseigentum den Prozess machen. Im Fall einer Verurteilung droht ihm unter Umständen die Todesstrafe.

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14:12 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, nach einem ereignisreichen Vormittag verabschiedet sich mein Kollege Uladzimir Zhyhachou aus dem Büro. Ich übernehme seinen Platz und vermelde bis zum späten Abend Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:09 Uhr

Katze in Not sucht Polizeistation auf

Mehr Glück als Verstand hatte eine Katze auf Zypern, die mit dem Kopf in einer Konservendose steckengeblieben war.

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  • Der Streuner war in blinder Panik in eine Polizeistation in der kleinen Ortschaft Oroklini im Süden der Inseln gelaufen. Dort griffen die Beamten beherzt zu; mit Hilfe einer Kneifzange gelang es ihnen, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien.
  • Die Polizisten filmten ihren Sondereinsatz und teilten ihn per Twitter mit Tierfreunden auf aller Welt.
  • Das Kätzchen habe den richtigen Instinkt bewiesen, als es mit seinem Problem zur Polizei kam, lautete ihr Fazit.
  • Das sah der Streuner wohl anders: Kaum von der Dose befreit, raste er beim Anblick seiner Freunde und Helfer davon.
13:38 Uhr

Neunjähriger rettet kleine Schwester aus brennendem Auto

Ein neunjähriger Junge hat in Nürnberg seine zweijährige Schwester aus einem brennenden Auto gerettet.

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Von dem Auto ist nicht viel übrig geblieben.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Geschwister hatten zunächst alleine im Auto auf ihre Mutter gewartet, die ihr drittes Kind in einem Kindergarten abgab.
  • Plötzlich bemerkte der Junge laut Polizei starken Rauch am Auto, stieg aus und sah, dass bereits ein Hinterreifen brannte.
  • Schnell schnallte er seine kleine Schwester ab und brachte sie ins Freie - kurz darauf kam auch die Mutter zurück.
  • Trotz des Feuerwehreinsatzes brannte das Auto komplett aus, der Sachschaden liegt bei rund 10.000 Euro. Warum das Auto Feuer fing, wird noch ermittelt.
13:07 Uhr

Merkel kündigt Gipfel aller EU-Staaten mit China an

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für das kommende Jahr ein Gipfeltreffen aller EU-Mitgliedstaaten mit China angekündigt.

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Macron empfängt in Paris Juncker, Xi und Merkel.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Während der deutschen EU-Präsidentschaft werde es im September 2020 einen sogenannten Vollgipfel geben, zu dem Deutschland alle Mitgliedstaaten der EU und China einladen werde, kündigte Merkel bei dem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Chinas Staatschef Xi Jinping in Paris an.
  • Hauptthemen des Vierer-Gipfels waren die multilaterale Zusammenarbeit sowie die Wirtschafts- und Klimapolitik.
  • Im Anschluss traf Merkel den chinesischen Staatschef noch zu einem kurzen bilateralen Gespräch.

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12:55 Uhr

Europaparlament stimmt für Urheberrechtsreform

Das Europaparlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen zugestimmt und damit den Weg für eine baldige Umsetzung geebnet. Auch der besonders kontrovers diskutierte Artikel, der Plattformen wie Youtube stärker in die Pflicht nimmt, fand in Straßburg eine Mehrheit unter den Abgeordneten.

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12:42 Uhr

EU-Parlament stimmt für Ende der Zeitumstellung ab 2021

Das EU-Parlament befürwortet ein Ende der Zeitumstellung im Jahr 2021. Auf diese Position einigten sich die Abgeordneten am Dienstag in Straßburg. Für die tatsächliche Abschaffung müsste allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten erzielt werden.

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12:31 Uhr

Gestohlenes 25-Millionen-Bild von Picasso gefunden

Ein vor 20 Jahren gestohlenes Gemälde von Pablo Picasso ist in Amsterdam gefunden worden. Ein Kunstdetektiv war dem Bild nach Tipps aus der Unterwelt auf die Spur gekommen, wie die Zeitung "De Volkskrant" berichtet. Die niederländische Polizei bestätigte, dass das Bild gefunden wurde.

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Arthur Brand war dem Picasso-Gemälde "Buste de Femme" nach Tipps aus der Unterwelt auf die Spur gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

  • Picasso malte "Buste de Femme" 1938. Sein Wert wird heute auf 25 Millionen Euro geschätzt. Unbekannte hatten das Bild 1999 von der Jacht eines saudischen Geschäftsmannes im südfranzösischen Antibes gestohlen.
  • Lange Zeit fehlte von dem Kunstwerk jede Spur. 2015 bekam Kunstdetektiv Arthur Brand erstmals einen Hinweis. Nach langer Suche stieß er dann, wie er selbst sagte, auf einen Geschäftsmann, in dessen Besitz sich das Gemälde befand. Dieser soll es als Bezahlung bekommen haben. Er wollte es zurückgeben, nachdem er von dem Diebstahl gehört hatte.  
  • Die Polizei sei von dem Detektiv informiert worden und habe auch Kontakt zu den französischen Ermittlern aufgenommen, sagte ein Sprecher der dpa. Das Bild ist nach Angaben des Detektivs inzwischen der Versicherung übergeben worden. Zwei Experten hätten zuvor die Echtheit bestätigt.

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12:10 Uhr

Berliner Raser erneut wegen Mordes verurteilt

Im Fall eines tödlichen Autorennens in der Berliner Innenstadt im Februar 2016 hat das Landgericht zwei Raser zum zweiten Mal wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die erste Verurteilung hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben.

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11:56 Uhr

Hunderte Polizisten gehen mit Razzia gegen Clans vor

Rund 350 Polizeibeamte haben am Morgen 22 Wohnungen und Gebäude in Bremen und im niedersächsischen Umland durchsucht. Die Polizei sprach von einem Schlag gegen die Clan-Kriminalität. Hintergrund seien Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Details konnte die Polizei zunächst nicht mitteilen.

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11:35 Uhr

Abbiege- und Spurassistenten sind künftig Pflicht

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, bestimmte Technologien für die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern in neuen Fahrzeugen künftig vorzuschreiben.

  • Damit lasse sich "eine ähnlich große Wirkung erzielen wie seinerzeit mit der Einführung der ersten Sicherheitsgurte", erklärte EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska in Brüssel. Neuwagen müssen demnach ab 2022 etwa mit Spurhalteassistenten und erweiterten Notbremsassistenzsystem verfügen.
  • Besonderes Augenmerk liegt zudem auf Systemen zur Verringerung toter Winkel bei Lkw und Bussen, sogenannten Abbiegeassistenten. Die Assistenzsysteme sollen Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel der Lkw erkennen und den Fahrer warnen beziehungsweise den Laster abbremsen.
  • Die Einigung der Unterhändler der EU-Organe muss noch vom Europäischen Parlament und dem Rat förmlich angenommen werden.
10:51 Uhr

Deutscher Skiurlauber stirbt nach Sturz über Pistenrand

Ein 54-jähriger Skifahrer aus Baden-Württemberg ist beim Skifahren in Österreich tödlich verunglückt.

Der Mann war bei schlechter Sicht in Obergurgl in Tirol an den bei der Präparierung entstandenen Randwulst der Piste geraten. Dabei lösten sich die Ski des Sportlers. Er stürzte über den Wulst hinaus und fiel rund 100 Meter über felsdurchsetztes Gelände. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu.

10:45 Uhr

Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Im Herbst machen sich einige Vogelarten auf den Weg Richtung Süden. Dort finden sie ausreichend Nahrung, frostige Temperaturen bleiben ihnen erspart. Aber warum kehren sie wieder zurück und bleiben nicht in warmen Gefilden? Das erfahren Sie hier.

10:34 Uhr

Artikel-13-Gegnerin Reda: Folgen nicht nur fürs Internet

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Die schärfste Kritikerin des neuen Urheberrechts im Europaparlament, Julia Reda, hat die Abgeordneten dazu aufgerufen, Änderungen an der geplanten Reform vorzunehmen. "Noch nie hat es einen derart breiten Protest gegen eine EU-Richtlinie gegeben", sagte die Piraten-Politikerin während einer hitzigen Debatte im Europaparlament (die kann man hier live verfolgen).

Die Reform hätte in ihrer jetzigen Form nicht nur verheerende Folgen für das Internet, sondern würde auch einer ganzen Generation das Vertrauen in die Politik nehmen, und das Gefühl von Machtlosigkeit würde sie prägen.

Ab 12.30 Uhr soll das Plenum über einen Kompromiss abstimmen, den Unterhändler Mitte Februar mit den EU-Staaten ausgehandelt hatten.

09:49 Uhr

Dutzenden Journalisten droht Haft in Australien

Wegen Berichten über den Missbrauchsprozess gegen den ehemaligen Vatikan-Finanzchef George Pell in Australien drohen 23 Journalisten Geldstrafen oder sogar Haft.

  • Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Victoria erhob Anklage. Ihnen wird zur Last gelegt, gegen eine vom Gericht angeordnete Nachrichtensperre verstoßen zu haben.
  • Kardinal Pell war wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Chorknaben in diesem Monat zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
  • Während des mehrmonatigen Prozesses gegen Pell durfte über das Verfahren nicht berichtet werden. Das Gericht begründete die sogenannte "Suppression Order" damit, dass Geschworene in einem anderen Verfahren gegen Pell von den Berichten beeinflusst werden könnten. Viele sahen darin eine Einschränkung der Pressefreiheit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:13 Uhr

Mehrere Rathäuser wegen Bombendrohungen evakuiert

In mehreren deutschen Städten sind am Morgen Rathäuser evakuiert worden.

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  • Betroffen sind nach ersten Erkenntnissen Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg.
  • In Augsburg gab es nach einer Gewaltandrohung einen Großeinsatz der Polizei, das Rathaus wurde evakuiert, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt.
  • In Kaiserslautern sei eine Drohmail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte seien auch mit Sprengstoff-Spürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus sei weiträumig abgesperrt worden. Es gebe aber derzeit keine konkrete Bedrohungslage, erklärte der Sprecher. Die Maßnahmen würden vorsorglich durchgeführt.

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09:00 Uhr

Indische Parteien schenken Wählern Alkohol und Drogen

Obwohl das illegal ist, beschenken indische Parteien immer wieder Wähler, um ihre Stimmen zu ergattern. Zu den gängigsten Geschenken gehören Essen und Kleidung. Doch nicht alle Präsente sind so harmlos.

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(Foto: imago stock&people)

  • Vor der Parlamentswahl in Indien sind innerhalb von gut zwei Wochen Geschenke von Parteien und Kandidaten an Wähler im Wert von rund 69 Millionen Euro sichergestellt worden.
  • Dazu zählten neben Bargeld und Edelmetallen auch Drogen und Alkohol, wie die indische Wahlkommission mitteilte.
  • Die Parlamentswahl soll in sieben Phasen vom 11. April bis zum 19. Mai stattfinden. Wahlberechtigt sind rund 900 Millionen Menschen.
08:22 Uhr

Studenten müssen in Zirkuszelt umziehen

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So sieht der neue Hörsaal der TU Braunschweig von außen aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Ganz schön schick - Das Zelt hat genug Platz für bis zu 800 Studenten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sanierungsarbeiten am Hörsaalgebäude zwingen Studierende der Technischen Universität Braunschweig zum Umzug in ein Zirkuszelt. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, die Generalprobe bei einer Abendveranstaltung habe tadellos geklappt, sagte eine Sprecherin der Uni. Als Ersatz für das Audimax steht auf einer Rasenfläche das beheizbare und beleuchtete Zelt für rund 800 Studierende parat.

07:56 Uhr

Bolsonaro will Jahrestag des Militärputschs feiern

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Am Sonntag feiert Bolsonaro den Jahrestag des Militärputschs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Staatliche Todesschwadronen, Folter und Verschwindenlassen von Oppositionellen waren in Brasilien von 1964 bis 1985 an der Tagesordnung. Zum 55. Jahrestag des Militärputsches vom 31. März 1964, auf den 21 Jahre Militärdiktatur folgten, hat Brasiliens ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro Gedenkfeierlichkeiten angeordnet. Am kommenden 31. März solle es "angemessene Gedächtnisfeiern" geben, sagte Präsidentensprecher Otávio Rêgo Barros. Das Gedenken solle vom Verteidigungsministerium organisiert werden.

  • Nach Angaben einer Wahrheitskommission wurden in der Zeit rund 440 Menschen aus politischen Gründen getötet, Hunderte weitere Regierungsgegner wurden inhaftiert und gefoltert.
  • Bolsonaro, selbst ein Ex-Offizier, hat in der Vergangenheit immer wieder seine Sympathie für die Militärdiktatur bekundet. Rund die Hälfte seiner Minister sind Militärs.
  • Der Präsidentensprecher sagte, Bolsonaro betrachte die Ereignisse vom 31. März 1964 nicht als Militärputsch. Vielmehr hätten sich "Zivilisten und Soldaten" in unruhigen Zeiten zusammengeschlossen und das Land wieder auf die richtige Spur geführt.
07:35 Uhr

Niederländer werben mit Prämien um Deutschlehrer

Während niederländische Firmen händeringend Mitarbeiter mit Deutschkenntnissen suchen, wählen Schüler lieber Spanisch oder Chinesisch. Mit dieser Begründung etwa wurde in einer Oberschule in der Grenzstadt Arnheim Deutsch vom Stundenplan gestrichen. Da nur noch wenige junge Leute Deutsch studierten, gebe es einen großen Mangel an Deutschlehrern.

Wie das "Dagblad van het Noorden" unter Verweis auf eine Statistik berichtete, fehlten im kommenden Jahr 135 Deutschlehrer. Große Städte wie Amsterdam, Rotterdam, Den Haag oder Utrecht versuchten daher mit Willkommensprämien bis hin zu einem Auto, Deutschlehrer anzuwerben, so das Duitsland Instituut.

Mehr dazu hier.

06:55 Uhr

Waffenruhe im Gazastreifen hält nicht

Die Gewalt am Gazastreifen hat trotz einer von der radikalislamischen Hamas ausgerufenen Waffenruhe auch in der Nacht auf Dienstag angedauert.

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Vor der Waffenruhe hatte Israel zahlreiche Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die israelische Armee erklärte am Morgen, seit dem Vorabend 22 Uhr seien aus dem Palästinensergebiet 30 Raketen oder Mörsergranaten abgefeuert worden. Die israelischen Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben rund 15 Ziele im Gazastreifen an. Darunter befand sich demnach ein Militärkomplex der mit der Hamas verbündeten Gruppe Islamischer Dschihad.
  • Die jüngsten Spannungen waren am Montagmorgen von einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen ausgelöst worden. Das Geschoss schlug in einem Wohnhaus nördlich von Tel Aviv ein. Israel machte die radikalislamische Hamas für den Angriff verantwortlich und bombardierte Ziele im Gazastreifen. Später wurden weitere Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert.
  • Am Montagabend verkündete die Hamas dann eine Waffenruhe. Von israelischer Seite wurde die Einigung aber nicht bestätigt.

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06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Gestern Abend musste Theresa May eine weitere Niederlage kassieren: Gegen den Willen der Regierung wird das Unterhaus heute über Alternativen zum Brexit-Abkommen beraten. Ein entsprechender Antrag wurde in der Schlussabstimmung mit einer Mehrheit von 327 zu 300 Stimmen angenommen.

Was wird heute sonst wichtig:

  • Nach massivem Raketenbeschuss auf Israel und israelischen Luftangriffen im Gazastreifen haben militante Palästinenser einseitig eine Waffenruhe verkündet.
  • Das Europaparlament stimmt in Straßburg über die heftig umstrittene Reform des EU-Urheberrechts ab. Für die Gegner des Vorhabens ist es die letzte Chance, noch Änderungen an der Reform vorzunehmen. Besonders Artikel 13 stand zuletzt im Fokus der Kritik. Sollten die Abgeordneten dem Vorhaben hingegen als Ganzes zustimmen, wäre es wohl noch vor der Europawahl Ende Mai beschlossene Sache.
  • Auf dem Weg zum Ende der Zeitumstellung in Mitteleuropa steht eine weitere Etappe an. Heute stimmt das EU-Parlament über seine Position zu dem Thema ab. Der zuständige Verkehrsausschuss hat sich für ein Ende des halbjährlichen Drehens an der Uhr ab 2021 ausgesprochen. Ein "Koordinierungsmechanismus" solle einen Zeit-Flickenteppich in Europa vermeiden.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, in der ersten Tageshälfte versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:04 Uhr

Regen, Schnee und Kälte

Der Start in den Tag bringt an den Alpen noch letzte Flocken und dort sowie generell auf den Bergen bei frostigen Frühwerten anfangs streckenweise Glättegefahr. Später wird es dann aber besonders südlich der Mainlinie sowie im Osten immer freundlicher. Ansonsten sind die Wolken dichter und gelegentlich fällt etwas Regen, der oberhalb von 500 Metern in Schnee übergeht. Denn der Wind kommt weiterhin aus nordwestlicher Richtung, kann besonders im Norden und Osten stark bis stürmisch auffrischen und bringt uns eben die kühlen und teils nasskalten Temperaturen. Am kältesten ist es auf den ostdeutschen Mittelgebirgen bei 4, am mildesten am Oberrhein bei 11 Grad.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: morgen und am Donnerstag zeigt sich neben kompakten Wolken und etwas Regen ab und zu mal die Sonne. Der Frühling hat es bei meist 6 bis 14 Grad aber nach wie vor schwer. Das ändert sich am Freitag und Samstag, wenn die Sonne immer mehr Anteile bekommt und die Temperaturen auf 12 bis 19 Grad ansteigen. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihr Björn Alexander